Barbara Hulanicki

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Barbara Hulanicki OBE (* 8. Dezember 1936 in Warschau) ist eine englische Modedesignerin.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr Vater Witold Hulanicki war ein polnischer Diplomat in Palästina und wurde am 26. Februar 1948 in Sheikh Badr bei Jerusalem von Mitgliedern der radikal-zionistischen Stern-Gang ermordet. Die Mutter zog mit den drei Töchtern von Palästina nach Brighton in Südengland. Barbara Hulanicki studierte an der Brighton School of Art und gewann im Jahr 1955 in London beim Evening Standard den Wettbewerb für Bademode. Zuerst war sie als freischaffende Grafikerin und Illustratorin für mehrere Zeitschriften wie VOGUE, Tatler und Women’s Wear Daily tätig. Danach veräußerte sie ihre Entwürfe über Zeitungsanzeigen in Modespalten u. a. im Daily Mirror.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Stephen Fitz-Simon gründete sie im Jahr 1964 das Modehaus Biba mit Prêt-à-porter-Kleidung in London-Kensington. Biba wurde besonders für die Atmosphäre der Swinging Sixties und aufwendige Dekorationen im Geist von Jugendstil und Art déco bekannt. Das Ladengeschäft wurde zu einem Londoner Treffpunkt für Schauspieler, Rockmusiker und Künstler wie Mick Jagger, The Rolling Stones, David Bowie, Marianne Faithfull und Cathy McGowan, die Moderatorin von Ready Steady Go !. Hier begann Anna Wintour ihre berufliche Karriere in der Modebranche. Im Jahr 1976 wurde Biba wegen Insolvenz geschlossen.

Danach war sie weiterhin in der Modebranche tätig, schuf die Modelabels Fiorucci und Cacharel und entwarf in den Jahren 1980–1992 eine Modeserie mit Kinderkleidung und Miniröcken für den japanischen Jugendmarkt. In den Jahren 1980–1987 war sie als Modefotografin für die Londoner Zeitung Evening Standard tätig. Sie reiste im Jahr 1987 nach Miami, Florida, und entwarf die Raumausstattung in den Hotels von Chris Blackwell auf Jamaika und den Bahamas. Sie entwarf eine neue Kollektion von Handtaschen für Frühjahr/Sommer 2009 für das italienische Modeunternehmen Coccinelle und moderne Tapetenmuster für Graham & Brown Wallpaper.[2]

Barbara Hulanicki ist Ehrendoktorin der Heriot-Watt University in Edinburgh und der University of Brighton. Für ihre Verdienste in der Modeindustrie wurde sie im Jahr 2012 zum Offizier des Order of the British Empire (OBE) ernannt.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • From-A-to Biba. London 1983.
  • Disgrace. London 1990.
  • mit Joanna Skórska (Übersetzung): Hańba. Rebis, Poznań 1994, ISBN 978-83-7120-041-0. / deutsch: J. M. Coetzee: Schande. (Disgrace).
  • Delisa Howard: In Biba. A graphic romance.London 2005.
  • Delisia Howard: Sinbiba. London 2006.
  • Steven Thomas: Welcome to Big Biba. Inside the most beautiful store in the world. Antique Collectors’ Club, Woodbridge 2006.
  • From A to Biba. The autobiography of Barbara Hulanicki. V & A, London 2007.
  • Biba and beyond. Barbara Hulanicki. London 2012.
  • Seamless from Biba. A life in Design. Bleck Spring Press, London 2012.

Verfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Beyond Biba. A Portrait of Barbara Hulanicki. Dokumentarfilm, Regie: Louis Price, DVD.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ehrendoktorin der Academic Institutions Heriot-Watt University in Edinburgh
  • Ehrendoktorin der University of Brighton
  • 1993: Preis von American Institute of Architects
  • 2011: Preis bei Global Fashion Awards[3]
  • 2012: Officer des Order of the British Empire

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elsbeth Diehl-Wobbe: Barbara Hulanicki feiert ihren 75. Geburtstag. [1], 8. Dezember 2011, archiviert vom Original am 10. Juni 2015; abgerufen am 20. November 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.textilwirtschaft.de
  2. Designer Barbara Hulanicki. In: www.grahambrown.com. Abgerufen am 20. November 2013 (englisch).
  3. Barbara Hulanicki Photostram. Zimbio, 20. Oktober 2011, abgerufen am 20. November 2013 (englisch).