BMW Group Werk Dingolfing

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BMW Group Werk Dingolfing
Rechtsform Produktionswerk
Gründung 1967
Sitz Dingolfing
Leitung Andreas Wendt
Mitarbeiter 17.500 Beschäftigte
800 Auszubildende
(Stand: September 2017[1])
Website www.bmw-werk-dingolfing.de
Das BMW-Werk 2.40 im Werksverbund Dingolfing ist das größte Werk
Das Dorf Höfen mit den nördlich davon gelegenen BMW-Werken 2.70 und 2.71
(Werk 2.40 rechts oben)

Das BMW Group Werk Dingolfing ist ein Verbund von BMW-Werken am Standort Dingolfing mit einer Gesamtfläche von rund 280 Hektar. Das BMW Group Werk Dingolfing ist der größte Produktionsstandort der BMW Group in Europa.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge des BMW Group Werks Dingolfing gehen auf die ehemalige Hans Glas GmbH zurück, welche bereits seit 1905 in Dingolfing ansässig war. Nach Übernahme der Hans Glas GmbH durch die BMW AG im Jahr 1967, wurde noch bis 1969 das Goggomobil produziert. Am 09. November 1970 wurde der Grundstein für das heutige Fahrzeugwerk 02.40 gelegt, sodass am 27. September 1973 dort der erste BMW 5er vom Band lief. Seither wurden im Werk Dingolfing mehr als 10 Millionen BMW Fahrzeuge produziert.

Im Werk werden täglich bis zu 1.600 BMW Automobile sowie Rohkarosserien für sämtliche Rolls-Royce Modelle produziert. Darüber hinaus werden am Standort Fahrwerks- und Antriebskomponenten sowie Pressteile gefertigt.

Im Jahr 2017 peilt das Werk eine Rekordproduktion von über 369.000 Fahrzeugen an (2015: 340.000 Fahrzeuge). Ab 2018 wird im BMW Group Werk Dingolfing der neue BMW 8er produziert. Der voll elektrische BMW iNEXT soll ab 2021 in Dingolfing gefertigt werden.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der BMW Group Standort Dingolfing wurde durch die Übernahme der Hans Glas GmbH im Jahr 1967 begründet. Werk 1 und Werk 2 von Glas wurden zu den BMW Group Werken 2.10 und 2.20. Zum Werk 2.20 kam ab 1971 auch das im Vorjahr erworbene Fabrikgelände des früheren Landmaschinenherstellers Eicher.

  • Werk 2.10 Bahnhofstraße 59/65/67, westlich und südlich der Bahnhofstraße, Zufahrt Laaberstraße 7, Stammwerk der Hans Glas GmbH (Fertigung von Vorder- und Hinterachsen)[3]
  • Werk 2.20 zwischen der Landshuter Straße westlich der Hausnummer 5 und der Bahnstrecke Landshut–Plattling, Zufahrt Gobener Weg 27[4]
  • Werk 2.27 Tundinger Straße 11, Ortsteil Unterhollerau, Gemeinde Moosthenning (Fertigung von sämtlichen Rolls-Royce Rohkarossen)[5]
  • Werk 2.30 Mengkofener Straße 13 (Aus- und Weiterbildungszentrum)[6]
  • Werk 2.40 Landshuter Straße 56, zwischen Landshuter Straße und BAB 92, größtes Werk, errichtet 1970–1973, mit Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei, und Fahrzeugmontage (Gleisanschluss an die Bahnstrecke Landshut–Plattling bei km 27,7)
  • Werk 2.50 Salitersheimer Straße 2, östlich von Salitersheim [7]
  • Werk 2.70 Industriestraße 5, westlich von Gaubitzhausen (Dynamikzentrum, zentrale Teile-Auslieferung, Gleisanschluss an die Bahnstrecke Landshut–Plattling bei km 25,8)[8]
  • Werk 2.71 Industriestraße 4, Rudolph Spedition und Logistik GmbH (beim Dynamikzentrum)[9]
  • Werk 2.72 Industriegebiet Lichtensee, 84183 Niederviehbach, östlich des Dorfes Rothhaus direkt südlich der Bahntrasse
  • Werk 2.80 Industriestraße 7, Loiching, nördlich von Kronwieden, Zufahrt Bahnhofsweg 3, REICHHART Kontrakt-Logistik GmbH, „Fischer-Hallen“ (Lagerhaltung)[10][11]

Nach Plänen von Mitte 2012 ist eine Erweiterung des Werks 2.4 um rund 290 bis 360 Meter, oder um eine Fläche von 25 Hektar nach Westen bis zum Moosableiter bzw. bis zur Industriestraße geplant. Eine Fertigstellung der neuen Produktions- und Logistikflächen ist für Januar 2014 geplant, damit ab Juli 2015 in der Halle Fahrzeuge produziert werden können. Die Fläche ist im Augenblick bis auf einen Werksparkplatz, der bei der Erweiterung wieder entfernt wird, noch landwirtschaftlich genutzt.[12]

Pendlerbusverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besonderheit dieses Werkes stellt der Pendlerbusverkehr dar, welcher die Beschäftigten aus weiten Teilen Niederbayerns, Teilen der Oberpfalz sowie Oberbayern nach Dingolfing bringt. Dies wurde eingeführt, um die Verkehrsbelastung der Kleinstadt Dingolfing mit ihren 18.000 Einwohnern zu mindern. Täglich bedienen bis zu 300 Busse 2.500 Haltestellen und bringen 13.000 Mitarbeiter nach Dingolfing. Hierbei legen sie pro Tag 43.000 Kilometer zurück. Die am weitesten entfernte Bushaltestelle befindet sich in Jandelsbrunn. Für die 128 Kilometer benötigt der Bus etwa eine Stunde und 40 Minuten.

Produktpalette[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im BMW Group Werk Dingolfing laufen aktuell 15 Modelle aus fünf Baureihen vom Band. Mit dem BMW 530e und dem BMW 740e werden im Werk Dingolfing zwei Modelle mit Plug-in-Hybrid Antrieb gefertigt.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung vom 23. September 2017 [1]
  2. Werk in Zahlen
  3. [2]
  4. BMW-Werk 2.20 im Straßenkatalog
  5. BMW-Werk 2.27
  6. BMW Werk Dingolfing Berufsinformationstag. (PDF-Datei; 1,3 MB)
  7. [3]
  8. Neues Dynamikzentrum der BMW (PDF-Datei; 2,8 MB) Schaukasten, Bürgermagazin der Stadt Dingolfing, 15. Jahrgang / Nr. 45 • Juli 2005, Seite 3
  9. Rudolph Logistik Gruppe: Standorte weltweit
  10. PDF bei www.bmw-werk-dingolfing.de
  11. PDF bei www.regierung.niederbayern.bayern.de
  12. Schaukasten, 22. Jahrgang/Nr. 66, Juli 2012, Seite 9: BMW investiert erneut in Dingolfing (PDF-Datei; 2,4 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: BMW – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: BMW – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: BMW – Zitate

Koordinaten: 48° 38′ 58″ N, 12° 28′ 17″ O