Kanton Schaffhausen

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Kanton Schaffhausen
Wappen
Wappen
Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Kürzel/Kontrollschild: SH
Amtssprache: Deutsch
Hauptort: Schaffhausen
Beitritt zum Bund: 1501
Fläche: 298 km²
Website: www.sh.ch
Bevölkerung
Einwohner: 79'400 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 266 Einwohner pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
24,8 % (31. August 2014)[2]
Arbeitslosenquote: 3,3 % (30. Juni 2015)[3]
Lage des Kantons in der Schweiz
Lage des Kantons in der Schweiz
Karte des Kantons
Karte des Kantons
Gemeinden des Kantons
Gemeinden des Kantons

47.728.5885Koordinaten: 48° N, 9° O; CH1903: 686279 / 286121

Schaffhausen (Kürzel SH, schweizerdeutsch Schafuuse, französisch Schaffhouse, italienisch Sciaffusa, rätoromanisch Schaffusa) ist ein Kanton in der Deutschschweiz und gehört zur Nordost- und Ostschweiz. Der Hauptort und zugleich grösste Ort ist die gleichnamige Stadt Schaffhausen.

Geographie[Bearbeiten]

Der Kanton Schaffhausen ist der nördlichste Kanton der Schweiz. Mit Ausnahme eines kleinen Teils von Stein am Rhein (Vor der Brugg) und einem Fussweg von der Rheinbrücke von Schaffhausen nach Feuerthalen bis zum Wehr des Kraftwerkes Schaffhausen liegt der Kanton nördlich des Rheins, er ist fast ganz von der Bundesrepublik Deutschland umgeben und umgibt seinerseits die deutsche Exklave Büsingen am Hochrhein. Südlich grenzt der Kanton, hauptsächlich im Rhein, an die Kantone Zürich und Thurgau. Die gesamte Grenzlänge beträgt 185,4 km. Sie teilt sich wie folgt auf: Bundesrepublik Deutschland (inklusive Enklave Büsingen) 151,8 km, Kanton Zürich 23,2 km, Kanton Thurgau 10,4 km. Der komplizierte Grenzverlauf wurde durch territoriale Veränderungen im 18., 19. und 20. Jahrhundert mehrfach vereinfacht und angepasst.

Der Kanton ist in drei Teilgebiete aufgeteilt. Das Kantonsgebiet bei Stein am Rhein wird als Oberer Kantonsteil bezeichnet, jenes bei Rüdlingen/Buchberg als Unterer Kantonsteil.

Der Randen, ein Ausläufer des Jura, verleiht dem Kanton Schaffhausen einen hügeligen Charakter. Die Randenhöhen sind weitgehend mit Wald bedeckt. Deshalb ist der Kanton Schaffhausen neben dem Kanton Jura der waldreichste Kanton. Der höchste Punkt des Kantons liegt mit 912 m ü. M. beim Hagen auf dem Randen. Der tiefste Punkt befindet sich am Rhein bei Buchberg auf einer Höhe von 344 m ü. M.

Am geografischen Mittelpunkt des Kantons Schaffhausen befindet sich ein Findling.

Östlich des Randen folgt der ebenfalls hügelige Reiat.

Südlich des Randen liegt ein fruchtbares, flaches Tal, der Klettgau, welches vor über 50'000 Jahren durch den Urrhein geformt wurde. Im Klettgau wird vorwiegend Reb- und Ackerbau betrieben.

Die Hochebenen des Randen und Reiats werden durch mehrere, zum Teil steil abfallende Täler durchschnitten. Die wichtigsten Täler heissen: Bibertal, Freudental/Taal, Hemmentalertal/Hauental, Herblingertal, Merishausertal/Mühlental, Orserental, Wangental, Wutachtal.

Gewässer[Bearbeiten]

Der Rheinfall ist Europas zweitgrösster Wasserfall.
Klimadiagramm der Messstation Schaffhausen

Der Kanton wird durch den Rhein respektive den Hochrhein, wie der Flussabschnitt auch genannt wird, geprägt. Er verlässt bei Stein am Rhein den Untersee und durchfliesst die drei Teilgebiete des Kantons. Über den Rheinfall, den zweitgrössten Wasserfalls des europäischen Kontinents (nach dem Sarpsfossen in Norwegen), stürzen die Wassermassen 23 Meter in die Tiefe. Der Reiat sowie der obere Kantonsteil werden durch die Biber durchflossen. Der Klettgau wird durch den Mühlibach und den Seltenbach entwässert. Auf deutschem Gebiet heisst der Fluss dann Klingengraben. Durch das Wangental fliesst der Seegraben. Bei Schleitheim bildet die Wutach auf einigen Kilometern die Grenze zu Deutschland. Die Durach entwässert einen Teil des Randens und fliesst durch Bargen und Merishausen. Nach Durchfluss des teilweise schluchtartigen Mühlentals mündet sie bei Schaffhausen in den Rhein. Die Fulach floss ursprünglich von Thayngen her nach Schaffhausen und mündete beim Schwabentor in die Durach. Bereits in den 1930er Jahren wurde der Bach bei Herblingen eingedolt.

