Kone (Unternehmen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
KONE Corporation
Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft (Finnland)
ISIN FI0009000566
Gründung 27. Oktober 1910
Sitz FinnlandFinnland Finnland, Espoo
Leitung Henrik Ehrnrooth (President & CEO)[1]
Mitarbeiter 47.064 (31. Dez. 2014)[2]
Umsatz 7,334 Mrd. Euro (2014)[2]
Branche Industriegüterproduktion
Website www.kone.com
Flaggen vor dem Kone Hauptquartier in Espoo

Die KONE Oyj ist ein finnisches, an der Börse Helsinki notiertes Industrieunternehmen sowie der viertgrößte Aufzugsanlagen- und Fahrtreppenproduzent der Welt mit Hauptsitz in Espoo.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen Kone wurde am 27. Oktober 1910 als Aktiengesellschaft gegründet. Der Name Kone stammt dabei aus dem finnischen und ist übersetzbar mit Maschine.

1970 wurde als erstes Unternehmen außerhalb von Skandinavien die im Jahr 1914 gegründete Ing. Stefan Sowitsch & Co.KG. der Kone Gruppe angeschlossen. Bis 1999 firmierte die in den Konzern eingegliederte Gesellschaft erst als Sowitsch Aktiengesellschaft, später als Kone Sowitsch AG. Zum 1. Januar 2000 änderte die Tochtergesellschaft ihren Namen neuerlich, nunmehr in Kone Aktiengesellschaft. Zu einer der bekanntesten Sowitsch-Aufzugsanlagen in Österreich zählt die Anlage mit zwei Aufzügen im Wiener Donauturm. 1964 waren dies nicht nur die schnellsten Express-Aufzüge Europas, sondern der eine der beiden der erste Doppeldeckeraufzug Österreichs. Die Anlage war bis zum Jahr 2001 die schnellste Aufzugsanlage in Österreich, ehe sie von den bis heute schnellsten Aufzügen (6,3 m/s) in den Vienna Twin Towers abgelöst wurde.

1973 kaufte die Kone GmbH, Aufzüge und Rolltreppen, Tür- und Torservice die 1873 in Hannover gegründete Firma Hävemeier & Sander, Aufzüge.[3]

Mitte der 1980er Jahre akquirierte Kone die Firma Bauer Aufzug in Augsburg. Das vollständig im Kone-Konzern aufgegangene Unternehmen schrumpfte innerhalb von fünf Jahren von 650 auf 250 Mitarbeiter. Die Fertigung wurde geschlossen und der Aufgabenbereich der verbliebenen Mitarbeiter beschränkt sich heute auf Vertrieb, Montage und Wartung.[4]

1994 wurde Konecranes ausgegliedert. Ebenso wurde in diesem Jahr die US-amerikanische Montgomery Elevator Company übernommen.[5]

Eine weitere Übernahme erfolgte 1996 mit dem Kauf des Fahrtreppengeschäfts von Orenstein & Koppel in Hattingen. 2002 erwarb Kone vom finnischen Staat dessen 30% Aktienpaket an Partek.[6] 2005 wurde der Bereich Schiffsausrüstung als Cargotec abgespalten.

Die EU verhängte gegen Kone im Februar 2007 eine Strafzahlung in Höhe von 142,12 Mio. Euro wegen Verwicklungen im Aufzugs- und Fahrtreppenkartell.

Der Hauptsitz des Unternehmens liegt seit dessen Gründung im finnischen Espoo nahe Helsinki. KONE ist seit 1910 als Industrieunternehmen aktiv. Der Schwerpunkt des Unternehmens ist das Aufzugs - und Rolltreppengeschäft sowie automatische Türen und Tore. Um Laufe der Zeit wuchs KONE durch weltweite Akquisitionen und ist heute in 60 Ländern vertreten.[7]

KONE in Deutschland[Bearbeiten]

Der Markteintritt in die Aufzugsbranche von KONE in Deutschland begann im Jahr 1973 durch die Übernahme des von Helmut Zimmermann gegründeten Hannoveraner Unternehmens Hävemeier & Sander. Im Jahr 1987 stieg KONE mit einer Minderheitenbeteiligung an dem 1887 gegründeten deutschen Rolltreppenhersteller O&K Rolltreppen auch in den Rolltreppenmarkt ein. 1996 übernahm KONE dann alle Aktien an O&K Rolltreppen.

