Calafat

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Calafat
Wappen von Calafat
Calafat (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kleine Walachei
Kreis: Dolj
Koordinaten: 43° 59′ N, 22° 56′ OKoordinaten: 43° 59′ 26″ N, 22° 56′ 1″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 35 m
Fläche: 103,59 km²
Einwohner: 17.336 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km²
Postleitzahl: 205200
Telefonvorwahl: (+40) 02 51
Kfz-Kennzeichen: DJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Munizipium
Gliederung: 3 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Basarabi, Ciupercenii Vechi, Golenți
Bürgermeister: Lucian Ciobanu (PSD)
Postanschrift: Str. Tudor Vladimirescu, nr. 24
loc. Calafat, jud. Dolj, RO–205200
Website:

Calafat (Audio-Datei / Hörbeispiel Aussprache?/i) ist eine Stadt im Kreis Dolj in der historischen Region Kleine Walachei in Rumänien und liegt am Grenzfluss Donau gegenüber der bulgarischen Stadt Widin.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Calafat (rotes Viereck) – Rumänien – Nachbarorte: Craiova, Widin (Bulgarien), Drobeta Turnu Severin, Montana (Bulgarien)

Calafat liegt im Süden Rumäniens, in der historischen Region Oltenien genannt, am linken Ufer der Donau hier die Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien. An der Nationalstraße DN56 – Teil der Europastraße 79 – und der Bahnstrecke Craiova–Calafat, befindet sich die Kleinstadt etwa 90 Kilometer südwestlich von der Kreishauptstadt Craiova entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde im 14. Jahrhundert von Kolonisten aus Genua gegründet, die dort eine hohe Anzahl von Arbeitern zum Reparieren von Schiffen beschäftigten, die sich „Calfats“ (von Kalfatern) nannten. Diese Industrie gab der Stadt den Namen. Auch viele Unternehmen aus der Textilindustrie waren hier tätig. Im Jahr 1854 wurde die russische von der türkischen Armee unter Ahmet Pascha besiegt, denen hier ein Überraschungsangriff auf das Lager der Russen gelang.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1900 betrug die Einwohnerzahl 7113, im Jahr 2000 waren es 21.227. Laut einer Volkszählung lebten im Jahr 2002 dort 18.858 Einwohner. Davon waren es 18.030 Rumänen, 777 Roma, 25 Griechen, 7 Ukrainer, 5 Ungarn, 4 Italiener, 2 Deutsche, 2 Kroaten, je ein Bulgare, Tscheche, Türke und drei andere.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die orthodoxe Kirchen Sf. Mucenic Gheorghe 1856 errichtet (auf dem Areal des Krankenhauses), die Adormirea Maicii Domnului 1869[3] errichtet, die Izvorul Tămăduirii[4] und die Sfântul Nicolae[5] im 19. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[6]
  • Der Palast Marincu[7] zwischen 1904 und 1907 errichtet, dient seit 1967 als Museum; steht unter Denkmalschutz.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Calafat gab es eine Fährverbindung ins bulgarische Vidin. Seit 2015 ist diese Verbindung inaktiv, da nur noch an der neuen Brücke Zollkontrollen stattfinden können. Eine Fährverbindung für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen über die Donau nach Bulgarien ist etwa 100 Kilometer östlich von Calafat, bei Bechet in die bulgarische Stadt Orjachowo, vorhanden.[8]

In Calafat zweigt der Drum național 55A ab und führt in östliche Richtung durch die Rumänische Tiefebene (Câmpia Română) in die etwa 100 Kilometer entfernte Kleinstadt Bechet.

Ab dem 14. Juni 2013 nahm zudem die Donaubrücke 2 ihren Betrieb auf, an der seit dem Jahr 2007 gebaut wurde.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Calafat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Rumänische Website mit Infos zur Bevölkerungsstatistik
  3. Angaben zur Kirche Adormirea Maicii Domnului bei biserici.org, abgerufen am 22. Oktober 2019 (rumänisch).
  4. Angaben zur Kirche Izvorul Tămăduirii bei biserici.org, abgerufen am 22. Oktober 2019 (rumänisch).
  5. Angaben zur Kirche Sfântul Nicolae bei biserici.org, abgerufen am 22. Oktober 2019 (rumänisch).
  6. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch).
  7. Angaben zum Palast Marincu bei monumenteoltenia.ro, abgerufen am 22. Oktober 2019 (rumänisch).
  8. Angaben zur Fährverbindung Bechet–Orjachowo abgerufen am 22. Juli 2019 (englisch, rumänisch).