Am Ende der letzten Eiszeit, der Würmeiszeit vor ca. 18'000 Jahren schmolz der Rheingletscher ab und zwischen Thayngen und Dörflingen entstanden die vier Toteisseen Morgetshofsee, Rudolfersee,[4] Egelsee[5] und das Seeli. Heute bieten die Seen vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat. An kalten Wintertagen tummeln sich Schlittschuhläufer auf dem grössten der Seen, dem Morgetshofsee. Auch der idyllisch gelegene Nägelsee bei Buchthalen ist bei Schlittschuhläufern sehr beliebt. In den Jahren 1907 bis 1909 wurde oberhalb der Stadt Schaffhausen mit dem Engeweiher das erste Pumpspeicherkraftwerk der Schweiz gebaut. Noch heute wird Rheinwasser vom Kraftwerk Schaffhausen zum Engeweiher hochgepumpt. Das Kraftwerk Neuhausen nutzt die Höhe des Rheinfalls für die Produktion von Strom.

Klima[Bearbeiten]

Der Kanton Schaffhausen befindet sich am Rande des Mittellandes und im Bereich der gemässigten Klimazone. Die Stadt Schaffhausen sowie der Klettgau liegen im Regenschatten von Schwarzwald, Randen und des Reiats. Besonders der Schwarzwald hält die regenreichen Westwinde ab.

Die durchschnittliche Regenmenge in der Stadt Schaffhausen von 863 mm im Jahr ist für Mitteleuropa eher gering. Sie gehört zu den tiefsten in der ganzen Schweiz. Der in den Alpentälern und am Alpenrand wichtige Föhn zeigt im Normalfall keine speziellen klimatischen Auswirkungen auf den Kanton Schaffhausen. Das langjährige Mittel an Sonnenscheindauer beträgt in der Stadt Schaffhausen 1345 Stunden/Jahr.[6]

Geographischer Mittelpunkt des Kantons Schaffhausen[Bearbeiten]

Der Findling markiert den geografischen Mittelpunkt des Kantons Schaffhausen.

Der geographische Mittelpunkt des Kantons Schaffhausen befindet sich in einem Acker im Eschheimertal auf dem Gebiet der Gemeinde Beringen. Der Punkt auf 565 m ü. M., welcher durch einen 3,5 Tonnen schweren Findling markiert ist, liegt nordwestlich der Stadt Schaffhausen, in der Nähe des Beringer Randenturms und des Engeweihers. Die genauen Koordinaten lauten: 686'528 / 285'410.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100-Jahr-Jubiläum der amtlichen Vermessung im Kanton wurde am 4. April 2012 durch den Regierungsrat Ernst Landolt eine Gedenktafel enthüllt. Der Findling liegt nur wenige Meter neben dem Wanderweg, welcher vom Lahnbuck ins Eschheimertal führt. Der Wanderweg ist mit gelben Tafeln mit der Aufschrift «Mittelpunkt des Kantons Schaffhausen» signalisiert.

Der Mittelpunkt ist 21 km von Stein am Rhein, 16 km von Buchberg, 9 km von Bargen und 13 km von Trasadingen entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Schifflände von Schaffhausen mit dem Wahrzeichen Munot, links davon der Schweizerhof, rechts der Güterhof
Die 13 Alten Orte und das direkt von ihnen beherrschte Gebiet im 18. Jahrhundert
Die Vordergasse, festlich geschmückt mit den Wappen der zwölf Schaffhauser Zünften und Gesellschaften

Am Fusse des Reiat bei Thayngen wohnten vor über 10'000 Jahren in der prähistorischen Wohnhöhle Kesslerloch die ersten Menschen im Kanton Schaffhausen.

Um ca. 3900 bis 3500 v. wurden im Gebiet Weier südlich von Thayngen Pfahlbauten errichtet. 2011 nahm die UNESCO die Pfahlbausiedlung Weier mit 110 weiteren Fundstellen in 6 Alpenländern in das Inventar des UNESCO-Weltkulturerbes auf.

Zur Zeit der Römer führte eine Heeresstrasse durch das Gebiet des heutigen Kantons Schaffhausen. Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurde die römische Siedlung Iuliomagus (auch Juliomagus oder Iuliomago) gegründet, nahe der heutigen Ortschaft Schleitheim. Heute ist nur noch die Ausgrabung des öffentlichen Bades (Thermen) zugänglich.

Der heutige Kanton Schaffhausen war bis 1798 ein Stadtstaat, seine Aufzeichnungen beginnen 1045.

Die Stadt Schaffhausen entstand etwa um 1000 aufgrund ihrer speziellen geografischen Lage oberhalb des Rheinfalles. Schaffhausen wurde dadurch zu einem wichtigen Umschlagplatz in der Region. 1045 verlieh König Heinrich III. in Köln Graf Eberhard VI. von Nellenburg das Münzrecht für Schaffhausen.

In Schaffhausen fand im Jahr 1402 einer der ersten bekannten Hexenprozesse statt.

1411 trat die neue Zunftverfassung in Kraft. Für die nächsten 400 Jahre beherrschten die zehn Zünfte und zwei Gesellschaften das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben des Stadtstaats Schaffhausen.

Der Kanton geht auf das Herrschaftsgebiet der Stadt Schaffhausen zurück, die zur Zeit der Staufer Reichsstadt wurde. Mit dem Erwerb von Nieder- und Hochgerichtsbarkeiten über die Dörfer in der Umgebung begann der Aufbau des Stadtstaates, der 1501 Mitglied der Schweizerischen Eidgenossenschaft wurde. 1529 wurde die Reformation eingeführt. Durch Übernahme der Besitzungen der Klöster erfuhr der Stadtstaat eine entscheidende Ausdehnung. Bis 1798 war Schaffhausen ein Teil der Dreizehn Alten Orte der Eidgenossenschaft. Durch die Ereignisse der Französischen Revolution, dem Übergang zur Helvetischen Republik und der Mediationsverfassung wurde der Stadtstaat in seinem Fundament erschüttert. Das Hoheitsgebiet des Kantons Schaffhausen wurde im 18., 19. und 20. Jahrhundert durch territoriale Anpassungen erheblich verändert.

Die aktuell gültige Verfassung wurde 2002 erlassen und hat diejenige von 1876 ersetzt.[7]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen des Kantons Schaffhausen
Blasonierung:

«In Gold ein springender schwarzer Widder mit roter Zunge, goldener Krone und Mannheit, goldenen Hörnern und Hufen.»[8]

Um 1835 war das Schild gänzlich grün.[9]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohner des Kantons werden Schaffhauser genannt. Per 31. Dezember 2014 betrug die Einwohnerzahl des Kantons Schaffhausen 79'400.[10] Die Bevölkerungsdichte liegt mit 266 Einwohnern pro Quadratkilometer über dem Schweizer Durchschnitt (200 Einwohner pro Quadratkilometer). Der Ausländeranteil (gemeldete Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) bezifferte sich am 31. August 2014 auf 24,8 Prozent, während landesweit 23,7 Prozent Ausländer registriert waren.[11] Per 30. Juni 2015 betrug die Arbeitslosenquote 3,3 Prozent gegenüber 3,1 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[12]

Sprachen[Bearbeiten]

Amtssprache im Kanton Schaffhausen ist Deutsch. 2012 gaben 88,8 Prozent der Bevölkerung Deutsch als Hauptsprache an.[13] Angaben zu den drei anderen Schweizer Amtssprachen Französisch, Italienisch, Rätoromanisch sowie zu anderen Sprachen wurden nicht gemacht.

Der in mehrere Untermundarten zerfallende Schaffhauser Dialekt gehören dem Hochalemannischen und innerhalb dessen dem Nordostschweizerdeutschen an. Ein typisches Merkmal dieser Dialektgruppe ist die Entwicklung von mittelhochdeutsch ei zu langem a, zum Beispiel meinen → maane. «Was meinst Du?» wird somit «Wa maansch?» ausgesprochen. Ein weitherum bekannter Satz im Schaffhauser Dialekt (Schleitheim) lautet: E Zaane voll Saapfe d’Laatere durab schlaapfe, was soviel heisst wie: «Einen Korb voller Seife eine Leiter hinunter ziehen».

Das Schaffhauserdeutsche ist phonologisch, grammatikalisch und lexikologisch aufgearbeitet in:

  • Georg Wanner: Die Mundarten des Kantons Schaffhausen.[14] Frauenfeld 1941 (Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik 20).
  • Schaffhauser Mundartwörterbuch, erarbeitet von Heinz Gallmann, Marianne Benz u. a., Schaffhausen 2003 (Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen 15).

Der bekannteste Mundartschriftsteller des Kantons ist der Wilchinger Albert Bächtold (1891–1981), der eine ganze Reihe von Romanen verfasst hat.

Religionen – Konfessionen[Bearbeiten]

Der Kanton Schaffhausen gehört traditionell zu den reformierten Kantonen. Allerdings existiert eine herkömmlich katholische Gemeinde, nämlich Ramsen. 2012 bekannten sich 39,5 Prozent der Bevölkerung zum evangelisch-reformierten und 22,3 zum römisch-katholischen Glauben, während 22,4 Prozent sich selbst als konfessionslos bezeichneten.[13]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Hauptgebäude der Uhrenfabrik IWC
Rebberge bei Osterfingen

Der Kanton Schaffhausen gehört zum Wirtschaftsraum Zürich (Greater Zurich Area) und ist wirtschaftlich eng mit dem Nachbarkanton Zürich verbunden. Der traditionelle, wirtschaftliche Schwerpunkt war von Mitte des 19. Jahrhunderts bis circa 1970 die Schwerindustrie, vertreten durch die Schweizerische Industrie-Gesellschaft (SIG) und Georg Fischer (GF).

2011 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Einwohner 89'368 Schweizer Franken.[13] 2012 wurden 44'905 Beschäftigte im Kanton Schaffhausen gezählt, wovon 1'884 auf den primären (Urproduktion), 13'867 auf den sekundären (Industrie) und 29'154 auf den tertiären Sektor (Dienstleistung) entfielen. 6'488 Arbeitsstätten wurden 2012 im Kanton gezählt (davon 624 im primären, 1'000 im sekundären und 4'864 im tertiären Sektor). Die Arbeitslosenquote bezifferte sich per 30. Juni 2015 auf 3,3 Prozent gegenüber 3,1 Prozent auf eidgenössischer Ebene.[12]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten]

Der Kanton Schaffhausen ist hinter dem Kanton Zürich das zweitgrösste Weinbaugebiet in der Deutschschweiz. Weinbau wird in 20 Gemeinden des Kantons betrieben. 55 Rebbaubetriebe und 170 Freizeitwinzer bewirtschaften 500 Hektaren Reben. Zu ca. 75 Prozent werden Pinot Noir-Trauben oder Blauburgundertrauben, wie sie in der Schweiz genannt werden, angebaut. Aus diesem Grunde tritt die Rebbauregion auch unter dem Label Schaffhauser Blauburgunderland auf.

Die Schaffhauser Blauburgunderweine sind nicht mit den schweren, französischen Weinen von der Côte-d’Or im Burgund zu vergleichen. Dank der tiefsten Niederschlagsmenge in der deutschsprachigen Schweiz haben die Weine eine besondere Feinfruchtigkeit, ein reichhaltiges Bouquet, feine Aroma-Nuancen und einen harmonischen Körper. Als Nischenprodukte werden ausserdem Regent, Dornfelder, Lemberger, Garanoir, Leon Millot, Diolinor, Merlot, Cabernet-Sauvignon, Gamay x Reichensteiner angebaut. Die zweitwichtigste Sorte ist jedoch der Riesling Sylvaner. Dazu kommen weitere Weisswein-Traubensorten wie Chardonnay, Pinot blanc, Räuschling, Pinot gris, Kerner und Gewürztraminer.

Der grosse Stellenwert des Weinbaus im Kanton Schaffhausen findet seinen Ausdruck in den zahlreichen Wein- und Trottenfeste (Siblingen, Wilchingen, Osterfingen, Trasadingen) sowie den Herbstumzügen in Hallau.[15][16]

Tourismus[Bearbeiten]

Natur[Bearbeiten]

Der Rheinfall mit Schlösschen Wörth und Schloss Laufen
Der Rathausplatz von Stein am Rhein

Orte und Gebäude[Bearbeiten]

  • Über der guterhaltenen Altstadt von Schaffhausen wacht die im 16. Jahrhundert er erbaute Rundfestung Munot. Der Schwabentorturm und der Obertorturm sind weitere Überbleibsel der ehemaligen mittelalterlichen Stadtbefestigung. Das Münster Allerheiligen gilt heute als der grösste romanische Sakralbau der Schweiz. Am Herrenacker, einem der grössten innerstädtischen Plätze der Schweiz, sind das Stadttheater Schaffhausen sowie das Spielcasino zu finden.
  • Das mittelalterliche Städtchen Stein am Rhein ist für seine kunstvoll bemalten Hausfassaden bekannt. Über dem Städtchen thront die Burg Hohenklingen. Das direkt am Rhein gelegene ehemalige Kloster St. Georgen ist heute ein Museum.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Museum zu Allerheiligen gibt einen ausführlichen Einblick in die Geschichte der Region Schaffhausen von der Steinzeit über die Römer und dem Mittelalter bis zur Gegenwart.
  • In Schleitheim sind Überreste der öffentlichen Therme der ehemaligen römischen Stadt Iuliomagus zu besichtigen.
  • Die Hallen für Neue Kunst in Schaffhausen sind ein Museum für zeitgenössische Kunst, speziell für die Neue Kunst seit 1965.
  • Das Gipsmuseum Schleitheim informiert über den im 18./19. Jahrhundert intensiv betriebenen Gipsabbau in der Gegend.
  • Das Uhrenmuseum der IWC International Watch Co. AG zeigt einen Einblick in die Geschichte der Uhrenfabrik am Rhein.

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Der Kanton Schaffhausen erhielt 1857 seinen ersten Eisenbahnanschluss, mit der Rheinfallbahn der damaligen NOB zwischen Winterthur und Schaffhausen (heute SBB). In Ost–West-Richtung wird der Kanton seit 1863 von der Hochrheinbahnstrecke (Basel–Schaffhausen–Singen (Hohentwiel)Konstanz) der ehemaligen Eisenbahn des Grossherzogtums Baden (heute Deutsche Bahn) erschlossen. Weitere NOB-Strecken folgten 1895 mit der Seelinie nach FeuerthalenEtzwilen und 1897 mit der direkten Linie über deutsches Gebiet via Eglisau und Bülach nach Zürich. Diese fünf vom Bahnhof Schaffhausen ausgehenden Eisenbahnstrecken bilden auch heute noch das Rückgrat des Eisenbahnverkehrs im Kanton.

Bedient werden die Strecken von der S-Bahn Zürich (S16, S22, S33), der S-Bahn St. Gallen (S3), den SBB-Regionalzügen Schaffhausen–Stein am Rhein, den DB-Regionalzügen ErzingenSingen sowie dem IRE Basel–Singen(–Ulm). Direkte internationale Anschlüsse bietet die ICE-Verbindung StuttgartZürich.

2011 stimmte die Bevölkerung dem Projekt S-Bahn Schaffhausen zur Angebotserweiterung des öffentlichen Verkehrs in der Region Schaffhausen zu. Die S-Bahn soll auf dem bestehenden Streckennetz der Schweizerischen Bundesbahnen und der Deutschen Bahn entstehen, wobei einzelne Linien noch elektrifiziert und zusätzliche Haltestellen geschaffen werden müssen.

Strassenverkehr[Bearbeiten]

MS Schaffhausen
Die Hügellandschaft Randen
Das Städtchen Stein am Rhein

In Nord-Süd-Richtung verläuft durch den Kanton die Nationalstrasse N4, die auf Kantonsgebiet weitgehend als Autostrasse A4 ausgebaut ist und vom Grenzübergang Thayngen, durch die Stadt Schaffhausen auf die Rheinbrücke nach Flurlingen (und weiter zur A1 nach Winterthur) im Kanton Zürich führt. Nach dem Grenzübergang Thayngen ist die A4 mit der deutschen Autobahn A 81 in Richtung Stuttgart verbunden. Durch den Kanton führen die Hauptstrassen 4, 13, 14 und 15.

Bus[Bearbeiten]

Der Kanton verfügt über ein gut ausgebautes Busnetz. Die Verkehrsbetriebe Schaffhausen bedienen die städtischen Linien 1 (Herbstäcker–Waldfriedhof/Trolleybuslinie), 3 (Krummacker–Sommerwies), 4 (Birch–Emmersberg), 5 (BuchthalenHerblingen), 6 (Neuhausen SBB–Falkeneck/Ebnat) und 8 (Im Freien–Mühlental) tagsüber im Zehn-Minutentakt, in Randzeiten alle 20 Minuten.

Auch ausserhalb der Stadt gibt es gute Verbindungen: Mit den fünf regionalen Linien 21 bis 25 von SchaffhausenBus werden alle weiteren Gebiete des Kantons mit Bussen bedient. Zusätzlich bedient auch die SüdbadenBus GmbH sowie Die Schweizerische Post mit dem Postauto weitere regionale Stecken.

Alle Anbieter des öffentlichen Verkehrs sind im Tarifverbund Schaffhausen (FlexTax) integriert.

Zwischen 1901 und 1966 besorgte die Strassenbahn Schaffhausen den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt Schaffhausen. 1905 wurde die Überlandstrassenbahn Schaffhausen-Schleitheim eröffnet. 1964 wurde diese Linie auf Busbetrieb umgestellt.

Schifffahrt[Bearbeiten]

Zwischen April und Oktober verkehren Motorschiffe der Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) auf dem Hochrhein und Untersee. Das grösste Schiff heisst MS Schaffhausen.

Langsamverkehr[Bearbeiten]

Der Kanton Schaffhausen ist sehr gut an das Netz des nichtmotorisierten Individualverkehrs (Langsamverkehr) von SchweizMobil angebunden. Mehrere Routen führen durch den Kanton: [17]

Veloland Schweiz

Die nationale Rhein-Route Nr. 2 AndermattOberalppassChurSchaffhausen–Basel (424 km) führt dem Rhein entlang von Stein am Rhein nach Schaffhausen. Diese Route ist grösstenteils deckungsgleich mit dem internationalen Rheinradweg. Der Bodensee-Radweg durchquert bei Stein am Rhein das Gebiet des Kantons Schaffhausen. Auch der Hochrhein-Hotzenwald-Weg führt durch den Kanton Schaffhausen.

Die regionalen Routen:

Wanderland Schweiz

Der Bodensee-Rundweg führt durch Stein am Rhein. Ausserdem endet der Ostweg, eine Nord-Süd-Fernwanderstrecke durch den Schwarzwald von Pforzheim in Schaffhausen. Der zirka 240 Kilometer lange Höhenweg wurde im Jahr 1903 angelegt und wird seither vom Schwarzwaldverein gepflegt und betreut. Sein Wegzeichen ist eine schwarz-rote Raute auf weissem Grund.

Von Blumberg kommend ist durch den Kanton Schaffhausen ein Anschlussweg zum Jakobsweg mit der stilisierten Jakobsmuschel, dem Symbol der Jakobswege, signalisiert. Der Weg überquert bei Schaffhausen den Rhein und führt auf zwei Routen weiter Richtung Süden zur nationalen Wanderroute Nr. 4 ViaJacobi von SchweizMobil.[18]

Hindernisfreie Wege
  • 904. Eschheimertalweg, Schaffhausen
  • 905. Uferweg, Stein am Rhein
Mountainbikeland Schweiz
  • 50. Schaffhauserland Bike
Kanuland Schweiz

Bildung[Bearbeiten]

Nebst den Primar- und Sekundarschulen in den einzelnen Gemeinden befinden sich die weiterführenden Schulen in der Kantonshauptstadt Schaffhausen:

  • Kantonsschule Schaffhausen
  • Berufsbildungszentrum des Kantons Schaffhausen (BBZ)
  • Pädagogische Hochschule Schaffhausen (PHSH)
  • Compucollege, Weiterbildungszentrum für Informatik
  • Handelsmittelschule Schaffhausen (HMS)
  • Handelsschule KV Schaffhausen (HSKVS)
  • Höhere Fachschule Wirtschaft Schaffhausen (hfw)
  • Höhere Fachschule Schaffhausen (HFS)
  • International School of Schaffhausen (ISSH)
  • Musikschule Schaffhausen (MKS)
  • Rudolf Steiner Schule Schaffhausen
  • Schule für Wirtschaft und Sprachen (SWS)
  • Senioren Universität Schaffhausen
  • Klubschule Migros

Verfassung und Politik[Bearbeiten]

Die Verfassung des Kantons Schaffhausen datiert vom 17. Juni 2002.[7]

Legislative – Kantonsrat[Bearbeiten]

5
14
4
1
3
11
20
2
14 11 20 
Von 60 Sitzen entfallen auf:

Gesetzgebendes Organ (Legislative) ist der Kantonsrat,[19] der 60 Mitglieder (bis Ende 2008: 80 Mitglieder) zählt und nach dem Verhältniswahlrecht in Form des doppeltproportionalen Zuteilungsverfahrens (Doppelproporz bzw. Doppelter Pukelsheim) vom Volk auf vier Jahre gewählt wird. Er tagt im 1412 erbauten Rathaus in Schaffhausen.

