Christophe Castaner

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Christophe Castaner (2012)

Christophe Castaner (* 3. Januar 1966 in Ollioules) ist ein französischer Politiker (LREM). Seit 16. Oktober 2018 ist er Innenminister von Frankreich im Kabinett Philippe II.[1]

Er ist seit 2012 Abgeordneter der Nationalversammlung. Im November 2017 übernahm er den Parteivorsitz von La République en Marche.

Persönliche Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christophe Castaner, geboren als Sohn eines Offiziers und einer Hausfrau, ist das jüngste von drei Kindern.

Er ist mit einer Bankkauffrau verheiratet und Vater von zwei Töchtern.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 18 Jahren verließ er das Elternhaus und blieb zwei Jahre in Marseille, wo er durch Pokerspiel Geld verdiente. Er befreundete sich mit Christian Oraison, einem Bandenführer aus der Alpes-de-Haute-Provence, der 2008 erschossen wurde. Er sagte zu diesem Thema: „Er war mein großer Bruder, mein Beschützer. Er nannte mich den Studenten.“

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 20 Jahren kehrte er zur Schule zurück und absolvierte 1986 das Abitur als freier Kandidat, jedoch in der Aufholphase (September).

Castaner studierte in Aix-en-Provence Jura und erlangte ein DESS in internationalem Wirtschaftsrecht. Daneben schloss er Studiengänge in Kriminologie und Politikwissenschaften ab.

Er stand den Ideen von Michel Rocard nahe und wurde aufgrund dessen 1986 Mitglied des Parti socialiste. Nach seinem Studium war er für die Bank BNP Paribas tätig. Von 1997 bis 2002 arbeitete Castaner in verschiedenen Ministerien der Regierung von Lionel Jospin.

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parti socialiste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Wahl zum Bürgermeister von Forcalquier erlangte er 2001 sein erstes politisches Mandat. 2004 folgte die Wahl in den Regionalrat der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, dessen Vizepräsident er im selben Jahr wurde. Bei den Parlamentswahlen 2007 trat er im zweiten Wahlkreis des Départements Alpes-de-Haute-Provence an, scheiterte aber im zweiten Wahlgang mit gut 46 Prozent der Stimmen. Seine zweite Kandidatur bei den Wahlen 2012 war hingegen erfolgreich und er zog in die Nationalversammlung ein. Nach seiner Wahl zum Abgeordneten erklärte er seinen Rückzug aus dem Regionalrat.[2][3]

Bei den Regionalwahlen im Dezember 2015 war er Spitzenkandidat des Parti socialiste für die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA), seine Liste erhielt aber nur 16,6 % der Stimmen. Castaner entschied sich daraufhin, im 2. Wahlgang nicht anzutreten und stattdessen den Konservativen Christian Estrosi zu unterstützen, um einen Wahlsieg des Front National zu verhindern. Estrosis Liste gewann die Wahl mit 54,8 % der Stimmen.

En Marche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Castaner gehörte zu den ersten Unterstützern des ehemaligen Wirtschaftsministers Emmanuel Macron im Hinblick auf seine Präsidentschaftskandidatur und war dessen Pressesprecher im Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl. Am 17. Mai 2017 ernannte der neu gewählte Präsident Macron ihn zum Regierungssprecher und Staatssekretär für die Beziehungen zum Parlament im neuen Kabinett Philippe. Am 18. November 2017 wurde Castaner in Lyon zum neuen Vorsitzenden seiner Partei gewählt, er hatte keinen Gegenkandidaten.[4] Am 16. Oktober 2018 wurde er zum französischen Innenminister im Kabinett Philippe II ernannt.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christophe Castaner – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Castaner wird neuer Innenminister Frankreichs. In: news.ORF.at. 16. Oktober 2018 (orf.at [abgerufen am 16. Oktober 2018]).
  2. M. Christophe Castaner Assemblée Nationale, assemblee-nationale.fr
  3. Christophe Castaner, politiquemania.com
  4. Stefan Brändle: Macron zimmert sich eine Partei: Castaner leitet „La République en Marche“. Der Standard, 18. November 2017, abgerufen am selben Tag.
  5. Frenkreich: Christophe Castaner wird Macrons neuer Innenminister - Zeit Online vom 16. Oktober 2018, abgerufen am 16. Oktober 2018