Andrew Lincoln

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Andrew Lincoln auf der Comic-Con 2017

Andrew Lincoln (* als Andrew James Clutterbuck 14. September 1973 in London) ist ein britischer Schauspieler, Regisseur und Sprecher.

Leben und Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lincoln wurde in London geboren, verbrachte aber seine ersten Lebensjahre in Kingston upon Hull. Seine Mutter war eine südafrikanische Krankenschwester und sein Vater ein englischer Bauingenieur. Mit 10 Jahren zog er mit seiner Familie nach Bath, wo er die Beechen Cliff School besuchte. An dieser Schule kam Lincoln erstmals mit der Schauspielerei in Berührung. Mit 14 Jahren gab er sein Debüt auf der Bühne und spielte eine Hauptrolle in dem Stück Oliver Twist von Charles Dickens.[1] Während der Sommerferien war Lincoln am renommierten National Youth Theatre in London tätig, wo schon namhafte Schauspieler wie Ben Kingsley, Chiwetel Ejiofor oder Daniel Craig agierten.[2] Danach absolvierte er die populäre Royal Academy of Dramatic Art (RADA) in London und während seines Studiums an der RADA änderte er seinen Nachnamen zu Lincoln.

Am 10. Juni 2006 heiratete Lincoln Gael Anderson, die Tochter des schottischen Flötisten und Sängers Ian Anderson (Jethro Tull). Das Paar hat zwei Kinder. Sein älterer Bruder Richard Clutterbuck leitete zuerst die Bristol Free School bevor er die Leitung der Kings Oak Academy in Kingswood übernahm.[3]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrew Lincoln trat immer wieder in verschiedenen Theatern und Dramen auf, zum Beispiel im Royal National Theatre, wo er zuletzt 2013 in einem Stück mit Bill Nighy. Unter anderem spielte er in Theaterstücken von Jez Butterworth, Jonathan Harvey und Sam Shepard mit.[4]

Seit 1994 macht Andrew Lincoln außer im Theater auch in Film und Fernsehen Karriere. Seine erste TV-Rolle war ein Gastauftritt in der britischen Comedyserie Drop the Dead Donkey. Darauf folgten eine Haupt- und Nebenrolle in zwei Filmen und nach weiteren Auftritten die Hauptrolle des Edgar Cook in der englischen Dramaserie This Life, die er von 1996 bis 1997 spielte. 1999 und 2000 übernahm er zwei Nebenrollen in den Filmen Human Traffic und Gangster No. 1. Von 2001 bis 2003 spielte er die Hauptrolle des Simon Casey in der Fernsehserie Teachers, bei der er auch Regie führte. Für diese Arbeit wurde er erstmals für den British Academy Television Award nominiert. Im Jahr 2003 drehte er auch seinen international bekanntesten Film, die romantische Komödie Tatsächlich… Liebe, in der er neben Hugh Grant, Liam Neeson, Colin Firth und Keira Knightley die Rolle des Mark verkörperte. 2004 übernahm er eine weitere Nebenrolle in dem irisch-britischen Drama Enduring Love. Anschließend war er für 2 Staffeln in der Serie Afterlife zu sehen, die ihm eine Auszeichnung mit der Goldenen Nymphe einbrachte. Kurz darauf folgten Auftritte in den Filmen These Foolish Things (2005), Scenes of a Sexual Nature (2006), The Pro (2008), Sturmhöhe – Wuthering Heights und Moonshot – Der Flug von Apollo 11 (beide 2009). 2010 war er in der Fernsehserie Strike Back sowie in den Filmen Der Auftragslover und We Want Sex zu sehen. Außer als Schauspieler arbeitete Lincoln auch als Sprecher für das britische Radio und Fernsehen sowie als Synchronsprecher.

Seit 2010 spielt Andrew Lincoln die Hauptrolle des Rick Grimes in der Zombie-Serie The Walking Dead, die ihn weltweit bekannt machte. Für diese Rolle erhielt er 2015 und 2017 den Saturn Award, für den er auch 2011, 2013 und 2016 nominiert war.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrew Lincoln (2012)
  • 1995: Boston Kickout
  • 1996–1997: This Life (Fernsehserie, 32 Folgen)
  • 1999: Human Traffic
  • 2000: Gangster No. 1
  • 2001–2003: Teachers (Fernsehserie, 20 Folgen)
  • 2003: State of Mind (Fernsehfilm)
  • 2003: Tatsächlich… Liebe (Love Actually)
  • 2004: Enduring Love
  • 2004: Lie with me (Fernsehfilm)
  • 2005–2006: Afterlife (Fernsehserie, 14 Folgen)
  • 2007: This Life +10 (Fernsehfilm)
  • 2009: Emily Brontë's Sturmhöhe (Wuthering Heights, Miniserie)
  • 2009: Moonshot – Der Flug von Apollo 11 (Moonshot, Fernsehfilm)
  • 2010: Strike Back (Fernsehserie, 6 Folgen)
  • 2010: Der Auftragslover (L’arnacœur)
  • 2010: We Want Sex (Made in Dagenham)
  • seit 2010: The Walking Dead (Fernsehserie)
  • 2017: Red Nose Day Actually (Kurzfilm)
  • 2018: Fear the Walking Dead (Fernsehserie, Folge 4x01)

Nominierungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BAFTA TV Award
  • 2004: Nominierung in der Kategorie Beste Neuentdeckung (Regisseur) für Teachers
Critics’ Choice Television Award
  • 2013: Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie für The Walking Dead
Empire Award
Goldene Nymphe
  • 2007: Auszeichnung in der Kategorie Bester Darsteller für Afterlife
People’s Choice Award
  • 2014: Auszeichnung in der Kategorie Favorite TV Anti-Hero für The Walking Dead
  • 2014: Nominierung in der Kategorie Favorite Sci-Fi/Fantasy TV Actor für The Walking Dead
  • 2017: Nominierung in der Kategorie Favorite Sci-Fi/Fantasy TV Actor für The Walking Dead
Saturn Award
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Bester TV-Hauptdarsteller für The Walking Dead
  • 2013: Nominierung in der Kategorie Bester TV-Hauptdarsteller für The Walking Dead
  • 2015: Auszeichnung in der Kategorie Bester TV-Hauptdarsteller für The Walking Dead
  • 2016: Nominierung in der Kategorie Bester TV-Hauptdarsteller für The Walking Dead
  • 2017: Auszeichnung in der Kategorie Bester TV-Hauptdarsteller für The Walking Dead
Scream Award
  • 2011: Nominierung in der Kategorie Bester Hauptdarsteller für The Walking Dead
TV Guide Award
  • 2013: Nominierung in der Kategorie Favorite Actor für The Walking Dead
  • 2014: Nominierung in der Kategorie Favorite Actor für The Walking Dead

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andrew Lincoln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrew Lincolns Karriere Independent, online, (englisch)
  2. Andrew Lincolns Zeit am National Youth Theatre, online, (englisch)
  3. Andrew Lincolns Biografie auf serienjunkies.com, online
  4. Andrew Lincoln auf amctv.com, online, (englisch)