Thomas Tuchel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Thomas Tuchel

Thomas Tuchel 2014

Spielerinformationen
Geburtstag 29. August 1973
Geburtsort KrumbachDeutschland
Größe 190 cm
Position Abwehrspieler
Vereine in der Jugend
0000–1988
1988–1992
TSV Krumbach
FC Augsburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1992–1994
1994–1998
Stuttgarter Kickers
SSV Ulm 1846
8 (0)
69 (3)
Nationalmannschaft
Deutschland U-18 3 (0)
Stationen als Trainer
2000–2004
2005–2006
2006
2007–2008
2008–2009
2009–2014
VfB Stuttgart Jugend
VfB Stuttgart U-19 (Co-Trainer)
FC Augsburg U-19
FC Augsburg II
1. FSV Mainz 05 U-19
1. FSV Mainz 05
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Thomas Tuchel (* 29. August 1973 in Krumbach, Landkreis Günzburg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Der Abwehrspieler war mehrere Jahre erfolgreich als Trainer im Jugendbereich tätig, bevor er im August 2009 zum Trainer der Profimannschaft des 1. FSV Mainz 05 befördert wurde.

Werdegang[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Tuchel begann unter Anleitung seines Vaters mit dem Fußballspielen beim TSV Krumbach und wechselte 1988 in die Jugend des FC Augsburg. An der Seite von Harald Gfreiter gewann er 1991 und 1992 mit dem FC Augsburg den DFB-Junioren-Vereinspokal. 1992 schloss er sich den Stuttgarter Kickers an und kam zu acht Spielen in der 2. Bundesliga. Nachdem er in der folgenden Spielzeit nicht mehr in der 1. Mannschaft zum Einsatz gekommen war, verließ er den Klub aus Degerloch in Richtung Ulm. Für den SSV Ulm 1846 lief Tuchel in den folgenden Jahren in der Regionalliga Süd auf. Nachdem er drei Jahre lang unter anderem unter Trainer Ralf Rangnick zur Stammformation in der Abwehrkette gehört hatte, musste er im Jahr des Aufstiegs in die 2. Bundesliga aufgrund einer Knorpelverletzung frühzeitig seine aktive Laufbahn beenden.

Trainer[Bearbeiten]

Nachdem Tuchel parallel zur Fußballerkarriere schon zeitweise Sportwissenschaften und Anglistik studiert hatte, diese Doppelbelastung aber nicht durchhielt, absolvierte er nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Fußball ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, das er mit dem Diplom abschloss[1] und wechselte schließlich im Jahr 2000 auf die Trainerbank. Beim VfB Stuttgart trainierte er die U-15-Mannschaft und rückte 2004 als Co-Trainer zur U-19-Mannschaft des VfB auf. Mit der Mannschaft holte er 2005 den Meistertitel der A-Junioren-Bundesliga. Anschließend kehrte er zum FC Augsburg zurück, bei dem er ebenfalls als Trainer und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums in der Jugendarbeit tätig war.

2006 absolvierte Tuchel die Ausbildung zum Fußballlehrer, die er mit einer Gesamtnote von 1,4 abschloss.[2] Zum 1. Juli 2008 wechselte er zum 1. FSV Mainz 05, um bei der A-Jugend des Klubs den als Co-Trainer zu den Profis aufgerückten Jürgen Kramny zu ersetzen.[2] Mit der Nachwuchsmannschaft gewann er 2009 den Meistertitel bei den A-Junioren.[3]

Ab dem 3. August 2009 war Tuchel Trainer der Profimannschaft von Mainz 05, die zuvor in die Fußball-Bundesliga aufgestiegen war. Sein Vorgänger Jørn Andersen war nach dem Ausscheiden in der ersten Runde des DFB-Pokals und internen Unstimmigkeiten entlassen worden.[4] In der Saison 2010/11 stellte Tuchel mit seiner Mannschaft den damaligen Bundesliga-Startrekord von sieben Siegen in Serie ein.[5] Mit den Mainzern sorgte Tuchel mit modernem Tempo- und Angriffsfußball für Furore.[6]

Unmittelbar nach dem letzten Spiel der Saison 2013/14 wurde bekannt, dass Tuchel den Verein ein Jahr vor Vertragsende verlassen wird. Sein Vertrag wurde jedoch nicht aufgelöst, was Tuchel einen Wechsel zu einem anderen Verein nur gegen Zahlung einer Ablöse möglich macht. Der Vertrag ruht vom 15. Juni 2014 bis zum 30. Juni 2015. In dieser Zeit wird Tuchel kein Gehalt erhalten.[7]

Als seinen Mentor bezeichnet Tuchel den 2009 verstorbenen Hermann Badstuber, Vater des Bayern-Verteidigers Holger Badstuber.[1]

Ehrungen – Auszeichnungen - Engagement[Bearbeiten]

Im Jahre 2011 wurde Tuchel der mit 10.000 Euro dotierte Trainerpreis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verliehen. Der Preis würdigt herausragende Leistungen eines Trainers im Spielbetrieb und in der Nachwuchsarbeit. Er kann ebenso für ein besonderes gesellschaftliches Engagement im Rahmen der Trainertätigkeit verliehen werden.[8]

Tuchel unterstützt als Botschafter die Initiative Respekt! Kein Platz für Rassismus.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b spox.com: Thomas Tuchel im Interview – „Sein Tod ist ein furchtbarer Verlust“ (abgerufen am 21. September 2009)
  2. a b kigges.de: „Thomas Tuchel trainiert die A-Junioren in der Bundesliga“ (abgerufen am 3. August 2009)
  3. fr-online.de: „Die zuckersüße Zukunft von Mainz 05“ (abgerufen am 3. August 2009)
  4. sport1.de: „Tuchel ersetzt Andersen!“ (abgerufen am 3. August 2009)
  5. welt.de: „Startrekord – Magische Mainzer schreiben Geschichte“
  6. Tuchel vor dem Absprung
  7. Vertrag ruht - Einigung zwischen Mainz 05 und Thomas Tuchel mainz05.de, abgerufen am 21. Mai 2014
  8. Saarbrücker Zeitung (Sport) v. 18. März 2011, S. D1 (abgerufen am 18. März 2011)
  9. http://www.respekt.tv/die-interviews/thomas-tuchel.html

Weblinks[Bearbeiten]