Atina

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Atina
Wappen
Atina (Italien)
Atina
Staat Italien
Region Latium
Provinz Frosinone (FR)
Koordinaten 41° 37′ N, 13° 48′ OKoordinaten: 41° 37′ 11″ N, 13° 48′ 1″ O
Höhe 490 m s.l.m.
Fläche 30 km²
Einwohner 4.258 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 142 Einw./km²
Postleitzahl 03042
Vorwahl 0776
ISTAT-Nummer 060011
Volksbezeichnung Atinati
Schutzpatron San Marco Galileo
Website Atina

Atina ist eine italienische Stadt in der Region Latium, Provinz Frosinone in Mittelitalien mit 4258 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016). Sie liegt 48 km östlich von Frosinone und 130 km südöstlich von Rom.

Atina

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Altstadt von Atina liegt auf einem Ausläufer des Monte Cairo über dem Tal des Melfa, nördlich von Cassino. Es ist Mitglied der Comunità Montana Valle di Comino.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atina soll der Legende nach von Saturnus gegründet worden sein. Es war eine Stadt der Volsker bis es in den Samnitenkriegen von den Römern erobert wurde. Atina wurde zum Municipium. Es war Herkunftsort der Familie Plancus, deren bekanntestes Mitglied, Lucius Munatius Plancus der Gründer von Basel und Augusta Raurica gewesen sein soll.

Mit Beginn der Christianisierung wurde Atina Bischofssitz. Der erste Bischof soll bereits im 1. Jahrhundert der Märtyrer und Stadtpatron Marcus Galileus gewesen sein. Nach der Zerstörung durch die Langobarden wurde der Ort 626 wieder als Teil des Herzogtum Benevent aufgebaut. 1349 wurde es von einem Erdbeben abermals zerstört und kam nach dem Wiederaufbau zum Herzogtum Alvito und war damit Teil des Königreich Neapel.

1927 wurde es aus der Provinz Terra del Lavoro in die neu gegründete Provinz Frosinone eingegliedert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kathedrale von Atina
Jahr 1861 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 4.078 4.365 4.666 5.603 5.601 5.961 4.536 4.692 4.484

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fausto Lancia (Bürgerliste Atina è) wurde im April 2008 zum Bürgermeister gewählt.

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Atina und seinen Nachbarorten (Gallinaro, Belmonte Castello, Picinisco, Sant’Elia Fiumerapido, Alvito, Villa Latina, San Donato Val di Comino, Vicalvi, Casalattico, Casalvieri, Settefrati) werden weiße und rote DOC-Weine ausgebaut. Sie besitzen seit 1999 eine „kontrollierte Herkunftsbezeichnung“ (Denominazione di origine controllata – DOC), die zuletzt am 7. März 2014 aktualisiert wurde.[2] Atina Semillon und Atina Cabernet (Cabernet Sauvignon und/oder Cabernet Franc) sind fast sortenreine Weine, die zu mindestens 85 % aus der genannten Rebsorte bestehen müssen. Atina Rosso muss zu mindestens 50 % aus der Rebsorte Cabernet Sauvignon erzeugt.

Im Jahr 2014 wurden von 44 Hektar Rebfläche 576 Hektoliter DOC-Wein erzeugt.[3]

Außerdem wird in Atina eine besondere Bohnenart, die Fagioli cannellini di Atina angebaut.[4]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Atina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). wineacts.com, 7. März 2014, abgerufen am 9. Februar 2017 (PDF, italienisch).
  3. Weinbau in Zahlen 2015. In: V.Q.P.R.D. d’Italia 2015. federdoc.com, abgerufen am 9. Februar 2017 (PDF, italienisch).
  4. Fagioli cannellini di Atina