Register guter Praxisbeispiele

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Das Register guter Praxisbeispiele (englisch Register of Good Safeguarding Practices) ist eine von drei internationalen Listen, die die UNESCO im Rahmen des Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes seit 2008 erstellt. Das Register enthält modellhafte Projekte zum Schutz und zur Stärkung von Immateriellem Kulturerbe auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene.

Der Zwischenstaatliche Ausschuss für die Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes entscheidet in seiner jährlichen Tagung über die Aufnahme von Projekten in das Register guter Praxisbeispiele. Aufgenommen werden Projekte, die die Ziele und Prinzipien des Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes reflektieren und effektiv umsetzen. Die Projekte sollen andere Staaten, Institutionen, Gemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen inspirieren, Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Immateriellem Kulturerbe zu ergreifen.[1]

Eintragungen in dem Register guter Praxisbeispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum Jahr 2020 fanden 25 Traditionen Aufnahme im Register.[2]

Die Jahreszahl gibt das jeweilige Aufnahmejahr an.

B[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BelgienBelgien Belgien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BolivienBolivien Bolivien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 – Programm zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes der Aymara (gemeinsam mit Chile und Peru) [3]

BulgarienBulgarien Bulgarien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 – Festival der Folklore in Kopriwschtiza [4]
  • 2017 – Die kulturellen Gemeinschaftszentren Chitalishta [5]

BrasilienBrasilien Brasilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011 – Lebendiges Museum des Fandango [6]
  • 2011 – Projektausschreibungen des Nationalen Programms für Immaterielles Kulturerbe [7]

C[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ChileChile Chile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 – Programm zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes der Aymara (gemeinsam mit Bolivien und Peru) [8]

China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012 – Ausbildung kommender Generationen von Puppenspielern in Fujian [9]

D[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DeutschlandDeutschland Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2020 – Bauhüttenwesen: Handwerkstechniken und Gepflogenheiten der Dombauhütten in Europa, Know-how, Weitergabe, Wissensentwicklung und Innovation (gemeinsam mit Frankreich, Norwegen, Österreich, Schweiz) [10][3][4]

F[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FrankreichFrankreich Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2020 – Bauhüttenwesen: Handwerkstechniken und Gepflogenheiten der Dombauhütten in Europa, Know-how, Weitergabe, Wissensentwicklung und Innovation (gemeinsam mit Deutschland, Norwegen, Österreich, Schweiz) [11][3]
  • 2020 – Die Martinique-Yole, vom Bau bis zur Segelpraxis [12]

G[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GriechenlandGriechenland Griechenland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IndonesienIndonesien Indonesien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

K[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

KolumbienKolumbien Kolumbien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019 – Sicherungsstrategie des traditionellen Handwerks für die Friedensförderung [15]

KroatienKroatien Kroatien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 – Batana-Ökomuseum, Gemeinschaftsprojekt zur Sicherung der lebendigen Kultur von Rovinj [16]

M[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MexikoMexiko Mexiko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012 – Xtaxkgakget Makgkaxtlawana: Zentrum für indigene Kunst in Veracruz und sein Beitrag zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes der Totonaken [17]

N[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NorwegenNorwegen Norwegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 – Gemeinnützige Werft- und Werkstattstiftung Oselvarverkstaden für den Bau des traditionellen Oselvar-Bootes [18]
  • 2020 – Bauhüttenwesen: Handwerkstechniken und Gepflogenheiten der Dombauhütten in Europa, Know-how, Weitergabe, Wissensentwicklung und Innovation (gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz) [19][3]

O[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

OsterreichÖsterreich Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2016 – Regionale Handwerkszentren (Werkraum Bregenzerwald, Hand.Werk.Haus Salzkammergut, Textilzentrum Haslach) für traditionelles Handwerk [20]
  • 2020 – Bauhüttenwesen: Handwerkstechniken und Gepflogenheiten der Dombauhütten in Europa, Know-how, Weitergabe, Wissensentwicklung und Innovation (gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Norwegen, Schweiz) [21][3]

P[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

PeruPeru Peru[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 – Programm zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes der Aymara (gemeinsam mit Bolivien und Chile) [22]

S[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SchwedenSchweden Schweden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2018 – Programm „Land der Legenden“ zur Förderung und Wiederbelebung der Erzählkunst in der Region Kronoberg [23]

SchweizSchweiz Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2020 – Bauhüttenwesen: Handwerkstechniken und Gepflogenheiten der Dombauhütten in Europa, Know-how, Weitergabe, Wissensentwicklung und Innovation (gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, Norwegen, Österreich) [24][3]

SpanienSpanien Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 – Pädagogisches Projekt des Zentrums für traditionelle Kultur im Schulmuseum von Pusol [25]
  • 2011 – Wiederbelebung des traditionellen Handwerks des Kalkbrennens in Morón de la Frontera [26]
  • 2013 – Methodik zur Inventarisierung von immateriellem Kulturerbe in Biosphärenreservaten am Beispiel von Montseny [27]

U[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

UngarnUngarn Ungarn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011 – Die Táncház-Methode, ein Modell zur Überlieferung von immateriellem Kulturerbe [28]
  • 2016 – Das Kodály-Konzept zur Bewahrung der traditionellen Volksmusik [29]

UsbekistanUsbekistan Usbekistan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017 – Handwerks-Entwicklungszentrum von Margilan für die Sicherung der traditionellen Technologien zur Herstellung der Stoffe Atlas (Satin) und Adras [30]

V[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VenezuelaVenezuela Venezuela[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2019 – Biokulturelles Programm zur Sicherung der Tradition der „Seligen Palme“ [31]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Immaterielles Erbe der Menschheit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website des Immatriellen Welterbes. In: Intangible Heritage Home. UNESCO, abgerufen am 20. Dezember 2020 (englisch).
  2. Browse the Lists of Intangible Cultural Heritage and the Register of good safeguarding practices, unesco.org, aufgerufen am 17. Dezember 2020.
  3. a b c d e UNESCO zeichnet Bauhüttenwesen aus, UNESCO, 17. Dezember 2020.
  4. Sabine Bengel u. a. (Hg.): Europäische Bauhütten. Immaterielles Kulturerbe der Menschheit. Klotz, Neulingen 2020. ISBN 978-3-948424-73-2