Chinesischer Kalender

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Der chinesische Kalender war der offizielle Kalender des Kaiserreichs China. Er ist eine Kombination aus einem Lunisolarkalender und einem Sonnenkalender.[1] Heute wird er meist „Bauernkalender“ (chinesisch 農曆 / 农历, Pinyin Nónglì) genannt, eine Bezeichnung, die sich früher nur auf den Sonnenkalender bezog. Die traditionelle Bezeichnung war Huánglì (黃曆 / 黄历 ‚Kalender des Gelben Kaiser‘, später Nutzung der homophonen Bezeichnung 皇曆 / 皇历 ‚kaiserlicher Kalender‘); heute verwendete Bezeichnungen sind ebenfalls Xiàlì (夏曆 / 夏历 ‚Kalender der Xia-Dynastie‘), Yīnlì (陰曆 / 阴历 ‚Mondkalender‘) oder Jiùlì (舊曆 / 旧历 ‚Alter Kalender‘).

Der chinesische Kalender wird heute noch im gesamten chinesischsprachigen Raum für die Berechnung traditioneller chinesischer Feiertage, wie des „Frühlingsfestes“, des „Drachenbootfestes“ oder des „Mondfestes“ verwendet. Darüber hinaus dient er Anhängern der chinesischen Astrologie als Berechnungsgrundlage für die Festlegung „günstiger“ Tage, um Feste und Feiern zu begehen, bzw. der Vermeidung besonderer Aktivitäten an „ungünstigen Tagen“.

Regelwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundprinzipien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im traditionellen chinesischen Kalender gibt es parallel das Mondjahr (, nián) und das Sonnenjahr ( / , suì).

Das Mondjahr ist ein lunisolares Jahr. Es ist in Monate (, yuè ‚Mond‘) unterteilt, die jeweils einem Mondphasenzyklus entsprechen (synodischer Monat = 29,5 Tage). Ein Mondjahr mit 12 Mondmonaten ist ca. 354 Tage lang und damit kürzer als ein Sonnenjahr (Erdumlauf um die Sonne) mit ca. 365 Tagen. In einigen Jahren wird ein dreizehnter Monat (Schaltmonat) eingeschoben. Dadurch wird erreicht, dass der Beginn des Mondjahres (chinesisches Neujahr) immer in dieselbe Jahreszeit (zwischen 21. Januar und 20. Februar) fällt.

Das Sonnenjahr ist unabhängig von den Mondphasen und von der Mondjahresdefinition mit 12 oder 13 Mondumläufen. Es beginnt jeweils zur Wintersonnenwende und wird durch 24 Jahreseinteilungen in etwa gleichem Abstand gegliedert, wobei jede zweite davon ein Zhongqi (中氣 / 中气, zhōngqì ‚zentrale Jahreseinteilung‘) ist.

Mondjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der heutige Kalender gilt seit der Reform von 1645, die mit Hilfe der Jesuiten (Adam Schall von Bell) durchgeführt wurde. Er lässt sich in den folgenden fünf Regeln zusammenfassen:

  1. Bezugspunkt ist der Meridian, der der Zeitzone von Peking entspricht (heute: 120°O).
  2. Der Tag beginnt um Mitternacht.
  3. Der Neumond fällt immer auf den ersten Tag eines Monats.
  4. Die Wintersonnenwende der Nordhalbkugel fällt immer auf den 11. Monat.
  5. Wird ein Schaltmonat notwendig, so ist dies der erste Monat zwischen zwei Wintersonnenwenden, auf den kein Zhongqi fällt.

Der erste Monat des Jahres heißt Zhēngyuè (正月), die weiteren Monate werden von 2 bis 12 durchnummeriert. Der 12. Monat wird auch Làyuè (臘月 / 腊月) genannt. Ein Schaltmonat erhält dieselbe Nummer wie der vorherige Monat; wenn der Schaltmonat beispielsweise dem zweiten Monat (二月, èryuè) folgt, dann heißt er „Zusätzlicher Zweiter Monat“ (閏二月 / 闰二月, rùn’èryuè). 19 Sonnenjahre entsprechen fast genau 235 Mondumläufen (Meton-Zyklus). Daher werden in jeweils 19 Jahren insgesamt 7 Schaltmonate eingeschoben (12×12 + 7×13 = 235). Die Schaltmonate liegen vorwiegend im Sommerhalbjahr, weil aufgrund der elliptischen Umlaufbahn der Erde die Jahreseinteilungen im Winterhalbjahr schneller durchlaufen werden.

Die Monate haben 29 Tage (小月, xiǎo yuè ‚kurzer Monat‘) oder 30 Tage (大月, dà yuè ‚langer Monat‘). Die Tage werden durchnummeriert. Ein Jahr mit 12 Monaten ist meist 354, selten 353 Tage lang; ein Jahr mit Schaltmonat ist meist 384, selten 383 oder 385 Tage lang.

Die Berechnung des chinesischen Kalenders ist deswegen so kompliziert, weil sie nicht auf den Mittelwerten, sondern auf den exakten astronomischen Stellungen von Mond und Sonne fußt. Während im gregorianischen Kalender und im jüdischen Lunisolarkalender die Schaltjahre einem festen Rhythmus folgen und die Schalttage bzw. -monate sowie die Länge der einzelnen Monate festgelegt sind, ist dies im chinesischen Kalender nicht der Fall. Überdies variiert der synodische Monat zwischen 29,27 und 29,84 Tagen und ist manchmal länger als der Zeitabstand zwischen zwei Zhongqi (29,45 … 31,45 Tage). Daher kommt es in seltenen Fällen vor, dass auf einen Monat zwei Zhongqi fallen oder dass auf einen Monat kein Zhongqi fällt, er aber kein Schaltmonat ist (scheinbarer Schaltmonat).

Sonnenjahr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sonnenjahr beginnt am Tag der Wintersonnenwende und ist (wie im Gregorianischen Kalender) immer 365 oder 366 Tage lang. Die Bahn, die die Sonne innerhalb eines tropischen Jahres von 365,24 Tagen scheinbar auf der Ekliptik durchläuft, wird dabei in 24 Teile von je 15° unterteilt, beginnend mit dem Frühlingsanfang. Dies sind die 24 Stationen oder Jahreseinteilungen (節氣 / 节气, jiéqì). Jede zweite Station ist ein Zhongqi, wobei die Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen vier der zwölf Zhongqi sind. Der mittlere zeitliche Abstand zwischen zwei Zhongqi beträgt somit ein Zwölftel eines tropischen Jahres oder 30,43685 Tage und ist etwas länger als der mittlere synodische Monat von 29,53059 Tagen.

Aufgrund der elliptischen Umlaufbahn der Erde ergeben sich leicht unterschiedliche Zeitabstände zwischen zwei Jahreseinteilungen. Deshalb und wegen der Schaltjahre im Gregorianischen Kalender schwanken die Daten etwas gegenüber dem Gregorianischen Kalender.

Die 24 Stationen sind traditionell wichtig für die chinesische Landwirtschaft und werden auch heute noch in den meisten Kalendern in China und Taiwan verzeichnet[2]. Klimatisch gesehen treffen sie eher für Nordchina zu, für Südchina weniger.

Jeweils sechs Jahreseinteilungen gehören zu einer Jahreszeit. Während aber im westlichen Kalender die Jahreszeiten mit dem Tag der Sonnenwende bzw. der Tagundnachtgleiche beginnen, liegen im chinesischen Kalender diese Tage in der Mitte der jeweiligen Jahreszeit.

節氣(節) / 节气(节), Jiéqì 中氣(氣) / 中气(气), Zhōngqì
315° 立春, Lìchūn Frühlingsanfang (3.–5. Februar) 330° 雨水, Yǔshuǐ Regenwasser (18.–20. Februar)
345° 驚蟄 / 惊蟄, Jīngzhé(1) Erwachen der Insekten (5.–7. März) 春分, Chūnfēn Frühlingstagundnachtgleiche (20.–22. März)
15° 清明, Qīngmíng Helle Klarheit bzw. helles Licht (4.–6. April) 30° 穀雨 / 谷雨, Gǔyǔ Getreideregen bzw. Saatregen (19.–21. April)
45° 立夏, Lìxià Sommeranfang (5.–7. Mai) 60° 小滿 / 小满, Xiǎomǎn Kleine Fülle/Ährenbildung (20.–22. Mai)
75° 芒種, Mángzhòng Körner mit Grannen/Ährenzeit (5.–7. Juni) 90° 夏至, Xiàzhì Sommerankunft (21.–22. Juni, Sommersonnenwende)
105° 小暑, Xiǎoshǔ Kleine Hitze (6.–8. Juli) 120° 大暑, Dàshǔ Große Hitze (22.–24. Juli)
135° 立秋, Lìqiū Herbstanfang (7.–9. August) 150° 處暑 / 处暑, Chǔshǔ Ende der Hitze (22.–24. August)
165° 白露, Baílù Weißer Tau (7.–9. September) 180° 秋分, Qiūfēn Herbsttagundnachtgleiche (22.–24. September)
195° 寒露, Hánlù Kalter Tau (8.–9. Oktober) 210° 霜降, Shuāngjiàng Fallender Reif (23.–24. Oktober)
225° 立冬, Lìdōng Winteranfang (7.–8. November) 240° 小雪, Xiǎoxuě Mäßiger Schnee (22.–23. November)
255° 大雪, Dàxuě Großer Schnee (6.–8. Dezember) 270° 冬至, Dōngzhì Winterankunft (21.–23. Dezember, Wintersonnenwende)
285° 小寒, Xiǎohán Mäßige Kälte (5.–7. Januar) 300° 大寒, Dàhán Große Kälte (20.–21. Januar)

(1)Ursprünglich 啟蟄 / 启蟄, Qǐzhé genannt wurde es zur Zeit Han Jingdis aufgrund eines Namenstabus auf den heutigen Namen geändert.[3]

Das folgende Merkgedicht / bzw. -lied wird benutzt, um die 24 Stationen besser zu memorieren:

Lied Schriftzeichen Pinyin

«節氣歌»
春 雨 驚 春 清 谷天,
夏 滿 芒 夏 暑 相連,
秋 處 露 秋 寒 霜降,
冬 雪 雪 冬 小 大寒.

« Jiéqìgē »

chūn yǔ jīng chūn qīng gǔtiān,
xià mǎn máng xià shǔ xiānglián,
qiū chù lù qiū hán shuāngjiáng,
dōng xuě xuě dōng xiǎo dàhán.

Stationen 節氣 Jiéqì

,水,蟄,分,明、穀雨〖谷天〗,
,小滿,種,至、小,大暑〖相連〗,
,暑、白,分,露,霜降,
,小,大,至,寒,大寒.

chūn, yǔshuǐ, jīngzhé, chūnfēn, qīngmíng, gǔyǔ(gǔtiān),
xià, xiǎmǎn, mángzhòng, xiàzhì, xiǎoshǔ, dàshǔ(xiānglián),
qiū, chùshǔ, báilù, qiūfēn, hán, shuāngjiàng,
dōng, xiǎoxuě, xuě, dōngzhì, xiǎohán, dàhán.

Traditionelle chinesische Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten traditionellen chinesischen Feste richten sich nach dem Mondkalender. Eine wichtige Ausnahme ist das Qingming-Fest.

Kurzzeichen Langzeichen Pinyin Deutsche Bezeichnung
春节
农历新年
春節
農曆新年
Chūnjié
Nónglì Xīnnián
Chinesisches Neujahrsfest, auch: Frühlingsfest (Neujahr des Mondkalenders), fällt auf den zweiten oder (selten) dritten Neumond nach der Wintersonnenwende zwischen dem 21. Januar und 20. Februar.
元宵节
灯节
元宵節
燈節
Yuánxiāojié
Dēngjié
Laternenfest, am 15. Tag des 1. Monats.
清明节 清明節 Qīngmíngjie Qingming-Fest (Totengedenktag), richtet sich nach dem Sonnenkalender, am 4., 5. oder seltener 6. April.
端午节
重午节
重五节
端午節
重午節
重五節
Duānwǔjié
Chóngwǔjié
Chóngwǔjié
Drachenbootfest, am 5. Tag des 5. Monats.
七夕
乞巧节
女儿节
七夕
乞巧節
女兒節
Qīxī
Qǐqiǎojié
Nǚ’érjié
Fest der Liebenden (Qixi), am 7. Tag des 7. Monats.
中元节
盂兰盆会
盂兰盆节
鬼节
中元節
盂蘭盆會
盂蘭盆節
鬼節
Zhōngyuánjié[d]
Yúlánpénhuì[b]
Yúlánpénjié[b]
Guǐjié[v]
Ullambana-Fest[b] / Geisterfest[v], am 15. Tag des Geistermonats, des 7. Monats.
[b]= buddhistische, [d]=daoistische, [v]=volkstümliche Bezeichnung
中秋节 中秋節 Zhōngqiūjié Mondfest, auch: Mittherbstfest, am 15. Tag des 8. Monats.
重阳节
重九节
重陽節
重九節
Chóngyángjié
Chóngjiǔjié
Chongyang-Fest, auch: Doppelneun-Fest, am 9. Tag des 9. Monats. An diesem Tag werden Ausflüge unternommen.

Zeitrechnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regierungsdevise (Ära)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Regierungsdevise

Die Zählung der Jahre richtete sich nach der Regierung des Kaisers. Bei der Thronbesteigung proklamierte der Kaiser eine Regierungsdevise, die traditionell aus zwei Schriftzeichen bestand. Oft gab auch ein Kaiser im Laufe seiner Regierungszeit weitere Regierungsdevisen aus. Mit jeder Regierungsdevise begann eine neue Ära mit eigener Zählung der Jahre. Das Jahr 1 wurde Yuan (, Yuán ‚Ursprung‘) genannt. Die letzte Ära (民國, mínguó) wurde nach dem Ende der Kaiserzeit ausgerufen und wird heute noch in der Republik China auf Taiwan verwendet.

Der 60er-Zyklus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: 60-Jahre-Zyklus

Der 60er-Zyklus der (Mond-)Jahre, Monate und Tage setzt sich aus einem Zyklus der zehn Himmelsstämme (天干, tiāngān) und der zwölf Erdzweige (地支, dìzhī), besser bekannt als die zwölf Tierzeichen, zusammen. Es gibt 60 Kombinationen von Stamm und Zweig (干支, gānzhī), auch nach der ersten Kombination jiǎzǐ (甲子) genannt. Der 60-Jahre-Zyklus beziehungsweise der 12-Jahre-Zyklus der Tierzeichen ist für die chinesische Astrologie von Bedeutung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende der Qing-Dynastie wurde der chinesische Kalender am 1. Januar 1912, dem Datum der Gründung der Republik China, durch den gregorianischen Kalender abgelöst. Die Wirren in den Jahren nach der Republikgründung, der chinesische Bürgerkrieg und die teilweise Besetzung Chinas durch Japan verhinderten zunächst, dass sich das neue Kalendersystem, das in China Xīlì (西曆 / 西历 ‚westlicher Kalender‘) oder auch Gōnglì (公曆 / 公历 ‚allgemeiner Kalender‘) genannt wird, im ganzen Land durchsetzte. Die Regierung der Kuomintang erneuerte daher die Einführung des gregorianischen Kalenders am 1. Januar 1929, und mit der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949 galt der westliche Kalender in ganz China. In der Volksrepublik China wurde dabei auch die westliche Zeitrechnung mit der Zählung ab Christi Geburt übernommen, wohingegen in der Republik China auf Taiwan auf offiziellen Dokumenten ab Gründung der Republik im Jahr 1912 gezählt wird (siehe hierzu Minguo-Kalender).

