Rassemblement National

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Rassemblement National
Nationale Sammlungsbewegung
Parteilogo
Marine Le Pen (2014)
Partei­vorsitzende Marine Le Pen
Stell­vertretender Vorsitzender Steeve Briois, Jordan Bardella
Sprecher Julien Sanchez, Sébastien Chenu, Laurent Jacobelli
Schatz­meister Wallerand de Saint-Just
Gründung 5. Oktober 1972
Gründungs­ort Paris
Haupt­sitz 76–78 rue des Suisses
92000 Nanterre
Jugend­organisation Génération nation
Aus­richtung Nationalismus,
Nationalkonservatismus,
Rechtspopulismus,
Rechtsextremismus,
Protektionismus,
EU-Skepsis
Farbe(n) Blau, Weiß, Rot
Nationalversammlung
6/577
Senat
1/348
Mitglieder­zahl 20.000[1] (2019)
Europaabgeordnete 2019
21/79
Europapartei Identität und Demokratie Partei
EP-Fraktion Identität und Demokratie
Website www.rassemblementnational.fr

Rassemblement National (RN, deutsch Nationale Sammlungsbewegung; bis Juni 2018: Front National, FN, deutsch Nationale Front) ist eine am rechten Rand des politischen Spektrums angesiedelte Partei in Frankreich; sie bedient sich einer rechtspopulistischen Stilistik und rechtsextremer Argumentationen.[2][3] Die Partei definiert sich selbst als „weder rechts noch links[4] sowie als „patriotisch“, „populistisch“ und „souveränistisch“.

Nach der Parlamentswahl im Juni 2017 war die Sammlungsbewegung mit acht Sitzen in der französischen Nationalversammlung vertreten, inzwischen sind es sechs. Vorsitzende der Partei ist Marine Le Pen, die 2011 ihren Vater Jean-Marie Le Pen an der Parteispitze abgelöst hat.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Franzosen zuerst“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlungsbewegung Rassemblement National beschreibt sich selbst als „patriotisch“ und „national“ im Sinne von „französischer Identität, Tradition und Souveränität“. Ein zentrales Konzept der RN ist die préférence nationale, die nationalistisch organisierte Bevorzugung der Franzosen, gemäß dem Motto Les Français d’abord („Franzosen zuerst“, so auch ein Buchtitel von Jean-Marie Le Pen).[5] So sollen französische Staatsbürger bei der Arbeitsplatzsuche und bei Sozialleistungen gegenüber Nichtfranzosen bessergestellt werden. Klassenwidersprüche sollen durch national-soziale Lösungen überwunden werden. Über die Vorstellung einer „sozial“ verstandenen Nation – Social parce que national („Sozial weil national“) – bleibt die Marktwirtschaft ein nationales Interesse. Das Rechts-links-Schema wird in Frankreich vor allem an der Wirtschafts- und Sozialpolitik festgemacht; die Vorgänger-Organisation Front National prägte daher das Motto Ni Droite ni Gauche – français! („Weder rechts noch links – französisch!“)

Protektionismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er und 1980er Jahren konnte die Parteilinie in Abgrenzung zum Etatismus der regierenden Linksparteien als neoliberal verstanden werden, Zielgruppe waren vor allem kleine Selbständige und Mittelständler. Jedoch vollzog die Partei einen Kurswechsel hin zur Ablehnung der wirtschaftlichen Globalisierung und zum Protektionismus, sie spricht damit heute vermehrt Arbeiter und Arbeitslose an. So fordert die Partei u. a.:

Einwanderung und Integration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den anderen Parteien wird vorgeworfen, sie zerstörten – besonders durch die Einwanderung – eine französische nationale Marktwirtschaft und seien damit verantwortlich für die Arbeitslosigkeit. Eine der wichtigsten Forderungen der RN ist die Beschränkung der Einwanderung, insbesondere der aus nichteuropäischen Ländern. Während der Präsidentschaftswahlen 1995 forderte der damalige Parteivorsitzende Jean-Marie Le Pen die Rückführung von drei Millionen Nichteuropäern aus Frankreich — hier ist die Parteilinie inzwischen gemäßigter. Besonders die Einwanderung aus muslimischen Ländern wird kritisch gesehen: Die Partei warnt vor einer „Islamisierung“ des Landes. Das Thema „Einwanderung“ ist seit den 1980ern das Hauptwahlkampfthema der Partei. Seit 2007 wird im Sinne einer Modernisierung im Programm eine beschränkte Zuwanderung zugestanden.

Im Einzelnen fordert die Partei in ihrem Programm:[7]

  • Illegale Einwanderer, in Frankreich als sans-papiers („ohne Papiere“) bezeichnet, sollen ausgewiesen werden. Die nachträgliche Legalisierung der sans-papiers soll ebenso verboten werden wie Organisationen, die sich für deren Legalisierung oder deren Bleiberecht einsetzen.
  • Die jährliche legale Zuwanderung nach Frankreich soll auf 10.000 Personen beschränkt werden.
  • Wer als Ausländer straffällig wird, soll sofort, wer seine Arbeit verliert, nach einem Jahr das Aufenthaltsrecht in Frankreich verlieren.
  • Das Asylrecht soll nach dem Vorbild Japans drastisch verschärft werden, um die Zahl der Asylbewerber und Asylberechtigten zu senken. Die Familienzusammenführung soll abgeschafft werden.
  • Das ius soli zur Erlangung der französischen Staatsbürgerschaft soll gestrichen werden („La nationalité française s’hérite ou se mérite!“ deutsch Die französische Staatsangehörigkeit erbt man oder man verdient sie sich). Die Einbürgerung soll erschwert und die doppelte Staatsbürgerschaft außer für EU-Bürger abgeschafft werden.
  • Für den Bau weiterer Moscheen sollen strenge Regeln gelten, etwa keine (auch indirekte) Finanzierung durch den französischen Staat und keine Finanzierung aus dem Ausland.
  • „Sichtbare religiöse Symbole“ wie etwa das islamische Kopftuch sollen in öffentlichen Einrichtungen verboten werden.

Außenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Europäische Union soll zu einem „Europa der Nationen“ umgestaltet werden, das jedem Nationalstaat die Beibehaltung seiner nationalen Souveränität erlaubt.
  • Austritt aus dem Schengener Abkommen oder eine Neuverhandlung, die Frankreich die Kontrolle seiner Staatsgrenzen ermöglicht.
  • Austritt aus der Euro-Zone.
  • Austritt aus der NATO, größere Unabhängigkeit gegenüber anderen internationalen Organisationen.[8]

Strafverschärfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Präsidentschaftswahlen 2002 wurde das Thema „Recht und Gesetz“ stärker betont. Die Strafverschärfung, zu der auch die geforderte Wiedereinführung der Todesstrafe gehört, ist ein wichtiger Programmpunkt.[9][10]

Ideologische Einordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Front National unter Jean-Marie Le Pen in der Politikwissenschaft uneingeschränkt als rechtsextremistisch eingeordnet wurde, ist die Einordnung seit der Übernahme des Parteivorsitzes durch Marine Le Pen 2011 uneinheitlich: Sofia Vasilopoulou und Daphne Halikiopoulou[11] sowie Marcus Stadelmann[12] ordneten die Partei 2014 als eindeutig rechtsextrem ein. Jean-Yves Camus[13] verwendete 2014 die Kategorie des „nationalpopulistischen Rechtsextremismus“, Gilles Ivaldi und Joël Gombin[14] 2015 die der „populist radical right“. Sebastian Chwala[15] beschrieb die Front National 2015 als „rechtspopulistische“ Partei.

Tanja Wolf typologisierte die FN 2019 als „rechtspopulistisch mit rechtsextremen Tendenzen“. Wie für rechtspopulistische Parteien typisch, weise die Front National keine umfassende Ideologie, sondern eine eher flexible Weltanschauung auf. Auch die Anti-Establishment-Einstellung, die Forderungen nach Ausweitung der bürgerlichen Mitbestimmung, die Gegenüberstellung von „Volk“ und „Elite“ und die grundsätzliche Unterstützung rechtsstaatlicher Prinzipien, die Ausrichtung auf eine charismatische Führungsfigur sowie Rhetorik und Stil seien rechtspopulistische Ausprägungen. Die Definition des Volkes als Kulturnation mit dem Islam als Feind, zugleich aber die Möglichkeit, dass sich Immigranten assimilieren und so auch zu Mitgliedern der französischen Nation werden können, sprächen ebenfalls eher für Rechtspopulismus statt herkömmlichen Rechtsextremismus. Der hohe Grad der organisationalen Ausgestaltung mit stark zentralisierten, von der Spitze nach unten organisierten Strukturen mit starkem Unterbau entspreche hingegen dem einer rechtsextremen Partei.[16]

Parteiorganisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parteivorsitzende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Amtszeit
Jean-Marie Le Pen Jean-Marie Le Pen 479834203 5030701e77 o.jpg 5. Oktober 1972–16. Januar 2011 bis 2015 Ehrenvorsitzender[17]
Marine Le Pen Meeting 1er mai 2012 Front National, Paris (44) (cropped).jpg 16. Januar 2011–25. April 2017 Tochter von Jean-Marie Le Pen
Jean-François Jalkh
(kommissarisch)
JFJalkh (cropped).jpg 25. April 2017–28. April 2017[18] Le Pen gab den Parteivorsitz während des Präsidentschaftswahlkampfs 2017 kurzzeitig ab
Steeve Briois
(kommissarisch)
Raismes - Meeting de Marine Le Pen le 16 octobre 2015 sur l'élection régionale en Nord-Pas-de-Calais-Picardie (28) (cropped 2).JPG 28. April 2017–15. Mai 2017 übernahm den kommissarischen Vorsitz nachdem Jalkh wegen den Holocaust verleugnenden Kommentaren zurücktreten musste[19]
Marine Le Pen Marine Le Pen (2017-03-24) 01 cropped.jpg seit 15. Mai 2017

Generalsekretäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Generalsekretär Bild Amtszeit
Alain Robert 1972–1973
Dominique Chaboche 1973–1974
Victor Barthélemy 1975–1978
Alain Renault 1978–1980
Pierre Gérard Gérard, Pierre (France enchaînée, 1938-10-01) - Copie.jpg 1980–1981
Jean-Pierre Stirbois Jean-Pierre STIRBOIS.jpg Juni 1981–5. November 1988
Carl Lang Carl Lang (cropped).jpg 1988–1995
Bruno Gollnisch 200109 Bruno Gollnisch.jpg 1995–2005
Louis Aliot Louis Aliot Perpignan2008.JPG 11. Oktober 2005–2. Mai 2010
Jean-François Jalkh Jean-françois Jalkh.jpg 2. Mai 2010–16. Januar 2011
Steeve Briois Hénin-Beaumont - Élection officielle de Steeve Briois comme maire de la commune le dimanche 30 mars 2014 (092).JPG 16. Januar 2011–30. März 2014
Nicolas Bay Nicolas Bay 07 (cropped).jpg 30. November 2014–30. September 2017
Steeve Briois Raismes - Meeting de Marine Le Pen le 16 octobre 2015 sur l'élection régionale en Nord-Pas-de-Calais-Picardie (28) (cropped 2).JPG 30. September 2017–11. März 2018

2018 wurde das Amt des Generalsekretärs abgeschafft.

Familienmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sammlungsbewegung RN ist stark von dem Einfluss der Familie Le Pen geprägt – schon unter Jean-Marie Le Pen waren seine drei Töchter (und deren Ehemänner oder Lebensgefährten) zeitweilig in der Partei tätig; in seiner Nachfolge konnte sich keiner der Nicht-Familienmitglieder gegen Marine Le Pen durchsetzen; Kritiker sprechen teilweise von „einem florierenden Familienunternehmen“ oder einer „Dynastie“.[20][21] Neben Marine und Jean-Marie Le Pen waren oder sind politisch aktiv:

  • Marion Maréchal-Le Pen (Enkelin von Jean-Marie Le Pen und Nichte von Marine) wurde 2012 für die FN als Abgeordnete für das Département Vaucluse in die französische Nationalversammlung gewählt; im Mai 2017 trat sie vorläufig von allen politischen Funktionen zurück. Sie gilt als Vertreterin einer traditionalistischen Linie, die die katholische Identität Frankreichs und das traditionelle Familienbild betonte und wurde zeitweilig als ernste Konkurrentin zu Marine Le Pen gesehen. Sie ist seither Mitgründerin und Direktorin der privaten Hochschule Institut des sciences sociales économiques et politiques (Issep) in Lyon, die sich zum Ziel setzte, rechtskonservatives Führungspersonal auszubilden.[22]
  • Marie-Caroline Le Pen (älteste Schwester von Marine) kandidierte 1997 für die FN in den Wahlen zur Nationalversammlung, brach mit ihrem Vater 1998. Im Jahr 2020 kandidiert sie erneut für die Partei in den Kommunalwahlen in Calais. Ihr Ehemann ist ein langjähriger Parteifunktionär.
  • Yann Le Pen (jüngste Schwester von Marine und Mutter von Marion Maréchal-Le Pen) ist in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Partei tätig. Wie bei Marine und Marie-Caroline ist ihr Ehemann ein langjähriger Parteifunktionär.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungs- und Aufbauphase: die 1970er und 1980er Jahre der Front National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Partei wurde am 5. Oktober 1972 als Zusammenschluss verschiedener nationalkonservativer und rechtsextremer Strömungen gegründet. Vorläufer und organisatorischer Kern der FN war das Comittée d’initiative pour une candidature nationale (Initiativkomitee für eine nationale Kandidatur), das bei der Präsidentschaftswahl 1965 den Rechtsanwalt Jean-Louis Tixier-Vignancour als Kandidaten der äußersten Rechten nominierte. Treibende Kraft des Komitees war Jean-Marie Le Pen, der auch als Wahlkampfleiter für Tixier-Vignancour fungierte. Obwohl dessen Kandidatur mit nur 5,2 % der Stimmen im ersten Wahlgang scheiterte, war es Le Pen gelungen, eine Plattform aus verschiedenen Kräften und Organisationen der radikalen Rechten zu bilden, die später den Grundstein für die FN bildete.[23]

Le Pen war zuvor Abgeordneter der aufgelösten Union de défense des commerçants et artisans (Poujadisten) in der Nationalversammlung gewesen. Bereits zu Beginn machte die FN mit fremdenfeindlichen Äußerungen und Parolen auf sich aufmerksam, die sich gegen Einwanderer in Frankreich richteten. Jean-Marie Le Pen wurde seit 1960 in mehr als 20 Fällen unter anderem wegen Beleidigung, Morddrohungen, rassistischer sowie negationistischer Erklärungen und Körperverletzung rechtskräftig verurteilt.

In den 1980er Jahren wurde die FN bei zwei Parlamentswahlen in Folge mit mindestens einem Abgeordneten in die Nationalversammlung gewählt. Als Ursache kann der wirtschaftliche Pessimismus seiner damaligen Kernwählerschaft unter den Kleinselbstständigen gesehen werden. In den folgenden Jahren veränderte sich die Zusammensetzung der Wählerschaft stark. Zu Lasten der bis dahin führenden Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF) baute die FN ihre Wählerschaft unter den Arbeitern Nord- und Ostfrankreichs massiv aus, was unter anderem auf den Zusammenbruch des osteuropäischen Realsozialismus und die wirtschaftlichen Probleme der Region sowie die Arbeitslosigkeit durch den Strukturwandel weg von Kohle und Stahl zurückgeführt wird. Dies setzte sich nicht fort, als Le Pens Beteiligung an Folterungen während des Algerienkriegs bekannt wurden. Er hatte dies sowohl 1957 in einer Parlamentsrede als auch 1962 in einem Interview der Zeitschrift Combat erklärt und gerechtfertigt.[24]

Die Spaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 spaltete sich Bruno Mégret mit etwa der halben Parteiführung der Front National und Tausenden von Mitgliedern ab, da er Le Pens Führungsstil als schädlich für die Erfolge der Partei ansah. Louis Aliot sagte 2015, die FN habe durch die zermürbenden Vorkommnisse zehn Jahre verloren.[25] Mégrets Partei, das Mouvement national républicain (MNR), konnte jedoch keine größeren Erfolge vorweisen. Im gleichen Jahr wurde Le Pen zu einem Jahr Entzug des passiven Wahlrechts und drei Monaten Gefängnis auf Bewährung wegen Körperverletzung verurteilt, weil er eine sozialistische Bürgermeisterin im Wahlkampf angegriffen hatte.

Präsidentschaftswahlen 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur allgemeinen Überraschung gelang es Jean-Marie Le Pen 2002, als Zweitplatzierter aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen hervorzugehen und damit Lionel Jospin, den Kandidaten der Sozialistischen Partei Frankreichs (PS), auf den dritten Platz zu verweisen und in die zweite, entscheidende Runde der Präsidentschaftswahlen einzuziehen. In der folgenden Stichwahl unterlag er wie erwartet mit nur 17 gegenüber 83 Prozent der abgegebenen Stimmen für den amtierenden Präsidenten Jacques Chirac.

Regionalwahlen 2004[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Regionalwahlen 2004 wurde Le Pen vom zuständigen Präfekten der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur die Kandidatur in seinem Wahlkreis Nizza aus formalen Gründen verweigert. Die Front National stellte diesen Vorgang als Verschwörung gegen Le Pen dar, konnte dadurch aber kein besseres Abschneiden der Partei bei den Wahlen erreichen. Die FN erzielte landesweit etwa 12,6 Prozent der Stimmen.

Präsidentschaftswahlkampf 2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wahlkampf um die Präsidentschaft wurde vor allem durch Marine Le Pen, die Tochter von Jean-Marie Le Pen, die bereits als Nachfolgerin ihres Vaters gehandelt wurde, eine Debatte um die „Entdiabolisierung“ der Partei geführt. Ziel dieser „Normalisierung“ und „Modernisierung“ der FN war es, auch in der „Mitte der Gesellschaft“ Themen national besetzen zu können.

Im September 2006 eröffnete die FN in Valmy ihren Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen am 22. April und 6. Mai 2007. Mit der Diskussion um die Wahlkampfplakate kam es zu Auseinandersetzungen um die Parteistrategie. Angegriffen wurden die Vertreter einer Modernisierung, wie etwa Marine Le Pen. Die Plakate zeigten Personen, die einen vorwiegend weißen Querschnitt der Gesellschaft repräsentierten. Mit dem Daumen nach unten gerichtet lautete deren Aussage: „Die Linke und die Rechte – sie haben alles kaputt gemacht!“. Mit den „Rechten“ sind in Frankreich die Liberalen und Konservativen gemeint, nicht die extreme Rechte. Der Streit entbrannte um ein Plakat, das eine schwarze junge Frau zeigte. Sie beschwerte sich auf dem Plakat, „dass die üblichen Verdächtigen auch ‚die Staatsbürgerschaft, die Assimilation, die Aufstiegschancen‘ zerstört oder verdorben“ hätten. Dieses Plakat wurde abgelehnt, Marine Le Pens Strategie der Öffnung der Partei (siehe unten) war erst einige Jahre später erfolgreich.

Insgesamt verlor Jean-Marie Le Pen deutlich an Wählerstimmen und schied nach dem ersten Wahlgang aus. Er rief seine Wähler auf, sich bei der Stichwahl zwischen dem konservativen Kandidaten Nicolas Sarkozy (UMP) und der sozialistischen Kandidatin Ségolène Royal (PS) zu enthalten.

Unter der Vorsitzenden Marine Le Pen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte Januar 2011 wechselte die Parteiführung. Marine Le Pen übernahm den Vorsitz von ihrem Vater und wurde in einer Mitgliederbefragung mit rund 68 Prozent der Stimmen gewählt.[26] Marine Le Pen steht für eine Öffnung der Partei hin zu Demokratie und Laizismus und eine Abkehr von Rassismus und Antisemitismus. Von rechtsextremen Parteien wie der BNP oder der NPD hält die Partei seither Abstand und versucht sich als Kraft der rechten Mitte zu positionieren. Als Vorbilder werden die Alleanza Nazionale, die Partij voor de Vrijheid oder die UK Independence Party genannt. Auch die Zusammenarbeit mit der österreichischen FPÖ wurde intensiviert.[27] Zentrales Thema ist dabei die Islamkritik bzw. Islamfeindlichkeit und die Warnung vor einer „Islamisierung“ Frankreichs. So soll die Partei auch für Einwanderer offenstehen, wenn diese ein Bekenntnis zur französischen Nation und zur Assimilation ablegen. Von Experten wird die Glaubwürdigkeit dieser Kehrtwende aber bezweifelt, da viele Parteimitglieder an alten Positionen festhalten;[28] eine öffentliche Abkehr von Jean-Marie Le Pen, der bis 2015 Ehrenvorsitzender der Partei blieb, und seinen rassistischen Aussagen erfolgte zunächst nicht.

Logo der Front National 2012–2018

Bei den Kantonalwahlen 2011 wurden zwei Generalräte aus der FN gewählt, Patrick Bassot im Département Vaucluse für den Kanton Carpentras-Nord und Jean-Paul Dispard im Département Var für Brignoles. Dabei gewann Dispard im zweiten Wahlgang mit 50,03 gegen 49,97 Prozent für den Kandidaten der PCF (eine Differenz von 5 Stimmen).[29] Für die französische Präsidentschaftswahl 2012 nominierte die FN die Parteivorsitzende Marine Le Pen als Kandidatin. Sie kam auf 17,9 Prozent der Stimmen.[30] Nach den darauffolgenden Parlamentswahlen ist die FN in der französischen Nationalversammlung mit zwei Abgeordneten vertreten: der Studentin der Rechtswissenschaft Marion Maréchal-Le Pen und dem Rechtsanwalt Gilbert Collard.

Nach den Kommunalwahlen 2014 stellte die Partei mindestens zehn Bürgermeister, etwa in Fréjus, Villers-Cotterêts und Cogolin.[31] Bei der Europawahl 2014 wurde die Front National mit 24,9 Prozent erstmals stärkste Partei Frankreichs und zog mit 16 Abgeordneten ins EU-Parlament ein.

Laut durchgesickerten Mails des Leiters der Kremlabteilung für Informationspolitik Timur Prokopenko fragte der Kreml am 10. März 2014, sechs Tage vor dem Krim-Referendum, um Unterstützung nach und stellte eine finanzielle Vergütung in Aussicht. Die Front National vertrat daraufhin eine prorussische Position.[32][33] Im September 2014 erhielt die Front National einen Kredit von 9,4 Millionen Euro bei der russischen Bank „First Czech Russian Bank“. Sie gehört Roman Popow, dem ehemaligen Finanzchef von Stroytransgaz. Roman Popow ist ein Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Kredit kam unter Vermittlung des russischen Abgeordneten Alexander Babakow zustande. Babakow steht auf der EU-Sanktionsliste. Le Pen bestritt Medienberichte, nach denen die 9,4 Millionen Euro nur ein Teil eines größeren Kredits in Höhe von 40 Millionen Euro sein sollen.[34]

Seit 2014 gibt es Ermittlungen gegen Personen aus der Führung der damaligen FN und seit 9. September 2015 auch gegen die FN selbst wegen des Verdachts der illegalen Parteienfinanzierung und des finanziellen Betrugs zu Lasten des Staates im Umfeld der Wahlen 2012.[35]

Familienfehde an der Spitze der Front National 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April und Mai 2015 eskalierten die schon länger bestehenden Spannungen zwischen der Parteivorsitzenden Marine Le Pen und ihrem Vater, dem Parteigründer Jean-Marie Le Pen.[36] Dieser hatte in den vorangegangenen Jahren mehrfach für Negativschlagzeilen gesorgt, so vor allem mit seiner wiederholten Bemerkung, dass der Holocaust ein „Detail der Geschichte“ sei. Am 8. April 2015 erklärte Marine Le Pen, dass sie die Kandidatur ihres Vaters zum Regionalrat von Provence-Alpes-Côte d’Azur nicht unterstützen werde. In einer Erwiderung über die Presse ließ der 86-jährige Jean-Marie Le Pen verlauten, dass seine Tochter womöglich auf sein baldiges Ableben hoffe, aber diesbezüglich nicht auf seine Unterstützung rechnen könne. Uneingeladen tauchte er auf der Kundgebung der FN zum 1. Mai in Paris auf und ließ sich von seinen Anhängern feiern. Am 4. Mai 2015 suspendierte das Exekutivbüro (bureau exécutif) der FN unter Vorsitz von Marine Le Pen seine Mitgliedschaft in der Partei aufgrund seiner Äußerungen über den Zweiten Weltkrieg. Zugleich wurde eine Urabstimmung angekündigt zur Frage, ob das Amt des Ehrenvorsitzenden, das bisher Jean-Marie Le Pen innehatte, abgeschafft werden solle. Der Entscheidung des Exekutivbüros war eine Abstimmung des Parteivorstandes vorangegangen, bei der sich 40 Mitglieder hinter Marine Le Pen gestellt hatten, bei einer Enthaltung und drei Gegenstimmen (Jean-Marie Le Pen, Bruno Gollnisch und Alain Jamet). In einem öffentlichen Kommentar meinte Marine Le Pen, dass ihr Vater es wohl nicht ertragen könne, dass die Front National auch ohne ihn als Vorsitzenden existieren könne und dass er nicht mehr im Namen der FN sprechen solle, da seine Bemerkungen der offiziellen Parteilinie widersprächen. Daraufhin entgegnete ihr Vater am 4./5. Mai 2015, ebenfalls über die Presse, dass er „verstoßen“ worden sei und dass es „skandalös“ wäre, sollte seine Tochter bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2017 siegen. Sie solle sich stattdessen lieber wieder verheiraten, damit sie nicht mehr seinen Familiennamen trage.[36][37] Am 20. August 2015 wurde Jean-Marie Le Pen wegen „schwerer Verfehlungen“ aus der Partei ausgeschlossen.[38]

Bei den Regionalwahlen in Frankreich 2015 erhielt die Front National im ersten Wahlgang am 6. Dezember 2015 27,73 Prozent der Wählerstimmen und wurde in sechs der zukünftigen 13 Regionen die stärkste Partei. Gemäßigt rechte Listen (Les Républicains, Union des démocrates et indépendants und Mouvement démocrate) erhielten 26,65 und gemäßigt linke Listen (Parti socialiste, Parti radical de gauche) 23,12 Prozent der Wählerstimmen.[39] Im zweiten Wahlgang unterlag die Front National den Kandidaten der Republikaner und der Sozialisten und stellte somit in keiner der 13 französischen Regionen die Regierung.[40]

