Kirchtimke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirchtimke
Kirchtimke
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchtimke hervorgehoben
Koordinaten: 53° 15′ N, 9° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Tarmstedt
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 16,15 km2
Einwohner: 974 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27412
Vorwahl: 04289
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 030
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hepstedter Str. 9
27412 Tarmstedt
Bürgermeister: Armin Springwald
Lage der Gemeinde Kirchtimke im Landkreis Rotenburg (Wümme)
Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Landkreis Cuxhaven Landkreis Diepholz Landkreis Harburg Landkreis Osterholz Landkreis Stade Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Ahausen Alfstedt Anderlingen Basdahl Rotenburg (Wümme) Bötersen Bothel (Niedersachsen) Breddorf Bremervörde Brockel Bülstedt Deinstedt Ebersdorf (Niedersachsen) Elsdorf (Niedersachsen) Farven Fintel Gnarrenburg Groß Meckelsen Gyhum Hamersen Hamersen Hassendorf Heeslingen Hellwege Helvesiek Hemsbünde Hemslingen Hepstedt Hipstedt Horstedt (Niedersachsen) Horstedt (Niedersachsen) Kalbe (Niedersachsen) Kirchtimke Kirchwalsede Klein Meckelsen Lauenbrück Sittensen Lengenbostel Oerel Ostereistedt Reeßum Rhade Rotenburg (Wümme) Sandbostel Scheeßel Seedorf (bei Zeven) Selsingen Sittensen Sittensen Sottrum Stemmen (Landkreis Rotenburg) Tarmstedt Tiste Tiste Vahlde Vahlde Vierden Visselhövede Vorwerk (Niedersachsen) Westertimke Westerwalsede Wilstedt Wohnste ZevenKarte
Über dieses Bild

Kirchtimke ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Tarmstedt im Landkreis Rotenburg (Wümme) im nordwestlichen Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchtimke liegt im Naturraum Stader Geest. Südöstlich von Kirchtimke befindet sich das Waldgebiet „Schierk“. Etwas südöstlich von Ostertimke liegt das Naturschutzgebiet „Bullensee“. Die Gemeinde wird überwiegend von landwirtschaftlichen Nutzflächen geprägt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde gehört neben der Ortschaft Kirchtimke auch der Ortsteil Ostertimke.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde erstmals 1148 urkundlich erwähnt. Die Ortschaft trug früher den Namen "Tymbeke".

Eine erste Kirche wurde vermutlich im 12. Jahrhundert erbaut, worauf der romanische Taufstein (um 1200) und das wertvolle geschnitzte frühgotische Kruzifix (um 1280) hinweisen. Bei der Kirchrenovierung 1962 fanden sich Reliquien im alten Kruzifix, in Stoff gewickelt und beschriftet mit den Namen des Heiligen Lambertus und Pankratius, dazu Sand aus dem Heiligen Land. Seitdem trägt die ev.-luth. Kirche den Beinamen des Lambert. Die St. Lambertus-Kirche wurde 1739 neu erbaut, nachdem die alte Kirche für das größer gewordene Kirchspiel zu klein geworden war. 1884 wurde dann auch der Kirchturm neu errichtet und der alte Rundsteinturm abgebrochen.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Timke ist ein alter Gewässername, er enthält „-beke“ („Bach“), heute Westertimker Beek. Timke dürfte von „Tin-“ oder „Tim-“ stammen. Da dahinter ein „-b-“ folgt, ist es wahrscheinlicher, dass von älterem „Tin-beke“ auszugehen ist. Grundlage dürfte eine germanische Sippe sein. „Tine, tina“ bedeutet „schmelzen, schlamm“. Der Ortsname bedeutet am wahrscheinlichsten „durch Wasser aufgelöster Boden, feuchtes, überflutetes Land“.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Ostertimke eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Kirchtimke hat neun Mitglieder. Sieben Ratsmitglieder gehören seit der Kommunalwahl am 10. September 2006 der Liste der Wählergemeinschaft aus Kirchtimke, zwei der Wählergemeinschaft Ostertimke an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Kirchtimke zeigt im unteren Bereich die Kirchtimker Kirche mit altem Rundturm in Gold auf blauem Grund (für Kirchtimke). Geteilt wird das Wappen durch ein schräg verlaufendes goldenes Wellenband. Im oberen Bereich zeigt das Wappen die aufgehende Sonne im Osten (für Ostertimke).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Landesstraße 133 von Lilienthal über Tarmstedt nach Zeven. Die Buslinie 630 der evb, die Bremen mit Zeven verbindet, verläuft durch das Gemeindegebiet. Die Gemeinde liegt im Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 241.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirchtimke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien