Amtsgericht Quedlinburg

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Amtsgericht Quedlinburg

Das Amtsgericht Quedlinburg ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Deutschland. Es gehört zum Bezirk des Landgerichts Magdeburg und des Oberlandesgerichts Naumburg.

Lage[Bearbeiten]

Sitz des Gerichts ist Quedlinburg. Das Amtsgebäude befindet sich an der Adresse Adelheidstraße 2, östlich der historischen Quedlinburger Innenstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ab 1815 hatte das Gericht seinen Sitz im Salfeldschen Palais.[1] Später, bis zum Jahr 2010, befand sich der Sitz in der Halberstädter Straße 45, nördlich der Altstadt. Der jetzige Dienstsitz diente zuvor als Finanzamt, stand jedoch vor dem Einzug des Amtsgerichts leer. In der Zeit nach 1998 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und wird im örtlichen Denkmalverzeichnis als Verwaltungsgebäude geführt.[2]

Im Jahr 2001 wurde auf den damaligen Dienstsitz des Amtsgerichts Quedlinburg ein Brandanschlag verübt. Das Feuer brach in den Kellerräumen aus. Neben alten Verwaltungsunterlagen des Gerichts wurden etwa 120 Akten, insbesondere von Zivilverfahren aus der Zeit vor 1977 vernichtet.[3]

Gerichtsbezirk[Bearbeiten]

Zum Gerichtsbezirk gehört die Stadt Ballenstedt mit den Ortsteilen Asmusstedt, Badeborn, Opperode, Radisleben und Rieder, die Stadt Falkenstein/Harz mit den Ortsteilen Endorf, Ermsleben, Meisdorf, Neuplatendorf, Reinstedt, Pansfelde und Wieserode, die Stadt Harzgerode mit den Ortsteilen Alexisbad, Bärenrode, Dankerode, Friedrichshöhe, Güntersberge, Königerode, Neudorf, Rinkemühle, Schielo, Silberhütte, Siptenfelde, Straßberg, die Stadt Quedlinburg mit den Ortsteilen Bad Suderode, Gernrode, Gersdorfer Burg, Morgenrot, Münchenhof und Quarmbeck, die Stadt Thale mit den Ortsteilen Allrode, Altenbrak, Friedrichsbrunn, Neinstedt, Treseburg, Warnstedt, Weddersleben und Westerhausen sowie die Verbandsgemeinde Vorharz mit den Ortsteilen Ditfurt, Hausneindorf, Hedersleben, Heteborn und Wedderstedt.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Zwischen 1874 und 1879 war der spätere Präsident eines Strafsenats am Reichsgericht Gustav Kaufmann als Kreisrichter in Quedlinburg tätig. 1902 wurde der spätere Reichsgerichtsrat Heinrich Fickler Amtsrichter in Quedlinburg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, Seite 157
  2. Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Prof. Dr. Claudia Dalbert (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Kultusministerium 19.03.2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Harz.pdf, Seite 492
  3. Bericht bei n-tv vom 7. Februar 2001
  4. Homepage des Amtsgerichts Quedlinburg

51.78673511.151295Koordinaten: 51° 47′ 12″ N, 11° 9′ 5″ O