Juventus Turin

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Juventus Turin
Vereinwappen von Juventus Turin
Voller Name Juventus Football Club S.p.A.
Ort Turin, Italien
Gegründet 1. November 1897
Vereinsfarben weiß, schwarz
Stadion Juventus Stadium
Plätze 41.475
Eigentümer Exor S.p.A.
Präsident Andrea Agnelli
Trainer Massimiliano Allegri
Homepage www.juventus.com
Liga Serie A
2015/16 1. Platz
Heim
Auswärts

Juventus Turin (offiziell: Juventus Football Club S.p.A., kurz Juventus F.C. oder Juve) ist ein 1897 gegründeter italienischer Fußballverein aus der piemontesischen Hauptstadt Turin.

Der Klub zählt zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Welt und ist mit offiziell 32 gewonnenen Scudetti Rekordmeister Italiens.

Heimspielstätte des Vereins ist seit 2011 das neu erbaute Juventus Stadium.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge (1897–1923)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juventus F.C. (1898)
Die Meistermannschaft des Juventus F.C. im Jahr 1905

Juventus Turin wurde 1897 von 13 Studenten des Turiner Massimo-d’Azeglio-Gymnasiums, als Augusta Tourinorum gegründet. Die Gründer des Vereins waren namentlich die Brüder Enrico und Eugenio Canfari, Gioacchino und Alfredo Armano, Francesco Daprà, Domenico Donna, Carlo Ferrero, Luigi Forlano, Luigi Gibezzi, Umberto Malvano, Enrico Piero Molinatti, Umberto Savoia und Vittorio Varetti. Eugenio Canfari fungierte als erster Präsident. 1898 folgte die Umbenennung in Juventus Football Club (Juventus lateinischen für „Jugend“).

Seit 1900 spielt Juventus in der italienischen Meisterschaft, die 1905 mit einem unerwarteten Erfolg über den damaligen Serienmeister CFC Genua erstmals gewonnen wurde. In den folgenden Jahren konnte Juventus Turin jedoch nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen.

Beginn des Engagements mit Edoardo Agnelli (1923–1970)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sivori, Charles und Boniperti (1951)

Die Wende kam im Jahre 1923, als am 24. Juli Edoardo Agnelli, Vater des berühmten Giovanni Agnelli, eine Partnerschaft mit dem Verein einging und als Sponsor fungierte. Seither ist die Geschichte des Vereins untrennbar mit der Agnelli-Familie verbunden. Noch im selben Jahr wechselte Virginio Rosetta für damals 50.000 Italienische Lire von der US Pro Vercelli zu Juventus Turin – der erste dokumentierte professionelle Spielertransfer. Dies stellte zugleich den Beginn des (italienischen) Profifußballs dar. Die Mannschaft wurde schon bald weiter verstärkt und feierte 1926 den zweiten Meistertitel. Schnell avancierte Juventus zum Seriensieger. Zwischen 1931 und 1935 folgten fünf Titel in Folge, diese Zeit ging als Quinquennio d’Oro in die Klubgeschichte ein. 1933 spielte Juventus erstmals im Stadio Comunale.

Schwere Rückschläge folgten jedoch bald. 1935 kam Edoardo Agnelli bei einem Flugzeugabsturz ums Leben und der Zweite Weltkrieg zog wenige Jahre später seine Verwüstungsspuren durch Europa. Sportlich war jener Zeit der Lokalrivale AC Turin die dominierende Mannschaft der Stadt. 1947 übernahm Giovanni Agnelli die Präsidentschaft im Verein. Seine Arbeit wird weniger mit den zwei folgenden Meistertiteln, als vielmehr mit der Verpflichtung des Stürmers Giampiero Boniperti in Verbindung gebracht.

Giovanni Agnelli zog sich schon bald als kommissarischer Klubpräsident zurück und überließ seinem Bruder Umberto den Posten. Unter dessen Führung folgte der zehnte Titel und damit der erste Meisterstern.

Boniperti und Umberto Agnelli (1960)

Am 1. Oktober 1958 musste der Verein eine der höchsten Niederlagen in der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister hinnehmen. Gegen den österreichischen Verein Wiener Sport-Club schied Juventus als Favorit trotz eines 3:1-Heimsieges mit einer 0:7-Auswärtsniederlage aus.

In der Saison 1960/61 kam es zu einer umstrittenen Meisterschaft: Am 16. April 1961 fand im Stadio Comunale ein Derby d'Italia gegen Inter statt, das die Meisterschaft entscheiden sollte. Nach einem Pfostenschuss der Mailänder kam es unter den Zuschauern des überfüllten Stadions zu Unruhen, die den Schiedsrichter dazu veranlassten, das Spiel abzubrechen. Der Sieg wurde Inter zugesprochen und die Mailänder übernahmen die Tabellenführung. Nach einem Einspruch von Juventus entschied der Verband jedoch am 3. Juni 1961, einen Spieltag vor Ende der Meisterschaft, ein Wiederholungsspiel anzusetzen. Besondere Brisanz hatte die Entscheidung deshalb, da Umberto Agnelli nicht nur Präsident von Juventus, sondern damals auch des Italienischen Fußballverbandes war. Die Vereinsführung von Inter war über die Vorgänge so wütend, dass sie beschloss, die Jugendmannschaft bei dem Spiel antreten zu lassen. Juventus gewann mit 9:1 und damit auch den Titel. Omar Sívori, im selben Jahr zu Europas Fußballer des Jahres gekürt, erzielte in diesem Spiel sechs Treffer.[1]

