Thomas J. Barrack Jr.

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Thomas J. „Tom“ Barrack Jr. (geboren 28. April 1947 in Los Angeles)[1][2] ist ein Immobilieninvestor und der Gründer und Vorstandsvorsitzender von Colony Northstar.

Barrack ist ein guter Freund und Unterstützer von US-Präsident Donald Trump, der Trump schon in den Medien repräsentierte. Er arbeitete auch als Vorsitzender des Presidential Inaugural Committee von Trump.[3][4][5][6][7]

Familie und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barracks Großeltern wanderten aus dem Libanon in die USA ein. Er schloss sein Studium an der University of Southern California (USC) im Jahr 1969 mit dem Bachelor of Arts ab. An der Universität war er Mitglied des Rugby Teams. Außerdem besuchte er die USC Gould School of Law, wo er 1972 seinen juristischen Doktor erhielt. Weiterhin war er Redakteur der Law Review.[8][9]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barracks hatte seine erste Tätigkeit bei der Rechtsanwaltskanzlei von Herbert w. Kalmbach, dem persönlichen Anwalt von Präsident Richard Nixon. Danach arbeitete er in Saudi-Arabien für die Firma Fluor Corporation, lernte Arabisch und arbeitete für saudische Prinzen. Kurz darauf half er auf Bitten des Investors Lonnie Dunn, diplomatischen Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Haiti aufzubauen, wo Jean-Claude Duvalier regierte.[4]

Barrack diente als stellvertretender Unterstaatssekretär des Innenministeriums unter James G. Watt während der Reagan Regierung.[6][10]

Später war Barrack ein Direktor der Robert-Bass-Gruppe.[5][6][10] Im Jahr 1990 gründete er Colony Capital, mit Investments von Bass und GE Capital und später von Eli Broad, Merrill Lynch und Koo Chen-fu.[4]

Er investierte etwa 200 Millionen USD in Immobilien im Nahen Osten, 534 Millionen USD in notleidende deutsche Immobilienkredite und gewährte der Fotografin Annie Leibovitz einen Kredit über 24 Millionen Dollar. Außerdem gehört ihm die Neverland-Ranch.[8] Durch Colony Capital hält Barrack ein 25 Milliarden USD schweres Portfolio an Vermögenswerten der Raffles International Hotel-Kette in Asien, Aga Khans früherem Domizil in Sardinien, der Resorts International Holdings, der One&Only Resorts, an Atlantis und anderen.[4]

Barrack ist ein Treuhänder der University of Southern California und ein Mitglied des Universitätsrates der Pepperdine University.[11] Weiterhin arbeitete er in den Vorständen von Accor, Kerner, First Republic Bank, Continental Airlines, Korea First Bank und Megaworld Properties & Holdings.[6][12] Der französische Präsident Nicolas Sarkozy zeichnete ihn mit Frankreichs höchstem Verdienstorden (Chevalier de la Légion d’honneur) aus.[10]

Mit Stand von September 2011 war Barrack auf Platz 833 der reichsten Personen der Welt gelistet und auf Platz 375 der reichsten Personen in den USA. Sein geschätztes Gesamtvermögen umfasst 1.1 Milliarden US-Dollar. Jedoch war er im Jahr 2014 bereits kein Milliardär mehr.[8]

Im Oktober 2017 investierte Barracks Colony Capital in die Filmproduktionsfirma The Weinstein Company, angeblich um die Firma im Licht der Meldungen über sexuelles Fehlverhalten von Harvey Weinstein liquide zu halten. Barrack gehörte zuvor ein Anteil an Miramax, der früheren Firma der Weinsteinbrüder.[13]

Barrack benutzte Unternehmen auf den Cayman Islands, um Geld von Pensionsfonds in Problemimmobilien zu investieren und Geld an die Mutterfirma von Colony zu senden, wie ein Organisationsplan zeigt, welcher in den Paradise Papers Dokumenten der Anwaltskanzlei Appleby auftauchte.[14]

Politische Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barrack unterstützte Donald Trump in seinem Präsidentschaftswahlkampf im Jahr 2016.[15] Er beschaffte große Geldsummen für Trumps "Rebuilding America Now" Super-PAC[16][17] und sprach während der Republican National Convention 2016.[18]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Barrack ist verheiratet und hat sechs Kinder.[3] Sie wohnen in Los Angeles, Kalifornien. Ihm gehört auch eine 1200 Morgen große Bergranch in der Nähe von Santa Barbara, Kalifornien.[4] Er ist römisch-katholisch.[19] Im Jahr 2016 reichte seine Frau die Scheidung ein.[20]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Contrarian Adding Bets in Mideast. In: nytimes.com. 5. April 2011, abgerufen am 26. April 2018.
  2. Thomas Joseph Barrack, Born 04/28/1947 in California. In: CaliforniaBirthIndex.org. Abgerufen am 14. Juni 2020 (englisch).
  3. a b Who are Trump’s friends? One is Thomas Barrack, a Californian who could shape his views on the Middle East. In: latimes.com. 9. Januar 2017, abgerufen am 26. April 2018.
  4. a b c d e I’m Tom Barrack and I’m getting out. In: fortune.com. 31. Oktober 2005, abgerufen am 26. April 2018.
  5. a b Thomas J. Barrack Jr. In: globalplayers.tv. Abgerufen am 26. April 2018.
  6. a b c d Speaker Profile Thomas J. Barrack Jr. In: abana.co. 20. November 2012, abgerufen am 26. April 2018.
  7. Monetizing the Celebrity Meltdown. In: nymag.com. 28. November 2010, abgerufen am 26. April 2018.
  8. a b c Thomas Barrack. In: forbes.com. Abgerufen am 26. April 2018.
  9. Thomas Joseph Barrack Jr. In: calbar.ca.gov. Abgerufen am 26. April 2018.
  10. a b c Thomas Barrack Jr. Executive Chairman, Colony Northstar Inc. In: labusinessjournal.com. 14. August 2017, abgerufen am 26. April 2018.
  11. Board of Trustees. (Nicht mehr online verfügbar.) In: about.usc.edu. Archiviert vom Original am 6. September 2015; abgerufen am 26. April 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/about.usc.edu
  12. Thomas J. Barrack, Jr. Biography. In: realitytvworld.com. Abgerufen am 26. April 2018.
  13. A property billionaire rescues Harvey Weinstein’s studio. In: economist.com. 19. Oktober 2017, abgerufen am 26. April 2018.
  14. Explore The Influencers: Donald Trump’s allies in the Paradise Papers. In: icij.org. Abgerufen am 26. April 2018.
  15. Donald Trump’s Three Friends in Finance. In: wsj.com. 5. März 2016, abgerufen am 26. April 2018.
  16. Where Republican donors stand on Donald Trump. In: thehill.com. 15. Mai 2016, abgerufen am 26. April 2018.
  17. Trump’s new super PAC attack dog. In: publicintegrity.org. 19. Juli 2016, abgerufen am 26. April 2018.
  18. Tim Tebow: Speaking slot at Trump convention 'a rumor'. In: seattletimes.com. 14. Juli 2016, abgerufen am 26. April 2018.
  19. Welcome New Parishioners. In: cloversites.com. 26. Februar 2012, abgerufen am 26. April 2018.
  20. Neverland Ranch Owner Property Up For Grabs ... And So Is My Wife. In: tmz.com. 23. August 2016, abgerufen am 26. April 2018.