Caudebec-en-Caux

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Caudebec-en-Caux
Wappen von Caudebec-en-Caux
Caudebec-en-Caux (Frankreich)
Caudebec-en-Caux
Region Normandie
Département Seine-Maritime
Arrondissement Rouen
Kanton Caudebec-en-Caux
Koordinaten 49° 32′ N, 0° 44′ OKoordinaten: 49° 32′ N, 0° 44′ O
Höhe 1–116 m
Fläche 4,93 km²
Einwohner 2.231 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 453 Einw./km²
Postleitzahl 76490
INSEE-Code
Website Caudebec-en-Caux

Kirche von Caudebec-en-Caux

Caudebec-en-Caux ist ein Ort und eine französische Gemeinde mit 2.231 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Seine-Maritime in der Region Normandie.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caudebec-en-Caux ist einer der vielen Orte in der Normandie, deren Namen sich aus der altskandinavischen Sprache herleitet. Caldebec heißt so viel wie ‚kalter Bach‘ und entspricht dem englischen Caldbeck (England, Cumberland, welches im Jahr 1060 Caldebeck hieß); die altnordische Bezeichnung lautet kald bekkr. Es gibt ein zweites Caudebec im Seinetal, nicht weit von Elbeuf: Caudebec-lès-Elbeuf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Caudebec-en-Caux liegt etwa 40 km (Fahrstrecke) nordwestlich von Rouen auf dem Nordufer der Seine. Die Gezeitenwelle im Ästuar der Seine, 'Mascaret' genannt, konnte von hier einst gut beobachtet werden. Durch die Ausweitung des Industriepolders in Richtung Harfleur hat sich die Beschaffenheit des Ästuars jedoch geändert, so dass das Naturschauspiel nunmehr der Vergangenheit angehört.

Seit 1977 ist Caudebec-en-Caux mit der Pont de Brotonne verbunden, eine der drei Seine-Brücken, die von 1960 an flussabwärts von Rouen errichtet wurden, um die Anbindung zwischen dem Pays de Caux und der Autobahn A13 zu erleichtern, die vordem nur mit etlichen Fähren gewährleistet wurde.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1990 1999 2006
Einwohner 2.765 2.564 2.416 2.115 2.265 2.342 2.336

Trotz der Mechanisierung der Landwirtschaft ist die Bevölkerungszahl der Gemeinde in etwa stabil geblieben.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Industrie besteht vor allem aus Leder-Gerbereien und Getreideproduzenten. Der kleine Hafen dient zum Umschlag von Kohle, Tieren und Ackerbauprodukten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maison des Templiers

Herausragend aufgrund seiner Architektur ist die Kirche der Stadt, ein Gebäude aus dem 15. und frühen 16. Jahrhundert. Rund um ihre obere Balustraden steht in gotischer Schrift ein Teil der Magnificat. Das beeindruckende Westportal der Kirche, ihre kunstvollen Glasmalereien und die Verzierungen der Turmspitze machen sie zu einem der schönsten Bauwerke in der Diözese Rouens. Im Innern befindet sich einer der größten hängenden Gewölbesteine des späten Mittelalters.

  • Weiterhin finden sich in der Stadt:
    • das Maison des Templiers (Haus der Tempelritter) aus dem zwölften und dreizehnten Jahrhundert. Das Gebäude wurde von einem eigens dafür ins Leben gerufenem Verein erhalten und beherbergt ein kleines Museum mit Ausgrabungsgegenständen lokaler Kulturgeschichte. Zudem ist es als Wohnhaus dieser Ära eine Rarität.
    • ein ehemaliges Gefängnis aus dem 14. Jahrhundert.
    • das Hôtel du Bailli, ein Stadthaus.
    • das Hôtel de ville (Rathaus), das um 1800 gebaut wurde.
    • Uferbauten (Les Quais).
    • das Musée de la marine de Seine, das sich mit der Geschichte der Flussschifffahrt beschäftigt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der deutschen Stadt Nettetal in Nordrhein-Westfalen und dem englischen Uppingham in den East Midlands ist Caudebec-en-Caux partnerschaftlich verbunden.

Söhne- und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Caudebec-en-Caux – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Illustration von Frans Hogenberg von 1592: Parma sein volck mit guetem Rhat, Uber die Seine gsetzet hat, Damit Rouen er wol entsetz, ... (Digitalisat)