Aldenrade

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Duisburger Stadtwappen
Aldenrade
Stadtteil von Duisburg
Karte
Karte von Aldenrade
Basisdaten
Koordinaten: 51° 31′ 35″ N, 6° 44′ 37″ OKoordinaten: 51° 31′ 35″ N, 6° 44′ 37″ O
Fläche: 3,7 km²
Postleitzahl: 47169, 47179
Vorwahl: 0203
Bevölkerung
Einwohner: 13.888 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 3754 Einwohner/km²
Ausländeranteil: 11,4 % (1588)
Gliederung
Stadtbezirk: Walsum
Ortsteilnummer: 104

Aldenrade ist ein rechtsrheinischer Stadtteil von Duisburg. Er liegt im Norden der Stadt und gehört zum Stadtbezirk Walsum. Gegenwärtig hat er 13.888 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2016).[1]

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil umfasst eine Fläche von 3,7 Quadratkilometern und bildet das Zentrum der ehemals selbständigen Stadt Walsum, die heute einen Duisburger Stadtbezirk darstellt. Benachbarte Ortsteile sind Vierlinden im Norden, Wehofen im Osten, Fahrn im Süden sowie Alt-Walsum im Westen; zudem besteht im Nordosten eine Grenze zur Nachbarstadt Dinslaken. Einige Kilometer weiter westlich verläuft der Rhein. Der äußerste Süden Aldenrades wird zudem von der Kleinen Emscher durchflossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum erweiterten historischen Kontext siehe auch Geschichte der Stadt Duisburg und Geschichte von Walsum.

Im Mittelalter handelte es sich bei Aldenrade um eine kleine Bauerschaft, die dem Kirchspiel Walsum angehörte.[2] Die erstmalige Erwähnung des heutigen Ortsteils erfolgte im Jahr 890 unter dem Namen Aldenroda. Das Gebiet behielt seinen ländlichen Charakter, bis durch die Folgen der industriellen Revolution im späten 19. Jahrhundert eine starke Entwicklung einsetzte; besonders um 1900 kam es in diesem Zusammenhang zu einem rasanten Anwachsen der Bevölkerungszahl. Daher wurde Walsum 1905 zu einer eigenständigen Gemeinde im Kreis Dinslaken erhoben. Als wesentlicher Wirtschaftszweig entwickelte sich der Bergbau, besonders durch die von 1927 bis 2008 in Alt-Walsum betriebene Zeche Walsum.[3][4]

Die Entwicklungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts führten zu einer Erweiterung der lokalen Infrastruktur und waren auch dafür verantwortlich, dass in Aldenrade zwischen 1914 und 1915 mit St. Josef ein katholisches Kirchengebäude errichtet wurde.[4] Das bereits bestehende evangelische Pendant erhielt zum 1. April 1914 aufgrund der gewachsenen Anhängerschaft den Status einer eigenen Kirchengemeinde, nachdem es zuvor der von Holten angehört hatte.[5] Im Zweiten Weltkrieg wurden weite Teile der Bebauung zerstört, während die katholische Kirche den Krieg schwer beschadet überstand. Aufgrund dessen ist ein Großteil der heute vorhandenen Gebäude erst in der Nachkriegszeit entstanden.[4][3] 1975 wurde Aldenrade mit dem ehemals selbstständigen Walsum nach Duisburg eingemeindet.

Ortsteilbild und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aldenrade gilt als Zentrum des Stadtbezirks Walsum, weswegen es insbesondere am Kometenplatz am Rand der Friedrich-Ebert-Straße eine große Zahl verschiedener Geschäfte und Banken gibt. Überdies wird dort zwei Mal wöchentlich ein Markttag abgehalten. Im Ortsteil bestehen mehrere Schulen und Kindergärten, zudem wurden in dem sehr städtisch geprägten Gebiet eine Reihe von Grünflächen eingerichtet. Es gibt vor Ort eine Reihe von Sportvereinen, darunter mit der RESG Walsum den deutschen Rekordmeister der Sportart Rollhockey.[3][6]

Durch den Stadtteil verläuft die Landesstraße 1 (Friedrich-Ebert-Straße, bis 2006 Bundesstraße 8), welche als wichtige Verkehrsachse Wesel und Dinslaken im Norden mit Hamborn und Duisburg-Zentrum im Süden verbindet. Sie wird gekreuzt von der Landesstraße 155 als Anbindung an Oberhausen-Holten im Osten und der Rheinfähre Alt-Walsum - Orsoy im Westen.

Im Osten wird Aldenrade durch die A 59, welche als Stadtautobahn in Nord-Süd-Richtung durch Duisburg und weiter als B8 nach Düsseldorf-Golzheim führt, vom benachbarten Wehofen abgegrenzt. Über die Straßenbahnlinie 903 der Stadtbahn Duisburg, welche durch das Zentrum des Siedlungsgebietes verläuft, besteht ein schneller Nahverkehrsanschluss an die Innenstädte Duisburgs und Dinslakens mit ihren jeweiligen Bahnhöfen.[3]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Duisburg-Aldenrade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik der Stadt Duisburg vom 31. Dezember 2015 (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.duisburg.de (PDF; 21 kB)
  2. Chronik, bsv-aldenrade-fahrn.de
  3. a b c d Aldenrade - das pulsierende Herz Walsums, derwesten.de
  4. a b c Aldenrader helfen, derwesten.de
  5. Evangelische Gemeinde Walsum-Aldenrade besteht 100 Jahre, derwesten.de
  6. Menschen mögen die Ruhe und Gemütlichkeit in Aldenrade, derwesten.de