Burg Gutenfels

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Burg Gutenfels
Burg Gutenfels

Burg Gutenfels

Alternativname(n): Burg Kaub
Entstehungszeit: 1220 bis 1230
Burgentyp: Höhenburg, Spornlage
Erhaltungszustand: Erhalten
Ort: Kaub
Geographische Lage 50° 5′ 16,1″ N, 7° 45′ 56,2″ O50.0878194444447.7656083333333200Koordinaten: 50° 5′ 16,1″ N, 7° 45′ 56,2″ O
Höhe: 200 m ü. NN
Burg Gutenfels (Rheinland-Pfalz)
Burg Gutenfels

Die Burg Gutenfels ist eine Spornburg auf einem 200 m ü. NN hohen Felssporn 110 Meter über der Stadt Kaub im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal in Rheinland-Pfalz. Sie ist ein selten gut erhaltenes Beispiel des staufischen Burgenbaus.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg Gutenfels wurde als Burg Kaub (Cube) ab 1220 vielleicht noch im Auftrag des Reiches erbaut. Bereits 1252 wurde sie durch Wilhelm von Holland erfolglos belagert. 1277 übertrugen die Herren von Falkenstein Burg und Stadt Kaub dem Pfalzgrafen zu Lehen. Bis 1289 verkauften sie ihre Besitzungen in und um Kaub mit der Burg an Pfalzgraf Ludwig.[1]

Im 14. Jahrhundert wurde die Ringmauer errichtet und die Angriffsseite mit einem Zwinger versehen. Zur gleichen Zeit wurde das Plateau der westlichen Vorburg gebaut.

Nachdem der Landgraf Wilhelm von Hessen die Burg 1504 39 Tage erfolglos belagert hatte, taufte der Kurfürst Ludwig der Friedfertige von der Pfalz sie auf den Namen Gutenfels um. Er ließ sie 1508 wiederherstellen und ausbauen (südlicher Zwinger). Es gibt Vermutungen, die die Schanze Weisel in Verbindung mit dieser Belagerung bringen.

Aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs stammt das im Westen vorgelagerte, unterkellerte Rondell. In dieser Zeit wurde die Burg mehrfach erobert.

Bis 1803 war sie Quartier einer Invalidenbesatzung. 1793 kampflos an die Franzosen übergeben, ließ sie Napoleon 1806 sprengen.

Nachdem 1833 Friedrich Gustav Habel die Burg durch Kauf vor dem Abriss gerettet hatte, wurde sie 1889-1892 nach Plänen des Architekten Gustav Walter wiederaufgebaut, wobei die ursprüngliche Bausubstanz und der Ruinencharakter weitgehend erhalten blieben.

Zum 31. Dezember 2006 ging die Burg in Privatbesitz über und wurde aufwendig renoviert. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Burganlage als Hotel genutzt.

Die lange brachgefallenen Weinbergsterrassen am Fuße der Burg werden seit 2008 wieder instand gesetzt und neu mit Reben bepflanzt. Sie sind dem Weinbaugebiet Mittelrhein zugehörig.

Anlage[Bearbeiten]

Bei der Burg handelt es sich um eine guterhaltene Frontturmburg mit 35 Meter hohem quadratischen Bergfried und einem etwa 22 mal 8 Meter großen dreigeschossigen Wohnbau. Die etwa 21,60 mal 21,10 Meter große Kernburg war durch die Vorburg, eine Zwingeranlage und eine Ringmauer geschützt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Fuhr: „Wer will des Stromes Hüter sein“? 40 Burgen und Schlösser am Mittelrhein. 1. Auflage. Schnell & Steiner, Regensburg 2002, ISBN 3795414601, S. 108–111.
  • Paul Henry Jones: Burg Gutenfels bei Kaub. In: Sagen & Mythen – Rheinland und Pfalz - Teil 2. Epubli Verlag Berlin 2013, ISBN 978-3-8442-7018-1 S. 269-280

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burg Gutenfels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Eintrag zur Burg in der wissenschaftlichen Burgendatenbank des Europäischen Burgeninstituts (EBIDAT)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anette Löffler: Die Herren und Grafen von Falkenstein (Taunus). Hessische Historische Kommission [u. a.], Darmstadt [u. a.] 1991, ISBN 3-88443-188-9.