Christophe Dugarry

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Christophe Dugarry
Christophe Dugarry (cropped).jpg
Christophe Dugarry im Jahre 2006
Personalia
Name Christophe Dugarry
Geburtstag 24. März 1972
Geburtsort LormontFrankreich
Größe 189 cm
Position Mittelfeldspieler, Stürmer
Junioren
Jahre Station
US Lormont
Girondins Bordeaux
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1988–1996 Girondins Bordeaux 187 (34)
1990–1991 Girondins Bordeaux B 2 0(1)
1996–1997 AC Mailand 21 0(5)
1997–1998 FC Barcelona 7 0(0)
1998–2000 Olympique Marseille 52 0(8)
2000–2003 Girondins Bordeaux 65 0(9)
2003–2004 Birmingham City 30 0(6)
2004–2005 Qatar Sports Club 0 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1994–2002 Frankreich 55 0(8)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Christophe Dugarry (* 24. März 1972 in Lormont) ist ein ehemaliger französischer Fußballspieler.

In seiner Karriere war er in den Profiligen Frankreichs, Spaniens, Italiens und Englands aktiv. Zudem war er französischer Nationalspieler und wurde mit der Auswahl Welt- und Europameister.

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dugarrys Profikarriere begann beim französischen Erstligisten Girondins Bordeaux, wo er u. a. zusammen mit seinen späteren Nationalmannschaftskollegen Zinédine Zidane und Bixente Lizarazu den Verein von der zweiten Liga bis in das Finale des UEFA-Pokals führte. In den Finalspielen musste sich Bordeaux jedoch dem FC Bayern München mit 1:2 und 1:3 geschlagen geben.

In der folgenden Saison wechselte Dugarry ebenso wie Zidane nach Italien, jedoch nicht wie sein guter Freund zu Juventus Turin, sondern zum lombardischen Verein AC Mailand. Ein Jahr später aber verließ er den Verein, diesmal zum spanischen Top-Verein FC Barcelona. Dort hielt es Dugarry allerdings nur wenige Monate und er kehrte zurück in seine Heimat.

Zurück in Frankreich spielte er zunächst für Olympique Marseille und später erneut für Girondins Bordeaux. Nach einem Spiel gegen Olympique Lyon am 30. April 1999 wurde er positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet, aber wegen eines Formfehlers freigesprochen.[1][2] Mit Olympique Marseille erreichte er 1999 erneut das UEFA-Pokalfinale gegen den AC Parma, welches die Italiener für sich entschieden. Daraufhin heuerte er beim damaligen französischen Meister Bordeaux an, mit denen er 2002 immerhin noch den französischen Ligapokal gewinnen konnte.

Anfang 2003 versuchte es Dugarry noch einmal im Ausland. Diesmal beim englischen Erstligisten Birmingham City. Doch auch hier war sein Engagement vergleichsweise kurz und nach einem Jahr wechselte er nach Katar zu dem Verein Qatar Sports Club. Er machte dort kein Spiel und beendete seine Karriere 2005.

Nationalmannschaftskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hat Dugarry auf Vereinsebene nur wenige Erfolge vorzuweisen, so hat er als Nationalspieler alle Pokale gewonnen, die es zu gewinnen gibt. So nahm er an jeweils zwei Welt- und Europameisterschaften teil und konnte jeweils einmal den Titel gewinnen. Außerdem errang er mit der französischen Nationalelf 2001 den Confederations-Cup. Insgesamt trug er 55 mal das Trikot der "Équipe Tricolore" und konnte acht Tore erzielen.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • UEFA-Pokal-Finale: 1996 mit Girondins Bordeaux und 1999 mit Olympique Marseille
  • 1× französischer Ligapokalsieger: 2002 mit Girondins Bordeaux
  • WM-Teilnehmer: 1998 (3 Einsätze, 1 Tor) und 2002 (3 Einsätze, kein Tor)
  • 1× Weltmeister: 1998
  • EM-Teilnehmer: 1996 (4 Einsätze, 1 Tor) und 2000 (4 Einsätze, 1 Tor)
  • 1× Europameister: 2000
  • 1× Gewinner im Confed-Cup: 2001 (1 Einsatz)

Medienkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Zeit als Fußballprofi war Dugarry von 2006 bis 2016 als Experte und Kommentator beim Bezahlsender Canal + tätig.[3] Seit 2016 ist er Experte beim Sender SFR Sport[4] sowie Namensgeber und Moderator der Radiosendung „Team Duga“ beim Sender RMC.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frankreich: Weltmeister Dugarry unter Dopingverdacht, Spiegel Online, 29. Juni 1999
  2. Barbara Klimke: Voll gepumpt am Ball, Berliner Zeitung, 6. April 2001
  3. À son tour, Christophe Dugarry quitte Canal +. In: Le Huffington Post. 7. Juni 2016 (huffingtonpost.fr [abgerufen am 23. Oktober 2017]).
  4. lefigaro.fr: Christophe Dugarry rejoint SFR Sport et RMC. In: TVMag. 25. Juni 2016 (lefigaro.fr [abgerufen am 23. Oktober 2017]).
  5. Mustapha Kessous: Christophe Dugarry, hors cadre. In: Le Monde.fr. 27. August 2016, ISSN 1950-6244 (lemonde.fr [abgerufen am 23. Oktober 2017]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]