Kulturelle Einflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostasien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der chinesische Kalender wurde über China hinaus im ostasiatischen Kulturraum übernommen. So basieren der traditionelle koreanische Kalender, der japanische Kalender und der vietnamesische Kalender auf dem chinesischen. Das koreanische Neujahrsfest Seollal und das vietnamesische Neujahrsfest Tết Nguyên Đán liegen daher normalerweise zeitgleich mit dem chinesischen. Nur in seltenen Fällen kommt es aufgrund der unterschiedlichen geographischen Länge zu Verschiebungen, zum Beispiel wenn es zum Zeitpunkt des Neumonds in Vietnam kurz vor Mitternacht ist, in China aber schon der neue Tag angebrochen ist.

Tibetischer Kalender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der traditionelle tibetische Kalender beruht auf dem 1. Kapitel des indischen Kālacakratantra und ist somit grundsätzlich indischer Herkunft. Er beruht auf dem Lunisolarjahr. Seine Berechnung setzt die Kenntnis komplizierter astronomischer Rechnungen, wie etwa der Mittelpunktsgleichungen von Sonne und Mond, und die Beherrschung von Kalkulationen auf dem Tibetischen Sandabakus voraus. Das Neujahrsfest heißt Losar und fällt in den Februar oder März, meist 4 Wochen später als in China. Was die verschiedenen in Tibet gebräuchlichen Jahreszählungen angeht, so enthalten diese einige Elemente, die chinesischer Herkunft sind.[4]

Uigurischer „Zwölf-Tiere-Kalender“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1256 wurde Iran Teil des mongolischen Imperiums, 1258 China. Der mongolische Khan Hülegü ließ in Marâgheh im Westiran ein Observatorium für den Astronom Nâsir al-Din al-Tusi erbauen, bei dem auch einige chinesische Astronomen arbeiteten.

Im Resultat erhielt man den chinesisch-uigurischen Kalender, den al-Tusi in seinem Werk Zij-e Ilkhâni[5] beschreibt. Ein Zwölf-Jahre-Zyklus, mit türkisch/mongolischen Bezeichnungen der Tiernamen (auch bekannt unter dem Namen sanawât-e turki سنوات ترکی, „Türkische Jahre“), wurde in der Chronologie, Historiografie und in der Bürokratie in allen Türkisch und Persisch sprechenden Gebieten Asiens, von der heutigen Türkei bis in das heutige Indien, vom frühen Mittelalter bis in die frühe Moderne, genutzt. Im Iran wurde dieser Kalender in landwirtschaftlichen Aufzeichnungen bis zum Verbot im Jahre 1925 verwendet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Helmer Aslaksen: The Mathematics of the Chinese Calendar. Singapore 2010, (englisch) online als Pdf-Datei, abgerufen am 28. März 2012.
  • Wilhelm Brandes: Alte Japanische Uhren. Klinhardt & Biermann, München 1984, ISBN 3-7814-0233-9, S. 6–21.
  • Friedrich Karl Ginzel Handbuch der mathematischen und Technischen Chronologie. Bd. 1: Zeitrechnung der Babylonier, Ägypter, Mohammedaner, Perser, Inder, Südostasiaten, Chinesen, Japaner und Zentralamerikaner, Leipzig 1906 [Reprint der Originalausgabe, Universität Innsbruck, o. J.] – (online in Internet Archive)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aslaksen (2010), S. 21
  2. Bernhard Peter: "Kalender und Zeitrechnung: Wann ist chinesisch Neujahr?"
  3. The Chinese observe traditional and modern festivals and holidays, based both on the lunar and solar calendars. (Memento vom 16. März 2008 im Internet Archive)
  4. Dieter Schuh: Untersuchungen zur Geschichte der tibetischen Kalenderrechnung. Wiesbaden 1973.
  5. van Dalen et al. 1997

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erdzweige – Schriftzeichen der Erdzweige und der 12 Tiere
 Commons: Himmelsstämme – Schriftzeichen der Himmelsstämme
 Commons: Jahreszeiten – Schriftzeichen der vier Jahreszeiten