Chris Froome

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Christopher Froome Straßenradsport
Chris Froome Tour de Romandie 2013 (cropped).JPG
zur Person
Geburtsdatum 20. Mai 1985
Nation Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Disziplin Straße
Fahrertyp Rundfahrtspezialist
zum Team
Aktuelles Team Team Sky
Funktion Fahrer
Team(s)
2007
2008–2009
2010–
Konica Minolta
Barloworld
Sky ProCycling
Wichtigste Erfolge
Infobox zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2015
Chris Froome während des Zeitfahrens der 9. Etappe der Tour de France 2012

Christopher „Chris“ Froome (* 20. Mai 1985 in Nairobi, Kenia) ist ein britischer Radrennfahrer. Er ist Sieger der Tour de France 2013 und 2015.

Herkunft und Staatsbürgerschaft[Bearbeiten]

Froome wurde in Kenia geboren und widmete sich dort zunächst dem Mountainbikesport.[1] Als Jugendlicher zog er mit seinen Eltern nach Südafrika.[2] Bis 2007 bestritt Froome internationale Radrennen mit kenianischer Lizenz, seitdem fährt er aufgrund der über seine Eltern erworbenen britischen Staatsbürgerschaft mit britischer Lizenz.[3] Für Kenia gewann er 2007 die Silbermedaille bei der B-Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren, beim Straßenrennen der Afrikaspiele wurde er im selben Jahr Dritter.

Profikarriere[Bearbeiten]

Nachdem Froome 2007 bereits für das südafrikanische Continental Team Konica Minolta fuhr, wechselte er 2008 zum ebenfalls südafrikanischen Professional Continental Team Team Barloworld. Für Barloworld bestritt er die Tour de France 2008 und den Giro d’Italia 2009. Er beendete diese Rundfahrten auf den Plätzen 84 und 36.

In der Saison 2010 wurde Froome Mitglied des britischen UCI ProTeams Sky ProCycling. 2011 konnte er bei der Vuelta a España eine Etappe gewinnen und verpasste den Gesamtsieg um lediglich 13 Sekunden auf den Sieger Juan José Cobo. Er platzierte sich damit vor seinem ursprünglich als Teamkapitän angetretenen[4] Teamkollegen Bradley Wiggins. Bei der Tour de France 2012 wurde Froome wieder zur Unterstützung von Wiggins eingesetzt und zeigte sich ihm teilweise in den Bergen überlegen.[5] Er beendete die Rundfahrt 3:21 Minuten hinter seinem Kapitän. Einen Monat später holte er bei den Olympischen Spielen in London die Bronzemedaille im Zeitfahren.

Bei der Tour de France 2013 ging Froome in Abwesenheit des verletzungsbedingt fehlenden Vorjahressiegers Wiggins erstmals als Kapitän seines Sky-Teams an den Start.[6] Er übernahm das Gelbe Trikot durch einen Solosieg bei der Bergankunft der 8. Etappe. Er baute die Führung in der Folge weiter aus und gewann sowohl die 15. Etappe auf den Mont Ventoux als auch das Zeitfahren der 17. Etappe. In der Gesamtwertung hatte er schließlich 4:20 Minuten Vorsprung auf den Endzweiten Nairo Quintana. Nach diesem Sieg war er Favorit der Tour de France 2014, musste das Rennen jedoch nach Stürzen auf der 4. und 5. Etappe mit Prellungen an Ellenbogen, Hüfte und Handgelenk sowie massiven Hautabschürfungen aufgeben.[7]

Im folgenden Jahr ging Froome erneut bei der Tour de France an den Start. Erstmals konnte er das Gelbe Trikot nach der 7. Etappe übernehmen, nachdem der bis dato führende Tony Martin nach der 6.Etappe verletzungsbedingt aufgab. Während der 7. Etappe gab es keinen Träger des Gelben Trikots. Erstmals gerecht werden konnte er seiner Favoritenrolle auf der 10. Etappe, die mit einer Bergankunft in La Pierre Saint-Michel endete. Er gewann diese Etappe überlegen mit 59 Sekunden vor seinem Teamkollegen Richie Porte. In weiterer Folge der Rundfahrt konnte er sämtliche Angriffe seiner Kontrahenten abwehren. Lediglich gegen Ende der Tour de France wankte er nochmals, als Nairo Quintana ihm nach L’Alpe d’Huez und La Toussuire jeweils Zeit abnehmen konnte. Schlussendlich gewann er die Tour mit 1:12 Minuten Vorsprung auf den Zweiten Nairo Quintana. Nebenbei sicherte er sich auch noch die Bergwertung, damit war er der erste Fahrer seit Eddy Merckx 1969, der neben der Gesamtwertung auch die Bergwertung bei einer Tour de France für sich entscheiden konnte.

Dopingverdächtigung[Bearbeiten]

2010 wurde bei Froome die stark schwächende Tropenkrankheit Bilharziose diagnostiziert. Seit diesem Zeitpunkt wird er mit speziellen Medikamenten behandelt.[8] Skeptiker sehen darin Parallelen zum wegen Dopings gesperrten Lance Armstrong, der aufgrund seiner Krebserkrankung eine Ausnahmegenehmigung für bestimmte Therapien besaß.[9][10] Auf der 14. Etappe der Tour de France 2015 wurde er durch einen Zuschauer mit einem Becher Urin bespritzt, was Froome unter anderem auf kritische Kommentare französischer Journalisten, unter anderem des Exprofis Laurent Jalabert, zurückführte.[11]

Erfolge[Bearbeiten]

2007
2009
2011
2012
2013
2014
2015

Platzierungen bei den Grand Tours[Bearbeiten]

Grand Tour 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Pink jersey Giro d’Italia 36 DNF
Yellow jersey Tour de France 84 2 1 DNF 1
red jersey Vuelta a España 2 4 2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chris Froome – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. telegraph.co.uk vom 28. Juni 2013: The incredible rise of Chris Froome - and how he was almost killed by a hippo
  2. theguardian.com vom 29. Juni 2013: Chris Froome confident he can pull off victory in the Tour de France
  3. velonews.com vom 23. November 2011: Underdog no more, Chris Froome hopes for a bit more liberty in 2012
  4. radsport-news.com vom 16. August 2011: Wiggins gibt nach Tour-Sturz Comeback bei Vuelta.
  5. radsport-news.com vom 19. Juli 2012: Froome ist Wiggins provozierend überlegen.
  6. radsport-news.com vom 29. Juni 2013: Die Mission heißt Titelverteidigung.
  7. radsport-news.com vom 9. Juli 2014: Froomes Traum vom Tour-Sieg bereits am fünften Tag geplatzt.
  8. spiegel.de vom 9. Juli 2013: Radprofi Froome: Der unheimliche Favorit
  9. focus.de vom 9. Juli 2013: Froome erklimmt Berge so schnell wie Doper Armstrong
  10. t-online.de vom 10. Juli 2013: Experte: Froome fährt wie ein Mutant
  11. Froome wird nicht glücklich im Gelben Trikot. sportschau.de, 20. Juli 2015, abgerufen am 21. Juli 2015.