Burg Binsförth

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Burg Binsförth
Alternativname(n): Rittergut Binsförth
Entstehungszeit: verm. 1. H. 13. Jhh.
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Reste
Ständische Stellung: Adel
Ort: Morschen- Binsförth
Geographische Lage 51° 4′ 15,2″ N, 9° 34′ 23,9″ OKoordinaten: 51° 4′ 15,2″ N, 9° 34′ 23,9″ O
Höhe: 186 m ü. NN
Burg Binsförth (Hessen)
Burg Binsförth

Die Burg Binsförth war eine heute nur noch in Resten vorhandene kleine Niederungsburg in Binsförth, einem Ortsteil der Gemeinde Morschen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Burgreste befinden sich am östlichen Ortseingang des Dorfs auf 186 m ü. NN Höhe am westlichen Auerand der Fulda, unmittelbar südöstlich der Dorfkirche auf einem Hofgut, dem so genannten Rittergut Binsförth an der Morschener Straße.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wann die Burg gebaut wurde, ist nicht bekannt. Vermutlich entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein rechteckiges, turmartiges Gebäude mit einem ummauerten Hof. Besitzer waren die Herren von Binsförth, die nach 1439 im Mannesstamm ausstarben. Bereits zuvor hatten Burg und Dorf den Besitzer gewechselt. Ab 1471 gelangten Burg und Dorf zunächst zu einem Drittel, später vollständig an das Adelsgeschlecht der Holzsadel, die bis 1526 Eigentümer blieben.[1] Danach ging der Besitz an die mit ihnen verschwägerten Herren von Baumbach. Auch die Herren von Scholley aus dem benachbarten Malsfeld hatten durch Erbschaft zeitweise Teilbesitz an Burg und Gut. Im Dreißigjährigen Krieg soll die Burg 1637 durch kaiserliche Truppen zerstört worden sein.[2]

Heutige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das wegen der Burgreste teilweise denkmalgeschützte Gut wird heute von einem ökologischen Betrieb bewirtschaftet (Eigentümer ist der Landeswohlfahrtsverband Hessen). Dort wird jährlich im Oktober ein Hoffest mit Markt veranstaltet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Knappe: Binsförth – eine kleine Burg in Nordhessen. In: Burgen und Schlösser. ISSN 0007-6201, Jg. 41, Nr. 3, 2000, S. 127–131.
  • Rolf Müller (Hrsg.): Schlösser, Burgen, alte Mauern. Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89214-017-0. S. 257.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Landau: Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer. Band 3. Bohne, Kassel, 1836, S. 127.
  2. Georg Landau: Beschreibung des Kurfürstenthums Hessen. Verlag Theodor Fischer, Kassel, 1842, S. 268.