Barry Hoban

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Barry Hoban (1966)

Peter Barry Hoban (* 5. Februar 1940 in Wakefield) ist ein ehemaliger britischer Radrennfahrer.

Radsport-Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1960 wurde Barry Hoban Britischer Meister in der Einerverfolgung und nahm in der Mannschaftsverfolgung (mit Mike Gambrill, Charles McCoy und Joseph McClean) an den Olympischen Spielen in Rom teil. Im Jahr darauf wurde er britischer Meister im Straßenrennen sowie im Einzelzeitfahren der Amateure.

1962 trat Hoban zu den Unabhängigen (Independants) über und konnte bei Amateuren und Profis starten, so auch bei der Tour de l´Avenir 1963, wo er Etappenzweiter werden konnte. Im August wechselte zu den Professionals und war als solcher bis 1981 tätig, bis auf wenige Jahre im französischen Team Mercier. In mehreren Klassikern belegte er Podiumsplätze, 1966 gewann er Rund um den Henninger Turm, 1971 den Grand Prix de Fourmies, 1974 Gent–Wevelgem (als einziger Brite bis 2015) sowie Paris–Bourges. Bei Straßen-Weltmeisterschaften war er nur einmal im Vorderfeld platziert, als er 1965 im spanischen Lasarte als 19. über den Zielstrich fuhr. 1967 kam er im niederlänschen Heerlen als 31. über den Zielstrich.[1]

Zwölfmal nahm er an der Tour de France teil, die er elfmal beendete: 1964: einmal Etappenzweiter, 1967: 62., 1968:33., 1969: 67., 1971:40., 1972: 70., 1973: 43., 1974: 37., 1975: 68., 1977: 41., 1978: 65. – damit hält er den britischen Rekord. Bis zu den Erfolgen seines Landsmannes Mark Cavendish hielt er zudem mit acht Etappensiegen den britischen Rekord; auch seine Leistung von 1969, als einziger Brite zwei Tour-Etappen hintereinander gewonnen zu haben, wurde erst 30 Jahre später, im Jahre 2009, von Cavendish eingestellt. Nachdem der britische Radrennfahrer Tom Simpson bei der Tour de France 1967 ums Leben gekommen war, wurde Hoban am nächsten Tag zugestanden, diese Etappe zu gewinnen. Eine andere Lesart der damaligen Ereignisse hatte sein Teamkollege Vincent Denson. Dieser schilderte die Situation so, das die Meinungsführer im Fahrerfeld auf Initiative von Jean Stablinski vereinbarten, dass ein Brite und zwar Vincent Denson die nachfolgende Etappe Simpson zu Ehren gewinnen sollte[2], Hoban sich daran aber nicht hielt und die Vereinbarung in Frage stellte. [3]

In den 19 Jahren seiner Profikarriere von 1963 bis 1981 gewann er insgesamt 35 Straßenrennen – in Frankreich (25), Großbritannien (5), Belgien (2), Spanien (2) und Deutschland (1). Erst in den beiden letzten Jahren seiner Radsportkarriere fuhr er in britischen Teams und beendete seine aktive Laufbahn im Alter von 41 Jahren.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 wurde Barry Hoban in die British Cycling Hall of Fame aufgenommen.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Jahre nach dem Tod von Tom Simpson heiratete Barry Hoban dessen Witwe. Er lebt heute in Wales in der Nähe einer Firma, die Rahmen mit seinem Namen fertigt. 2015 veröffentlichte er seine Autobiografie Vas-Y Barry: My Cycling Story.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Barry Hoban – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmer Boelsen: Die Geschichte der Rad-Weltmeisterschaften. Covadonga, Bielefeld, ISBN 978-3-936973-33-4, S. 221.
  2. Vin Denson interview. Abgerufen am 16. Mai 2019 (englisch).
  3. Vin Denson. Abgerufen am 16. Mai 2019.
  4. British cycling legend Barry Hoban launches autobiography. In: Cycling Weekly. 5. Mai 2015, abgerufen am 6. Dezember 2015 (englisch).