Critérium International

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Das Critérium International (bis 1980: Critérium National) war ein französisches Straßenradrennen.[1]

Das Rennen wurde seit 1932 ununterbrochen zunächst als Eintagesrennen und später als Etappenrennen ausgetragen und war bis 1980 als Critérium National alleine französischen Fahrern bzw. Mannschaften vorbehalten. In den Kriegsjahren 1941 bis 1943 gab es getrennte Austragungen in der besetzten und der nicht besetzte Zone.

Von 1981 an wurde der Wettbewerb in den internationalen Kalender der UCI aufgenommen und erhielt den Namen Critérium International. Veranstalter in dieser Zeit war der Tour de France-Organisator Amaury Sport Organisation (ASO), der das Rennen über zwei Tage bestehend aus einer Flachetappe, einer Bergetappe und einem Zeitfahren zunächst im Süden Frankreichs, dann zwischen 2001 und 2009 in den französischen Ardennen und seit 2010 auf Korsika austrug. Zuletzt war es Teil der UCI Europe Tour und dort in der hors categorie

Rekordsieger des Rennens mit jeweils fünf Siegen sind Émile Idée, Raymond Poulidor und Jens Voigt. Zu den bekanntesten Siegern der internationalen Austragungen gehören Bernard Hinault, Laurent Fignon, Sean Kelly, Miguel Induráin, Laurent Jalabert, Chris Boardman, Ivan Basso, Cadel Evans, Fränk Schleck und Chris Froome.

Im November 2016 teilte der Veranstalter ASO mit, dass das Rennen nach 85 Jahren aufgrund der Konkurrenz zu anderen Wettbewerben und des sich hieraus ergebenden immer schwächeren Starterfelds nicht mehr ausgetragen wird.[2]

Sieger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Trotz seines Namens handelte es sich beim Critérium International nicht um ein Kriterium im Sinne des Reglements des Weltradsportverbands UCI.
  2. ASO stellt das Critérium International ein. radsport-news.com, 18. November 2016, abgerufen am 18. November 2016.
  3. a b c Das Rennen wurde in der deutsch besetzten Zone ausgetragen.
  4. a b c Das Rennen wurde in der nicht besetzten Zone ausgetragen.

Weblinks und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]