Präsidentschaftswahl und Parlamentswahlen 2017 und deren Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorlauf zu den Präsidentschaftswahlen 2017 galt Marine Le Pen lange als aussichtsreichste Kandidatin und lag bis ins Frühjahr 2017 mit bis zu 30 % an der Spitze der Umfragen. Trotz Korruptionsskandals bei den Republikanern, des Zusammenbruchs der Stimmabsichten für die Sozialisten und verschiedener Terroranschläge im Frühjahr 2017 konnte Marine Le Pen mit dem Aufstieg von Emmanuel Macron ihren Vorsprung nicht halten und wurde im ersten Wahlgang im April 2017 mit 21,3 Prozent der Stimmen nur Zweite, zog damit aber in die Stichwahl gegen Macron ein. In der einzigen Fernsehdebatte mit Macron zwischen erstem und zweitem Wahlgang wurde die Leistung und Argumentation von Le Pen allgemein als enttäuschend eingeschätzt[41] und in der Wahl erhielt sie mit 33,9 % deutlich weniger Stimmen als erhofft. In der kurz darauf folgenden Wahl zur Nationalversammlung erhielt die Partei 8 Abgeordnete. Das war mehr als bei den vorherigen Wahlen, bei denen die FN nur 2 Abgeordnetensitze erhalten hatte. Das Ergebnis reichte allerdings nicht zur Bildung einer eigenen Fraktion im Parlament.

Intern wurde die Führung um Marine Le Pen und ihren Stellvertreter Florian Philippot zunehmend kritisiert und für das enttäuschende Ergebnis beschuldigt. Es hieß, der scharf anti-europäische Kurs und die Ablehnung des Euros hätten viele potentielle Wähler abgeschreckt und ein Bündnis mit konservativen Politikern vereitelt.[42] Auch ein Anfang Mai angekündigtes Wahlbündnis mit der nationalkonservativen Splitterpartei Debout la France brach schon wenige Tage später auseinander, noch vor der Parlamentswahl. Die darauf folgenden internen Streitigkeiten führten dazu, dass der FN innenpolitisch kaum noch in Erscheinung trat. Ende September kam es dann zu Sanktionen gegen Florian Philippot, dem vorgeworfen wurde, mit seiner parteiinternen Vereinigung Les Patriotes seine Macht in der Partei ausbauen zu wollen; umgehend kündigte er seinen Austritt aus der Partei an.

Marine Le Pen kündigte im März 2018 die Umbenennung der Partei in Rassemblement National an. Die Umbenennung wurde am 1. Juni 2018 in Lyon von 81 Prozent der Mitglieder per Urabstimmung bestätigt.[43] Der neue Parteiname geht auf die in den 1980er Jahren unter Jean-Marie Le Pen bestehende Parlamentsgruppe Front National – Rassemblement National in der Nationalversammlung zurück.[44]

Wahlergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präsidentschaftswahlen:

  • 1974 (Jean-Marie Le Pen): 0,75 %
  • 1981: nicht teilgenommen
  • 1988 (Jean-Marie Le Pen): 14,38 %
  • 1995 (Jean-Marie Le Pen): 15,00 %
  • 2002 (Jean-Marie Le Pen): 16,86 %, 2. Wahlgang: 17,79 %
  • 2007 (Jean-Marie Le Pen): 10,44 %
  • 2012 (Marine Le Pen): 17,90 %
  • 2017 (Marine Le Pen): 21,30 %, 2. Wahlgang: 33,90 %[45]

Parlamentswahlen:

  • 1973: 1,33 %
  • 1978: 0,29 %
  • 1981: 0,18 %
  • 1986: 9,65 %
  • 1988: 9,66 % (0 von 577 Mandaten)
  • 1993: 12,42 % (0 von 577 Mandaten)
  • 1997: 14,94 % (1 von 577 Mandaten)
  • 2002: 11,34 % (0 von 577 Mandaten)
  • 2007: 4,29 % (0 von 577 Mandaten)
  • 2012: 13,60 % (2 von 577 Mandaten)
  • 2017: 13,20 % (8 von 577 Mandaten)

Europawahlen:

  • 1984: 10,95 % (10 von 81 Mandaten)
  • 1989: 11,73 % (10 von 81 Mandaten)
  • 1994: 10,52 % (11 von 87 Mandaten)
  • 1999: 5,69 % (5 von 87 Mandaten)
  • 2004: 9,81 % (7 von 74 Mandaten)
  • 2009: 6,34 % (4 von 74 Mandaten)
  • 2014: 24,86 % (24 von 74 Mandaten)
  • 2019: 23,31 % (23 von 79 Mandaten)

Regionale Hochburgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimmenanteil für Marine Le Pen in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl 2017: Die Hochburgen liegen im Süden und Nordosten.

