DeMarcus Nelson

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Basketballspieler
DeMarcus Nelson
Nelson im Trikot von Roter Stern 2013
Spielerinformationen
Voller Name DeMarcus De’Juan Nelson
Geburtstag 2. November 1985
Geburtsort Oakland (CA), USA
Größe 189 cm
Position Point Guard /
Shooting Guard
College Duke University
Vereine als Aktiver
2004–2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Duke Blue Devils (NCAA)
2008–2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Golden State Warriors
→2008000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bakersfield Jam
000002009 KroatienKroatien KK Zagreb
000002009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Austin Toros
2009–2010 ItalienItalien Air Avellino
2010–2011 FrankreichFrankreich Cholet Basket
201100000 UkraineUkraine BK Donezk
2011–2012 FrankreichFrankreich Cholet Basket
2012–2014 SerbienSerbien KK Roter Stern Belgrad
2014–2015 GriechenlandGriechenland Panathinaikos Athen
000002015 MonacoMonaco AS Monaco
2015–2016 SpanienSpanien Unicaja Malaga
2016–2019 FrankreichFrankreich ASVEL Lyon-Villeurbanne
00seit 2019 DeutschlandDeutschland FC Bayern München

DeMarcus De’Juan Nelson (* 2. November 1985 in Oakland, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler. Nach dem Studium in seinem Heimatland war Nelson als Profi kurzzeitig in der nordamerikanischen Liga NBA aktiv, bevor er ab 2009 seine Karriere in europäischen Ligen fortsetzte. Nach Stationen in Italien, Frankreich und der Ukraine spielte er in Griechenland, Monaco, wieder Frankreich und wechselte dann zum FC Bayern München.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nelson war schon während seiner Schulzeit in Kalifornien ein erfolgreicher Basketballspieler und wurde 2004 zum McDonald’s All-American Game der besten High School-Basketballspieler des Landes eingeladen.[1] Anschließend bekam er ein Stipendium an der Duke University, dessen Basketballmannschaft Blue Devils zu den erfolgreichsten Mannschaften in der NCAA gehört. In der Atlantic Coast Conference (ACC) erhielt er mehrere persönliche Auszeichnungen und wurde als „Freshman“ in die Auswahl der besten Liganeulinge der ACC sowie in seinem Abschlussjahr 2008 in das „ACC-First Team“ in die Auswahl der fünf besten Spieler beziehungsweise als bester Spieler der ACC auf seiner Spielposition ausgezeichnet. Mit Duke gewann er 2005 und 2006 das Meisterschaftsturnier der ACC; in der landesweiten NCAA-Endrunde reichte es für die ambitionierte Mannschaft nach dem Meisterschaftsgewinn in der ACC jedoch nur zu zwei Teilnahmen im Achtelfinale der Sweet Sixteen, die man im Folgenden auch nicht verbessern konnte.

Nach seinen vier Collegespielzeiten blieb Nelson im NBA-Draft 2008 bei der Auswahl der künftigen NBA-Profis unberücksichtigt, bekam jedoch dann bei den Golden State Warriors an seinem Geburtsort doch noch einen Vertrag in der nordamerikanischen Profiliga. Überraschenderweise begann er die Saison bei den Warriors unter Trainer Don Nelson als „Starter“ auf der Position des Point Guards, was im College nicht seine angestammte Spielposition war. Damit war er der erste Spieler in der Geschichte der Warriors, der als nicht im Draftverfahren ausgewählter Spieler in seinem ersten Einsatz in einem Meisterschaftsspiel der NBA in der Anfangsaufstellung stand.[2] Nach wenigen Einsätzen schickte Trainer Don Nelson ihn zunächst ins „Farmteam“ Bakersfield Jam in der NBA Development League (D-League), bevor man ihn nach einem Monat in den Kader der Warriors zurückholte. Im Januar 2009 entließ man DeMarcus Nelson nach insgesamt 13 Einsätzen aus seinem Vertrag, um unter anderem für Jermareo Davidson Platz zu schaffen. Nelson ging im Anschluss direkt nach Europa und hatte Ende Januar 2009 für den kroatischen Verein KK Zagreb unter anderem einen Einsatz in der ABA-Liga. Er konnte hier jedoch nicht überzeugen und kehrte in sein Heimatland zurück. Im März 2009 spielte er in der D-League für die Austin Toros, bevor ihn die Chicago Bulls im April 2009 kurzfristig in die NBA zurückholten. Im Sommer 2009 strichen aber auch die Bulls Nelson aus ihrem Kader, nachdem er bei ihnen ohne Einsatz geblieben war.

