Allee-Theater

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„Allee-Theater“, „Theater für Kinder“ und „Hamburger Kammeroper“ in einem Gebäude

Das Allee-Theater in Hamburg-Altona beherbergt das 1968 gegründete Theater für Kinder, ein privat geführtes Kindertheater. Seit 1996 spielt dort auch die Hamburger Kammeroper unter derselben Leitung im Stagionesystem und mit zwei Neuinszenierungen pro Spielzeit Kammeropern für Erwachsene.

Lage und Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das „Allee-Theater“ befindet sich in der Max-Brauer-Allee 76 im Stadtteil Altona-Altstadt. Zur Zeit der Gründung des Theaters hieß die Straße einfach Allee oder Altonaer Allee, wodurch sich der Name des Theaters erklärt. Die Umbenennung nach Max Brauer erfolgte erst im Jahr 1975. Gegenüber dem Theater ist auf der anderen Straßenseite das Gymnasium Allee, schräg gegenüber jenseits der Kreuzung Julius-Leber-Straße das Amtsgericht Hamburg-Altona.

Das Etagenhau beherbergte im Erdgeschoss zunächst einen Lagerraum, der später als Kommödientheater und 1948 zum Lichtspieltheater mit 270 Sitzplätzen umgebaut wurde. Die Besitzer Johnigk & Co nahmen 1951 den Spielbetrieb auf.[1] Hinter der Leinwand besaß der Vorführraum auch eine kleine Bühne, auf der in der Nachkriegszeit auch Komödien aufgeführt wurden. 1958 übernahm E. Rudat das Kino und renovierte es in Eigenarbeit.[2] 1967 wurde der Kinobetrieb eingestellt, der Theatergründer Uwe Deeken mietete es selben Jahr und funktionierte es zum Kindertheater um.[3]

Das Theater besitzt einen Saal mit Bühne und Zuschauerraum, der von Kindertheater und Kammeroper gleichermaßen benutzt wird. Im Jahr 1996 wurde zur Eröffnung der Kammeroper die Bühne erneuert und mit Bühnentechnik ausgestattet. Zwischen Bühne und Zuschauern befindet sich ein kleiner Orchestergraben, der für sieben Musiker ausgelegt ist. Der Saal bietet 203 Zuschauern auf gepolsterten rotgoldenen Einzelstühlen Platz. An den Zuschauerraum schließt sich seitlich das Foyer mit Bistro an, ein zum Hinterhof verglaster Saal mit Gastronomiebetrieb.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Allee. In: Kinodatenbank. Film- und Fernsehmuseum Hamburg, abgerufen am 27. Februar 2020.
  2. Allee Lichtspiele. In: Kinos Stadtteil Altona-Altstadt. Film- und Fernsehmuseum Hamburg, abgerufen am 27. Februar 2020.
  3. Heike Gätjen: Gätjen trifft Uwe Deeken. In: Hamburger Abendblatt vom 17. Dezember 2010.

Koordinaten: 53° 33′ 17″ N, 9° 56′ 31″ O