Als seit 2012 eingenständiges Tochterunternehmen übernimmt die KONE Automatiktüren GmbH (ehemals KONEMATIC) das Geschäft mit automatischen Türen und Toren sowie Verladetechnik.

Auch das Aufzugsunternehmen Lödige mit Sitz in Paderborn zählt zu den Tochterunternehmen der KONE GmbH.

Durch die Niederlassungen und Tochterunternehmen hat die KONE GmbH heute ca. 70.000 Aufzüge und Rolltreppen sowie an die 40.000 automatische Türen und Tore in Wartung.[8]

Unternehmensdaten[Bearbeiten]

2014 erwirtschafteten rund 47.000 Mitarbeiter in 1.000 Niederlassungen in 60 Ländern einen Jahresumsatz von rund 7,3 Milliarden Euro. KONE liefert darüber hinaus in weitere 20 Länder Aufzüge, Rolltreppen sowie Türen, Tore und Verladetechnik, so dass die Marke in insgesamt 80 Ländern vertreten ist. KONE ist seit 1967 an der OMX Nordic Stock Exchange Helsinki gelistet. [9]

In Deutschland hat KONE 30 Niederlassungen mit ca. 1.000 Servicetechnikern. Die Zentrale von Kone Deutschland liegt in Hannover (Lage)52.421699.73245, von Kone Österreich in Wien und von Kone Schweiz in Brüttisellen.

Test- und Schulungsanlagen[Bearbeiten]

Der längste Testschacht der Welt (ca. 333 m) liegt unterirdisch in einem aufgelassenen Bergwerk in Lohja in Finnland. Kone führt dort – unter anderem – Tests mit Aufzügen mit bis zu 17 m/s (ca. 62 km/h) durch.

In Hannover befindet sich die KONE Academy, ein Trainings-, Schulungs- und Besichtigungszentren für Aufzüge, Rolltreppen und Automatiktüren. Auf rund 2.000 Quadratmetern sind verschiedene Aufzugs- und Rolltreppenanlagen aufgebaut.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Im vierten Jahr in Folge rangierte KONE 2014 in der Rangliste des US-Wirtschaftsmagazins Forbes in den Top 100 der weltweit innovativsten Unternehmen. Der Aufzug- und Rolltreppenhersteller war 2014 als einziger Vertreter seiner Branche in der Liste vertreten, auf der er Platz 42 belegt. Von den gelisteten europäischen Unternehmen erreicht KONE Platz 6.
  • KONE UltraRope ist eine Aufzugtechnologie für Hochhäuser, mit der die bisher mögliche maximale Förderhöhe auf bis zu einen Kilometer verdoppelt wird. So werden die Nachteile herkömmlicher Stahlseile eliminiert.
  • Zu einer der bekanntesten Sowitsch-Aufzugsanlagen in Österreich zählt die Anlage mit zwei Aufzügen im Wiener Donauturm. 1964 waren dies nicht nur die schnellsten Express-Aufzüge Europas, sondern der eine der beiden der erste Doppeldeckeraufzug Österreichs. Die Anlage war bis zum Jahr 2001 die schnellste Aufzugsanlage in Österreich, ehe sie von den Aufzügen (6,3 m/s) in den Vienna Twin Towers abgelöst wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kone – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.kone.com/en/company/organization/management/executive-board/ KONE Executive Board
  2. a b KONE Q4 FINANCIAL STATEMENT BULLETIN 2014 KONE, 29. Januar 2015
  3. Waldemar R. Röhrbein: Hävemeier & Sander, Aufzüge. In: Stadtlexikon Hannover. S. 248.
  4. Branchenreport „Aufzüge und Fahrtreppen — Branche im Wandel“, Hrsg. IG Metall Vorstand, S. 29.
  5. New York Times vom 11. Oktober 1994: COMPANY NEWS; FINLAND'S KONE BUYS MONTGOMERY ELEVATOR
  6. Konecranes loses to Kone in Partek deal
  7. http://www.kone.com/en/company/history/
  8. http://www.kone.de/unternehmen/kone-deutschland/
  9. http://www.kone.de/unternehmen/ueber-kone/