Buchberg am Kamp

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Buchberg am Kamp (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Buchberg am Kamp
Buchberg am Kamp (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Horn (HO), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Horn
Pol. Gemeinde Gars am Kamp
Koordinaten 48° 34′ 32″ N, 15° 39′ 31″ OKoordinaten: 48° 34′ 32″ N, 15° 39′ 31″ Of1
Höhe 254 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 49 (1. Jän. 2019)
Fläche d. KG 2,59 km²dep1
Postleitzahl 3571f1
Vorwahl +43/02982f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03937
Katastralgemeinde-Nummer 10006
Zählsprengel/ -bezirk Buchberg am Kamp (31106 005)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
49

BW

Schloss Buchberg

Buchberg am Kamp ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Gars am Kamp im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Kamptal zwischen Gars am Kamp und Plank am Kamp. Die Seehöhe in der Ortsmitte beträgt 254 Meter. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 2,59 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf 53 Einwohner (Stand: 2001).

Postleitzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Marktgemeinde Gars am Kamp finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Buchberg am Kamp hat die Postleitzahl 3571.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: Ortslexikon Niederösterreich[1])
18301890192319511961197119912001
1691881741611151074953

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchberg wurde erstmals um 1160 urkundlich erwähnt, als ein Ministeriale der Babenberger, Heinrich von Buochperge, ansässig war.[2] Die Buchberger sind bis ins erste Drittel des 13. Jahrhunderts nachweisbar, dann gelangte die Burg in den Besitz der Falkenberger, die sich fortan ebenfalls Buchberger nannten. 1330 kam die Hälfte der Burg in den Besitz der Habsburger, die andere Hälfte erwarben 1339 die Herren von Winkl. 1356 bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts besaß das Adelsgeschlecht Stockhorn Burg und Herrschaft. 1823 erwarb die Familie Croy das Schloss, 1965 ging es in den Besitz der Familie Bogner über.[3]

Mit der Inbetriebnahme der Kamptalbahn entwickelte sich Buchberg am Kamp zu einer kleinen Sommerfrische.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1945 konnte der Ort nicht mehr an die Tradition der Sommerfrische anschließen. Veränderte Reisegewohnheiten, aber auch der Bau der Kamptal-Stauseen, der zu einem starken Temperaturrückgang des von zahlreichen Badeanstalten gesäumten Kamps führte, entzogen dem Tourismus im Kamptal seine wichtigsten Grundlagen.[4] 1938 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde der Marktgemeinde Gars am Kamp angeschlossen,[5] 1945 wurde sie wieder selbstständig. 1971 wurde sie im Zuge der Gemeindezusammenlegungen zu einem Ortsteil der Marktgemeinde Gars am Kamp.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Buchberg
Schloss Buchberg entstand Mitte des 12. Jahrhunderts. Am Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die mehrfach ausgebaute Burg in ein Schloss umgewandelt. Die heutigen Eigentümer, der Kunsthistoriker und Museumsentwickler Dieter Bogner und seine Frau, die Ethnologin Gertraud Bogner, ließen in den Räumen und Gärten des Schlossgebäudes von internationalen Künstlern wie Dan Graham, Roland Goeschl, Dora Maurer und Heimo Zobernig permanente Kunstinstallationen einrichten, die auf Anfrage und im Rahmen von Ausstellungen zu besichtigen sind.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehr Buchberg

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchberg liegt an der Kamptalstraße (B34) und an der Kamptalbahn. Die ÖBB betreiben die Bedarfshaltestelle Buchberg/Kamp. Zwei Radwanderwege, die Kamp-Thaya-March-Radroute und der Kamptalweg, führen durch Buchberg. Seit 1995 fährt der Garser Bus, eine Initiative des Wirtschaftsvereins "Gars Innovativ", jeweils dienstags und freitags Buchberg, alle anderen Ortsteile und weitere Orte der Umgebung an, um Personen, die keinen PKW besitzen und keinen Anschluss an den ÖPNV haben, Einkäufe und Erledigungen in Gars am Kamp zu ermöglichen.[6]

Bedeutende Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Bogner: Schloß Buchberg am Kamp. Alte Bauten – neue Kunst. In: Burgen und Ruinen – Von Quadern und Mauern (= Denkmalpflege in Niederösterreich 12), Wien 1994, S. 45–47.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Historisches Ortslexikon Niederösterreich (Memento des Originals vom 5. November 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oeaw.ac.at (PDF; 1,2 MB), Teil 2, S. 40.
  2. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 86. ISBN 3-900173-01-X
  3. Eintrag zu Buchberg a.d.Kamp in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts
  4. Susanne Hawlik: Sommerfrische im Kamptal. Der Zauber einer Flusslandschaft. Wien-Köln-Weimar 1995. ISBN 978-3-205-98315-6.
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Kreis Horn. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Artikel zum Garser Bus im Magazin "Raum und Ordnung" der NÖ Landesregierung (PDF; 14 kB)