Nach seinem wechselhaften ersten Jahr als Profi ging Nelson zur Saison 2009/10 längerfristig nach Europa und unterschrieb einen Vertrag bei Air Avellino in der italienischen Lega Basket Serie A. Der ehemalige italienische Pokalsieger und Europapokalteilnehmer verpasste am Saisonende jedoch auf dem neunten Platz den Einzug in die Play-offs um die Meisterschaft knapp wegen des schlechteren direkten Vergleichs. Nachdem sich Nelson in der NBA Summer League 2010 im Trikot der Milwaukee Bucks erfolglos um einen erneuten Vertrag in der NBA bemüht hatte, spielte er in der Saison 2010/11 für den französischen Meister aus Cholet in der LNB Pro A. In der ULEB Euroleague 2010/11 schieden die Westfranzosen bei ihrer Premiere auf höchstem europäischem Vereinsniveau nach der Vorrunde wegen des schlechteren direkten Vergleichs aus. Als Hauptrundenerster der nationalen Meisterschaft erreichte der Titelverteidiger erneut das Finalspiel um die Meisterschaft, das jedoch mit zwei Punkten Unterschied gegen SLUC Nancy Basket verloren ging. In der Saison 2011/12 hatte Nelson zu Beginn kurzzeitig einen Vertrag in der Basketball Superliga Ukraine beim Vizemeister aus Donezk, doch nach einem Monat kehrte er bereits im November 2011 nach Cholet zurück. Nach dem Verlust von Sammy Mejia erreichte Cholet jedoch nur den achten und letzten Play-off-Platz nach der Hauptrunde. Hier konnte man den Ersten BCM Gravelines in der ersten Runde überraschen und in die Halbfinalserie um die Meisterschaft einziehen, in der man jedoch gegen Le Mans Sarthe Basket ausschied.

Zur Saison 2012/13 bekam Nelson einen Vertrag bei Roter Stern in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Mit dem serbischen Vizemeister zog er im Pokalwettbewerb Kup Radivoja Koraća ins Endspiel ein, wo es zu einer Neuauflage des Vorjahresfinales gegen Serienmeister KK Partizan Belgrad kam. Roter Stern konnte die Revanche gewinnen und Nelson wurde zum besten Spieler des Finales ernannt. Auch im Endspiel der ABA-Liga und der Finalserie der Meisterschaft kam es jeweils zur Auseinandersetzung mit dem Erzrivalen Partizan, die dieser dann aber jeweils gewinnen konnte. In der Vorrunde der ULEB Euroleague 2013/14 schied Nelson mit Roter Stern bereits nach der Vorrunde aus, obwohl er am vierten Spieltag als effektivster Spieler zum „Spieler der Woche“ ernannt wurde.[3]

Im Juni 2014 wurde er von der griechischen Spitzenmannschaft Panathinaikos Athen verpflichtet.[4] und ging nach einem Jahr in Athen (und dem Gewinn des Pokalwettbewerbs)[5] zum AS Monaco. Bei der vom montenegrinischen Trainer Zvezdan Mitrovic betreuten Mannschaft aus dem Fürstentum übernahm er eine Führungsrolle, verließ Monaco aber Ende Dezember 2015, um ein Angebot des spanischen Erstligisten Unicaja Malaga anzunehmen.[6] In Malaga bestritt der Amerikaner 19 Einsätze in der Liga ACB (4,7 Punkte/Spiel), in der EuroLeague brachte er es auf 6,1 Punkte je Begegnung.[7] Im Oktober 2016 unterschrieb er einen Vertrag beim französischen Verein ASVEL Lyon-Villeurbanne[8] und blieb dort bis 2019. In seiner letzten Saison in Lyon (2018/19) arbeitete er wieder mit Trainer Mitrovic zusammen, der aus Monaco gekommen war. Nelson trug erheblich zum Gewinn des französischen Meistertitels bei, er wurde als bester Spieler der Finalserie ausgezeichnet.[9]

Anfang September 2019 wechselte der US-Amerikaner zum deutschen Meister FC Bayern München.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Player Alumni List 12-2013: Boy’s Alumni. (PDF (280 KB)) McDonaldsAllAmerican.com, 11. Februar 2013, S. 8, abgerufen am 26. Januar 2014 (englisch, Alphabetisch sortierte Liste aller Teilnehmer).
  2. Mark Emmons: DeMarcus Nelson: the Warriors’ anonymous opening-day point guard. San Jose Mercury News, 28. Oktober 2008, abgerufen am 26. Januar 2014 (englisch).
  3. Regular season Round 4 bwin MVP: DeMarcus Nelson, Crvena Zvezda Telekom Belgrade. ULEB, 9. November 2013, abgerufen am 26. Januar 2014 (englisch).
  4. https://www.euroleague.net/news/i/139768/panathinaikos-lands-demarcus-nelson
  5. http://www.acb.com/jugador.php?id=D05
  6. https://basket-ballworld.fr/espagne-demarcus-nelson-quitte-monaco-pour-malaga/
  7. https://www.euroleague.net/competition/players/showplayer?pcode=002829#!careerstats
  8. https://www.sport365.fr/basket-pro-a-asvel-nelson-renfort-2749150.html
  9. https://www.ouest-france.fr/sport/basket/basket-elite-mvp-de-la-finale-demarcus-nelson-quitte-villeurbanne-6447419
  10. https://www.euroleague.net/news/i/9x7pbaxqxpxdrvdq