Roșia de Secaș

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Roșia de Secaș
Rothkirch
Székásveresegyháza
Roșia de Secaș führt kein Wappen
Roșia de Secaș (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Alba
Koordinaten: 46° 3′ N, 23° 53′ O46.05666666666723.887222222222302Koordinaten: 46° 3′ 24″ N, 23° 53′ 14″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 302 m
Fläche: 52,30 km²
Einwohner: 1.542 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km²
Postleitzahl: 517640
Telefonvorwahl: (+40) 02 58
Kfz-Kennzeichen: AB
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Roșia de Secaș, Tău, Ungurei
Bürgermeister: Vasile Nicolae Bogdan (PD-L)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 458
loc. Roșia de Secaș, jud.Alba, RO–517640
Website:

Roșia de Secaș (veraltet Roșia; deutsch Rothkirch, ungarisch Székásveresegyháza) ist eine Gemeinde im Kreis Alba in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort ist auch unter der veralteten rumänischen Bezeichnung Roșie de Secaș, der deutschen Rothkirchen und den ungarischen Szászveresegyháza, Székesegyház und Veresegyháza bekannt.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Lage von Roșia de Secaș im Kreis Alba

Die Gemeinde Roșia de Secaș liegt im Südosten des Kreises Alba, am Fluss Secaș – einem linken Zufluss der Kokel – im Osten des Zekesch-Hochlandes (Podișul Secașelor) im Südwesten des Siebenbürgischen Beckens. An der Kreuzung der Kreisstraßen (Drum județean) DJ 107B und DJ 106L, befindet sich der Ort 22 Kilometer von der nächsten größeren Stadt Blaj (Blasendorf) entfernt. Die Kreishauptstadt Alba Julia (Karlsburg) liegt 54 Kilometer (über Sebeș) westlich von Roșia de Secaș entfernt.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach Berichten von M. Roska wurden auf dem Gebiet des Dorfes archäologische Funde aus der Spätbronzezeit gemacht.[3]

Der Ort Roșia de Secaș, ursprünglich ein siebenbürgisch-sächsisches Hörigendorf, wurde (nach unterschiedlichen Angaben) erstmals 1266[4] oder 1306 unter der Bezeichnung Veresegyhaz[5] urkundlich erwähnt. Seit dem 16. Jahrhundert wird der Ort auch von Rumänen bewohnt.

Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung sind die Landwirtschaft und die Viehzucht.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gesamtgemeinde entwickelte sich wie folgt:[6]

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 2.694 1.827 3 763 101
1900 3.297 2.343 49 871 34
1941 4.477 3.516 8 942 11
1977 2.752 2.348 3 250 151
2002 1.696 1.550 5 11 130

Die höchste Einwohnerzahl der heutigen Gemeinde – und gleichzeitig die der Rumänen – wurde 1941 ermittelt. Die höchste Anzahl der Ungarn wurde 1900, die der Deutschen 1941 (939 davon im eingemeindeten Dorf Ungurei) und die der Roma (222) 1956 festgestellt. In Ungurei wurde 1890 ein Ukrainer registriert.

Im eingemeindeten Dorf Ungurei (Gergeschdorf)[7] lebten seit der Volkszählung von 1850 bis 1941 etwa nur halb so viele Rumänen wie Deutsche. Seit der Massenauswanderung der Siebenbürger Sachsen ab 1990 leben auch hier fast durchweg Rumänen und 15 % Roma.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die rumänisch-orthodoxe Kirche, Sf. Nicolae, 1903 errichtet, 2004 umgebaut.
  • Die Holzkirche Sf. Gheorghe im eingemeindeten Dorf Tău (Weierdorf), 1780 errichtet und 1820 umgebaut, steht unter Denkmalschutz.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Nicolae Pauletti (1816–1848), Pfarrer, Dichter und Übersetzer, geboren in Roșia de Secaș.[9]

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]

 Commons: Roșia de Secaș – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Wörterbuch der Ortschaften aus Siebenbürgen
  3. Institute Of Archaeology − Roșia de Secaș, abgerufen am 14. April 2011 (rumänisch)
  4. Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  5. Roșia de Secaș bei web.archive.org (Memento vom 13. April 2010 im Internet Archive).
  6. Volkszählung, letzte Aktualisierung 30. Oktober 2008, S. 146 (ungarisch; PDF; 1,2 MB)
  7. Gergeschdorf (Ungurei) auf Siebenbürger.de Orte
  8. Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB)
  9. Nicolae Pauletti in www.crestinortodox.ro