Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration

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Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
– BASFI –
Offizielles Logo der Freien und Hansestadt Hamburg
Staatliche Ebene Freie und Hansestadt Hamburg
Stellung Oberste Landesbehörde
Hauptsitz Hamburg
Behördenleitung Melanie Leonhard
Website www.hamburg.de
Die BASFI befindet sich in einem Bürogebäude über dem Shopping-Center Hamburger Meile.

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) ist eine von elf Fachbehörden des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und das für die Arbeitsmarkt-, Sozial- und Familienpolitik sowie für Integration zuständige Ministerium der Hansestadt. Die Behörde wurde 2011 im Zuge der Neubildung des Senats unter Olaf Scholz aus Teilen mehrerer Vorgängerbehörden gebildet.

Senator und Präses der Behörde ist seit 2015 Melanie Leonhard, Staatsrat ist Jan Pörksen (beide SPD).

Die Behörde hat ihren Sitz in der Hamburger Straße 47 im Stadtteil Barmbek-Süd.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Behörde geht zurück auf die 1788 gegründete Allgemeine Armenanstalt. Deren Leitung oblag dem Armen-Collegium, das aus Ratsherren, Oberalten, Armenvorstehern und Gotteskastenverwaltern der fünf Kirchspiele bestand. Zunächst nur auf das Gebiet der Alt- und Neustadt beschränkt, wurde die Arbeit der Anstalt 1799 auch auf die Vorstadt St. Georg ausgedehnt und während der französischen Besatzung vorübergehend auf die Polizeibehörde übertragen. In der Vorstadt St. Pauli sowie in den übrigen zu Hamburg gehörigen Landgemeinden bestanden zunächst eigene Armenanstalten. Erst nach der Reichsgründung 1871 wurde das Armenwesen per Gesetz vereinheitlicht. Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Armenanstalt zusammen mit anderen wohltätigen Einrichtungen im neu geschaffenen Wohlfahrtsamt (ab 1928 „Sozialbehörde“) auf.[1] Das Vermögen der einstigen Armenanstalt besteht bis heute als Stiftung Spezialfonds unter dem Dach der Behörde fort.[2]

Nach 1945 änderte sich der Ressortzuschnitt mehrfach. So gab es in den 1950er Jahren vorübergehend eine eigenständige Arbeitsbehörde, die meiste Zeit jedoch waren die Ressorts Arbeit und Soziales in einer Behörde bzw. unter einem Senator vereinigt. Zeitweise gehörte das Arbeitsressort auch zur Wirtschaftsbehörde und das Gesundheitsressort zur Sozialbehörde. In ihrem heutigen Umfang besteht die Behörde seit 2011.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Behörde gliedert sich in eine Leitungsebene und vier Fachämter, vergleichbar mit den Abteilungen in anderen Landesministerien:[3]

  • Amt für Zentrale Dienste (Z)
  • Amt für Soziales (SI)
  • Amt für Familie (FS)
  • Amt für Arbeit und Integration (AI)

Nachgeordnete Einrichtungen der Behörde sind unter anderem:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vorwort zum Findbuch 351-2 I Allgemeine Armenanstalt I im Staatsarchiv Hamburg, abgerufen am 21. Mai 2015.
  2. Klaus David: Die Stiftung Spezialfonds in Hamburg. Eine körperschaftsrechtliche Hamburgensie. In: NordÖR. Band 2016, Nr. 4, S. 140–145.
  3. Organigramm der BASFI (Memento des Originals vom 26. Mai 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburg.de, Stand: 1. Mai 2015.

Koordinaten: 53° 34′ 24″ N, 10° 1′ 54″ O