Hochheide (Duisburg)

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Duisburger Stadtwappen
Hochheide
Stadtteil von Duisburg
Karte
Karte von Hochheide
Basisdaten
Koordinaten: 51° 26′ 58″ N, 6° 41′ 10″ OKoordinaten: 51° 26′ 58″ N, 6° 41′ 10″ O
Fläche: 3,2 km²
Bevölkerung [1]
Einwohner: 15.055 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 4705 Einwohner/km²
Ausländeranteil: 20,6 % (3100)
Gliederung
Stadtbezirk: Homberg/Ruhrort/Baerl
Ortsteilnummer: 403
Eingemeindung: 1. Januar 1975

Hochheide ist ein linksrheinischer Stadtteil von Duisburg und Teil des Stadtbezirks Homberg/Ruhrort/Baerl mit 15.055 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2016) und einer Fläche von 320 ha. Der Stadtteil ist eng verbunden mit dem Stadtteil Alt-Homberg im Osten und geht siedlungstechnisch ohne erkennbare Grenze in die Stadt Moers im Westen über.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch wurde der Weiler Hochheide erstmals 1787 erwähnt. Hochheide vereinigte sich mit Alt-Homberg und Essenberg 1907 zu einer Gemeinde und bildete bis 1975 die Stadt Homberg am Niederrhein.

Hochhaus Ottostraße

Hochheide wird von den Weißen Riesen und einer Zechenkolonie, der Siedlung Rheinpreußen, geprägt.

Die Weißen Riesen, der sogenannte „Wohnpark Hochheide“ (ehem. „Kun-Hochhäuser“), bestehen aus sechs 20-stöckigen Hochhäusern, die in den 1970er Jahren gebaut wurden. Dazu wurde ein großer Teil der historischen Bergarbeiter-Siedlung abgerissen. Diesen Beschluss hatte der Rat der damals selbständigen Stadt Homberg 1969 gefasst. Die Mietpreise im Wohnpark Hochheide sind sehr günstig, was zu einem vermehrten Zuzug sozial schwacher Bürger geführt hat. Der Ausländeranteil liegt bei 20,6 Prozent und die Arbeitslosen-Quote bei über 30 Prozent. Inzwischen wird immer wieder über den Abriss einzelner Hochhäuser diskutiert, aber die z. T. unklaren Eigentumsverhältnisse der bisweilen in Eigentumswohnungen umgewandelten Häuserblöcke und die unzureichenden Mittel der Stadtverwaltung Duisburg zur Städtebausanierung haben dies bisher verhindert. Mittlerweile hat die Stadt Duisburg 2 der weißen Riesen erworben und plant vier abzureißen. Der weiße Riese Friedrich Ebert Straße 10 - 16 ist bereits in der Entkernung und soll Ende 2017 gesprengt werden. Weitere Sanierungen des Stadtteils sind geplant und durch Sanierungsmittel des Landes abgesegnet.

Die historische Bergarbeiter-Siedlung Rheinpreußen gehört zur Route der Industriekultur.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zeitzeugenbörse Duisburg e.v.: Duisburg-Homberg und -Hochheide, Sutton Verlag Erfurt 2015, ISBN 978-3-95400-544-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik der Stadt Duisburg vom 31. Dezember 2016 (PDF; 21 kB)