Nettetal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Nettetal
Nettetal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Nettetal hervorgehoben
Koordinaten: 51° 20′ N, 6° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Kreis: Viersen
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 83,87 km2
Einwohner: 42.093 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 502 Einwohner je km2
Postleitzahl: 41334
Vorwahlen: 02153, 02157, 02158
Kfz-Kennzeichen: VIE, KK
Gemeindeschlüssel: 05 1 66 016
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Doerkesplatz 11
41334 Nettetal
Webpräsenz: www.nettetal.de
Bürgermeister: Christian Wagner (CDU)
Lage der Stadt Nettetal im Kreis Viersen
Kreis ViersenNordrhein-WestfalenKreis KleveKreis WeselDuisburgKrefeldRhein-Kreis NeussMönchengladbachKreis HeinsbergNiederlandeNettetalTönisvorstGrefrathNiederkrüchtenBrüggenViersenWillichKempenSchwalmtalKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Nettetal liegt am Niederrhein im Westen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Viersen im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Herzen des Naturparks Maas-Schwalm-Nette in direkter Nachbarschaft zu den Niederlanden und umfasst sechs Stadtteile, die als räumlich getrennte Siedlungsflächen (Ortschaften) bestehen. (Siehe dazu den Abschnitt Stadtgliederung.)

Ihren Namen verdankt die Gemeindefusion Nettetal dem Flüsschen Nette, das auf einer Länge von 12,25 Kilometern die Stadt durchfließt. Ausgedehnte Wald- und Heideflächen mit einem großen Wanderwegenetz machen die Stadt zu einem zentralen Erholungsort im Naturpark Maas-Schwalm-Nette.

Zu Nettetal gehören zwölf Seen mit einer Fläche von rund 179 Hektar (vergleiche: Nette-Seen, Krickenbecker Seen). Im Folgenden die Namen der Seen, gegliedert nach den Flüsschen, von denen sie gespeist werden (in Klammern die ungefähre Größe in Hektar):

Von der Nette gespeist

  • Kleiner Breyeller See (5,3)
  • Großer Breyeller See (9,2)
  • Nettebruch (13,2)
  • Windmühlenbruch (6)
  • Ferkensbruch (4,5)
  • Kleiner de Wittsee (4,5)
  • Großer de Wittsee (22,5)
  • Schrolik (15,5)
  • Poelvennsee (24,5)

An der Renne

  • Hinsbecker Bruch (37,5)
  • Glabbacher Bruch (36,1)

Vom Königsbach gespeist

  • Kälberweide (5)

Die relativ seen- und waldreiche Region ist ein Naherholungsgebiet für den Ballungsraum Rhein-Ruhr; dazu tragen auch die beiden staatlich anerkannten Erholungsorte Hinsbeck und Leuth bei. Nettetal hat als Claim den Begriff „Seenstadt“.[2] Früher gab es Strandbäder am Krickenbecker See und am Poelvenn; diese sind geschlossen.[3] Die nächstgelegenen Möglichkeiten mit Badeaufsicht in einem See zu schwimmen, sind seitdem die „Blaue Lagune“ bei Herongen und der Heidweiher bei Amern.[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginnend im Norden im Uhrzeigersinn grenzen an Nettetal die Stadt Straelen und die Gemeinde Wachtendonk (Kreis Kleve), Grefrath, die Stadt Viersen, Schwalmtal und Brüggen (Kreis Viersen) sowie die Gemeinde Beesel und die Stadt Venlo in der niederländischen Provinz Limburg.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Hauptsatzung gliedert sich Nettetal in sechs „Bezirke“ genannte Ortschaften.: „Das Stadtgebiet wird in folgende Bezirke eingeteilt: Breyell, Hinsbeck, Kaldenkirchen, Leuth, Lobberich und Schaag.“[5] Die beiden ehemaligen Städte Kaldenkirchen und Lobberich sowie die drei ehemaligen Gemeinden Breyell, Hinsbeck und Leuth bildeten die fünf ursprünglichen Ortschaften. Die jüngste Ortschaft Schaag im äußersten Süden Nettetals entstand 1995 aus einem Teil Breyells. Die Abgrenzung der heute sechs Bezirke untereinander wurde vom Stadtrat zuletzt am 8. Februar 2011 im Bereich der Stadtteilgrenze Hinsbeck/Lobberich abgeändert.[6]

