Union des démocrates et indépendants

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Union des démocrates et indépendants
Union der Demokraten und Unabhängigen
Partei­vorsitzender Jean-Christophe Lagarde
General­sekretär Brigitte Fouré, Michel Zumkeller
Stell­vertretende Vorsitzende Sophie Auconie, Jean-Marie Bockel, Yannick Favennec, Louis Giscard d'Estaing, Yves Jégo, Valérie Létard, Catherine Morin-Desailly, Bertrand Pancher, Arnaud Richard, François Sauvadet
Gründung 18. September 2012
Gründungs­ort Paris
Haupt­sitz 22 bis, rue des Volontaires
75015 Paris
Aus­richtung Zentrismus,
Liberalismus,
Christdemokratie,
Europäischer Föderalismus
Farbe(n) Violett, Hellblau
Nationalversammlung 2017
18/577
Senat 2011
42/348
Mitglieder­zahl ca. 50.000
Europaabgeordnete
3/74
Europapartei Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa
EP-Fraktion Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa
Website www.parti-udi.fr

Die Union des démocrates et indépendants ist ein 2012 entstandenes Parteienbündnis in Frankreich. Sie wird der politischen Mitte bzw. dem Mitte-rechts-Lager zugeordnet und vertritt zentristische, liberale, christdemokratische und pro-europäische politische Positionen.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprung der Partei war ein Wahlbündnis zu den Parlamentswahlen 2012, als die Niederlage der Regierungsparteien der Präsidentschaft von Nicolas Sarkozy und der Wahlsieg der politischen Linken unter François Hollande absehbar wurden. Abgeordnete des bürgerlichen Lagers, die mit dem Kurs der UMP unter Sarkozy, der im Wahlkampf die Partei durch Betonung der Themen Einwanderung, innere Sicherheit und nationale Identität weit nach rechts geführt hatte, nicht länger einverstanden waren, bildeten daraufhin eine gemeinsame Fraktion.

Mitgliedsparteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die UDI vereint(e) folgende Parteien in sich, die formal weiterhin eigenständig sind:

Assoziierte Mitglieder:

Ehemalige Mitglieder:

Wahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl im März 2014 entfielen auf die UDI frankreichweit in der ersten Runde 2,33 % der Stimmen.[2] Sie erhielt 5.373 der 36.681 kommunalen Mandate.

Bei der Europawahl 2014 trat die UDI auf einer gemeinsamen Liste mit dem zentristischen Mouvement démocrate (MoDem) unter dem Namen Les Européens - l'Alternative an. Die Liste erreichte 9,9 % und sieben Sitze – vier weniger als 2009 die MoDem alleine.

Bei den Département-Wahlen im März 2015 entfielen auf UDI-Kandidaten 1,3 % der Stimmen.[3] Allerdings konnte die UDI 364 der 4.108 Sitze gewinnen. Bei den Regionalwahlen im Dezember 2015 trat die UDI auf gemeinsamen Listen mit Republikanern (LR), MoDem und anderen Mitte-Rechts-Parteien an. Sie erreichte 199 der 1753 Sitze in den Regionalräten. Zudem stellt sie mit Hervé Morin den Präsidenten des Regionalrats der Normandie.

Bei der Präsidentschaftswahl 2017 lehnten die Mitglieder der UDI eine Teilnahme an der Vorwahl der Republikaner (LR) ab. Der UDI-Vorsitzende Jean-Christophe Lagarde unterstützte die schließlich gescheitere Kandidatur von Alain Juppé bei der Vorwahl.[4] Er unterstützte anfangs auch den LR-Präsidentschaftskandidaten François Fillon, entzog ihm aber wegen der Penelope-Affäre die Unterstützung.[5]

Internationale Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die UDI bei der Europawahl 2014 durch eine gemeinsame Liste mit dem Mouvement démocrate (MoDem) in das Europäische Parlament eingezogen war, schloss sie sich der MoDem-dominierten Europäischen Demokratischen Partei (EDP) an. Die Europaabgeordneten traten der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa bei. 2016 wechselte die UDI von der EDP zur ALDE-Partei.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.europe1.fr/politique/presidentielle-ludi-excommunie-lalliance-centriste-pour-son-ralliement-a-emmanuel-macron-3195287
  2. http://www.interieur.gouv.fr/Elections/Les-resultats/Municipales/elecresult__MN2014/(path)/MN2014/FE.html
  3. http://www.interieur.gouv.fr/Elections/Les-resultats/Departementales/elecresult__departementales-2015/(path)/departementales-2015//FE.html
  4. http://www.lexpress.fr/actualite/politique/elections/plantage-de-juppe-lachage-de-lagarde-la-journee-cauchemardesque-de-fillon_1884650.html
  5. http://www.lemonde.fr/affaire-penelope-fillon/article/2017/03/03/les-centristes-de-l-udi-retirent-leur-soutien-a-francois-fillon_5089087_5070021.html