Komödie Winterhuder Fährhaus

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Winterhuder Fährhaus

Die Komödie Winterhuder Fährhaus ist ein Privattheater in Hamburg.

Es liegt in Winterhude an der Hudtwalckerstraße, Ecke Winterhuder Kai unmittelbar an der Alster. Das Theater wurde 1988 von Rolf Mares gegründet.[1] Die Eröffnung fand am 2. September 1988 mit dem Stück Stürmische Überfahrt von Tom Stoppard statt. Gespielt werden überwiegend Komödien und Boulevardstücke.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Komödienhaus steht an der Stelle des historischen Winterhuder Fährhauses, das 1854 von dem Kohlenhändler Carl Friedrich Jacobs zunächst als Wohnhaus mit Kohlenschuppen errichtet worden war. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite warteten oftmals Passagiere, die mit dem Alsterdampfer einen Ausflug machen wollten. Da es lediglich einen primitiven Steg gab und keine Möglichkeit, sich vor Wind und Wetter zu schützen, wurde Jacobs zuweilen gefragt, ob es möglich sei, in seinen Räumen auf das Schiff zu warten. So beantragte der Kohlenhändler eine Konzession, um eine „feine Wirtschaft“ zu betreiben. 1867 kam das Gebäude in den Besitz des Verwalters des Logenhauses an der Drehbahn. Das „Fährhaus“ wurde zu einem attraktiven Ausflugsziel, das ab 1876 zudem über eine Erlaubnis verfügte, Tanzveranstaltungen anzubieten.[3] Um 1890 wurde ein neuer Saalbau im Jugendstil errichtet. Mit veränderten Besitzverhältnissen und Programmen war es bis 1979 als Schankwirtschaft, Ausflugs- und Tanzlokal, als Kulturhaus für Versammlungen, Tagungen und Feste eine Institution in Winterhude und ganz Hamburg. Das neue Haus wurde von dem Architekten Peter Schweger entworfen. Es hat einen großen Saal mit 580 Plätzen und einen kleinen Saal mit 99 Plätzen. Erster Leiter war Rolf Mares. Von 1999[2] bis Juli 2017 wurde das Theater von Michael Lang geleitet. Seit dem 1. August 2017 leitet Britta Duah die Komödie.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Komödie Winterhuder Fährhaus (Hrsg.): Spielzeit. seit 1990, OCLC 935890429 (Programmheft).
  • Rolf Mares: 10 Jahre Komödie Winterhuder Fährhaus. Druckhaus Dierichs, Kassel 1998, OCLC 246065974.
  • Daniela Brinkmann: Marketingmaßnahmen an privaten Theatern dargestellt an einem Vergleich zwischen der Komödie Winterhuder Fährhaus und Schmidts Tivoli. Hamburg 2002, OCLC 935023433.
  • Michael Lang, Steffi Ruhbach, Komödie Winterhuder Fährhaus (Hrsg.): So war’s Geschichten und Anekdoten aus 20 Jahren Komödie Winterhuder Fährhaus. 1988–2008. Komödie Winterhuder Fährhaus, Hamburg 2008, OCLC 502423531.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rolf Mares Gründungs-Intendant
  2. a b Komödie Winterhuder Fährhaus Theater in Hamburg – Privattheater. theaterverzeichnis.de, abgerufen am 19. April 2016.
  3. Dierk Strothmann: Das Winterhuder Fährhaus. In: Hamburger Abendblatt. 8. August 2009, abgerufen am 19. April 2016.
  4. Stefan Reckziegel: Britta Duah, von der Kassiererin zur Theaterleiterin. In: Hamburger Abendblatt online. 11. Oktober 2016, abgerufen am 3. August 2017.

Koordinaten: 53° 35′ 37,5″ N, 9° 59′ 38,7″ O