Ortsteil Einwohner km² E / km² Ortsvorsteher Bezirke der Stadt Nettetal
Breyell 8.395 11,75 714 Hans Hubert Glock (CDU)
Hinsbeck 4.846 18,77 258 Heinrich Ophoves (CDU)
Kaldenkirchen 10.000 15,24 656 Ingo Heymann (CDU)
Leuth 1.800 13,21 136 Heinz Robert Reiners (CDU)
Lobberich 14.154 17,64 802 Harald Post (CDU)
Schaag 3.827 6,95 550 Günter Syben (CDU)
Stadt Nettetal 43.022 83,87 513

Einwohner am 31. Dezember 2017[7]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Nettetal entstand am 1. Januar 1970 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Leuth, Breyell und Hinsbeck sowie den Städten Kaldenkirchen und Lobberich. Kleinere Teile der ehemaligen Gemeinden Amern, Boisheim, Brüggen und Grefrath sowie der Städte Dülken und Süchteln kamen hinzu.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Rat der Stadt folgendermaßen zusammen:

Fraktion Sitze
CDU 21
SPD 10
Bündnis 90/Die Grünen 4
Wir in Nettetal 4
FDP 3
AfD 2
ABN (Aktive Bürger für Nettetal)0 2
insgesamt 46

Wappen und Banner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Wappen der Ursprungsgemeinden nicht kombiniert werden konnten, wurde am 8. April 1971 ein neues Wappen eingeführt. Es stellt die Natur dar, welche die Region dominiert. Dies wird durch eine Seerose auf blauem Grund (Wasser) symbolisiert. In Blau eine silberne (weiße) Seerose mit goldenem (gelbem) Butzen, kreisförmig umgeben von fünf goldenen (gelben) Seerosenblättern. Die fünf Seerosenblätter stehen für die zur Stadt Nettetal zusammengeschlossenen Städte Kaldenkirchen und Lobberich sowie die Gemeinden Breyell, Hinsbeck und Leuth.

Das Banner der Stadt zeigt die Farbe Blau mit dem Stadtwappen ohne Schild etwas oberhalb der Mitte.[9]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nettetal unterhält offizielle Partnerschaften mit der französischen Gemeinde Caudebec-en-Caux, mit der polnischen Stadt Ełk (seit 1998) und mit dem englischen Verwaltungsbezirk Fenland. Eine „Städtefreundschaft“ pflegt Nettetal mit der sächsischen Stadt Rochlitz.[10]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangsbereich der Sequoiafarm Kaldenkirchen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner-Jaeger-Gymnasium (Lobberich)
  • Gesamtschule Nettetal (Breyell)
  • Realschule Nettetal (Kaldenkirchen)
  • Städtische Hauptschule Kaldenkirchen
  • Städtische Hauptschule Lobberich bis Sommer 2014
  • Comeniusschule (Hinsbeck)
  • Berufskolleg Rhein-Maas – Standort Lobberich
  • Katholische Grundschule Breyell
  • Gemeinschaftsgrundschule Breyell
  • Katholische Grundschule Hinsbeck
  • Gemeinschaftsgrundschule Kaldenkirchen
  • Katholische Grundschule Kaldenkirchen
  • Katholische Grundschule Leuth
  • Katholische Grundschule Lobberich
  • Gemeinschaftsgrundschule Lobberich
  • Hubertusgrundschule Schaag

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesautobahn 61 sowie der Maas-Wupper-Express mit Halt im Bahnhof Kaldenkirchen und im Bahnhof Breyell durchqueren Nettetal. Die Bundesstraßen 509 und 221 durchqueren ebenfalls das Stadtgebiet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Nettetal geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Nettetal verbunden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nettetal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 24. Februar 2018. (Hilfe dazu)
  2. Siehe z. B: die Homepage: Nettetal - die Seenstadt am Niederrhein
  3. Rheinische Post 27. Juni 2012: Seenstadt ohne Strandbad
  4. http://blaue-lagune.de/, www.heidweiher.de
  5. § 3 Absatz 1 der Hauptsatzung der Stadt Nettetal
  6. 9. Änderungssatzung zur Hauptsatzung vom 14.09.2005, abgedruckt im Amtsblatt Kreis Viersen, 67. Jahrgang Nr. 5 (PDF; 3,0 MB) vom 10. Februar 2011, Seite 86
  7. Daten & Fakten | Stadt Nettetal. Abgerufen am 30. Mai 2018.
  8. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 115.
  9. Hauptsatzung der Stadt Nettetal (PDF)
  10. Stadt Nettetal – Städtepartnerschaften
  11. http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/galgenvenn-zweitschoenster-wanderweg-deutschlands-100.html