Thale

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Thale
Thale
Deutschlandkarte, Position der Stadt Thale hervorgehoben

Koordinaten: 51° 45′ N, 11° 3′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Harz
Höhe: 156 m ü. NHN
Fläche: 137,64 km2
Einwohner: 17.442 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06502
Vorwahlen: 03947, 03946, 039456, 039459, 039485, 039487, 039488
Kfz-Kennzeichen: HZ, HBS, QLB, WR
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 330
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
06502 Thale
Website: www.bodetal.de
Bürgermeister: Thomas Balcerowski (CDU)
Lage der Stadt Thale im Landkreis Harz
BallenstedtBlankenburg (Harz)DitfurtFalkenstein/HarzGroß QuenstedtHalberstadtHarslebenHarzgerodeHederslebenHuyIlsenburg (Harz)NordharzOberharz am BrockenOsterwieckQuedlinburgSchwanebeckSelke-AueThaleWegelebenWernigerodeKarte
Über dieses Bild

Thale ist eine Stadt im sachsen-anhaltischen Landkreis Harz und liegt am nordöstlichen Rand des Harz-Gebirges. Oberhalb von Thale beginnt das Bodetal. Seit 2004 ist Thale staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Thale
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,6 3,5 7,6 12,7 17,7 21,1 22,5 22,2 18,7 13,1 7,1 3,7 Ø 12,8
Min. Temperatur (°C) -2,4 -2,6 -0,4 3,1 7,2 10,6 12,6 12,2 9,1 5,4 2,1 -0,9 Ø 4,7
Temperatur (°C) 0,1 0,4 3,6 7,9 12,4 15,8 17,5 17,2 13,9 9,2 4,6 1,4 Ø 8,7
Niederschlag (mm) 35 31 38 44 56 70 58 58 39 39 41 37 Σ 546
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21,1
10,6
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22,2
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13,1
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3,7
-0,9
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Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thale ist eine Stadt im Landkreis Harz und grenzt an sechs Städte und Gemeinden (im Uhrzeigersinn, im Nordwesten beginnend): Blankenburg (Harz), Halberstadt, Harsleben, Quedlinburg, Harzgerode und Oberharz am Brocken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rittergut Thale um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Die Siedlung Thale entstand wahrscheinlich zu Beginn des 10. Jahrhunderts. Erstmals wurde sie 936 im Zusammenhang mit dem benachbarten Kloster Wendhusen erwähnt, das vor 840 als Kanonissenstift als eines der ersten Klöster auf sächsischem Boden gegründet worden war. Das Kloster geriet in der Folgezeit unter die Schutzherrschaft des Stiftes in Quedlinburg. Das Dorf wurde ab 1231 als Dat Dorp to dem Dale bezeichnet (dessen Geschlecht in latinisierter Form, ab 1288 mit der Ortsbezeichnung de valle, ab 1303 von Thale wiedergegeben wurde). Das Kloster wurde 1525 während des Bauernkriegs zerstört.

Karte von Thale (1912)
Blick auf Thale von Westen. Vorne die katholische Herz-Jesu-Kirche und dahinter der Hauptbahnhof. Rechts die evangelische Sankt-Petri-Kirche und ein Teil der Bodetal Therme. Links vom Hauptbahnhof befindet sich das Firmengelände des Maschinenbauunternehmens THALETEC.
Emailliertes Wandbild von Willi Neubert
Blick ins Bodetal bei Thale

Seit 1445 lässt sich in Thale eine Eisenhütte nachweisen. Sie wurde nach Verödung im Dreißigjährigen Krieg 1648 als Berghaus zum Wilden Mann wieder aufgebaut, 1670 jedoch völlig zerstört. 1686 entstand eine kleine Hammerschmiede, aus der sich später eine neue Eisenhütte entwickelte, die besonders durch die Nähe zu Erzvorkommen und Holz begünstigt war. Sie existierte bis 1714. 1740 wurde abermals ein Betrieb eröffnet. Kurzzeitig war die Eisenhütte im Besitz von Friedrich dem Großen. 1831 wurde hier die erste schmiedeeiserne Wagenachse, die in Deutschland bis dato gebaut worden war, hergestellt. 1835 wurde das älteste Blechemaillierwerk Europas in Thale gegründet. Nach dem Anschluss der Stadt an die Eisenbahn 1862 in Richtung Berlin wuchs der Ort und die Zahl der Arbeiter: Während das Eisenhüttenwerk Thale AG im Jahre 1872 nur 350 Personen beschäftigte, waren es 1905 schon 4400. Vor allem die Emailleproduktion trug zum internationalen Ruf Thales bei, immerhin kam aus dem größten europäischen Emaillewerk zu Spitzenzeiten 10 % der weltweiten Produktion. 1910 sprachen Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Clara Zetkin zu Thalenser Arbeitern.

Im Ersten Weltkrieg wurden ab 1916 im Eisenhüttenwerk die deutschen Stahlhelme (M1916) produziert, deren Prototyp dort 1915 entwickelt worden war. Ab 1934 besaß das Werk das Monopol für die Stahlhelmfertigung. Zu DDR-Zeiten wurde das Werk in den VEB Eisen- und Hüttenwerke Thale umgewandelt. Zum 300jährigen Jubiläum 1986 wurde am Standort des Werks das Hüttenmuseum Thale gegründet.

Der jahrelange Investitionsstau führte nach der Wende beinahe zum Aus für das traditionsreiche Unternehmen. Es wurde schließlich 1993 durch den Verkauf an den früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht und den Kaufmann Hans Henry Lamotte privatisiert. Zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung kam es aber in dieser Zeit nicht. Erst mit der Übernahme durch die Schunk Group aus Gießen (1997) wurde wieder in die unterschiedlichen Unternehmensbereiche, vor allem die Emailleverarbeitung investiert.[2]

Seit dem 19. Jahrhundert blühte der Fremdenverkehr in Verbindung mit dem später als radonhaltig eingestuftem Wasser der Hubertusquelle auf der Hubertusinsel auf, die 1836 erschlossen worden war. So besuchten verschiedene Literaten wie Heinrich Heine (Die Harzreise) und Theodor Fontane den Ort und besonders das Bodetal. Außerdem genossen vor allem Berliner Touristen die Thalenser Sommerfrische. Dies ermöglichte der Anschluss von Thale 1862 an die Eisenbahn aus Wegeleben. 1909 folgte eine Nebenbahn aus Blankenburg (Harz).

1922 erhielt der Ort das Stadtrecht.

Thale wurde nach Räumung durch restliche deutsche Truppenteile am 20. April 1945 weitgehend kampflos von US-amerikanischen Truppen besetzt. Auch das Hüttenwerk fiel ihnen unzerstört in die Hand. Auf dem Friedhof Thale findet sich ein Gedenkstein für 21 unbekannte Wehrmachtsoldaten. Auf dem Friedhof des Ortsteils Warnstedt zeigt ein Grabstein 20 dort beerdigte deutsche Soldaten an, zwei von ihnen sind „unbekannt“.

Ab Anfang Juli 1945 wurde auch Thale Teil der SBZ und ab 1949 der DDR.

Vom 12. bis zum 14. Juni 2009 war Thale unter dem Motto Thale sagenhaft Veranstaltungsort des Sachsen-Anhalt-Tages, zu dem etwa 200.000 Besucher kamen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Warnstedt wurde 2003 eingemeindet.[3][4] Im Jahr 2009 wurden insgesamt sieben Gemeinden zu vier verschiedenen Zeitpunkten eingegliedert.[5][6] Westerhausen kam 2010 hinzu.[7] Allrode wurde 2011 ein Ortsteil von Thale.[8]

Ehemalige Gemeinde Datum
Allrode 01. Januar 2011
Altenbrak 01. Juli 2009
Friedrichsbrunn 23. November 2009
Neinstedt 01. Januar 2009
Stecklenberg 23. November 2009
Treseburg 01. Juli 2009
Warnstedt 21. Dezember 2003
Weddersleben 01. Januar 2009
Westerhausen 01. September 2010
Entwicklung der Gemeindefläche
Datum Fläche
21. Dezember 2003 38,13 km²
01. Januar 2009 50,13 km²
01. Juli 2009 78,47 km²
23. November 2009 102,79 km²
01. September 2010 120,21 km²
01. Januar 2011 137,62 km²

Demographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungspyramide für Thale (Datenquelle: Zensus 2011[9])

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 jeweils 31. Dezember)[10]:

  • 1825 – 1.406
  • 1875 – 3.311
  • 1880 – 3.683
  • 1890 – 6.292
  • 1925 – 13.545
  • 1933 – 13.557
  • 1939 – 13.520
  • 1946 – 18.082 (29. Oktober)
  • 1950 – 17.968 (31. August)
  • 1960 – 17.391 (31. Dezember)
  • 1971 – 17.620 (1. Januar)
  • 1981 – 16.830 (31. Dezember)
  • 1984 – 16.423 (31. Dezember)
  • 1990 – 17.560 (3. Oktober)
  • 1995 – 16.230
  • 2000 – 14.539
  • 2001 – 14.167
  • 2002 – 13.877
  • 2003 – 13.631
  • 2011 – 18.878

