Alpla HC Hard

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
HC HARD
Logo Hard.jpg
Voller Name ALPLA Handball-Club HARD
Spitzname(n) Die Roten Teufel
Gegründet 1986
Vereinsfarben Rot/Weiß
Halle Sporthalle am See
Plätze 2500
Präsident Günther Lehner
Trainer Klaus Gärtner
Liga Handball Liga Austria
2018/19
Rang 2. Platz (Österreichischer Vizemeister)
Nat. Pokal Halbfinalist ÖHB-Cup 2018/19
Website www.hchard.at
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Österreichischer Staatsmeister
Österreichischer Cupsieger
4× Österreichischer Supercupsieger
International 1× Finalteilnahme EHF Challenge Cup
1× Teilnahme EHF Champions League

Der HC Hard ist ein österreichischer Handballklub aus Hard. Das Herrenteam spielt gegenwärtig als Alpla HC Hard in der spusu LIGA[1] (HLA). Heimstätte des Vereins ist die Sporthalle am See.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bregenz Handball vs. Alpla HC Hard, 2015.

Als 1941 der 2009 verstorbene langjährige Chronist und Ehrenobmann Werner Greisner mit einer Einheit der deutschen Wehrmacht nach Hard verlegt wurde, traf sich alsbald jeden Mittwochnachmittag eine Militärmannschaft, um auf dem heutigen Trainingsplatz des FC Hard Großfeldhandball zu spielen.

Die Handballsektion des „SV Hard“ wurde schließlich 1946 gegründet. Noch im selben Jahr trat man mit zwei Herren- und einer Damenmannschaft am Meisterschaftsbetrieb im inzwischen gegründeten Vorarlberger Handball- und Faustballverband an. Trotz guter Ergebnisse in der Meisterschaft und dem Wechsel vom „SV Hard“ zum „TS Hard“ musste 1948 der Sportbetrieb wieder eingestellt werden, da mehrere Spieler ihren Wohnsitz (England, Schweiz und Deutschland) wechselten.

1972 wurde erneut eine Handballsektion, diesmal innerhalb des „ATSV Hard“, gegründet. Gespielt wurde nur noch Hallenhandball bzw. Kleinfeldhandball. 1976 errang die A-Jugend, nach diversen Vorarlberger Jugendmeisterschaften, bei den Staatsmeisterschaften den Titel „Österreichischer Meister“.

1981/82 gelang der Aufstieg in die 1. Internationale Bodenseeliga des Handballverbandes Württemberg

Aufgrund der ständigen Aufwärtsentwicklung im Harder Handballsport erfolgte 1986 die Trennung der Sektion Handball vom ATSV Hard und der anschließenden Gründung eines eigenständigen Vereins mit dem Namen „HC 86 Hard“. Der „HC 86 Hard“ verpflichtete 1987 Zoran Kajasa, ehemaliger Weltmeister mit Jugoslawien. Kajasa war der erste Legionär im Vorarlberger Handballsport überhaupt.

Unter dem Trainer Zoltán Balogh stieg der HC Hard in der Saison 1997/98 in die höchste österreichische Spielklasse auf.

In der Saison 2002/03 gewann der HC Hard (nach jeweils zwei dritten Plätzen) unter Trainer Frank Bergemann erstmals die österreichische Meisterschaft. Im April 2008 konnte der HC Hard den Einzug in das Finale des EHF Challenge Cup erreichen und musste sich mit einer Gesamtwertung von 54:47 gegen den UCM Sport Reșița geschlagen geben.[3]

Im Jahr 2005 bezog der HC Hard die neu errichtete Heimstätte (Halle, Büro) in der Sporthalle am See.[4] Diese ersetzte die viel zu klein gewordene Halle in der Hauptschule Mittelweiherburg.[5]

Zwischen der Saison 2010/11 und 2015/16 wurde die Mannschaft von Markus Burger trainiert. Im Jahr 2012 gewann Alpla HC Hard seinen zweiten Meistertitel, im Finale wurde der Handballclub HIT Medalp Tirol – Innsbruck besiegt. Im Jahr 2013 standen die Vorarlberger im Finalduell der Wiener Mannschaft Handballclub Fivers Margareten gegenüber und konnten erneut den Titel erringen. In der darauffolgenden Saison 2013/14 gewannen der HC Hard zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte das Double aus ÖHB-Cup und Meistertitel. In beiden Fällen trat man wieder gegen die Fivers aus Wien an. In der Saison 2014/15 konnte der fünfte Meistertitel – davon der vierte in Serie – gegen den Lokalrivalen Bregenz Handball mit 2:0 in der Best of three Serie eingefahren werden.

Von Saison 2015/16 bis 2017/18 trainierte Petr Hrachovec die Harder. In der Saison 2017/18 realisierte der Alpla HC Hard seinen 4. Cupsieg und wurde zum 3. Mal Supercup-Sieger.

Von Saison 2018/19 an ist Klaus Gärtner als Trainer des Alpla HC Hard im Amt. Der Verein wurde 2019 zum 4. Mal Supercup-Sieger.

Platzierungen seit 2001[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Rang Pokal
2001/02 Handball Liga Austria 3
2002/03 Handball Liga Austria 1
2003/04 Handball Liga Austria 3
2004/05 Handball Liga Austria 5
2005/06 Handball Liga Austria 4
2006/07 Handball Liga Austria 3 2. Runde
2007/08 Handball Liga Austria 3 Cupsieger
2008/09 Handball Liga Austria 2 Halbfinale
2009/10 Handball Liga Austria 5 Halbfinale
2010/11 Handball Liga Austria 4 1. Runde
2011/12 Handball Liga Austria 1 Viertelfinale
2012/13 Handball Liga Austria 1 Finale
2013/14 Handball Liga Austria 1 Cupsieger
2014/15 Handball Liga Austria 1 Achtelfinale
2015/16 Handball Liga Austria 3 Achtelfinale
2016/17 Handball Liga Austria 1 Halbfinale
2017/18 spusu Liga 2 Cupsieger
2018/19 spusu Liga 2 Halbfinale
Legende
Meister
Cupsieger
Double Meister/Cupsieger

Kader 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Nationalität Position im Team seit Vertrag bis Letzter Verein
1 Thomas Hurich ÖsterreicherÖsterreicher Tor 2016 2020[6] Union Leoben
32 Golub Doknić MontenegrinerMontenegriner Tor 2011 -- RK Kolubara
2 Maximilian Hermann ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2018 2020 VfL Gummersbach
3 Konrad Wurst ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2015 -- Eigene Jugend
5 Manuel Maier ÖsterreicherÖsterreicher Flügelspieler 2017 -- Eigene Jugend
6 Dominik Schmid ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Links 2015 -- SG BBM Bietigheim
7 Luca Raschle ÖsterreicherÖsterreicher Flügelspieler 2009 -- Eigene Jugend
8 Manuel Schmid ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum Mitte 2018 -- Handball Tirol
9 Boris Zivkovic ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2011 2021[7] Eigene Jugend
10 Tine Poklar SloweneSlowene Rückraum 2019 -- Elverum Håndball[8]
15 Nejc Zmavc SloveneSlovene Kreis 2018 -- CB Puerto Sagunto
18 Paul Schwärzler ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2017 -- Eigene Jugend
21 Michael Knauth ÖsterreicherÖsterreicher Flügelspieler 2008 -- Bregenz Handball
23 Leonard Fetz ÖsterreicherÖsterreicher Kreis 2018 -- Eigene Jugend
27 Thomas Weber ÖsterreicherÖsterreicher Flügelspieler 2012 -- SG Handball West Wien
28 Gerald Zeiner ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum 2013 -- Union Leoben
29 Lukas Schweighofer ÖsterreicherÖsterreicher Kreis 2018 -- HSG Graz
37 Ivan Horvat KroateKroate Rückraum 2018 -- SG Flensburg-Handewitt
74 Bruno Kozina KroateKroate Rückraum 2019 -- RTV 1879 Basel

Zugänge 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Nationalität Position ehemaliger Verein
Tine Poklar SloweneSlowene Rückraum Elverum Håndball
Bruno Kozina KroateKroate Rückraum RTV 1879 Basel[9]

Abgänge 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Nationalität Position aktueller Verein
Theo Surblys DeutscherDeutscher Rückraum SG Nußloch
Risto Arnaudovski KroateKroate/MazedonierMazedonier Rückraum Mitte Karriereende
Niklas Schiller ÖsterreicherÖsterreicher Rückraum TSV Fortitudo Gossau

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handball Liga Austria

  • Meister (6): 2003, 2012, 2013, 2014, 2015, 2017

ÖHB-Cup

  • Sieger (4): 2005, 2008, 2014, 2018

HLA-Supercup

  • Sieger (4): 2012, 2017, 2018, 2019

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alpla HC Hard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alpla HC Hard. In: spusu LIGA | spusu CHALLENGE. (spusuliga.at [abgerufen am 26. September 2018]).
  2. Sporthalle am See (Memento vom 27. Mai 2015 im Internet Archive)
  3. Handball: HC Hard steht im Finale des Challenge Cups (Memento vom 11. Oktober 2014 im Internet Archive)
  4. Sporthalle am See (Memento vom 27. Mai 2015 im Internet Archive)
  5. VMS Mwbg: Home. Abgerufen am 25. September 2018.
  6. Teufelstalk mit Thomas Hurich auf YouTube, abgerufen am 1. April 2019.
  7. „Bobo“ verlängert bis 2021. hchard.at, 24. Januar 2018, abgerufen am 24. Januar 2018.
  8. Hard verpflichtete slowenischen Rückraumspieler Tine Poklar. vol.at, 9. April 2019, abgerufen am 5. September 2019.
  9. Hard holt kroatischen Rückraumspieler Kozina. vol.at, 18. Oktober 2019, abgerufen am 24. Oktober 2019.