Christian Ast

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Basketballspieler
Christian Ast
Spielerinformationen
Voller Name Christian Ralph Ast
Geburtstag 20. Juli 1971
Geburtsort Stuttgart, BR Deutschland
Größe 203 cm
Position Power Forward
College Duke
American
Vereine als Aktiver
1990–1992 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Duke Blue Devils (NCAA)
1993–1995 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten American Eagles (NCAA)
1995–1996 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
1996–1999 DeutschlandDeutschland SSV ratiopharm Ulm
1999–2000 BelgienBelgien Telindus Mons-Hainaut
2000–2001 DeutschlandDeutschland SSV ratiopharm Ulm
2001–2002 DeutschlandDeutschland USC Heidelberg
2002–2003 DeutschlandDeutschland 1. FC Kaiserslautern
2003–2004 DeutschlandDeutschland KuSG Leimen

Christian Ralph Ast (* 20. Juli 1971 in Stuttgart) ist ein ehemaliger deutscher Basketballspieler. Ast ging als Jugendnationalspieler in die Vereinigten Staaten, wo er mit den Duke Blue Devils 1991 und 1992 zweimal die NCAA Division I Basketball Championship gewann. Nachdem er 1995 nach Deutschland zurückkehrte, erreichte er zunächst mit Alba Berlin 1996 die Vizemeisterschaft. Danach spielte Ast für den Erstligisten ratiopharm Ulm sowie ein Jahr in Belgien. Seine aktive Karriere beendete Ast 2004, nachdem er noch zwei Jahre in der 2. Basketball-Bundesliga gespielt hatte sowie einem einjährigen „Ausklang“ in der damals drittklassigen Regionalliga.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ast wuchs in Heidelberg auf und ging bereits als Schüler in die Vereinigten Staaten, wo er einen Abschluss an einer High School in Beltsville (Maryland) erreichte.[1] Nachdem er mit der Schulmannschaft die Staatsmeisterschaften von Maryland gewonnen hatte, bekam er ein Stipendium an der Duke University in North Carolina, deren Hochschulmannschaft Blue Devils unter Trainer Mike Krzyzewski schon damals zu den ambitioniertesten Basketballmannschaften der NCAA gehörte und besonders viele spätere NBA-Profis hervorbrachte. Während Ast mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft bei der Endrunde der Europameisterschaft 1990 sieglos blieb, konnte Ast mit seinen Mannschaftskameraden, zu denen unter anderem auch die späteren Olympiasieger und NBA All-Stars Christian Laettner und Grant Hill gehörten, sowohl 1991 als auch 1992 die prestigeträchtige NCAA Division I Basketball Championship gewinnen. Eine Titelverteidigung war vor ihnen zuletzt 1973 den UCLA Bruins unter Trainerlegende John Wooden gelungen und gelang nach ihnen erst 2007 den Florida Gators. Bei den beiden Meisterschaften wurde Ast von Trainer Krzyzewski, der als Nationaltrainer später auch Olympiasieger und in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen wurde, in der talentierten Mannschaft jedoch nur sehr dosiert eingesetzt und kam auf durchschnittlich drei Minuten Spielzeit pro Einsatz.[2] Er wechselte daraufhin 1992 die Hochschule; Aufsehen erregte mehr als zehn Jahre später, als seine Meisterschaftsringe, die er mit den Blue Devils errungen hatte, in den freien Verkauf kamen.[3]

Ast ging 1992 nach der U22-Europameisterschaft, bei der die deutsche Auswahl nach nur einem Auftaktsieg ebenfalls den letzten Platz belegte, an die American University in Washington, D.C., wo er für die Hochschulmannschaft Eagles damals in der Colonial Athletic Association (CAA) der NCAA spielte. Nachdem er zunächst wegen seines Hochschulwechsels nach den Regularien der NCAA ein Jahr von Meisterschaftsspielen aussetzen musste, wurde er in seinem Abschlussjahr 1995 nach dem Einzug in das Halbfinale des CAA-Meisterschaftsturniers immerhin in das „All-Tournament Team“ der fünf besten Spieler der Conference-Endrunde gewählt.[4] Die Eagles konnten sich jedoch nicht für ein landesweites Postseason-Turnier der NCAA qualifizieren. Unter anderem in Folge der begrenzten Erfolge der Eagles wurde der ehemalige Duke-Student nach seinem Studienende auch nicht im Entry Draft der am höchsten dotierten Profiliga NBA berücksichtigt. Stattdessen begann Ast eine professionelle Karriere in seinem Heimatland, wo er sich dem amtierenden Korać-Cup-Sieger Alba Berlin anschloss, bei dem mit Henrik Rödl ein weiterer deutscher Spieler aktiv war, der im Anschluss an Ast 1993 die NCAA-Meisterschaft gewonnen hatte. Hier verletzte er sich jedoch gleich zu Saisonbeginn und kam unter dem ehemaligen deutschen Bundestrainer und Albas Vereinstrainer Svetislav Pešić kaum zum Zuge,[5] als der Verein in der Basketball-Bundesliga 1995/96 ein letztes Mal in den 1990er Jahren Serienmeister TSV Bayer 04 Leverkusen den Vortritt in der Play-off-Finalserie ließ.

Ast wechselte daraufhin 1996 zum Ligakonkurrenten und deutschen Pokalsieger SSV ratiopharm nach Ulm. Nachdem Ulm 1997 die Titelverteidigung im Pokal sowie den Einzug in die Play-offs um die Meisterschaft verpasst hatte, wurde man 1998 im Pokal Dritter und zog in der Basketball-Bundesliga 1997/98 als Hauptrundensiebter überraschend in die Finalserie um die Meisterschaft ein, in der man sieglos gegen Alba Berlin blieb, die sich nunmehr zum Serienmeister aufschwangen. Ein Jahr später konnte Ulm an diesen Erfolg nicht mehr anknüpfen und Ast wechselte 1999 ins Ausland zum belgischen Erstligisten nach Mons im Hennegau. Nach einem fünften Platz in der belgischen Meisterschaft kehrte Ast bereits zur Basketball-Bundesliga 2000/01 nach Ulm zurück. Doch die Ulmer gerieten sportlich ins Schlingern und auch eine Rückholaktion ihres langjährigen Anführers Jarvis Walker zeigte keinen Erfolg, so dass man am Ende der Spielzeit als Tabellenletzter zunächst einmal wieder abstieg. Auch Ast stieg in die 2. Basketball-Bundesliga ab, spielte jedoch in den folgenden zwei Spielzeiten in der Gruppe Süd für die Vereine aus Heidelberg und Kaiserslautern[6] sowie im Anschluss ein Jahr beim Regionalligisten aus Leimen[7].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. John Roth: The Encyclopedia of Duke Basketball. 1. Auflage. Duke University Press, 2006, ISBN 978-0-8223-3904-5, Ast, Christian, S. 94 (amerikanisches Englisch, Books.Google.de).
  2. Christian Ast. DukeUpdate.com, abgerufen am 7. Januar 2015 (englisch, Individuelle Statistiken).
  3. Michael Moore: Duke’s 1st title ring for sale. DukeChronicle.com, 26. April 2005, abgerufen am 7. Januar 2015 (englisch).
  4. American University – Men’s Basketball Record Book 2014/15. American University, S. 7, abgerufen am 8. Januar 2015 (PDF (10,1 MB), englisch).
  5. Reinhold Schnupp: Christian Ast erlebt bei Alba ein wechselhaftes Schicksal. Berliner Zeitung, 19. April 1996, abgerufen am 7. Januar 2015 (Repro im News-Archiv).
  6. Peter Wittig: Aufbruch (1994 bis 2012) Teil 2 – Chronik des USC Heidelberg (Basketball): Saison 2001/2002. (Nicht mehr online verfügbar.) USC Heidelberg, ehemals im Original; abgerufen am 7. Januar 2015 (siehe auch Abgänge Saison 2002/2003).@1@2Vorlage:Toter Link/www.usc-hd.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Christian Ast basketball player profile. Eurobasket.com, abgerufen am 7. Januar 2015 (englisch, Spielerprofil).