August Walla

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August Walla (* 22. Juni 1936 in Klosterneuburg; † 7. Juli 2001 in Maria Gugging) war ein österreichischer Künstler.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walla wuchs als Einzelkind bei seiner Mutter und Großmutter auf. Bis zu seinem neunten Lebensjahr zeigte er eine normale Entwicklung. Er kam in die Sonderschule. Danach konnte kein Lehr- oder Arbeitsplatz für ihn gefunden werden. Mit 16 Jahren kam er erstmals in stationäre psychiatrische Behandlung, in der er bis zu seinem 20. Jahr verblieb. 16 Jahre später, als seine Mutter erkrankte, kam er wieder in die Psychiatrie.[1]

Walla arbeitete bereits sehr früh künstlerisch – als Zeichner, Maler und Photograph. In seiner Kunst vereinnahmte er seine Umgebung, indem er auf Gegenständen (auch an Häusern oder Bäumen) erfundene und existierende Symbole, sowie götterähnliche Wesen malte. Figuren und Symbole finden sich in allen seinen Werken. Er schuf damit einen abgeschlossenen künstlerischen Kosmos. August Walla lebte seit 1983 im Haus der Künstler in Maria Gugging und war einer der vielseitigsten Künstler der sogenannten Art Brut.

Die renommierte deutsche Punkband EA80 bezieht sich im Stück Gugging ihres 1992 erschienenen Albums "Schauspiele" auf Wallas Schaffen.

Im Jahr 2008 erschien mit „The Gugging Album“ von den Elektronikmusikern Hans-Joachim Roedelius & Kava Fabrique Records eine musikalische Hommage an August Walla und weitere renommierte Künstler aus Gugging, die im Rahmen des neuen Kunst- und Musikfestivals "Gugginger Irritationen" welturaufgeführt wurden.

Im Herbst 2012 veröffentlichte das Wiener Label Fabrique Records ein Audiobuch in Zusammenarbeit mit Peter Turrini und mit ausgewählten Texten und Briefen von Walla.[2]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martina Weinhart, Max Hollein: Weltenwandler - die Kunst der Outsider. Hatje-Cantz, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7757-2686-3.
  • Johann Feilacher (Hrsg.), mit Beiträgen von Silvie Aigner, Johann Feilacher, Nina Katschnig, Gerhard Roth, Gisela Steinlechner, Helmut Zambo, Margit Zuckriegl: august walla.! weltallende. Residenz, St. Pölten 2012, ISBN 978-3-7017-3275-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leo Navratil, BEJHOCTPKOHEU AMOR HNKTÖ NOXÄAJN CJNÄTBCR, in: PROTOKOLLE 73/2 S.155f.
  2. Art Brut Center Gugging Schnittstellen. Abgerufen am 13. Januar 2011.