Homberg (Duisburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Duisburger Stadtwappen
Alt-Homberg
Stadtteil von Duisburg
Wappen von Alt-Homberg
Karte
Karte von Alt-Homberg
Basisdaten
Koordinaten: 51° 27′ 2″ N, 6° 42′ 33″ OKoordinaten: 51° 27′ 2″ N, 6° 42′ 33″ O
Höhe: 31,7 m ü. NN
Fläche: 7,14 km²
Postleitzahl: 47198
Vorwahl: 02066
Bevölkerung [1]
Einwohner: 14.761 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 2067 Einwohner/km²
Ausländeranteil: 10,4 % (1541)
Wohngebäude: 3129
Wohnungen: 7990
Gliederung
Stadtbezirk: Homberg/Ruhrort/Baerl
Ortsteilnummer: 402
Eingemeindung: 1. Januar 1975

Alt-Homberg ist ein linksrheinischer Stadtteil im Duisburger Stadtbezirk Homberg/Ruhrort/Baerl. Im Stadtteil (inkl. Haesen und Essenberg) leben insgesamt 14.761 Einwohner auf einer Fläche von 7,14 km².(Stand: 31. Dezember 2016)

Zusammen mit dem angrenzenden Stadtteil Hochheide bildete Alt-Homberg bis zur Eingemeindung in die Stadt Duisburg im Jahre 1975 die kreisangehörige Stadt Homberg/Ndrh., die zum Kreis Moers gehörte. Seit der Eingemeindung bildet Alt-Homberg zusammen mit den linksrheinischen Nachbarstadtteilen Hochheide und Baerl sowie dem südlich von Alt-Homberg gelegenen Stadtbezirk Rheinhausen den Duisburger Westen. Noch heute zieht der Rhein im Leben der Duisburger eine natürliche Grenze zum östlichen Duisburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Homberger Gebiet lag früher bereits an einer Rheinfurt, die Händler vom Hellweg auf ihrer Reise zum Jakobsweg nutzen.

Die mittlere Höhenlage des Stadtkerns beträgt 31,7 m ü. NN.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rheinorange“ mit Rheinkilometerschild
Ufermauer bei Homberg
Plangemühle Duisburg-Homberg

Der Stadtteil Alt-Homberg liegt am Rheinkilometer 780 und besteht aus den nachfolgend dargestellten Ortsteilen.[2]

Alt-Homberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Alt-Homberg war zusammen mit Essenberg der Ausgangspunkt für die städtische Entwicklung der linksrheinischen Ortsteile des Stadtbezirks Homberg / Ruhrort / Baerl. Mit Schulen, ehemals vielen Geschäften in der Augustastraße, einem Frei- und Hallenbad, dem Rathaus sowie dem Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift ist Alt-Homberg das Zentrum des Bezirks. Um 1900 wurden die ersten Straßenzüge mit Wasser-, Strom- und Gasleitungen versorgt. Alt-Homberg hat heute noch etwas von seinem alten Kleinstadt-Flair behalten. Heute wird Alt-Homberg zunehmend eine Vorstadt von Duisburg mit all den typischen Problemen von Arbeitslosigkeit.

Essenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Essenberg liegt zwischen Alt-Homberg und Rheinhausen-Asterlagen. Geprägt wird Essenberg durch die am Rhein angesiedelte Sachtleben Chemie. In den 1960er Jahren wurde außerdem eine Säurefabrik im Essenberger Bruch errichtet. Seit den 1970er Jahren wurde die Rheinbrücke Neuenkamp zwischen Essenberg und Neuenkamp gebaut, im Vorfeld wurden viele Häuser abgerissen.

Die Rheinschifffahrt hatte den stärksten Einfluss auf die Entwicklung von Essenberg. Nachts legten Schiffe an, damit die Schiffer einkaufen konnten. Es gab einige Schifferfamilien, z. B. Falkenburg und Scholl, die dieses Gewerbe über mehrere Generationen ausübten. Die Sprache war durch die niederländischen Schiffer geprägt. Bis in die 1960er Jahre gab es zwei Landwirte, fünf Lebensmittelgeschäfte, fünf Wirtschaften, zwei Besenstiel-Fabriken und eine Rübenkrautfabrik. Es roch meist unangenehm nach Schwefelwasserstoff und den Abwässern aus dem Rhein, die Signale der Schiffs-Nebelhörner bestimmten die akustische Kulisse.

In Essenberg gab es eine evangelisch-unierte Kirchengemeinde. Dieses Gotteshaus ist inzwischen im Besitz einer ghanaischen Gemeinde. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gab es hier Katholiken. Heute leben viele türkische Immigranten in Essenberg.

Von hier öffnet sich eine schöner Blick auf den Duisburger Hafen. Essenberg ist ein gutes Beispiel für den Wandel im Ruhrgebiet.

Das ehemalige Kriegerdenkmal am Denkmalplatz wurde an den Rhein umgesetzt. Die Germania trägt wieder ein Schwert in der Hand, es ist aber nicht mehr gen Frankreich gerichtet. Das ehemalige Restaurant Hessels am Rhein wurde neu aufgebaut und bietet überwiegend Fisch-Spezialitäten.

Die seit 1913 in Essenberg bestehende Verladestelle bei Stromkilometer 778,1 diente seit 1928 als Rheinhafen der Verschiffung der geförderten Steinkohle der Zeche Diergardt mit Sitz in Rheinhausen-Asterlagen. Die Hafenanlagen wurden bald nach Einstellung der Kohleförderung 1967 abgebaut, sodass nur noch die Kaimauer mit den Gewölbebögen stehen blieb. Das Hafenbecken wird heute als Reparaturwerft genutzt.

In den Haesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Haesen wird von Ein- und Mehrfamilien-Häusern seit den 1960er Jahren geprägt. Haesen grenzt an den Norden von Alt-Homberg. Im Westen liegt der Uettelsheimer See, nördlich ein Benzinlager, eine Industriebrache und die Spanplattenfabrik Hornitex und der Baerler Ortsteil Gerdt, östlich das Rheinufer.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Homberg entstand aus den germanischen Silben Hohon und Berka, was so viel bedeutet wie „höher am Wasser, flussaufwärts gelegener Ort“, und bildete somit das Gegenstück zu Berka, dem heutigen Rheinberg.

Frühzeitliche Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon vor über fünftausend Jahren zogen Reisende durch das Homberger Gebiet und über die Rheinfurt zum Hellweg. Bis zum 4. Jahrhundert sicherten die Römer von einer heute rechtsrheinischen Siedlung aus diesen Rheinübergang. Ende des 4. Jahrhunderts kam es zu einem Verfall der Herrschaft der Römer und zur Landnahme durch die germanischen Franken.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem 7. Jahrhundert bildeten sich unter den fränkischen Karolingern die oft mächtigen Hausmeier, wobei Homberg zur Grafschaft Moers gehörte. 855 wurde Homberg als Hohon Berka zum ersten Mal im Heberegister der Abtei Werden a. d. Ruhr erwähnt. Seit dem 9. Jahrhundert besteht eine enge Verbindung mit Ascmeri (später Escmeri, heute Essenberg). Es folgten vier Jahrhunderte der Herrschaft durch spanische, holländische, französische, kroatische und andere kriegerische Heere.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte ein Rheindurchbruch und trennte Homberger Uferwiesen ab, auf dem sich das heute rechtsrheinische gelegene Ruhrort entwickelte.

