Döschnitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Döschnitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Döschnitz hervorgehoben
Koordinaten: 50° 37′ N, 11° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saalfeld-Rudolstadt
Verwaltungs­gemeinschaft: Mittleres Schwarzatal
Höhe: 415 m ü. NHN
Fläche: 6,31 km2
Einwohner: 245 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07429
Vorwahl: 036730
Kfz-Kennzeichen: SLF, RU
Gemeindeschlüssel: 16 0 73 017
Webpräsenz: www.doeschnitz.de
Bürgermeister: Klaus Biehl
Lage der Gemeinde Döschnitz im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
Allendorf Altenbeuthen Bad Blankenburg Bechstedt Cursdorf Deesbach Döschnitz Dröbischau Drognitz Gräfenthal Hohenwarte Kamsdorf Katzhütte Kaulsdorf (Saale) Königsee-Rottenbach Lehesten Leutenberg Lichte Mellenbach-Glasbach Meura Meuselbach-Schwarzmühle Oberhain Oberweißbach/Thüringer Wald Piesau Probstzella Reichmannsdorf Remda-Teichel Rohrbach Königsee-Rottenbach Rudolstadt Saalfeld/Saale Saalfelder Höhe Schmiedefeld (Lichtetal) Schwarzburg Sitzendorf Uhlstädt-Kirchhasel Unterweißbach Unterwellenborn Wittgendorf ThüringenKarte
Über dieses Bild

Döschnitz ist eine Gemeinde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen. Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Mittleres Schwarzatal an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Sitzendorf hat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Döschnitz, der staatlich anerkannte Erholungsort liegt im Tal der Weißen Sorbitz im Naturpark Thüringer Wald.

östlicher Ortsteil

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Döschnitz gehört der Ortsteil Bockschmiede.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung der Besiedelung von Döschnitz ist unbekannt, doch gibt es Hinweise, dass der Ort schon zur Zeit der frühen slawischen Rodungssiedlung im Thüringer Wald ab dem 9. Jahrhundert entstand. Die erste Erwähnung des Ortes erfolgte jedoch erst als Tschitz im Jahr 1422. Der Ort war mangels fruchtbarer landwirtschaftlicher Flächen in früheren Zeiten zunächst von Forstwirtschaft sowie Schiefer-, Eisenerz- und Kalksteinabbau geprägt. Bereits im 15. Jahrhundert existierte eine bis 1862 bestehende Hammerschmiede. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, durch den auch Döschnitz in Mitleidenschaft gezogen wurde, erlangte der Olitätenhandel an Bedeutung, außerdem wurde der Eisenerzabbau intensiviert und 1849 ein Schleifwerk für den vor Ort abgebauten Kalkstein (Döschnitzer Marmor genannt[2]) errichtet. Der Abbau von Erzen und Gesteinen erlitt jedoch schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert einen Niedergang. Bis 1918 gehörte der Ort zur Oberherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.

Zu DDR-Zeiten wurde in Döschnitz vermehrt Landwirtschaft und insbesondere Viehhaltung betrieben, außerdem gewann in jener Zeit auch der Fremdenverkehr bzw. das Erholungswesen an Bedeutung.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Döschnitz besteht aus sechs Ratsfrauen und Ratsherren.

  • FW 4 Sitze
  • FSKVerein 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Klaus Biehl wurde am 5. Juni 2016 gewählt.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchgemeinde Döschnitz gehört zum Kirchspiel Döschnitz mit den Kirchgemeinden Döschnitz, Meura, Sitzendorf und Unterweißbach. Die Dorfkirche Döschnitz weist einen barocken Altar aus Döschnitzer Marmor auf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Carl Gäbert, Alexander Steuer, Karl Weiss: Die nutzbaren Gesteinsvorkommen Deutschlands. Verwitterung und Erhaltung der Gesteine (= Handbuch der Steinindustrie. Bd. 1). Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin 1915, S. 180.
  3. Richard HocheSchoeler, Georg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 32, Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 215 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Döschnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien