Bam Bam

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Bam Bam
Studioalbum von Seeed-Logo-ab-2012.png

Veröffent-
lichung(en)

4. Oktober 2019

Label(s) Warner Music Group

Format(e)

CD, Vinyl, Download, Stream

Genre(s)

Deutscher Hip-Hop, Reggae, Dancehall

Produktion

Seeed

Chronologie
Seeed
(2012)
Bam Bam
Singleauskopplungen
18. April 2019 Ticket
26. Juli 2019 Lass sie gehn
20. September 2019 G€LD
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1][2][3]
Bam Bam
  DE 2 11.10.2019 (…Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig/2019 Wo.)
  AT 3 18.10.2019 (…Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig/2019 Wo.)
  CH 3 13.10.2019 (6 Wo.)
Singles[1]
Ticket
  DE 63 19.04.2019 (8 Wo.)
Lass sie gehn
  DE 42 02.08.2019 (1 Wo.)
G€LD
  DE 59 27.09.2019 (7 Wo.)
Sie is geladen (feat. Nura)
  DE 88 11.10.2019 (1 Wo.)

Bam Bam ([bam bamː], Eigenschreibweise: BAM BAM[1][2][4][5]) ist das fünfte Studioalbum der Berliner Reggae/Dancehall-Gruppe Seeed. Es wurde nach der Ankündigung zwei Monate zuvor am 4. Oktober 2019 veröffentlicht. Das Album beendet eine neuerliche lange Schaffenspause von sieben Jahren (resp. fünf Jahren seit der letzten Single Cherry Oh), nachdem bereits das Vorgängeralbum Seeed nach einer siebenjährigen Pause entstand. Es ist zudem das erste Album ohne Lead-Sänger Demba Nabé, der im Mai 2018 unerwartet verstorben ist, sowie das erste komplett deutschsprachige Album (mit Ausnahme des letzten Lieds "What a Day").

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie auch mit "Seeed" (2012) entwickelte sich die Band mit "Bam Bam" weiter weg vom dominierenden Reggae/Dancehall-Stil der ersten drei Alben. Kennzeichnend ist der vergleichsweise melancholische Ton, der fast das ganze Album durchzieht, zu vernehmen etwa in "Ticket" (als Hommage an den verstorbenen Nabé) und "Komm in mein Haus", das die Willkommenskultur besingt; letzteres verwendet im Refrain denselben Text eines alten Live-Intros (u. a. am Lollapalooza 2015 in Berlin).

In je einem Lied sind Deichkind, Trettmann, Nura und Salsa 359 mit einem Featuring vertreten und verleihen dem Album einen starken Schwerpunkt auf Deutschrap; Einflüsse des Trap sind prominent vertreten. Der charakteristische Blechbläser-Sound wurde in der Tonproduktion weitgehend gedämpft; Ausnahmen bilden neben "Ticket" und "Lass sie gehn" das zuversichtliche "No More Drama", in dem sich zuletzt eine Art „optimistischer Imperativ“ durchsetzt.

Der letzte Track "What a Day" ist eine als Powerballade klassisch instrumentierte Neufassung einer Demo-Aufnahme von Nabé und bildet neben dem eröffnenden "Ticket" eine Hommage an den verstorbenen Co-Frontmann.

Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2019 ging die Band in allen deutschsprachigen Ländern auf Tour, das letzte offizielle Tourkonzert fand am 27. November in der Olympiahalle in München statt.

Zuvor fanden am 1. und 2. Oktober zwei spontan angekündigte Warm-up-Konzerte im Festsaal Kreuzberg statt. Außerdem gab es ein spontanes Konzert auf der Fridays for Future-Demonstration in Berlin am 30. November 2019.

Um den Wegfall Nabés auszugleichen, wird Seeed von zwei Backgroundsängern begleitet. Nosliw ist einer der beiden und hat bei dem Lied Waterpumpee einen Solopart, bei welchem er sein Lied Nur dabei singt, welches ebenfalls auf dem Doctor’s Darling Riddim gesungen wird. Der zweite Backgroundsänger ist Salsa 359, der auf dem Album bei Love & Courvoisier als Gastsänger und bei weiteren Songs als Co-Songwriter mitwirkte.

Anstelle von Cold Steel tritt als weiteres Showelement die Tanzgruppe 1st Cut Urban Dance Team und ihr Choreograf P-Soul beim Lied Ding auf; P-Soul wirkt zudem teilweise als dritter Backgroundsänger mit. Als Supporting Act treten unter anderem The Fedz, Doctor Krápula, Nura und Ricky Dietz auf.

Weitere Open-Air-Konzerte unter anderem auf dem Hurricane Festival (bzw. Southside Festival), der Wuhlheide und der Waldbühne sind im Sommer 2020 geplant.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

# Titel Länge
1. Ticket 3:47
2. Lass sie gehn 3:12
3. G€LD 2:42
4. Immer bei Dir (feat. Trettmann) 3:49
5. Lass das Licht an (feat. Deichkind) 3:08
6. Sie is geladen (feat. Nura) 3:38
7. Love & Courvoisier (feat. Salsa 359) 3:24
8. Komm in mein Haus 3:33
9. Psycho Piano Interlude 0:47
10. No More Drama (alles Pech verbraucht) 3:14
11. What a Day 2:33

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ticket[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Single war Ticket und wurde zusammen mit einem Musikvideo am 18. April 2019 veröffentlicht. Die Dreharbeiten fanden in Marrakesch (Marokko) statt, Regie führte Zoran Bihać. Thematisch dreht sich das ungewöhnlich melancholische Lied um Abschied und Neuanfang. Die Bandmitglieder sind selbst nicht zu sehen; am Schluss ist eine Widmung an den verstorbenen Lead-Sänger Demba Nabé angehängt.

Lass sie gehn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lass sie gehn erschien am 26. Juli 2019 als zweite Single des Albums. Regie führte wiederum Zoran Bihać. Das Lied im klassischen Roots Reggae-Stil handelt von einem Mann, der seiner soeben verlassenen Freundin nachtrauert und zum Loslassen aufgefordert wird. Das dazugehörige Musikvideo ist ein Animationsfilm, in dem die Band auf Riesenratten reiten und in Raumschiffen einen unwirtlichen Planeten verlassen (vgl. Redewendung "die Ratten verlassen das sinkende Schiff"). Damit folgt es früheren animierten Musikvideos aus dem Bandumfeld (z. B. Cherry Oh von Seeed oder Schwarz zu Blau von Peter Fox).

G€LD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

G€LD (ein Wortspiel aus Geld, Gold und dem Eurozeichen) kam am 20. September 2019 als dritte Single auf den Markt. Das Lied prangert zynisch die Bedeutung von Geld als Machtsymbol an. Damit verbundene gesellschaftliche Phänomene werden exemplarisch zitiert: Luxusimmobilien begünstigt durch das Schweizer Bankgeheimnis, die Gentrifizierung in Harlem, der Goldsteak-Shitstorm um Franck Ribéry und das Hilfswerk Brot für die Welt als vermeintliche Gewissensberuhigung. Das Musikvideo unter der Regie von Jakob Grunert wurde auf Schloss Ganz in Ganz (Kyritz) gedreht und zeigt die beiden Leadsänger als rücksichtslose, stark übergewichtige Lebemänner, die ihren unrechtmässigen Reichtum auskosten und schließlich von einem Sonderkommando verhaftet werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Charts DE
  2. a b Charts AT
  3. Charts CH
  4. BAM BAM von Seeed auf Spotify.
  5. BAM BAM von Seeed auf Apple Music.