1571 wurde die evangelische Kirchengemeinde Homberg gegründet. Im Jahre 1587 errichteten die Spanier auf Essenberger Gebiet die sogenannte Kamillenschanze am Rhein, die zehn Jahre später durch Prinz Moritz von Oranien geschleift wurde. 1648 endete durch den Westfälischen Frieden der Dreißigjährige Krieg. Raub und Mord als auch die Pest und Rote Ruhr hatten die Bevölkerung stark dezimiert. Am Anfang des 17. Jahrhunderts ging die Erbfolge von Grafschaft Moers an das Haus Oranien in Haag. Zwischen 1672 und 1683 war Homberg durch Franzosen besetzt.

Neuzeit und Industrialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Erbstreit zwischen Preußen und dem Haus Nassau gelang Fürst Leopold I. von Dessau („Alter Dessauer“) am 8. September 1712 die Einnahme der Stadt Moers, so entstand preußischer Einfluss im Rahmen des Fürstentums Moers. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gewann Essenberg Bedeutung als Umschlagplatz für den niederrheinischen Salzhandel.

Von 1756 bis 1763 wurde die Stadt wie auch die anderen Städte in der Umgebung vom Siebenjährigen Krieg heimgesucht. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde der Handel in Homberg durch die preußische Regierung gefördert.

Der Weiler Hochheide wurde 1787 erstmals urkundlich erwähnt, bevor das Gebiet 1794 französisch besetzt wurde. 1795 und 1801 verlor Preußen im Frieden zu Basel zunächst Teile und schließlich im Frieden von Luneville das gesamte linke Rheinufer. Erst ab 1814 gelangte Homberg wieder unter preußischen Einfluss. Beim erneuten Übergang des linken Rheinufers als Ergebnis des Wiener Kongresses an Preußen (1815) kam der Kanton Moers mit Homberg zum Regierungsbezirk Kleve der preußischen Rheinprovinz. Verwaltungstechnisch gehörte Homberg 1816 zum Kreis Rheinberg, nach dessen Auflösung 1823 zum Kreis Geldern und ab 1857 zum neugebildeten Kreis Moers (bis zu dessen Auflösung am 31. Dezember 1974). Von 1819 bis 1901 wurde die Bürgermeisterei in Personalunion mit der Bürgermeisterei Hochemmerich geführt.

Ab 1851 siedelte sich, zunächst mit dem Sägewerk Gebr. Cloos (inzwischen Hornitex unter Sonae Industrie) Industrie in Homberg an, 1854–1856 wurde als Flussquerung des Eisenbahnverkehrs das Trajekt Ruhrort–Homberg mit den Hebetürmen an beiden Ufern erbaut, der Homberger Hebeturm vom wurde zum Wahrzeichen des Stadtteils. Der Unternehmer Franz Haniel veranlasste im selben Jahr Bohrungen nach Kohle, die erfolgreich verliefen.

In den 1850er Jahren entstanden örtliche Einrichtungen wie die Pfarrgemeinde St. Johannes und die Freiwillige Feuerwehr Homberg; 1872 wurde mit der Kohleförderung begonnen. Die Pfarrgemeinde eröffnete 1894 das Krankenhaus St.-Johannis-Stift mit 40 Betten und vollendete im Jahr 1903 den Turm der St.-Johannes-Kirche. Der Rheinpreußen-Hafen wurde 1906 als zusätzlicher Umschlagpunkt für die Zeche Rheinpreußen fertiggestellt.

Schließlich vereinigten sich am 1. Januar 1907 Essenberg, Homberg und Hochheide zu einer Gemeinde, im selben Jahr wurde die erste Rheinbrücke fertiggestellt. Am 9. Dezember 1911 wurde das Schulgebäude an der Wilhelmstraße eröffnet, das seit April 1957 städtisches Homberger Gymnasium ist und den Namen Franz-Haniel-Gymnasium trägt.

Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Weltkriege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem von 1914 bis 1918 andauernden Ersten Weltkrieg besetzte die Rote Ruhrarmee Homberg nach dem Kapp-Putsch während der März-Unruhen im Jahr 1920. 1921 erhielt die zum ansehnlichen Industrieort angewachsene Gemeinde die Stadtrechte. In diesem Jahr rückte am 8. März das französische Infanterie-Regiment 168 wegen ausstehender Reparationen in die Städte Duisburg und Düsseldorf ein. Im Januar 1923 begannen französische und belgische Truppen an den Brückenkopfen Homberg und Duisburg mit der Besetzung des Ruhrgebiets. 1928 entstand ein neues Rathaus in Homberg.

Während des von 1939 bis 1945 andauernden Zweiten Weltkriegs fielen Pfingsten 1940 die ersten Bomben auf Hochheide. Alliierte Truppen griffen am 16., 17. und 19. Februar 1945 im linksrheinischen Abschnitt von Homberg bis Wesel an der Stelle an, wo sich eine historische Furt durch den Rhein befindet. Noch in der Endphase des Krieges wurde 1945 die Rheinbrücke gesprengt.

Nachkriegsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftbild von Essenberg, 1953
Luftbild von Alt-Homberg, 1953

Nachdem ab 1946 der Wiederaufbau der zerbombten Stadt begonnen hatte, wurde 1954 die Friedrich-Ebert-Brücke wiederhergestellt; 1960 wurde das Rathaus erweitert. Die Bergwerkschächte wurden im selben Jahr verfüllt; der Malakow-Turm über Schacht 1 blieb als Industriedenkmal erhalten.

Am 8. Juli 1969 beschloss der Rat den Abriss der Rheinpreußen-Siedlung und den Bau der Weißen Riesen. 1970 wurde Homberg mit der Rheinbrücke Neuenkamp an die A40 angeschlossen, zwanzig Jahre später über die Beeckerwerth-Baerl auch an die A42.

Am 1. Januar 1975 wurde Homberg in die Stadt Duisburg eingemeindet und bildet seither mit Beaerl und Ruhrort einen Stadtbezirk.[3]

Am 3. Mai 1999 stürzte das Flachdach des katholischen Gemeindezentrums in Duisburg-Homberg ein, wobei vier Menschen ums Leben kamen, weitere schwer verletzt wurden. Im Jahre 2001 meldeten die Hornitex-Werke Insolvenz an. 2003 eröffnete das Rheindeich-Stadion für den VfB Homberg. Noch im selben Jahr wurde zur Reduzierung des Fluglärms in Homberg die Südflieger-Route Modru-X des Flughafens Düsseldorf International eingerichtet.

2004 wurde der Sportplatz Schillerstraße bebaut, der Konzern Malteser Orden übernahm das St.-Johannes-Stift. Die Stadtverwaltung fasste den Aufstellungsbeschluss für den Sportplatz Haesen.

Im Jahre 2005 wurde der Gastronomiebereich des Kultur- und Freizeit-Zentrums (KFZ) geschlossen. Die für den Sommer 2006 geplante Eröffnung der – nach langen politischen Diskussionen errichteten – Skaterbahn verschob sich wegen fehlender Aufbauten auf September 2006. Ebenfalls in diesem Jahr begann der Neubau einer Feuerwache, die Tagesanlagen der Zeche Rheinpreußen wurden abgerissen. Die im Jahre 2005 wegen Einsturzgefahr von Schließung bedrohte Glückauf-Halle erhielt zur Stabilisierung eine neue Brandschutzdecke; das Lehrschwimmbecken sollte geschlossen werden, was fünf Schulen betroffen hätte. Nach heftigen Bürgerprotesten soll der Betrieb „so lange keine größeren Reparaturen anfallen“ erhalten bleiben.

2007 war Baubeginn eines Pfarrheims neben der Kirche durch die Pfarrgemeinde St. Johannes.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Homberg/Ndrh. (inklusive Hochheide) hatte 1974, d.h. vor seiner Eingemeindung nach Duisburg, 36.140 Einwohner. Seit fünfzehn Jahren verliert der Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl – insbesondere durch die Situation in Hochheide – jährlich über ein Prozent seiner Bevölkerung und wurde damit zum Spitzenreiter der Abwanderungswelle in den sieben Duisburger Stadtbezirken. Zusammen mit dem Duisburger Süden ist Homberg von Überalterung bedroht.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 1946 fanden die ersten freien Kommunalwahlen in Homberg statt. Homberg war nach dem Zweiten Weltkrieg eine SPD-Hochburg; in ihren besten Zeiten erreichte diese Partei über 65 Prozent. 2004 fand eine CDU-geführte Koalition die Stimmenmehrheit, bei den Wahlen 2009 konnte die SPD ihre damals verlorene Mehrheit zurückholen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hebeturm Trajekt Homberg-Ruhrort
Wasserturm Homberg

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl finden sich ein übliches Angebot aller Schulformen, ergänzt durch Bildungsangebote der Volkshochschule sowie das Schifferberufskolleg Rhein und das Schulschiff Rhein, eine Internats- und Bildungseinrichtung für das fahrende Personal in der Binnenschifffahrt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner des mittelalterlichen Hombergs lebten von der Fischerei und dem Handel. Anfang des 20. Jahrhunderts hielt der Bergbau mit der Zeche Rheinpreußen Einzug, bis um 1960 die Schächte verfüllt wurden.

Arbeitslosigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Duisburger Westen waren im April 2016 5893 Männer und Frauen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote lag bei 10,5 Prozent.[4]

Industriebetriebe im Bezirk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sachtleben Chemie GmbH (Weißpigmente wie Titanoxid und Dünnsäureverbrennung) in Essenberg
  • SKS Stakusit Bautechnik (Produkte rund ums Fenster) in Essenberg
  • große Teile des Duisburger Binnenhafens Duisport

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehem. Eisenbahnhafen Trajekt Homberg-Ruhrort

Duisburg-Homberg besitzt eine Autobahnanschlussstelle an der Bundesautobahn 40 und eine an der Bundesautobahn 42 in Baerl.

Der Stadtbezirk besitzt vier Rheinbrücken; im Süden die Rheinbrücke Neuenkamp für die A 40 zum gleichnamigen Stadtteil Neuenkamp, die Friedrich-Ebert-Brücke nach Ruhrort und weiter nördlich die Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke sowie die Beeckerwerther Brücke mit der A 42.

Die nächsten Personenverkehrsbahnhöfe sind Moers an der Niederrheinstrecke und Duisburg-Ruhrort am Endpunkt der Bahnstrecke Oberhausen–Duisburg-Ruhrort. Über die ehemalige Bahnstrecke Duisburg-Ruhrort–Mönchengladbach einschließlich des Trajekts Ruhrort–Homberg bestand durch Homberg eine Verbindung zwischen diesen beiden Eisenbahnstrecken.

Im öffentlichen Personennahverkehr wird Duisburg-Homberg mit Bussen der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) und der Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (NIAG) bedient.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PCC-Stadion: Spielstätte des VfB Homberg und der Frauenmannschaft des MSV Duisburg

Das ausgedehnte Naherholungsgebiet Uettelsheimer See unmittelbar an Homberg grenzend im Ortsteil In den Haesen sowie zahlreiche Grünflächen mit altem Baumbestand im gesamten Stadtgebiet und Straßen mit breiten Vegetationsrändern machen Homberg, die Stadt im Grünen, zusammen mit den Rheinauen zu einem Biotop-Verbund und laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Homberg hat etliche Restaurants und Kneipen. Cafehäuser sind der Treffpunkt vieler türkischer Mitbürger, da beim Migrationshintergrund von 27,3 Prozent Teile der Homberger Bevölkerung ihre ethnische Identität behalten wollen.

Seit Februar 2005 ist die Nutzung des Kultur- und Freizeit-Zentrums (KFZ) wegen Geldmangels stark eingeschränkt. Schon Anfang Dezember 2005 stand das Immobilien-Management Duisburg (IMD) – zuständig für Glückauf-Halle und KFZ – mit einigen hundert Millionen Euro vor der Insolvenz.
Zur Qualitätsverbesserung von einigen Kinderspielplätzen wurden wegen knapper Ressourcen sieben Spielplätze geschlossen. (Stand 2005).

Beim Brunnenfest, der großen familienfreundlichen Stadtteil-Party, feiern jedes Jahr am ersten Wochenende im Juni tausende Homberger und ihre Gäste auf der Augustastraße und rund um den von Carl Brose gestalteten Homberger Brunnen.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Homberger SV besaß die einst selbstständige Stadt einen Fußballklub, der 1930 Niederrheinmeister und 1953 deutscher Vizemeister der Amateure war. Im Juli 1969 ging aus ihm durch eine Fusion der VfB Homberg hervor. Durch die Fertigstellung des PCC-Stadions im Jahr 2003 zog zudem der bislang in Rumeln-Kaldenhausen beheimatete Frauen-Bundesligist FCR 2001 Duisburg nach Homberg um. Zu Jahresbeginn 2014 wurden dessen Mannschaften als Frauenfußballabteilung in den MSV Duisburg übernommen. Aktuell spielen im Homberger PCC-Stadion somit die MSV-Frauen und der VfB Homberg.

Im vor Ort ebenfalls populären Billard existieren in Homberg die Vereine Bfr. Hochheide/la bille 1974 e.V. und dem Homberger BC 2005 e.V. und der 1. PBC Homberg 1979. Dieser hat neben einem Bezirks- und Verbandsligateam ein Oberligateam, welches u.a. aus dem Deutschen Poolbillard Vizemeister 2013 im Bereich 10 Ball, Andreas Weber, und einem ehemaligen Bundesligaspieler und Dritten der Deutschen Poolbillard Meisterschaft 1985 im 8 Ball, Uwe Heiligenhaus, besteht.

Bürgervereinigungen in Homberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgervereinigungen in Homberg sehen Zukunft durch Bürgerengagement.

Der Bürgerverein Haesen & Gerdt (eingetragener Verein) unterstützt ökologische Projekte.

Das Homberger Bürgernetzwerk (HBN) ist eine Selbsthilfegruppe. Mit Professor Dieter Oelschägel von der Universität Duisburg/Essen führte es im Sommer 2005 eine Homberger Bürgerbefragung durch. Nach der Theorie der Sozialraumorientierung soll durch eine "aktivierende" Bürgerbefragung das Zusammenleben der Bürger gefördert werden. Gemeinsam entwickeln Bürger, Universität und Politik daraus ein Cluster. So entsteht ein Netzwerk. Vorbild war dazu die baskische Stadt Bilbao.

Stadtteil-Blogging ist ein neues Konzept des Homberger Bürgernetzwerks (HBN) als örtlicher Beitrag zur Informationsgesellschaft. Eine Bürgergruppe um das HBN-Forum liefert Stadtteil-Nachrichten jenseits von Print-Medien.

Mit dem in Homberg entwickelten Konzept Abo-Sharing sollen Medienkonzerne von bürgernaher Berichterstattung überzeugt werden. Dabei wird das Prinzip des Lesezirkels auf Nachbarschaftsebene wiederentdeckt.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeitzeugenbörse Duisburg e.v.: Duisburg-Homberg und -Hochheide, Sutton Verlag Erfurt 2015, ISBN 978-3-95400-544-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Duisburg-Homberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik der Stadt Duisburg vom 31. Dezember 2016 (PDF; 21 kB)
  2. In nordrhein-westfälischen Großstädten bilden Ortsteile inoffizielle Unterordnungen von Stadtteilen, die wiederum Teilmengen eines Stadtbezirks sind.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 291.
  4. http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/west/zahl-der-arbeitslosen-sinkt-aimp-id11779847.html