Crăciunelu de Jos

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Crăciunelu de Jos
Christendorf / Kratschendorf
Alsókarácsonfalva
Crăciunelu de Jos führt kein Wappen
Crăciunelu de Jos (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Alba
Koordinaten: 46° 10′ N, 23° 50′ OKoordinaten: 46° 10′ 20″ N, 23° 50′ 3″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 248 m
Fläche: 25,51 km²
Einwohner: 1.954 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 77 Einwohner je km²
Postleitzahl: RO–517260
Telefonvorwahl: (+40) 02 58
Kfz-Kennzeichen: AB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[2])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Crăciunelu de Jos
Bürgermeister: Lenuța Bubur (PNL)
Postanschrift: Str. 6 Martie, nr. 135
loc. Crăciunelu de Jos, jud. Alba, RO–517260
Website:

Crăciunelu de Jos (deutsch Christendorf oder Kratschendorf, ungarisch Alsókarácsonfalva) ist eine rumänische Gemeinde im Kreis Alba in Siebenbürgen.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Crăciunelu de Jos im Kreis Alba

Crăciunelu de Jos, bekannt auch unter den ungarischen Bezeichnungen Oláhkarácsonfalva oder Karácsonfalva,[3] liegt im Südwesten des Siebenbürgischen Beckens, am Fluss Târnava (Kokel), am Drum național 14B und der Bahnstrecke Teiuș–Brașov. Die Stadt Blaj liegt 7 Kilometer östlich und die Kreishauptstadt Alba Iulia 33 Kilometer südwestlich entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Berichten von G. Téglás und Kurt Horedt wurden auf dem Territorium der Gemeinde Funde aus der Bronze-, der Hallstatt- und der La-Tène-Zeit entdeckt.[4] Crăciunelu de Jos wurde urkundlich erstmals im Jahre 1324 unter dem Namen domus Karachyni, 1332 unter villa Karachyni erwähnt.[5] Es war im Mittelalter ein von hörigen Ungarn und Rumänen bewohntes Dorf, das der ungarischen Adelsfamilie Bánffy gehörte.[6] 1733 wurde es als Also-Kracsunfalva und Weinbauort erwähnt.[7] Bis Ende 2005 war die jetzige Gemeinde Bucerdea Grânoasă unter Verwaltung von Crăciunelu de Jos.[8]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 805 727 39 - 39
1900 1.223 1.063 151 4 5
1930 1.666 1.450 164 8 44
1966 1.995 1.824 124 15 32
2002 2.092 1.962 102 - 28

Die höchste Einwohnerzahl der Ungarn (213) wurde 1910, die der Deutschen (15) 1920 und 1966 und die der Roma (231) 1992 festgestellt. Bei der Volkszählung von 1992 wurden zum letzten Mal zwei Deutsche registriert.[9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Kirche, 2002 eingeweiht.[10]
  • Ein Wegkreuz im Zentrum von Crăciunelu de Jos, 1993 erbaut.[7]
  • Obelisk – Denkmal der Helden des Ersten Weltkriegs

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  3. Wörterbuch der Ortschaften in Siebenbürgen
  4. Archiv des Institut für Archäologie, Rumänien (rumänisch)
  5. Geschichtliche Ortsnamen S. 53 (ungarisch; PDF; 472 kB)
  6. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  7. a b Info über Crăciunelu de Jos, abgerufen 5. Januar 2014 (rumänisch)
  8. Legislativvorschlag des rumänischen Parlaments (PDF; 4,22 MB)
  9. Volkszählung, letzte Aktualisierung 30. Oktober 2008, S. 78 (ungarisch; PDF; 1,2 MB)
  10. Einweihung der Kirche in Crăciunelu de Jos@1@2Vorlage:Toter Link/www.catholica.ro (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]