Das Volk ist darüber hinaus direkt an der Gesetzgebung beteiligt, indem Verfassungsänderungen sowie Gesetzesänderungen, denen nicht mindestens vier Fünftel der Kantonsräte zugestimmt haben, und Beschlüsse des Kantonsrates über neue einmalige Ausgaben von mehr als drei Millionen Franken und über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 500'000 Schweizer Franken dem obligatorischen, die übrigen Gesetzesänderungen sowie Beschlüsse des Kantonsrates über neue einmalige Ausgaben von mehr als einer Million Franken und über neue jährlich wiederkehrende Ausgaben von mehr als 100'000 Franken dem fakultativen Referendum unterliegen. Eine Volksabstimmung muss anberaumt werden, wenn dies von wenigstens 1000 Wahl- und Stimmberechtigten innert 90 Tagen verlangt wird.

Ebenfalls mindestens 1000 Stimmberechtigte können eine Verfassungs- oder eine Gesetzesinitiative (Volksinitiative) einreichen, und überdies können 100 Stimmberechtigte eine Volksmotion einreichen, die vom Kantonsrat wie eine parlamentarische Motion behandelt werden muss. Wenigstens 1000 Stimmberechtigte können sodann die Abberufung des Kantonsrats vor Ablauf der ordentlichen Amtszeit verlangen, worüber dann eine Volksabstimmung anzuordnen ist.

Sitzverteilung des Kantonsrates des Kantons Schaffhausen
Partei/Liste Prozent Sitze
Wahlen zum Schaffhauser Kantonsrat vom 23. September 2012
Wahlbeteiligung: 54,03 %
 %
30
20
10
0
26,73
21,08
14,98
7,48
7,45
4,89
4,43
3,53
9,43
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-0,27
-1,93
-4,31
+3,36
-0,82
-0,23
-1,16
+1,19
+4,17
Schweizerische Volkspartei (SVP) 26,73 % 16 (±0)
Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) 21,08 13 (−1)
FDP.Die Liberalen (FDP) 14,98 9 (−3)
Alternative Liste (AL) 7,48 5 (+2)
Ökoliberale Bewegung Schaffhausen (ÖBS) 7,45 4 (−1)
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 4,89 3 (±0)
Junge SVP (JSVP) 4,43 3 (±0)
Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) 3,53 2 (+1)
Jungfreisinnige (JFS) 3,28 2 (±0)
SVP Senioren 2,45 1 (+1)
Evangelische Volkspartei (EVP) 2,19 1 (±0)
JungsozialistInnen (JUSO) 1,52 1 (+1)
Das Rathaus in Schaffhausen
Das Regierungsgebäude in Schaffhausen

Exekutive – Regierungsrat[Bearbeiten]

Oberstes vollziehendes bzw. ausführendes Organ (Exekutive) ist der Regierungsrat, der aus fünf Mitgliedern besteht und vom Volk gemäss Mehrheitswahlrecht auf vier Jahre gewählt wird. Der Regierungsrat hat seinen Sitz im Regierungsgebäude in Schaffhausen.

Mindestens 1000 Stimmberechtigte können die vorzeitige Abberufung des Regierungsrates beantragen, über die dann eine Volksabstimmung angeordnet werden muss.

Mitglieder des Regierungsrates des Kantons Schaffhausen[20]
Regierungsrat Amtsbezeichnung Partei Departement
Ernst Landolt Regierungspräsident SVP Volkswirtschaftsdepartement
Reto Dubach Vizepräsident des Regierungsrates FDP Baudepartement
Christian Amsler Regierungsrat FDP Erziehungsdepartement
Ursula Hafner-Wipf Regierungsrätin SP Departement des Innern
Rosmarie Widmer Gysel Regierungsrätin SVP Finanzdepartement

Staatsschreiber ist Stefan Bilger und der Staatsschreiber-Stellvertreter Christian Ritzmann.

Judikative – Rechtsprechung[Bearbeiten]

In der Rechtsprechung (Judikative) fungiert als höchstes kantonales Gericht das Obergericht, das zugleich als Verwaltungsgericht amtet. Diesem ist das erstinstanzliche Kantonsgericht untergeordnet. Als dem eigentlichen Instanzenzug vorgeschaltete Schlichtungsbehörde fungieren die Friedensgerichte.[21]

Die Mitglieder des Obergerichts und des Kantonsgerichts werden durch den Kantonsrat gewählt.

National-, Stände- und Bundesrat[Bearbeiten]

Schaffhausen entsendet je zwei National- und Ständeräte nach Bern.

Aus dem Kanton Schaffhausen wurde noch nie eine Person in den Bundesrat gewählt. 1959 wurde der Schaffhauser Stadtpräsident Walther Bringolf von der SP als Bundesrat nominiert, allerdings war es für die bürgerliche Mehrheit undenkbar, einen früheren Kommunisten in die Landesregierung zu wählen, und sie gab Hans-Peter Tschudi den Vorzug.

Bezirke[Bearbeiten]

Die Bezirks-Verwaltungen wurden 1999 abgeschafft. Die Bezirke selber blieben aber als statistische Einheiten bestehen.

Allgemeines[Bearbeiten]

Schaffhausen ist der einzige Kanton, in dem Stimm- und Wahlpflicht besteht. Wer dieser Pflicht nicht entspricht, muss eine symbolische Geldstrafe von sechs Schweizer Franken zahlen (seit 2015, vorher drei Schweizer Franken). Schaffhausen hat dadurch im Vergleich mit anderen Kantonen regelmässig die höchste Beteiligungsrate an Wahlen und Abstimmungen.[22]

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten]

Politische Gemeinden[Bearbeiten]

Gemeinden des Kantons Schaffhausen
Buchberg im unteren Kantonsteil
Münster- und St. Johannturm in Schaffhausen

Der Kanton besteht aus 26 Einwohnergemeinden (politische Gemeinden). Sie organisieren sich im Rahmen von Verfassung und Gesetz eigenständig, führen die ihnen vom Kanton übertragenen sowie die eigenen Aufgaben selbständig aus und können den kommunalen Steuerfuss autonom festlegen.

Da ausser den Gemeinden Schaffhausen und Neuhausen am Rheinfall viele Gemeinden sehr klein sind, bestehen Bestrebungen, diese zu grösseren Einheiten zusammenzufassen. Solche Bemühungen stossen allerdings besonders im Klettgau auf grossen lokalen Widerstand. Im neuen Jahrtausend sind folgende Gemeindefusionen zustande gekommen: Barzheim nach Thayngen (2004), Osterfingen nach Wilchingen (2005), Hemmental nach Schaffhausen (2009) sowie Altdorf, Bibern, Hofen und Opfertshofen nach Thayngen (2009) und Guntmadingen nach Beringen (2013). 1947 wurde bereits Buchthalen und 1964 Herblingen in die Stadt Schaffhausen eingemeindet.

Nachfolgend aufgelistet sind die grössten Gemeinden mit mehr als 1'000 Einwohnern per 31. Dezember 2013:[23]

Politische Gemeinde Einwohner
Schaffhausen 35'613
Neuhausen am Rheinfall 10'362
Thayngen 5151
Beringen 4118
Stein am Rhein 3334
Hallau 2071
Neunkirch 2023
Schleitheim 1721
Wilchingen 1713
Ramsen 1375
Löhningen 1368
Stetten 1292

Medien[Bearbeiten]

Zeitungen[Bearbeiten]

Der Meier + Cie Verlag ist der grösste Verlag im Kanton Schaffhausen. Der Verlag gibt mit den Schaffhauser Nachrichten, im Untertitel Schaffhauser Intelligenzblatt, die einzige Tageszeitung des Kantons heraus. Weitere Titel aus dem Meier Verlag sind der Steiner Anzeiger, der wöchentlich erscheint und den Oberen Kantonsteil abdeckt, sowie die Klettgauer Zeitung / Schaffhauserland, die dreimal pro Woche erscheint und über den Klettgau berichtet.

Der Meier Verlag ist zudem an der wöchentlich erscheinenden Gratiszeitung Schaffhauser Bock mit 49 Prozent beteiligt, die weiteren 51 Prozent sind im Besitz des Unternehmers Giorgio Behr.[24] Die andere Gratiszeitung, die Schaffhauser Post, wird von der Wypag AG monatlich herausgegeben.

Als Wochenzeitung erscheint im Weiteren die Schaffhauser AZ (ehemals: Schaffhauser Arbeiterzeitung) aus der AZ Verlags AG und das Heimatblatt aus dem Thaynger Augustin Verlag, das auf den Reiat fokussiert ist. Im Klettgau gibt es als Konkurrenz zur Klettgauer Zeitung des Meier Verlags die Schaffhauser Landzeitung der Schleitheimer Stamm+Co Druckerei AG, die ebenfalls dreimal wöchentlich erscheint.

Viermal im Jahr erscheinen das Schaffhauser Magazin aus dem Meier Verlag und das Magazin Lappi tue d'Augen uf, das von einem Verein herausgegeben wird.

Radio und Fernsehen[Bearbeiten]

Seit 1983 sendet das Schaffhauser Regionalradio Radio Munot und 1999 nahm das alternative, nicht kommerzielle Radio RaSa seinen Betrieb auf. Das Schaffhauser Fernsehen strahlt täglich eine Nachrichtensendung über die Region und weitere Magazinsendungen aus. Auch Tele Top sendet ein tägliches Regionalprogramm für Schaffhausen. Tele Stein sendet aus dem und für den Oberen Kantonsteil.

Sport[Bearbeiten]

Der erfolgreichste Sportverein im Kanton Schaffhausen ist der Handballverein Kadetten Schaffhausen. 2011 wurde die BBC-Arena, ihre neue Heimhalle, eröffnet. Der Verein qualifiziert sich regelmässig für die Teilnahme am EHF-Pokal. Der FC Schaffhausen spielt in der Saison 2011/2012 in der 1. Liga. Die Heimspiele werden im Stadion Breite ausgetragen. Der zweitbeste Fussballverein im Kanton ist der SV Schaffhausen. Die Spielerinnen des VC Kanti spielen regelmässig im Challenge Cup auf europäischem Niveau mit. Der Tischtennisclub TTC Neuhausen spielt in der höchsten Schweizer Liga. Der EHC Schaffhausen spielt in der viertklassigen 2. Liga. Die neue Eishalle, die IWC-Arena, wurde 2010 eröffnet. Am letzten Wochenende im August finden alljährlich auf der 3,0 km langen Strecke von Oberhallau auf den Oberhallauerberg die internationalen Autobergrennen statt.

Partnerschaft[Bearbeiten]

Zwischen dem Kanton Schaffhausen und der Stadt Joinville in Brasilien besteht ein Kooperationsvertrag. Im November 2007 hat eine Delegation aus Joinville den Kanton Schaffhausen besucht und wurde von Vertretern des Kantons und der Stadt Schaffhausen sowie auch vom Verein Partnerschaft Schaffhausen Joinville empfangen. Die Verbundenheit des Kantons und der Stadt Schaffhausen ist begründet in vielen Auswanderern, die im 19. Jahrhundert aus verschiedenen Gemeinden des Kantons Schaffhausen nach Joinville in Brasilien ausgewandert sind. In den letzten Jahren wurden Kontakte zuerst auf privater, in kürzerer Vergangenheit auch auf offizieller Ebene neu aufgegriffen und vertieft.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Kanton Schaffhausen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Kanton Schaffhausen

Literatur[Bearbeiten]

  • Roland E. Hofer, Markus Höneisen, Oliver Landolt, Eduard Joos, Markus Späth-Walter: Schaffhausen (Kanton) im Historischen Lexikon der Schweiz.
  • Stephan Förster: Das politische System des Kantons Schaffhausen. Akteure, Institutionen und Entscheidungsprozesse in einem Kleingliedstaat. Europäisches Zentrum für Föderalismus-Forschung, Tübingen 2005, ISBN 3-9806978-9-4.

Weblinks[Bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerungsstand und -struktur – Ständige Wohnbevölkerung nach Kanton. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 20. Juni 2015.
  2. Ausländerstatistik Ende August 2014 – Statistique des étrangers à fin août 2014. Bundesamt für Migration (BFM), seit 1. Januar 2015: Staatssekretariat für Migration (SEM), S. 5–7, abgerufen am 20. Juni 2015 (XLSX; 166 kB).
  3. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2015. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 7. Juli 2015, S. 9, abgerufen am 8. Juli 2015 (PDF; 776 kB).
  4. Morgetshofsee, Rudolfersee. Gemeinde Thayngen, abgerufen am 8. Juli 2015 (PDF; 309 kB).
  5. Stoffler. Gemeinde Thayngen, abgerufen am 8. Juli 2015 (PDF; 510 kB).
  6. Der Kanton Schaffhausen in Zahlen, Ausgabe 2007/8 der Schaffhauser Kantonalbank
  7. a b Verfassung des Kantons Schaffhausen. Schweizerische Bundeskanzlei (BK), abgerufen am 8. Juli 2015.
  8. Wiki Genealogie: Schaffhauser Wappen
  9. Karl Andree, Adriano Balbi: Handbuch der politischen Erdbeschreibung: Nach Adrian Balbi's Abrégé …, Band 1, Verlag G.C.E. Mayer, Braunschweig 1835, Seite 159
  10. Bevölkerungsstand und -struktur – Ständige Wohnbevölkerung nach Kanton. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 20. Juni 2015.
  11. Ausländerstatistik Ende August 2014 – Statistique des étrangers à fin août 2014. Bundesamt für Migration (BFM), seit 1. Januar 2015: Staatssekretariat für Migration (SEM), S. 5–7, abgerufen am 20. Juni 2015 (XLSX; 166 kB).
  12. a b Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Juni 2015. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), 7. Juli 2015, S. 9, abgerufen am 8. Juli 2015 (PDF; 776 kB).
  13. a b c Kennzahlen. Schaffhausen. Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 6. Juli 2015.
  14. Georg Wanner: Die Mundarten des Kantons Schaffhausen. Huber, Frauenfeld 1941, DNB 363010254. (online auf: e-helvetica.nb.admin.ch – PDF, 84 MB)
  15. Schaffhauser Blauburgunderland. Schaffhauser Blauburgunderland, abgerufen am 8. Juli 2015.
  16. Weinjahr 1994–2014. Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), abgerufen am 8. Juli 2015.
  17. SchweizMobil
  18. www.jakobsweg.ch Jakobsweg durch den Kanton Schaffhausen
  19. Der Kantonsrat. Staatskanzlei Schaffhausen, abgerufen am 6. Juli 2015.
  20. Regierungsrat. Staatskanzlei Schaffhausen, abgerufen am 8. Juli 2015.
  21. Gerichte. Staatskanzlei Schaffhausen, abgerufen am 6. Juli 2015.
  22. Bussen für Nichtwähler. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 3. Oktober 2011, abgerufen am 6. Juli 2015.
  23. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  24. Konzessionsgesuch Radio Munot. Bundesamt für Kommunikation (BAKOM), 4. Dezember 2007, abgerufen am 8. Juli 2015 (PDF; 103 kB).