Bundesministerium für Gesundheit (Österreich)

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OsterreichÖsterreich  Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
Österreichische Behörde
Staatliche Ebene Bund
Stellung der Behörde Oberste Bundesbehörde
Gründung 2007
Hauptsitz Wien 3.,, Radetzkystraße 2
Behörden­leitung Sabine Oberhauser, Bundesministerin für Gesundheit und Frauen
Haushaltsvolumen 0,96 Mrd. EUR (2015)[1]
Website www.bmgf.gv.at
Bundesministerium für Gesundheit, Radetzkystraße 2 (Oktoneum - Bundesamtsgebäude)

Das seit Juli 2016 wieder als Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (kurz BMGF; in Kurzform: Gesundheitsministerium) bezeichnete österreichische Bundesministerium ist vor allem zuständig für das Gesundheitswesen. Von 2009 bis 30. Juni 2016 waren die Frauen- und Gleichstellungsagenden im Bildungsministerium angesiedelt, das Ministerium wurde in dieser Zeit als Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bezeichnet.

Das Bundesministerium für Gesundheit wurde 2008 aus dem Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend gebildet.

Bundesministerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der derzeit amtierenden Bundesregierung Kern ist Sabine Oberhauser (SPÖ) Bundesministerin für Gesundheit und Frauen.

Vor 2009 und seit 1. Juli 2016 sind im Gesundheitsministerium die Frauen- und Gleichstellungsagenden angesiedelt.

Kompetenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das BMG ist zuständig für:

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das BMG ist folgendermaßen gegliedert:

  • Bundesminister/in
  • Büro der Bundesministerin bzw. des Bundesministers
  • Sektion I: Zentrale Koordination; Gesundheits- und KV-Recht; Gesundheitsstrukturangelegenheiten
  • Sektion II: Verbrauchergesundheit und Gesundheitsprävention
  • Sektion III: Gesundheitswesen

Historische Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das österreichische Gesundheitsministerium wurde schon 1918, im Ersten Weltkrieg, in den letzten Monaten des kaiserlichen Österreich (Cisleithanien), als k.k. Ministerium für Volksgesundheit gegründet, das erste solche Ministerium in Europa. Aufgebaut wurde es ab August 1917 vom Mediziner Johann (Ivan) Horbaczewski.

Nach dem Krieg wurde es im März 1919 dem Bundesministerium für soziale Fürsorge eingegliedert, in dem es als Abteilung aufging. Diese wurde ab April 1919 unter Leitung von Julius Tandler noch bis 1920 als Staatsamt für Volksgesundheit weitergeführt. In der Folge war zumeist das Sozialministerium für das Gesundheitsressort zuständig.

1972 wurde wieder ein eigenes Gesundheitsministerium gegründet. Für Gesundheit und Umweltschutz wurden 1987–1990 die Gesundheitsangelegenheiten von einem Bundesminister im Bundeskanzleramt wahrgenommen, danach war es bis 1997 das Ministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz; nach wechselhaften Kompetenzkombinationen in späteren Jahren besteht seit 2008 erstmals seit 1918 wieder ein Bundesministerium ausschließlich für Gesundheitsangelegenheiten.

  Gesundheitsministerium
Vor 1972 war für die Gesundheitsangelegenheiten großteils das Bundesministerium für soziale Verwaltung zuständig; Ausnahme war das Veterinärwesen, das zum Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft gehörte.
1972 Bundesministerium für Gesundheit und Umweltschutz
1987 Gesundheitsangelegenheiten von eigenem Bundesminister im Bundeskanzleramt wahrgenommen
1991 Bundesministerium für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz
1996 Bundesministerium für Gesundheit und Konsumentenschutz
1997 Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Nahrungsmittelkontrolle und Veterinärwesen waren beim Bundeskanzleramt angesiedelt, eigene Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz im Kanzleramt.

2000 Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen
2003 Im Jahr 2003 wurden die Gesundheits- und Frauenagenden wieder aus dem Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen, das ab diesem Zeitpunkt den Namen Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz trägt, ausgegliedert, und in einem eigenen Ministerium vereint.
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen
2007 Das Ministerium gibt die Frauenangelegenheiten ab, die wieder als Bundesministerin für Frauenangelegenheiten im Bundeskanzleramt geführt werden, übernimmt aber die Familien- und Jugendangelegenheiten.
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Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
2008 Im Jahr 2008 wurden die Familien- und Jugendangelegenheiten wieder ausgegliedert und nunmehr dem Wirtschaftsministerium zugeteilt, das nun Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend hieß.
Bundesministerium für Gesundheit
2016 Mit 1. Juli 2016 wurden die zwischenzeitlich im Bildungsministerium angesiedelten Frauen- und Gleichstellungsagenden wieder in das Gesundheitsministerium übertragen.
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bundesministerium für Gesundheit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesfinanzgesetz 2015. Bundesministerium der Finanzen, S. 272, abgerufen am 14. Februar 2016 (PDF; 4,12 MB).