Bademühlen (Zeven)

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Bademühlen
Stadt Zeven
Wappen von Bademühlen
Koordinaten: 53° 17′ 42″ N, 9° 12′ 52″ O
Höhe: 23 m ü. NHN
Einwohner: 195
Postleitzahl: 27404
Vorwahl: 04281
Bademühlen (Niedersachsen)
Bademühlen

Lage von Bademühlen in Niedersachsen

Ortsschild von Bademühlen
Ortsschild von Bademühlen

Bademühlen (niederdeutsch Baadmöhlen) ist ein Ortsteil der Stadt Zeven im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mühlenteich in Bademühlen

Bademühlen ist rund vier Kilometer von westlich der Kernstadt Zeven entfernt und liegt an der Landesstraße 122.

Rhade,
Gnarrenburg
7 km, 17 km
Seedorf (bei Zeven), Selsingen,
Deinstedt, Bremervörde,
6 km, 8 km, 12 km, 13 km, 21 km
Ahlerstedt,
Harsefeld
20 km, 25 km
Breddorf
Hambergen
8 km, 25 km
Nachbargemeinden Zeven,
Groß Meckelsen
4 km, 15 km
Kirchtimke, Westertimke
6 km, 8 km
Gyhum,
Horstedt
10,5 km, 13 km
Oldendorf (Zeven),
Brüttendorf
3,5 km, 5 km

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Ortsgebiet von Bademühlen fließt ein Nebenfluss der Oste, die Bade.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe des Ortes finden sich ur- und frühgeschichtliche Spuren, wie etwa das Megalithgrab „Prinzenstein“ im Waldgebiet „Großes Holz“ in Richtung Oldendorf.[1] Laut dem Vörder Register gehörte die im – damals „to der Bade“ genannten – Ort vorhandene Mühle um das Jahr 1498 dem „Marschalken“.[2] Die vor dem Jahr 1542[3] von einem Johann von Marschalck errichtete Wassermühle Bademühlen ist mehrfach urkundlich erwähnt.[4] Das heutige Mühlengebäude wurde als Backsteinbau im Jahr 1836 gebaut und befindet sich in Privatbesitz. Eine Besichtigung ist möglich.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bademühlen gehörte bis zum Dezember 1841 – als es nach Zeven umgepfarrt wurde – zum Kirchspiel Selsingen.[5] Bis zum Jahr 1909 gehörte Bademühlen zur Gemeinde Ostereistedt. Dann kam Bademühlen im Tausch gegen den einstelligen Hof Schohöfen[6] nach Badenstedt.[7] Am 1. März 1974 wurde Badenstedt in die Stadt Zeven eingegliedert.[8] Am 30. Juni 2016 lebten in Bademühlen 203 Menschen.[9] Die Jugendherberge Bademühlen wurde im Jahr 2016 geschlossen. Der Ort liegt an einem Wanderweg der „Nordpfade“ und bietet die Reitanlage „Oak Ranch“. Außerdem befindet sich am Ortsrand das Clubhaus des MC Street Dogs.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bademühlen befindet sich die für den Ort bekannte Wassermühle Bademühlen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bademühlen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolf-Dieter Tempel: Auf ur- und frühgeschichtlichen Spuren durch den Landkreis Rotenburg. (Wegweiser zur Vor- und Frühgeschichte Niedersachsens H. 22). Isensee, Oldenburg 1999, S. 44. Siehe auch „Sage vom Prinzenstein“ in: Walter Gerken: Heimat- und Volkskundliches aus dem Dorf Badenstedt-Bademühlen. o.O. 1980, S. 6 ff.
  2. In dem von Erzbischof Johann III. Rohde von Bremen in Auftrag gegebenen Vörder Register heißt es (Fol. CLXVIII 5): „Item To der Bade ys eyn mohle de horet dem Marschalken …“ Wilhelm von Hodenberg: Bremer Geschichtsquellen. Band 2: Das Vörder Register. Celle 1856 (Digitalisat beim GDZ).
  3. Angabe laut Informationsschild am Gebäude. Ebenso Bademühlener Bürger (Hrsg.), Dorfchronik Bademühlen, Bademühlen 1989, S. 5.
  4. Bademühlener Bürger (Hrsg.): Dorfchronik Bademühlen. Bademühlen 1989, S. 5 ff.
  5. Ewald und Hermine Albers: Die Dörfer des Kirchspiels Zeven. Aus der Geschichte der Höfe und ihrer Familien. Heimatbund Bremervörde-Zeven e. V., Zeven 2002, S. 201. Siehe auch: Ewald Albers: Bademühlen – langer Weg zur Umpfarrung 1841. In: De Sood, Mitteilungen des Heimatbundes Bremervörde/Zeven, Nr. 49, Zeven, Dezember 2011, S. 48–51.
  6. Ewald und Hermine Albers: Die Dörfer des Kirchspiels Zeven. Aus der Geschichte der Höfe und ihrer Familien. Heimatbund Bremervörde-Zeven e. V., Zeven 2002, S. 276 ff.
  7. Ewald und Hermine Albers: Die Dörfer des Kirchspiels Zeven. Aus der Geschichte der Höfe und ihrer Familien. Heimatbund Bremervörde-Zeven e. V., Zeven 2002, S. 279.
  8. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.
  9. Samtgemeinde Zeven, Blockstatistik. Altersgruppenstatistik Stadt Zeven. Auswertungsgebiet Bademühlen. Stichtag 30.06.2016.