Rudolf Anschober

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Rudi Anschober (2014)

Rudolf Anschober (* 21. November 1960 in Wels) ist oberösterreichischer Landesrat für Umwelt, Wasserrecht, Integration und KonsumentInnenschutz in der Landesregierung Stelzer.

Er besuchte die Volksschule in Schwanenstadt und das Bundesrealgymnasium Vöcklabruck. Nach Abschluss der Pädagogischen Akademie in Salzburg war er von 1983 bis 1990 Volksschullehrer. Zwischenzeitlich absolvierte er einen Redakteurskurs im WIFI (Bildungszentrum der oberösterreichischen Wirtschaftskammer) in Linz und schrieb für regionale Grün-Medien. 1990 zog er für die Grünen in den Nationalrat ein. Im Parlament war er als Verkehrs-, Sicherheits- und Atomsprecher der Grünen tätig.

1997–2003 war Rudolf Anschober Abgeordneter zum Oberösterreichischen Landtag, seit 23. Oktober 2003 ist er Mitglied der oberösterreichischen Landesregierung (von 23. Oktober 2003 bis 22. Oktober 2015 für Umwelt, Energie, Wasser und KonsumentInnenschutz, seit 23. Oktober 2015 für Umweltschutz, Wasserrecht, Lebensmittelaufsicht und Integration). Am 20. September 2012 gab er bekannt, für voraussichtlich drei Monate wegen Burn-out im Krankenstand zu sein.[1]

Anschober ist auch als Autor tätig. Nach grün regiert und Die Klimarevolution. So retten wir die Welt (gemeinsam mit Petra Ramsauer) ist 2011 Das grüne Wirtschaftswunder: Wie die Energierevolution funktioniert und wie jeder davon profitiert erschienen.

Anschober lancierte die Initiative "Ausbildung statt Abschiebung", um als Lehrlinge arbeitende Asylwerber im Land zu halten. Ziel der entsprechenden Petition ist, es das deutsche Modell „3plus2“ umzusetzen. Dieses sieht vor, dass Lehrlinge während ihrer meist dreijährigen Ausbildung und den ersten beiden vollen Arbeitsjahren nicht abgeschoben werden. Das Asylverfahren läuft dabei weiter, das Modell bewirkt eine Duldung der Betroffenen und damit Sicherheit für die Ausbildung und die ersten beiden Arbeitsjahre. Die Initiative wird sowohl von Unternehmen als auch von Prominenten unterstützt.[2] Als "Schutzpatron der Asyl-Lehrlinge" kürte ihn die Wiener Stadtzeitung "Falter" zum Mensch des Jahres 2018.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Burn-Out: Rudi Anschober nimmt Auszeit. In: Oberösterreichische Nachrichten, vom 20. September 2012 (abgerufen am 10. März 2016).
  2. Home - Ausbildung statt Abschiebung. Abgerufen am 18. Dezember 2018 (deutsch).
  3. Der Schutzpatron der Asyl-Lehrlinge. Abgerufen am 29. Dezember 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rudolf Anschober – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien