Alpen-Brandlattich

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Alpen-Brandlattich
Alpen-Brandlattich (Homogyne alpina), Illustration

Alpen-Brandlattich (Homogyne alpina), Illustration

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Senecioneae
Gattung: Brandlattich (Homogyne)
Art: Alpen-Brandlattich
Wissenschaftlicher Name
Homogyne alpina
(L.) Cass.

Der Alpen-Brandlattich (Homogyne alpina), auch Grüner Alpenlattich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Brandlattich (Homogyne) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Merkmale[Bearbeiten]

Der Alpen-Brandlattich ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 40 Zentimeter erreicht. Der Wurzelstock ist kriechend und wollig-schuppig. Der Stängel ist aufrecht, einköpfig und häufig rotbraun. Er ist silbrig-wollig behaart, verkahlt später und weist meist 2 kleine Schuppenblätter auf. Die Blätter sind grundständig, lang gestielt, lederig-derb und glänzend dunkelgrün, die Unterseite ist heller. Die Blattspreite ist herznierenförmig.

Die Blütenkörbe haben einen Durchmesser bis 25 Millimeter. Die Hüllblätter sind einreihig, braunrot überlaufen und am Grund wollig behaart. Die Blüten sind rötlich und länger als die Korbhülle, die Zipfel sind purpurn. Die Früchte weisen eine lange Haarkrone auf.

Die Blütezeit liegt zwischen Mai und August.

Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 120, 140 oder 160.[1]

Alpen-Brandlattich (Homogyne alpina)

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Alpen-Brandlattich kommt in den Gebirgen Südmitteleuropas in Höhenlagen von 500 bis 3000 Meter vor. Die Art wächst auf feuchten, humosen, moosigen Böden in Nadelwäldern, Gebüschen und Zwergstrauchheiden. Sie ist eine Piceion-Verbandscharakterart, kommt aber auch in Gesellschaften des Nardion oder Seslerion vor.[1]

In den Allgäuer Alpen steigt sie von 530 m Meereshöhe bei Doberatsweiler in Baden-Württemberg bis zu 2384 m Meereshöhe am Rauheckgipfel in Bayern auf.[2]

Ähnliche Arten[Bearbeiten]

Der ähnliche Filz-Brandlattich (Homogyne discolor (Jacq.) Cass.), der in den Ostalpen vorkommt, unterscheidet sich durch die unterseits weißfilzigen Blätter.

Literatur[Bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. ISBN 3-930167-61-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Alpen-Brandlattich – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien