Aleatico di Gradoli

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Blick vom Monte Volsini auf den Lago di Bolsena. An den Hängen der Bergkette gedeiht die Rebsorte Aleatico.

Der Aleatico di Gradoli ist ein süßer italienischer Rotwein sowie ein Likörwein aus der Gegend westlich des Lago di Bolsena in der Region Latium. Der Wein besitzt seit 1972 eine „kontrollierte Herkunftsbezeichnung“ (Denominazione di origine controllata – DOC), die zuletzt am 7. März 2014 aktualisiert wurde.[1]

Anbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produziert wird der duftige Dessertwein in einem sehr eingeschränkten Gebiet der Provinz Viterbo in den Gemeinden Gradoli, Grotte di Castro, San Lorenzo Nuovo sowie einem Teil der Gemeinde Latera.

Erzeugung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wein wird (sortenrein) aus der Rebsorte Aleatico (mindestens 95 %) hergestellt. Ein Teil der Weine wird nach dem Passito-Verfahren erzeugt.

Es werden auch gespritete Versionen angeboten:[1]

  • mit mindestens sechs Monate Reifung (Aleatico di Gradoli Liquoroso – ein Likörwein) und
  • mit mind. zwei Jahren Reifung in Eichenfässern sowie mind. ein Jahr in der Flasche (Aleatico di Gradoli Liquoroso Riserva).

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Denomination (Auszug):[1]

Aleatico di Gradoli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: granatrot mit violetten Tönen
  • Geruch: fein aromatisch, charakteristisch
  • Geschmack: fruchtig-frisch, weich, samtig, süß
  • Alkoholgehalt: mindestens 9,5 Vol.-%, mit einem Rest von mindestens 2,5 % potentiellem Alkoholgehalt
  • Säuregehalt: mind. 4,5 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 20,0 g/l

Aleatico di Gradoli Liquoroso[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: mehr oder weniger intensiv granatrot, bisweilen mit violetten Reflexen
  • Geruch: aromatisch, zart, charakteristisch
  • Geschmack: voll, süß, harmonisch, angenehm
  • Alkoholgehalt: mindestens 15,0 Vol.-%, mit einem Rest von mindestens 2,5 % potentiellem Alkoholgehalt
  • Säuregehalt: mind. 4,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 20,0 g/l

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Provvedimenti generali relativi ai Disciplinari consolidati dei vini DOP e IGP italiani. (PDF) politicheagricole.it (Italienisches Landwirtschaftsministerium), 27. November 2017, abgerufen am 4. August 2018 (italienisch, Download-Seite mit allen konsolidierten Spezifikationen italienischer DOP- und IGP-Weine).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon. 3. überarbeitete Ausgabe, 1. Auflage. Gräfe und Unzer Verlag, München 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Burton Anderson: Italiens Weine 2004/05. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2004, ISBN 3-7742-6365-5.
  • Jacques Orhon: Le nouveau guide des vins d’Italie. Les editions de l’homme, Montreal 2007, ISBN 978-2-7619-2437-5.
  • Valeria Camaschella (Hrsg.): Lexikon der italienischen Weine – Sämtliche DOCG- & DOC-Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-0756-9, S. 214.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]