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahl 2019
Wahlbeteiligung: 53,2 % (2014:42,6 %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,4 %
13,9 %
12,5 %
6,1 %
16,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+2,1 %p
+13,9 %p
-2,2 %p
-2,3 %p
-10,4 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e Wählergemeinschaften (Bürgerliste und FWG Westerhausen)
Sitzverteilung im Stadtrat
      
Insgesamt 25 Sitze
  • Linke: 3
  • SPD: 2
  • FWG Westerhausen: 1
  • Bürgerliste: 3
  • CDU: 15
  • AfD: 1
Rathaus Thale

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 führte bei einer Wahlbeteiligung von 53,2 % zu folgendem Ergebnis:[11][12]

Partei / Liste Stimmenanteil +/− %p Sitze +/−
CDU 51,4 % + 2,1 15 + 1
AfD 13,9 % + 13,90 1 + 1
Die Linke 12,5 % − 2,2 3 − 1
SPD 06,1 % − 2,3 2 ± 0
Bürgerliste 11,0 % 3 − 3
FWG Westerhausen 05,0 % 1 − 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1901–1932: Otto Schönermark (1865–1947), erster Bürgermeister
  • 1932–1936: Herrmann Friedrich Richter, Bürgermeister[13]
  • 1923–1935: Willy August, Bürgermeister
  • 1935–1941: Werner Günter Hellmuth Meyer-Estner, erster Bürgermeister

………

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gültiges Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 11. Juli 1996 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein gezinnter blauer Turm mit spitzem goldbeknauften roten Dach und offenem Tor, über dem Tor belegt mit einem silbernen Schild, darin eine rote Hexe auf einem Besen reitend.“

Der Turm stellt die 1340 erwähnte Burg Thale dar, die im 10. Jahrhundert zum Schutz des Klosters Wendhusen erbaut und um 1365 zerstört wurde. Die Hexe im silbernen Schild steht für das allgemein verständliche Symbol des Hexentanzplatzes. Die Entwicklung des Ortes ist eng verbunden mit dem Hexentanzplatz und dem Bodetal. Der Berg hatte bereits eine vorgeschichtliche Bedeutung und war ein Wall der Harzbewohner gegen die feindlichen Heere im dreißigjährigen Krieg. Das offene Tor soll auf die Gastlichkeit des Ortes hinweisen.

Wappen zu nationalsozialistischer Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 19. Mai 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen und vom Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.

Blasonierung: „In Silber ein breiter blauer Torturm mit Zinnen und rotem Satteldach, belegt mit einem von Silber und Rot im Winkelmaßschnitt gevierteten Schilde.“

Der aufgelegte Schild ist der Wappenschild des um 1650 ausgestorbenen Adelsgeschlechts von Thale (van deme Dale, de Valle), dessen namengebender Stammsitz Thale war. Der Turm deutet auf die 1340 erwähnte Burg.

Wappen zu DDR-Zeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Thale zu DDR-Zeiten

Das Wappen wurde 1953 vom Rat der Stadt bestätigt.

Blasonierung: „In Silber ein gezinnter blauer Turm mit spitzem, beknauftem rotem Dach und offenem Tor, über dem Tor ein Silberschild: schräglinks geteilt durch ein rotes Zahnradteil, oben ein aufrechtstehender schwarzer Hammer, unten aus dem Schildrand hervorbrechend eine grüne Tanne.“

Der Turm bezieht sich vermutlich auf eine früher existierende Burg der Herren von dem Dale. Der Inhalt des Schildes symbolisiert einerseits die örtliche Eisenindustrie, andererseits die Harzlandschaft.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es besteht seit 1990 eine Städtepartnerschaft mit Seesen (Niedersachsen) am Nordwestrand des Harzes und seit 1998 mit der 18 km von Paris entfernten französischen Stadt Juvisy-sur-Orge sowie der nordwestlich des Flusses Niger gelegenen nigrischen Stadt Tillabéri.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Wendhusen

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenfalls unter Denkmalschutz stehen die 1848 errichtete Villa Rosenburg und das Berghotel Rosstrappe. Die Baudenkmale Thales sind im Thaler Denkmalverzeichnis eingetragen.

Weitere kulturelle Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Hexentanzplatz auf Thale
Blick vom Hexentanzplatz auf Thale um 1900

Regelmäßige Veranstaltungen und Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die original Walpurgisnacht auf dem Hexentanzplatz
  • Straßenfest anlässlich der Walpurgisnacht (jeweils 30. April)
  • Der Ort ist einer der acht Orte, in denen das seit 2014 als Immaterielles Weltkulturerbe anerkannte Brauchtum des Finkenmanövers im Harz noch gepflegt wird.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Thale aus hat man Zugang zum Bodetal. Das Bodetal wird überragt vom Hexentanzplatz, der mit der Bodetal-Seilbahn zu erreichen ist, und der Roßtrappe, zu der ein Sessellift führt.

Bei den Ortsteilen Neinstedt, Weddersleben und Warnstedt liegt die Teufelsmauer, die zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands zählt.

Von Thale aus führt mit dem Harzer Hexenstieg ein knapp 100 km langer Wanderweg quer durch den Harz nach Osterode und passiert dabei diverse Sehenswürdigkeiten wie den Brocken, Torfhaus, Dammgraben und die Oberharzer Teiche.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Region Thale gibt es einige Sportvereine. Der mitgliederstärkste Verein ist der SV Stahl Thale mit den Abteilungen Fußball, Handball, Tennis, Boxen, Volleyball, Behindertensport, Tanzen, Basketball, Skilanglauf und Faustball.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutende Industrieunternehmen in Thale sind heute die Firma Schunk Sintermetalltechnik, die Firma Thaletec GmbH, ElringKlinger AG, Linamar Valvetrain GmbH sowie die Maschinenfabrik Thale (MFT) und der Hersteller von speziellen Automatisierungsgeräten Mertik Maxitrol, aber auch die Firma Corodur Verschleiß-Schutz GmbH.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Thale gibt es das Europagymnasium Richard von Weizsäcker, die Sekundarschule THALE/NORD und zwei Grundschulen: die Grundschule Geschwister Scholl und die Grundschule Auf den Höhen. An weiteren Schuleinrichtungen existiert die Freie Waldorfschule Harzvorland[15] und die Freie Ganztagsschule Quedlinburg e.V (in Neinstedt, ein Ortsteil von Thale)[16]. Berufliche Ausbildungsstätten sind das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) und die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA). Als Gründerzentrum für Unternehmen tritt das PulverMetallurgische Kompetenz-Centrum (PMC) in Thale auf.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thale Hbf (2011)

Thale Hauptbahnhof ist Endpunkt der Bahnstrecke Magdeburg–Thale; dort endet sie in einem Kopfbahnhof.[17] Thale besitzt zwei weitere Bahnstationen: Thale Musestieg und Neinstedt.
Die ehemalige Bahnstrecke Blankenburg–Quedlinburg (über Thale Bodetal) (1907–1963 im Personenverkehr) ist heute vollständig rückgebaut. Thale ist mit dem Landesbus 250 erreichbar. Zu dem ist Thale ein Verkehrsknoten im Busnetz der Harzer Verkehrsbetriebe.

Thale verfügt direkt über einen Anschluss an die Bundesautobahn 36 (BraunschweigBernburg (Saale)). Über diese besteht in Richtung Osten Anbindung an die A14 und in Richtung Westen an die A2, A7 und A39.

St.-Andreas-Kirche
Herz-Jesu-Kirche

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum evangelischen Kirchspiel Thale gehören die Kirchen St. Andreas aus dem 18. Jahrhundert im Unterdorf und St. Petri von 1906 im Friedenspark. Ihre Kirchengemeinden gehören zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Die katholische Gemeinde Herz Jesu verfügt über die gleichnamige um 1910 erbaute Kirche an der Walter-Rathenau-Straße, seit 2010 gehört sie zur Pfarrei St. Mathilde in Quedlinburg.

Die neuapostolische Gemeinde Thale wurde 2006 mit der Gemeinde Blankenburg zusammengeschlossen, seitdem finden in Thale keine neuapostolischen Gottesdienste mehr statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[18][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die mit Thale in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2018 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 29. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sachsen-anhalt-wiki.de:Sachsen-Anhalt-Wiki:Thale
  3. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt (Memento des Originals vom 28. September 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.sachsen-anhalt.de zu den Gebietsveränderungen 1994–2007
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  5. StBA: Gebietsänderungen am 01.01.2009
  6. StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009
  7. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  8. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011
  9. Datenbank Zensus 2011, Thale, Stadt, Alter + Geschlecht
  10. Enthält die Daten bis 1939
  11. Wahl Stadtrat 2019 Thale
  12. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Kommunalwahlen 2019 – Stadt Thale, abgerufen am 15. Oktober 2019
  13. Eintrag beim Landesarchiv Sachsen-Anhalt
  14. Uwe Kraus: Wie die »Hexen« wirklich waren, in: Neues Deutschland vom 26. Oktober 2018, S. 14
  15. http://www.waldorfschule-harzvorland.de/ 13. Oktober 2016
  16. http://www.freieganztagsschule.de/ 13. Oktober 2016
  17. Vgl. Dirk Endisch: Die Hauptbahn Halberstadt-Thale. Korntal-Münchingen 2006, ISBN 3-936893-34-9.
  18. http://www.bodetal.de/ihre-stadt-online/ehrenbuerger-der-stadt-thale.html