Die Ära Boniperti (1971–1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saisondaten 1970–1990
Saison Platz Tore Punkte
1970/71 4 41:30 35:25
1971/72 1 48:24 43:17
1972/73 1 45:22 45:15
1973/74 2 50:25 41:19
1974/75 1 49:19 43:17
1975/76 2 46:26 43:17
1976/77 1 (UP) 50:20 51:09
1977/78 1 46:17 44:16
1978/79 3 (P) 40:23 37:23
1779/80 2 42:25 38:22
1980/81 1 46:15 44:16
1981/82 1 48:14 46:14
1982/83 2 (P) 49:26 39:21
1983/84 1 (PP) 57:29 43:17
1984/85 5 (PL) 48:33 36:24
1985/86 1 43:17 45:15
1986/87 2 42:27 39:21
1987/88 6 35:30 31:29
1988/89* 4 51:36 43:25
1989/90 4 (P, UP) 56:36 44:24
Grün unterlegt: Gewinn der Meisterschaft
* Aufstockung der Serie A von 16 auf 18 Vereine

1971 stieg Giampiero Boniperti als bislang aktiver Spieler des Klubs sofort zum Präsidenten auf. In die Präsidentschaft Bonipertis fielen dann auch die ersten internationalen Erfolge: UEFA-Pokal (1977), Pokal der Pokalsieger (1984) und Pokal der Landesmeister (1985). Damit stieg Juventus Turin endgültig in die Riege der europäischen Großvereine auf. Boniperti verpflichtete eine ganze Reihe erfolgreicher Trainer und Spieler, darunter etwa Trainer Giovanni Trapattoni sowie einige der bedeutendsten Spieler der damaligen Zeit: Michel Platini, Dino Zoff, Paolo Rossi, Roberto Bettega, Gaetano Scirea und Fabio Capello. Letzterer kehrte 2004 als Trainer zu Juventus zurück.

Im Jahr des großen Erfolges 1985 kam es im Endspiel allerdings zu einer Tragödie.

Die Tragödie von Heysel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Endspiel um den Pokal der Landesmeister erwartete Juventus am 29. Mai 1985 als Gegner den englischen Meister FC Liverpool. Im Heysel-Stadion in Brüssel sahen sich italienische und englische Fans bereits vor Spielbeginn mit gegenseitigen Provokationen konfrontiert. Eine größere Anzahl englischer Hooligans stürmte schließlich etwa eine Stunde vor Spielbeginn den „Sektor Z“ des Heysel-Stadions, in dem eigentlich neutrale Fans hätten sitzen sollen, tatsächlich aber hauptsächlich italienische Fans waren. Diese verließen daraufhin in Panik fluchtartig den Block, wobei einige Personen zu Tode getrampelt wurden, andere an den Zäunen und Mauern zerquetscht wurden. Dabei stürzte auch ein Teil der Mauern des baufälligen Stadions ein und begrub weitere Fans unter sich. Insgesamt starben an jenem Tag 39 Menschen, über 400 wurden verletzt. Die Katastrophe, die durch die englischen Fans ausgelöst wurde, veranlasste die UEFA zu drakonischen Strafen. So durften englische Vereine fünf, der FC Liverpool sogar sieben Jahre lang nicht an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Das Spiel selbst wurde dann, um weitere Ausschreitungen zu vermeiden, dennoch angepfiffen und durch einen umstrittenen Elfmeter von Michel Platini zugunsten von Juventus entschieden.

Im April 2005 trafen die beiden Vereine erstmals seit 1985 wieder aufeinander. Am Rande des Rückspiels des Champions-League-Viertelfinales in Turin kam es rund um das Stadion zu schweren Ausschreitungen durch italienische Hooligans, die Rache für Heysel geschworen hatten.

Entwicklungen 1990–2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saisondaten 1990–2006
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1990/91 7 45:32 37:31 44.272
1991/92 2 45:22 48:20 49.083
1992/93 4 (UP) 59:47 39:29 40.551
1993/94 2 58:25 47:21 40.083
1994/95* 1 (P) 59:32 73 46.977
1995/96 2 (CL) 58:35 65 35.067
1996/97 1 51:24 65 34.719
1997/98 1 67:28 74 42.116
1998/99 6 42:36 54 47.338
1999/00 2 46:20 71 43.941
2000/01 2 61:27 73 37.453
2001/02 1 64:23 71 40.228
2002/03 1 64:29 72 39.771
2003/04 3 67:42 69 34.610
2004/05** 1*** 67:27 86 28.157
2005/06 1*** 71:24 91 30.004
Grün unterlegt: Gewinn der Meisterschaft
Rot unterlegt: Zwangsabstieg in die Serie B
* Umstellung von 2- auf 3-Punkte-Regel
** Aufstockung der Serie A von 18 auf 20 Vereine
*** Aberkennung der Titel infolge des Manipulationsskandals

1990 erfolgte der Wechsel in das ungeliebte Stadio delle Alpi und weitere große internationale Erfolge. Kurz vor dem Umzug zog sich Boniperti als Präsident zurück, er ist seitdem Ehrenpräsident des Klubs.

Von dem extra für die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 errichteten Stadion war man in Turin, auch beim Lokalrivalen Torino Calcio, allerdings wenig begeistert. Architektonische Mängel sind der Hauptgrund dafür, dass das Stadion von den Fans nie akzeptiert wurde. Das Spielfeld ist aus den hinteren Reihen an manchen Stellen kaum einsehbar und bis zu 162 Meter entfernt. Offiziell hatte es eine Kapazität von über 70.000 Sitzplätzen, aufgrund von Restriktionen der Verbände UEFA und FIFA war die tatsächliche Auslastung jedoch bei etwa 60.000 Zuschauern erreicht. Im Übrigen war es als Multifunktionsstadion gebaut worden, nutzbar auch für Leichtathletik-Veranstaltungen. Tatsächlich wurde es bis zum heutigen Tag nur ein einziges Mal, im Jahr 1993, auch so genutzt.

Bereits Mitte der 90er Jahre verschärften sich die Spannungen zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung wegen der Konzession für das Stadion. 1995 beschloss die Vereinsführung, nachdem man sich bezüglich der Mietkosten nicht hatte einigen können, die anstehenden Heimspiele im Halbfinale und später im Finale des UEFA-Pokals ins Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion zu verlegen, wo beide Spiele mit jeweils 85.000 Zuschauern restlos ausverkauft waren.

Marcello Lippi

Sportlich waren die 1990er Jahre die erfolgreichste Zeit in der Vereinsgeschichte. Alle großen Titel wurden gewonnen. Unter Trainer Marcello Lippi konnte Juventus Turin den zweiten Titel in der Champions League sowie den dritten UEFA-Pokal Titel gewinnen.

1996 gewann Juventus Turin zum zweiten mal die Champions League. Im Finalspiel bezwang man Ajax Amsterdam im Elfmeterschießen

Nach der EM 1996 in England wechselte der damals noch relativ unbekannte Zinédine Zidane zu Juve. Der offensive Mittelfeldspieler avancierte in den Jahren bei Juventus zu einem Spieler von Weltformat und erhielt 1998 und 2000 die Auszeichnung Weltfußballer des Jahres. Für die in der Geschichte des Fußballs zu diesem Zeitpunkt höchste Transfersumme von 71,6 Millionen Euro wechselte Zidane schließlich 2001 zu Real Madrid.

Ein weiteres bemerkenswertes Spiel fand Anfang 1999 statt. Als Ende 1998 der umstrittene Kurdenführer Abdullah Öcalan in Rom verhaftet wurde, kam dem Champions-League-Spiel zwischen Juventus Turin und Galatasaray Istanbul in der Türkei eine besondere politische Brisanz zu. Trotz der Proteste beider Vereine beharrte UEFA-Präsident Lennart Johansson auf die Einhaltung von Ort und Zeit der Austragung. Nie zuvor wurde eine Mannschaft und ein Fußballspiel in diesem Ausmaß von Polizeikräften gesichert. Das Spiel selbst war unspektakulär, jedoch erzeugte das Drumherum ein gewaltiges Medieninteresse. Über eine Milliarde Zuschauer aus 24 Ländern verfolgten den Rummel um das Spiel aufgrund der prekären politischen Situation. Doch innerhalb des von 22.500 Polizisten bewachten Stadions und am Rande des Spiels gab es weder Ausschreitungen noch Krawalle.

Ende 2001 ging Juventus Turin als dritter italienischer Verein an die Börse. Nach den beiden römischen Vereinen AS Rom und Lazio Rom bot auch Juventus Anteile zum freien Handel an der Mailänder Börse. Etwa 35 Prozent des Gesellschaftskapitals werden seitdem gehandelt. Mehrheitseigentümer ist weiterhin die Familie Agnelli, deren Finanz-Holding Exor über 60 % der Anteile hält.

Nach dem Börsengang konnte eine Einigung mit der Stadtverwaltung erzielt werden. Mit dem gewonnenen Kapital wurde das Stadion für 25 Millionen Euro von der Stadt Turin aufgekauft und ging in den Besitz des Vereins über. Somit ermöglichten sich die Pläne des Vereins das alte Stadio delle Alpi abzureißen und an gleicher Stelle das geplante Juventus Stadium zu errichten, ein reines Fußballstadion für maximal 42.000 Zuschauer.

Im Jahr 2004 beschäftigten die Medien eine Dopingaffäre rund um die Mannschaft von Juventus. Der Vereinsarzt Riccardo Agricola stand neben Geschäftsführer Antonio Giraudo wegen mutmaßlichem systematischen Dopings vor Gericht. Auslöser waren Dopingvorwürfe von Zdeněk Zeman, der den Spielern von Juventus, insbesondere Del Piero, 1998 „unnatürliche Muskelzuwächse“ unterstellt hatte. Verhandelt wurde der Vorwurf systematischem Blutdopings durch Verabreichen von EPO an zahlreiche Spieler zwischen 1994 und 1998. Die Vorwürfe richteten sich vor allem gegen die ehemaligen Mittelfeldspieler Antonio Conte und Alessio Tacchinardi. Das Gericht verurteilte im November 2004 schließlich den Mannschaftsarzt Riccardo Agricola in erster Instanz zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, während der Geschäftsführer Antonio Giraudo von den Vorwürfen freigesprochen wurde. In zweiter Instanz wurde Agricola vom Vorwurf des Blutdopings freigesprochen. Der Freispruch Giraudos wurde bestätigt.[2]

Manipulationsskandal 2005/2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saisondaten 2006–2011
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2006/07 1 83:30 85
2007/08 3 72:37 72 20.872
2008/09 2 69:37 74 21.077
2009/10 7 55:56 55 23.187
2010/11 7 57:47 58 22.958
Orange unterlegt: Gewinn der Serie B & Aufstieg

Im Frühjahr 2006 wurden Abhörprotokolle bekannt, nach denen sich unter anderem der damalige Manager des Vereins, Luciano Moggi, mit verschiedenen Funktionären des Italienischen Fußballverbandes unterhalten hatte. Für die Staatsanwaltschaft lag damit auf der Hand, dass Moggi die Saison 2004/05 manipuliert und Juve damit die Meisterschaft gleichsam erkauft hatte. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hatte, trat im Mai 2006 der gesamte Vorstand des Vereins um Moggi und Antonio Giraudo, der am 14. Dezember 2009 in dieser Sache zu drei Jahren Haft verurteilt wurde,[3] sowie der Präsident des Italienischen Fußballverbands, Franco Carraro, zurück. Ungeachtet der Ermittlungen gewann Juventus am darauf folgenden Wochenende sein Spiel gegen Reggina Calcio und somit eigentlich seinen 28. Scudetto.

Am 14. Juli 2006 erfolgte jedoch der erste Urteilsspruch des Italienischen Fußballverbandes, wonach der Verein die Meistertitel der Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 verlor. Die genaue Bezeichnung des Vergehens lautete "strukturierter Sportbetrug". Außerdem wurde Juve dazu verurteilt, die Saison 2006/07 in der Serie B zu spielen und mit 30 Minuspunkten zu starten. Die Vereinsführung legte sofort Berufung ein und der Berufungsausschuss reduzierte später die ursprüngliche Strafe, indem man die vorgesehenen Strafpunkte für die kommende Saison von 30 auf 17 herabsetzte. Das Urteil wurde allgemein mit großem Unmut aufgenommen, da man im Gegensatz zu den anderen verwickelten Großklubs AC Mailand, AC Florenz und Lazio Rom, die nur mit Punktabzug belegt wurden, absteigen musste. Die Vereinsführung um den neuen Präsidenten Giovanni Cobolli Gigli hatte sich zum Ziel gesetzt, solange zu kämpfen, bis der Zwangsabstieg revidiert wird. Man wollte deshalb vor dem Verwaltungsgericht Tribunale Amministrativo del Lazio (TAR) weiter gegen das Urteil vorgehen. Dies hätte bedeutet, dass man die Ebene der Sportgerichtsbarkeit verlassen hätte und vor ein Zivilgericht gezogen wäre. Daraufhin schaltete sich FIFA-Präsident Sepp Blatter ein und drohte dem Italienischen Fußballverband für diesen Fall drakonische Strafen an, bis hin zu einem Startverbot für italienische Vereine im Europapokal.

Die Vereinsführung wollte das Urteil erst nicht akzeptieren, entschied am 31. August 2006 jedoch, unter den Bedingungen des Collegio Arbitrale der Coni, dem Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Comitato Olimpico Nazionale Italiano), noch einmal angehört zu werden, keine Berufung einzulegen und das Urteil der Sportsgerichtsbarkeit zu akzeptieren.

Am 11. Oktober 2006 fand dann die letzte Anhörung statt, am 27. Oktober 2006 erfolgte der Urteilsspruch, wonach Juve noch einmal acht Minuspunkte erlassen wurden.

Infolge des Zwangsabstieges verließen einige Leistungsträger wie Fabio Cannavaro, Gianluca Zambrotta, Lilian Thuram, Zlatan Ibrahimović und Patrick Vieira den Verein. Die Weltmeister Gianluigi Buffon, Alessandro Del Piero und Mauro Camoranesi sowie der französische Stürmer David Trezeguet und der Tscheche Pavel Nedvěd blieben dem Verein treu. Der neue Trainer Didier Deschamps stellte mit einer Mischung aus erfahrenen Stars und jungen Spielern eine Mannschaft zusammen, die nach einem Unentschieden im Auftaktspiel in Rimini mit acht Siegen in Folge in die Saison startete und als größter Favorit für den Aufstieg in die Serie A galt. Dieser Rolle wurde der italienische Rekordmeister gerecht und gewann erstmals in der Vereinsgeschichte auch die Serie-B-Meisterschaft. Trotzdem entschieden sich Vorstand und Trainer Deschamps für ein Ende der Zusammenarbeit. Zur Saison 2007/08 übernahm Claudio Ranieri den Trainerposten.

Rückkehr zu alter Stärke (2011 bis 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saisondaten 2011–2016
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2011/12 1 68:20 84 37.570
2012/13 1 71:24 87 38.646
2013/14 1 80:23 102 37.318
2014/15 1 (P) 72:24 87 38.553
2015/16 1 (P) 75:20 91 38.663
Grün unterlegt: Gewinn der Meisterschaft

Nachdem zu Beginn der Spielzeit 2011/12 mit Antonio Conte ein neuer Trainer verpflichtet worden war, fand Juventus endgültig in die Erfolgsspur zurück und spielte zudem offensiven und ansehnlichen Fußball. Unter Conte absolvierte man die Saison ohne Niederlage und wurde souverän Meister. Zudem wurde am 8. September 2011 das neu erbaute Juventus Stadium eröffnet. Außerdem qualifizierte man sich erstmals seit der Saison 2008/09 wieder für die Gruppenphase der Champions League. Auch in der Coppa Italia feierte man Erfolge, erst im Pokalfinale unterlag man dem SSC Neapel mit 0:2. Nach dieser Saison verließ Vereinslegende und Rekordspieler Alessandro Del Piero den Klub nach 19 Jahren.

Zu Beginn der Saison 2012/13 siegte man in Peking gegen die SSC Neapel im Supercup mit 4:2 n.V. und holte den zweiten Titel des Jahres. Am 5. Mai 2013 gewann Juventus mit einem 1:0-Sieg gegen den US Palermo die insgesamt 29. italienische Meisterschaft. Fans und Spieler feierten allerdings mit der Zahl 31, da Anhänger und Verein noch immer die beiden durch den Manipulationsskandal verlorenen Titel mitzählen.[4]

Aktuelle Entwicklungen (seit 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Vorbereitung auf die Spielzeit 2014/15 trennten sich Juventus und Trainer Antonio Conte aufgrund von Differenzen bei der Personalplanung überraschend. Bereits einen Tag später wurde mit Massimiliano Allegri ein neuer Cheftrainer vorgestellt, auch das Trainerteam wurde ausgetauscht. Nach anfänglichen Protesten seitens der Fans gegenüber dem einstigen Milan-Coach konnte Allegri durch Erfolge die Entscheidung der Vereinsführung bestätigen: Mit 17 Punkten Vorsprung wurde man frühzeitig Meister vor der AS Rom, im Finale der Coppa Italia konnte man zudem Lazio Rom mit 2:1 nach Verlängerung bezwingen und das nationale Double perfekt machen. Außerdem zog man nach einer durchwachsenen Gruppenphase dank gesteigerten Leistungen in das Finale der Champions League ein. Dort unterlag man allerdings dem FC Barcelona mit 1:3. In der Saison 2015/16 schied man im Achtelfinale der Champions League nach einem 2:2 im Hinspiel gegen den FC Bayern München aus, obwohl man vor allem im Rückspiel die bessere Mannschaft war. In der italienischen Serie A legte man den schlechtesten Saisonstart seit 1969 hin. Der Derbysieg am 31. Oktober 2015 gegen den Stadtrivalen FC Turin brachte die Wende. Eine Serie von 15 Siegen in Folge brachte die Mannschaft wieder auf Platz eins. Am 25. April 2016 sicherte man sich dank eines 1:0-Erfolgs der AS Roma gegen den ersten Verfolger SSC Neapel die 5. Meisterschaft in Serie. Kurz nach dem Gewinn der erneuten Meisterschaft, sicherte man sich im Finale gegen den AC Mailand das zweite Double hintereinander. Juventus ist somit die erste italienische Mannschaft, welche das Double erfolgreich verteidigen konnte. Spieler der Saison waren Gianluigi Buffon, Paul Pogba und Paulo Dybala.

Spiel- und Trainingsstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Velodromo Umberto I (1906)

Erste Spielstätte war von 1900 bis 1903 der Campo di Piazza d’armi. Von 1904 bis 1907 nutzte der Verein das Velodromo Umberto I, von 1908 bis 1922 das Stadio di Corso Sebastopoli und von 1922 bis 1934 trug Juventus seine Heimspiele im Stadio di Corso Marsiglia aus. 1934 zog Juventus Turin in das ein Jahr zuvor erbaute Stadio Comunale. Anlässlich der Weltmeisterschaft 1990 wurde in Turin das Stadio delle Alpi erbaut, das beiden Turiner Vereinen bis 2006 als Heimstätte diente.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juventus Stadium (2012)
Hauptartikel: Juventus Stadium

Juventus Turin präsentierte im Januar 2007 Pläne für ein neues Stadion. Das gesamte Projekt war ursprünglich an die Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2012 an Italien gebunden. Am 18. April 2007 fiel die Vergabe jedoch an Polen und die Ukraine. Der Verein entschied sich dennoch für den Neubau. Der gesamte Komplex wurde 2011 eröffnet und beherbergt das neue Stadion mit über 41.000 Zuschauerplätzen, ein Vereinsmuseum, Restaurants, Fanshops und ein Einkaufszentrum. Die Baukosten beliefen sich auf 155 Millionen Euro.[5]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fans und Anhänger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Juventus-Anhänger werden oftmals als gobbi (gobbo italienisch für „Buckliger“), der Verein als vecchia signora (italienisch für „Alte Dame“) bezeichnet. Die Namensgebung beruht auf der Tatsache, dass die Fußballtrikots von Juventus Turin in den 1950er Jahren beim Laufen einen Buckel auf dem Rücken formten.

Regelmäßigen Umfragen zufolge sind über 20 % der Italiener Juventus-Anhänger. In Turin selbst hingegen galt der FC Turin lange Zeit als populärere Mannschaft. In den letzten Jahren ist allerdings eine Kehrtwende zu beobachten, sodass Juventus heute populärer sein dürfte. Dies ist vermutlich auf die seit den 1960er Jahren anhaltende Zuwanderungswelle süditalienischer Immigranten nach Turin zurückzuführen. Auch leidet die Popularität des FC Turin an den anhaltenden sportlichen Misserfolgen. In Mailand hingegen, der Spielstätte der Erzrivalen AC Mailand und Inter Mailand, genießt Juventus Turin ein unerwartet hohes Ansehen. International, so ergab eine Erhebung des Statistikinstitutes Nielsen im Juni 2012, seien über 200 Millionen Menschen Anhänger des Turiner Vereins.

Eine Ultra-Fangruppe nennt sich Drughi.

Der italienische Kardinalstaatssekretär und Juventus Turin-Anhänger Tarcisio Bertone SDB übernahm in der Vergangenheit gelegentlich die Rolle des Stadionkommentators.[6]

Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Turin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Derby della Mole

Die Spiele zwischen Juve und dem Stadtrivalen FC Turin bilden das Derby della Mole. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg war das Derby von großer Bedeutung, da beide Mannschaften regelmäßig um den Titel der Serie A mitspielten. In den letzten 20 Jahren ging der Stellenwert zurück, da der FC Turin weniger erfolgreich spielte und immer wieder in die Serie B abstieg.

Inter Mailand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Derby d’Italia
Omar Sívori (Juventus) und Antonio Angelillo (Inter) vor dem Derby d’Italia 1960

Der Begriff Derby d'Italia tauchte erstmals in den 1960ern auf, als Juventus Turin der erfolgreichste Verein in Italien und Inter Mailand der zu dieser Zeit erfolgreichste italienische Verein auf internationaler Ebene war. Kreiert wurde er vom Journalisten Gianni Brera. Seit den Anfängen des italienischen Erstliga-Betriebes waren beide Vereine zusammen mit dem AC Mailand regelmäßige Konkurrenten um die italienische Meisterschaft. Außerdem waren Juventus und Inter bis 2006 die einzigen beiden Mannschaften, die seit Gründung der Serie A im Jahr 1929 immer in dieser Liga vertreten waren.

Finanzsituation und Eigentümerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Juventus Football Club S.p.A. ist ein Tochtergesellschaft der italienischen Holding Exor.[7]

In der Saison 2014/15 erwirtschaftete Juventus Turin einen Umsatz von 323,9 Millionen Euro und ist damit der umsatzstärkste Fußballverein Italiens, weltweit belegt der Verein in dieser Kategorie Platz zehn.[8]

Ausrüster und Sponsoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausrüster ist seit 2015 der deutsche Sportartikelhersteller Adidas, der Vertrag läuft bis 2021.[9]

1979 schloss Juve einen Werbevertrag mit Ariston, die ihren Schriftzug auf den Trikots platzierten. Es folgten UPIM (1989–1992), Danone (1992–1995), Sony (1995–1998), Tele+ (1998–1999), Sony (1999), Tele+ (2000–2001), Fastweb (2001–2002), Tamoil (2002–2004), Sky Italia (2004–2005), Tamoil (2005–2007), New Holland (2007–2010), BetClic (2010–2012) und Jeep (2012–).[10]

Zu den Sponsoren gehören Adidas, Bwin, Fiat, Frecciarossa, Goodyear, Hublot, Philips, Randstad, Samsung, Telecom Italia Mobile und Trussardi.[11]

Vereinsfarben und -wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinswappen mit dem „Scudetto“ und drei Meistersternen auf dem Heimtrikot der Saison 2012/13

Juventus Turin trägt seit 1903 das charakteristische weiß-schwarze Trikot. Ein englischer Emigrant wollte in jenem Jahr die Mannschaft mit neuer Ausrüstung ausstatten und gab diese in Nottingham in Auftrag. Dort kam es jedoch zu einer Verwechslung und so wurden statt der rosafarbenen Spielerbekleidung, schwarz-weiße Trikots des englischen Fußballklubs Notts County nach Italien geliefert.

Das heutige Vereinswappen in Form eines ovalen Schildes kombiniert die Farben des Vereins und das Wappen der Stadt Turin, es zeigt den Schriftzug Juventus im oberen und einen aufgerichteten Stier im unteren Teil.

Jugendarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juventus Turin unterhält zahlreiche Ausbildungscamps in Italien und weiteren Ländern Europas, sowie in Nord-, Mittel- und Südamerika, Nordafrika und dem Nahen Osten.[12] In Würzburg betreibt der Verein die Tochtergesellschaft Juventus Soccer Schools International Germany.[13] Die Jugendabteilungen von Juventus Turin (Primavera, italienisch für „Frühling“) gelten als Sprungbrett für den internationalen Fußball. Der Verein fördert dabei vor allem junge italienische Spieler, ohne jedoch deren schulische Karriere und Ausbildung zu vernachlässigen. Ausländischen Spielern stellt der Verein Sprachlehrer. Die Fortsetzung der Schulausbildung ist Voraussetzung für eine Aufnahme in die Ausbildungscamps. Bezeichnend für den Erfolg der Jugendarbeit sind die italienischen Fußballnationalmannschaften der Fußball-Europameisterschaft 2004, Fußball-Weltmeisterschaft 1978 und 1982, in diese jeweils acht aktuelle oder ehemalige Spieler von Juventus in den Kader berufen wurden.

Erfolge der Jugendmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Daten und Fakten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinserfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trophäen im Vereinsmuseum

Juventus Turin zählt zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Welt. Der Verein ist mit 32 Meistertiteln italienischer Rekordmeister. Juventus gelang 1985 mit dem Gewinn des Europapokal der Landesmeister und den Erfolgen im UEFA-Pokal und Europapokal der Pokalsieger in den Jahren zuvor als erstem Fußballverein, alle drei Titel der Europapokal-Wettbewerbe zu gewinnen.

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Italienische Meisterschaft (32) (Rekord)

Hinweis: Die Meistertitel von 2004/05 wurde nachträglich aberkannt, der Titel von 2005/06 nicht verliehen.

Italienische Serie B-Meisterschaft (1)

Hinweis: Nach dem Zwangsabstieg 2006 musste Juventus in der Saison 2006/07 in der Serie B, der zweithöchsten Liga Italiens, antreten. Es gelang der sofortige Wiederaufstieg.

Italienischer Pokal (11) (Rekord)

Italienischer Supercup (7) (Rekord)

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokal der Landesmeister/UEFA Champions League (2)

Europapokal der Pokalsieger (1)

UEFA-Pokal/UEFA Europa League (3)

UEFA Super Cup (2)

UEFA Intertoto Cup (1)

Weltpokal (2)

Coppa delle Alpi (1)

  • 1963

Mundialito (1)

