Andelarre

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Andelarre
Wappen von Andelarre
Andelarre (Frankreich)
Andelarre
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Haute-Saône
Arrondissement Vesoul
Kanton Vesoul-1
Gemeindeverband Vesoul
Koordinaten 47° 35′ N, 6° 6′ OKoordinaten: 47° 35′ N, 6° 6′ O
Höhe 303–427 m
Fläche 4,57 km2
Einwohner 133 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 29 Einw./km2
Postleitzahl 70000
INSEE-Code

Andelarre ist eine Gemeinde im französischen Département Haute-Saône in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andelarre liegt auf einer Höhe von 314 m über dem Meeresspiegel, etwa fünf Kilometer südwestlich von Vesoul (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im zentralen Teil des Departements, in einer Senke in der hügeligen Landschaft, die sich zwischen den Flusstälern von Saône im Nordwesten und Ognon im Süden ausdehnt.

Die Fläche des 4,57 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt im Bereich Hügellandschaft östlich des Saônebeckens. Der zentrale Teil des Gebietes wird von der Senke von Andelarre eingenommen, die durchschnittlich auf 310 m liegt. Sie weist eine Breite von ungefähr 1,5 Kilometern auf und ist in Richtung Südwest-Nordost orientiert. Hier herrscht landwirtschaftliche Nutzung vor, während die umliegenden Höhen überwiegend waldbedeckt sind. Im Osten wird die Senke von der Anhöhe des Bois de la Côte (bis 400 m) flankiert. Nach Westen erstreckt sich das Gemeindeareal auf den Höhenrücken des Bois de Noidans und der Côte d'Andelarre, auf der mit 427 m die höchste Erhebung von Andelarre erreicht wird. Das hügelige Gebiet besteht aus Kalkschichten der mittleren Jurazeit. Auf dem gesamten Gemeindegebiet gibt es keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert.

Nachbargemeinden von Andelarre sind Chariez und Noidans-lès-Vesoul im Norden, Andelarrot im Osten und Süden sowie Mont-le-Vernois im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird Andelarre im Jahr 1225. Im Mittelalter gehörte das Dorf zur Freigrafschaft Burgund und darin zum Gebiet des Bailliage d’Amont. Grundbesitz und Rechte besaßen der Bischof von Besançon und die Herren von Faucogney. Später bildete Andelarre eine eigene Herrschaft, die 1770 zum Marquisat erhoben wurde. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte das Dorf mit dem Frieden von Nimwegen 1678 definitiv an Frankreich. Zu einer Gebietsveränderung kam es 1806, als die Nachbargemeinde Andelarrot mit Andelarre fusionierte. Bereits 1823 erhielt Andelarrot seine Selbständigkeit wieder zurück. Heute ist Andelarre Mitglied des 19 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes Communauté de communes de l'agglomération de Vesoul.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dorfkirche von Andelarre stammt aus dem 17. Jahrhundert und besitzt eine Madonnenstatue aus Nussbaumholz (15. Jahrhundert). Das Château d'Andelarre leicht erhöht nördlich des Dorfes ließ Baron Jules d'Andelarre im 19. Jahrhundert erbauen.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 52 54 102 128 136 128 120

Mit 133 Einwohnern (1. Januar 2016) gehört Andelarre zu den kleinen Gemeinden des Département Haute-Saône. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1886 wurden noch 124 Personen gezählt), wurde während der 1970er Jahre ein kräftiges Bevölkerungswachstum verzeichnet. Seither ist der Trend jedoch wieder leicht rückläufig.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andelarre ist noch heute ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Außerhalb des primären Sektors gibt es nur wenige Arbeitsplätze im Ort. Viele Erwerbstätige sind deshalb Pendler, die in den größeren Ortschaften der Agglomeration Vesoul ihrer Arbeit nachgehen.

Der Ort ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Er liegt nahe der Hauptstraße N57, die von Vesoul nach Besançon führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Gray, Andelarrot, Mont-le-Vernois und Chariez.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andelarre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien