Christian Heidel

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Christian Heidel (2015)

Christian Heidel (* 2. Juni 1963 in Mainz[1]) ist ein deutscher Fußballfunktionär und Sportvorstand beim FC Schalke 04.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Heidel wurde am 2. Juni 1963 in Mainz geboren. Sein Vater ist Herbert Heidel, langjähriger Bürgermeister und Baudezernent der Stadt Mainz. Heidel ist Vater eines Sohnes und zweier Töchter. Nach dem Abitur absolvierte er eine Bankausbildung und übernahm 1984 den elterlichen Betrieb in Mainz. 1989 wurde er kaufmännischer Geschäftsführer und Kommanditist eines mittelständischen Autohauses in Mainz.

Von 1992 bis 2016 gehörte Heidel dem Vorstand des 1. FSV Mainz 05 als Manager an. Damit war er zum Ende dieses Zeitraums der dienstälteste Manager eines Fußball-Bundesligisten. Heidel gilt als einer der Eckpfeiler des sportlichen Erfolgs des Vereins. Er beförderte 2001 Jürgen Klopp vom Spieler zum Trainer, mit dem die Mainzer 2004 erstmals in die Bundesliga aufstiegen. Klopp wechselte 2008 zu Borussia Dortmund. 2009 beurlaubte Heidel fünf Tage vor Beginn der Bundesligasaison Trainer Jörn Andersen und stellte den bisherigen Trainer der A-Jugend Thomas Tuchel als Cheftrainer ein. Unter Tuchel erlebten die Nullfünfer ihre bis dahin erfolgreichste Zeit in der Bundesliga. 2011 und 2014 erreichte der 1. FSV Mainz 05 über einen 5. bzw. 7. Platz in der Bundesliga die Qualifikation zur Europa League, qualifizierte sich aber beide Male nicht für die Gruppenphase. Nach dem Weggang Tuchels verpflichtete Heidel im Sommer 2014 den dänischen Trainer Kasper Hjulmand, der nach einer Phase der Erfolglosigkeit im Februar 2015 entlassen und durch den Trainer der 2. Mannschaft, Martin Schmidt ersetzt wurde.

Die Nachwuchsförderung des Vereins wurde unter Heidel forciert. Spielte die zweite Mannschaft bei Heidels Anfangszeit als Manager noch in der B-Klasse, stieg sie in der Saison 2013/14 nach dem siebten Aufstieg in die 3. Liga auf. Das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FSV Mainz 05 ist von der Deutschen Fußball Liga mit dem Höchstwert von drei Sternen zertifiziert. Die U-19-Junioren gewannen 2009 unter dem späteren Chefcoach Thomas Tuchel nach einem 2:1-Sieg im Finale gegen Borussia Dortmund die deutsche A-Junioren–Meisterschaft.

Zu Heidels Aufgaben gehörte 2002 der Ausbau des Bruchwegstadions, der langjährigen Heimspielstätte von Mainz 05, und der Neubau der Coface Arena, in der die Nullfünfer seit 2011 ihre Heimspiele austragen. Unter seiner Verantwortung steigerte der 1. FSV Mainz 05 seinen Jahresumsatz von drei Millionen (1992) auf 78 Millionen Euro (2014).[2]

Heidel übte seine Managertätigkeit bis September 2005 ehrenamtlich aus. Nachdem sein Autohaus 2005 in Insolvenz gegangen war, war er für die 05er im Hauptberuf tätig.[3] Sein Arbeitsvertrag wurde 2012 bis ins Jahr 2017 verlängert.[4] Zum Ende der Saison 2015/16 verließ er den 1. FSV Mainz 05 jedoch,[5] und wechselte zur Saison 2016/17 als Sportvorstand zum FC Schalke 04.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. mainz05.de: "...Ich bin in dieser Stadt geboren..."
  2. https://www.mainz05.de/mainz05/verein/news-verein/news-verein-detail/article/rekordumsatz-und-personelle-kontinuitaet.html
  3. Königsblaue Gerüchte um Heidel, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. Oktober 2015
  4. Vertrag bis 2017: Die nächsten fünf Jahre für Heidel, Kicker-Sportmagazin vom 12. April 2012
  5. 1. FSV Mainz 05 e.V. (Hrsg.): Heidel verlässt FSV am Saisonende. In: 1. FSV Mainz 05. 21. Februar 2016, abgerufen am 21. Februar 2016.
  6. FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V. (Hrsg.): Aufsichtsrat wird Christian Heidel zum Sportvorstand bestellen. In: FC Schalke 04. 21. Februar 2016, abgerufen am 21. Februar 2016.