Chroustov

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Chroustov (Begriffsklärung) aufgeführt.
Chroustov
Wappen von ????
Chroustov (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Středočeský kraj
Bezirk: Nymburk
Fläche: 744 ha
Geographische Lage: 50° 17′ N, 15° 20′ OKoordinaten: 50° 17′ 20″ N, 15° 20′ 6″ O
Höhe: 248 m n.m.
Einwohner: 204 (1. Jan. 2017)[1]
Postleitzahl: 289 02
Kfz-Kennzeichen: S
Verkehr
Straße: Jičíněves - Městec Králové
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 2
Verwaltung
Bürgermeister: Pavel Vančura (Stand: 2016)
Adresse: Chroustov 81
289 02 Kněžice
Gemeindenummer: 534706
Website: www.chroustov.cz

Chroustov (deutsch Chraustow) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt 17 Kilometer südlich von Jičín und gehört zum Okres Nymburk.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südansicht aus Richtung Dvoříště

Chroustov befindet sich in den südlichen Ausläufern der Jičínská pahorkatina am Bach Smíchovský potok. Östlich liegt der Höhenzug des Schlunitzer Waldes (Žlunické polesí) mit dem Na Kostele (298 m). Im Nordosten befinden sich die alten Geleise der früheren Schmalspurbahnstrecke von Kopidlno nach Češov.

Nachbarorte sind Slavhostice im Norden, Žlunice im Nordosten, Sekeřice im Osten, Hlušice im Südosten, Dvoříště im Süden, Kněžice und Dubečno im Südwesten, Chotěšice im Westen, Běchárky und Židovice im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Mariä Himmelfahrt

Chroustov wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert gegründet. Erstmals schriftlich erwähnt wurde das Dorf im Jahr 1369. Seit 1377 ist die Kirche nachweisbar. Kaiser Sigismund verpfändete Chroustov 1436 an Havel von Dřevěnice. Ihm folgte ab 1453 Dietrich von Miletinek (Jetřich z Miletínka). Die Trčka von Lípa erwarben die Güter 1553 und hielten sie bis 1587. Nach dem Verkauf an die Waldsteiner schlossen diese Chroustov an die Herrschaft Dymokury an.

Nach der Ablösung der Patrimonialherrschaften wurde Chroustov zur selbständigen Gemeinde im Bezirk Poděbrady und kam 1961 zum Okres Nymburk. 1980 erfolgte die Eingemeindung nach Kněžice. Seit 1990 ist Dvořiště, das ebenfalls seit 1980 nach Kněžice eingemeindet war, ein Ortsteil der Gemeinde Chroustov.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Chroustov gliedert sich in die Ortsteile Chroustov (Chraustow) und Dvoříště (Dworzischt, 1939-45 Hofstatt).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • barocke Kirche Mariä Himmelfahrt, der im 14. Jahrhundert errichtet Bau erhielt im 18. Jahrhundert eine Neugestaltung, 1890 erfolgte der Abriss des hölzernen Glockenturmes neben der Kirche.
  • Statue der hl. Notburga, auf den Feldern südwestlich des Dorfes

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chroustov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)