Trap (Musikstil)

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Der Musikstil Trap (englisch für Falle) oder Trap Music ist ein Subgenre des Hip-Hop, das vor allem in den Südstaaten der USA entwickelt wurde, wo es unter anderem aus Stilrichtungen wie Down South und Crunk hervorgegangen ist. Die musikalischen Wurzeln von Trap reichen bis in die 1990er Jahre zurück.[1] In den 2010er Jahren ist eine neue, stärker durch die Electronic Dance Music (EDM) geprägte Variante populär und international bekannt geworden, die zumeist mit Trap assoziiert wird und auch als EDM Trap Music bezeichnet wird.[2]

Merkmale[Bearbeiten]

Der basslastige, durch schleppende Bassdrums und schnelle Hi-Hats geprägte Stil der EDM Trap Music ist dominiert durch den Klang des Drumcomputers Roland TR-808, die Kompositionstechnik des screwing & chopping, eine düstere, aggressive Klangatmosphäre sowie, typisch für die dunkleren Spielarten des Hip-Hop, einen starken Bezug zum urbanen Ghetto- und Drogenmilieu. Der Name „trap“ bezeichnet in der Drogenszene den Ort, an welchem Drogendeals stattfinden.[3]

Der Stil des Trap ist geprägt durch heruntergepitchte Stimmen, AdLibs (so genannte Sound-Signaturen der entsprechenden Künstler) und einen schleppenden Hip-Hop-Beat gemischt mit Elementen aus den eben genannten Musikstilen: aggressive Inhalte und ein dazu passender Sound, der durch sehr tiefe Bässe und schnell gespielte Teile gekennzeichnet ist.[4][5] Ein stilbildender Track für die EDM-Variante des Trap war der 2012 von Flosstradamus produzierte Remix von Major Lazers Original Don. Im Unterschied zum ursprünglichen Trap wurden hier zahlreiche charakteristische Klänge aus Dubstep und Electro-House bzw. „Big Room“ – darunter der für den „Big Room“ typische Drop – sowie Samples von Sirenen, Hupen, Pistolen und zerklirrenden Scheiben eingebunden.

Vertreter[Bearbeiten]

Wichtige Vertreter des EDM-Trap sind zum Beispiel Diplo, Aero Chord, Bro Safari und Yellow Claw.

Wichtige Vertreter des Hip-Hop-Trap sind Gucci Mane, Future, Migos, Young Thug, A$AP Ferg, Lil Wayne, Kaaris, Jeezy und Booba.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zur Geschichte vgl. Miami New Times: An 11-part history of trap, abgerufen am 4. September 2015.
  2. The trap phenomenon explained. DJ Mag. Abgerufen am 30. Mai 2013.. Ähnlich: What is Trap music auf Run The Trap, abgerufen am 4. September 2015.
  3. Miles Raymer: Who owns trap? im Chicago Reader, abgerufen am 4. September 2015.
  4. Quit Screwing with Trap Music: An Interview with Houston-Born Producer Lōtic VICE > Motherboard
  5. Miles Raymer: Who owns trap?. Chicago Reader. Abgerufen am 30. Mai 2013.