  • 1983

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Nat. Name Geburtsdatum Im Verein seit Vertrag bis[14]
Torhüter
01 ItalienItalien Gianluigi Buffon (C)Kapitän der Mannschaft 28.01.1978 2001 2017
25 BrasilienBrasilien Neto 17.09.1989 2015 2019
34 BrasilienBrasilien Rubinho 04.08.1982 2012 2016
38 ItalienItalien Emil Audero 18.01.1997 2008
Abwehrspieler
03 ItalienItalien Giorgio Chiellini 14.08.1984 2004 2018
04 UruguayUruguay Martín Cáceres 07.04.1987 2012 2016
12 BrasilienBrasilien Alex Sandro 26.01.1991 2015 2020
15 ItalienItalien Andrea Barzagli 08.05.1981 2011 2016
19 ItalienItalien Leonardo Bonucci 01.05.1987 2010 2020
24 ItalienItalien Daniele Rugani 29.07.1994 2012 2020
26 SchweizSchweiz Stephan Lichtsteiner 16.01.1984 2011 2017
33 FrankreichFrankreich Patrice Evra 15.05.1981 2014 2016
Mittelfeldspieler
06 DeutschlandDeutschland Sami Khedira 04.04.1987 2015 2019
08 ItalienItalien Claudio Marchisio 19.01.1986 1993 2020
10 FrankreichFrankreich Paul Pogba 15.03.1993 2012 2019
11 BrasilienBrasilien Hernanes 29.05.1985 2015 2018
18 GabunGabun Mario Lemina 01.09.1993 2015 2016
20 ItalienItalien Simone Padoin 18.03.1984 2012 2016
22 GhanaGhana Kwadwo Asamoah 09.12.1988 2012 2018
27 ItalienItalien Stefano Sturaro 09.03.1993 2014 2019
37 ArgentinienArgentinien Roberto Pereyra 07.01.1991 2014 2019
Stürmer
07 ItalienItalien Simone Zaza 25.06.1991 2015 2020
09 SpanienSpanien Álvaro Morata 23.10.1992 2014 2020
16 KolumbienKolumbien Juan Cuadrado 26.05.1988 2015 2016
17 KroatienKroatien Mario Mandžukić 21.05.1986 2015 2019
21 ArgentinienArgentinien Paulo Dybala 15.11.1993 2015 2020
Stand: 7. März 2016[15]

Vereinsführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerstab[16]
Funktion Name
Cheftrainer Massimiliano Allegri
Co-Trainer Marco Landucci
Torwarttrainer Claudio Filippi
Techn. Assistent Maurizio Trombetta
Fitnesstrainer Simone Folletti
Jugendtrainer Fabio Grosso
Management[17]
Funktion Name
Präsident Andrea Agnelli
Vize-Präsident Pavel Nedvěd
Geschäftsführer Giuseppe Marotta
Sportdirektor Fabio Paratici
Teammanager Matteo Fabris
Nachwuchskoordinator Gianluca Pessotto
Medizinischer Direktor Fabrizio Tencone

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielerrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: Saisonende 2015/16, fett gedruckte Spieler sind noch im Verein aktiv)

Einsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gianluigi Buffon
  • In allen Wettbewerben: Alessandro Del Piero, 705.[18]
  • Italienische Liga: Alessandro Del Piero, 513.
  • Italienischer Pokal: Giuseppe Furino, 89.
  • Europapokal: Alessandro Del Piero, 124.
  • Jüngster Spieler der 1. Mannschaft: Piero Pastore, 15 Jahre und 222 Tage.
  • Ältester Spieler der 1. Mannschaft: Dino Zoff, 41 Jahre und 86 Tage.
  • Längste Karriere im Verein: Alessandro Del Piero, 19 Jahre.
Einsätze
1 ItalienerItaliener Alessandro Del Piero 1993–2012 705
2 ItalienerItaliener Gianluigi Buffon 2001– 579
3 ItalienerItaliener Gaetano Scirea 1974–1988 552
4 ItalienerItaliener Giuseppe Furino 1969–1984 528
5 ItalienerItaliener Roberto Bettega 1971–1983 481
6 ItalienerItaliener Dino Zoff 1972–1983 476
7 ItalienerItaliener Giampiero Boniperti 1946–1961 459
8 ItalienerItaliener Sandro Salvadore 1963–1974 450
9 ItalienerItaliener Franco Causio 1968
1971–1981
447
10 ItalienerItaliener Antonio Cabrini 1977–1989 433

Tore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alessandro Del Piero
Tore
1 ItalienerItaliener Alessandro Del Piero 1993–2012 289
2 ItalienerItaliener Giampiero Boniperti 1946–1961 179
3 ItalienerItaliener Roberto Bettega 1970–1983 178
4 FranzoseFranzose ArgentinierArgentinier David Trezeguet 2000–2010 171
5 ArgentinierArgentinier ItalienerItaliener Omar Sívori 1957–1965 167
6 ItalienerItaliener Felice Borel 1932–1941
1942–1946
158
7 ItalienerItaliener Pietro Anastasi 1968–1976 130
8 DäneDäne John Hansen 1948–1954 124
9 ItalienerItaliener Roberto Baggio 1990–1995 115
10 ItalienerItaliener Federico Munerati 1922–1933 114

Trainerhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giovanni Trapattoni
  • Erster Trainer: Jenő Károly, von 1923 bis 1926.[20]
  • Längste Amtszeiten:
    • Eine Amtszeit: Giovanni Trapattoni, 10 Jahre, von 1976 bis 1986.[20]
    • Mehrere Amtszeiten: Giovanni Trapattoni, 13 Jahre, von 1976 bis 1986 und 1991 bis 1994.[20]
  • Die meisten Spiele als Trainer: Giovanni Trapattoni trainierte den Verein über 596 Spiele.[21]
  • Die meisten Titel als Trainer: Giovanni Trapattoni, 14.[22]
Cheftrainer[20]
Amtszeit Name
1923–1926 UngarnUngarn Jenő Károly
1927–1929 Ungarn 1918Ungarn József Viola
1929–1930 SchottlandSchottland William Aitken
1930–1935 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Carlo Carcano
1935 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Carlo Bigatto
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Benedetto Gola
1935–1939 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Virginio Rosetta
1939–1940 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Umberto Caligaris
1940–1941 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Federico Munerati
1941–1942 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Giovanni Ferrari
1942 ArgentinienArgentinien Luis Monti
1942–1943 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Felice Borel
1943–1945 kein Spielbetrieb
1945–1946 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Felice Borel
1946–1948 ItalienItalien Renato Cesarini
1948–1949 SchottlandSchottland William Chalmers
1949–1951 EnglandEngland Jesse Carver
1951 ItalienItalien Luigi Bertolini
1951–1953 Ungarn 1949Ungarn György Sárosi
Cheftrainer
Amtszeit Name
1953–1955 ItalienItalien Aldo Olivieri
1955–1957 ItalienItalien Sandro Puppo
1957–1959 SerbienSerbien Ljubiša Broćić
1959 ItalienItalien Teobaldo Depetrini
1959–1961 ItalienItalien Renato Cesarini
1961 ItalienItalien Carlo Parola
1961 SchwedenSchweden Gunnar Gren
TschechoslowakeiTschechoslowakei Július Korostelev
1961–1962 ItalienItalien Carlo Parola
1962–1964 Brasilien 1960Brasilien Paulo Amaral
1964 ItalienItalien Eraldo Monzeglio
1964–1969 Paraguay 1954Paraguay Heriberto Herrera
1969–1970 ArgentinienArgentinien Luis Carniglia
1970 ItalienItalien Ercole Rabitti
1970–1971 ItalienItalien Armando Picchi
1971–1974 TschechoslowakeiTschechoslowakei Čestmír Vycpálek
1974–1976 ItalienItalien Carlo Parola
1976–1986 ItalienItalien Giovanni Trapattoni
1986–1988 ItalienItalien Rino Marchesi
Cheftrainer
Amtszeit Name
1988–1990 ItalienItalien Dino Zoff
1990–1991 ItalienItalien Luigi Maifredi
1991–1994 ItalienItalien Giovanni Trapattoni
1994–1999 ItalienItalien Marcello Lippi
1999–2001 ItalienItalien Carlo Ancelotti
2001–2004 ItalienItalien Marcello Lippi
2004–2006 ItalienItalien Fabio Capello
2006–2007 FrankreichFrankreich Didier Deschamps
2007 ItalienItalien Giancarlo Corradini
2007–2009 ItalienItalien Claudio Ranieri
2009–2010 ItalienItalien Ciro Ferrara
2010 ItalienItalien Alberto Zaccheroni
2010–2011 ItalienItalien Luigi Delneri
2011–2014 ItalienItalien Antonio Conte
2014– ItalienItalien Massimiliano Allegri

Präsidentenhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giovanni Agnelli (1986)
Präsidenten[23]
Amtszeit Name
1897–1898 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Eugenio Canfari
1898–1901 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Enrico Canfari
1901–1902 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Carlo Favale
1903–1904 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Giacomo Parvopassu
1905–1906 SchweizerSchweizer Alfredo Dick
1907–1910 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Carlo Vittorio Varetti
1911–1912 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Attilio Ubertalli
1913–1915 SchweizSchweiz Heinrich Josef Hess
1915–1918 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Gioacchino Armano
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Fernando Nizza
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Sandro Zambelli
1918–1920 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Corrado Corradini
1920–1923 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Gino Olivetti
1923–1935 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Edoardo Agnelli
1935–1936 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Enrico Craveri
Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Giovanni Mazzonis
Präsidenten
Amtszeit Name
1936–1941 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) Emilio de la Forest de Divonne
1941–1947 ItalienItalien Piero Dusio
1947–1954 ItalienItalien Giovanni Agnelli
1954–1955 ItalienItalien Enrico Craveri
ItalienItalien Nino Cravetto
ItalienItalien Marcello Giustiniani
1955–1962 ItalienItalien Umberto Agnelli
1962–1971 ItalienItalien Vittore Catella
1971–1990 ItalienItalien Giampiero Boniperti
1990–2003 ItalienItalien Vittorio Caissotti di Chiusano
2003–2006 ItalienItalien Franzo Grande Stevens
2006–2009 ItalienItalien Giovanni Cobolli Gigli
2009–2010 FrankreichFrankreich Jean-Claude Blanc
2010– ItalienItalien Andrea Agnelli

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 111 Gründe, Juventus Turin zu lieben – eine Liebeserklärung an den großartigsten Fußballverein der Welt, Roman Mandelc, Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf (2014), ISBN 978-3-86265-425-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Juventus Turin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FIFA: Internazionale vs Juventus - "Derby d'Italia" teilt das ganze Land
  2. Sentenza n. 21234 Corte di Cassazione, pp. 40-42, 30. März 2007 (italienisch)
  3. Corriere della Sera: Calciopoli: Giraudo condannato a 3 anni, 14. Dezember 2009 (italienisch)
  4. Juventus clinch Serie A title after disputed penalty against Palermo, Artikel des Guardian vom 5. Mai 2013
  5. gazzetta.it – L’immobiliare Juve: dopo lo stadio ecco la Continassa (italienisch)
  6. Die Zeit: Vertrauter Ratzingers und Fußballfan, 15. April 2005 (deutsch)
  7. exor.com – Investments
  8. deloitte.com – Deloitte Football Money League
  9. handelsblatt.com – Adidas zahlt 190 Millionen Euro für Juve
  10. jeep.com – Jeep Brand Sponsors Juventus Football Club
  11. juventus.com – Partner
  12. juventus.com – Juventus Soccer Schools
  13. jssgermany.de – Juventus Soccer Schools International Germany
  14. transfermarkt.de – Juventus Turin
  15. La Prima Squadra aus juventus.com, abgerufen am 17. Dezember 2015 (italienisch)
  16. juventus.com – Staff Tecnico (italienisch)
  17. transfermarkt.de – Juventus Turin – Management (italienisch)
  18. myjuve.it – Presenze Giocatori
  19. myjuve.it – Reti Segnate Giocatori
  20. a b c d myjuve.it – Elenco Stagioni Allenatori (italienisch)
  21. myjuve.it – All Elenco Allenatori Competizioni (italienisch)
  22. myjuve.it – Palmarés Allenatori (italienisch)
  23. myjuve.it – Elenco Presidenti (italienisch)