Hochburgen der FN befinden sich im Süden Frankreichs (le Midi), wie zum Beispiel in den Regionen Languedoc-Roussillon und Provence-Alpes-Côte d’Azur und den von sozialen Problemen geprägten Industriestädten der Regionen Lothringen und Nord-Pas de Calais. Eine weitere historische Hochburg der FN ist das Elsass. Dort existierte allerdings mit der Kleinpartei Alsace d’abord aufgrund ihres regionalen Profils ein direkter Konkurrent zur FN. Ein programmatischer Unterschied zwischen beiden Parteien besteht darin, dass Alsace d’abord eindeutig pro-europäisch ausgerichtet ist. Alsace d’abord ist jedoch Ende der 2000er-Jahre in der Bedeutungslosigkeit verschwunden.

Im südfranzösischen Perpignan stellt das Rassemblement National mit Louis Aliot seit 2020 erstmals den Bürgermeister einer Großstadt.[46] Die von ihm geführte rechte Liste besetzt dort 42 der 57 Sitze im Gemeinderat.[47]

Politische Vorfeldorganisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jugendorganisation der FN hieß von ihrer Gründung 1973 bis 2018 Front national de la jeunesse (FNJ), dann benannte sie sich in Génération nation (GN) um. Ihr Vorsitzender ist der Europaabgeordnete Jordan Bardella. Der von Roger Holeindre initiierte service d'ordre « DOM », seit 1993 Département protection sécurité (DPS; Abteilung Schutz und Sicherheit) agiert als parteieigener Sicherheitsdienst. Zum Umfeld der FN gehörte zudem die 1985 von Bernard Antony gegründete Alliance générale contre le racisme et pour le respect de l'identité française et chrétienne (AGRIF; „allgemeine Allianz gegen den Rassismus und für den Respekt vor der französischen und christlichen Identität“), die sich nach eigener Aussage gegen „anti-französischen und christenfeindlichen Rassismus, Pornographie und Verletzungen des Respekts vor Frauen und Kindern“ einsetzt. Sie spricht vor allem das traditionell katholische Milieu an. Darüber hinaus gab bzw. gibt es Vorfeldorganisationen für Geschäftsleute, Landwirte, Frauen, Arbeiter und Arbeitslose.[48]

In den 1990er-Jahren wurden mehrere Branchengewerkschaften gegründet, die mit der FN verbunden waren, insbesondere für Polizisten, Gefängnispersonal, Beschäftigte im öffentlichen Verkehr. Ihrem Dachverband Coordination française nationale des travailleurs (CFNT) wurde nach den Arbeitsgerichtswahlen 1997 der Gewerkschaftsstatus gerichtlich aberkannt, weil er zu stark parteipolitisch ausgerichtet war.[49] Auch der Polizeigewerkschaft Front national de la Police (FNP) erkannte der Kassationshof 1998 den Gewerkschaftscharakter ab.

Europäische Ebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei ihrer ersten Europawahl 1984 zog die FN mit zehn Abgeordneten ins Europaparlament ein. Gemeinsam mit der postfaschistischen italienischen MSI und einem griechischen Abgeordneten gründete man die Fraktion der Europäischen Rechten. Fraktionsvorsitzender war Jean-Marie Le Pen.

Nach der Europawahl 1989 zog sich die MSI aus der Zusammenarbeit mit der FN zurück. Neuer Partner wurden die deutschen Republikaner (REP) sowie der einzige Abgeordnete des Vlaams Blok. Erneut war Le Pen Fraktionsvorsitzender. Die Fraktion war geprägt von Streitigkeiten zwischen und innerhalb der Parteien, insbesondere bei den REP. Nachdem die REP unter dem Parteivorsitzenden und Europaabgeordneten Franz Schönhuber zwei Europaabgeordnete wegen rechtsextremistischer und antisemitischer Aussagen ausgeschlossen hatte, weigerte sich Le Pen, diese auch aus der Fraktion auszuschließen. Daraufhin verließen Schönhuber und später fast alle weiteren REP-Abgeordneten die Fraktion.

Durch das Ausscheiden der Republikaner 1994 kam im Europäischen Parlament keine rechtsradikale Fraktion mehr zustande. Die FN suchte die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Parteien, unter anderem durch Gründung des Parteienbündnis Euronat 1997, blieb im Europaparlament aber vorerst fraktionslos. Gemäßigtere rechtspopulistische Parteien wie die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) unter Jörg Haider, die Dänische Volkspartei (DF), die norwegische Fortschrittspartei und selbst die MSI-Nachfolgepartei Alleanza Nazionale distanzierten sich von Le Pen und der FN.[50] 1999 beteiligte sich die FN an der Gründung der Technischen Fraktion der Unabhängigen Abgeordneten, einer gemischten Fraktion aus rechts- und linksextremen sowie radikaldemokratischen Abgeordneten. Die Fraktion wurde 2001 mangels "fehlender politischer Zugehörigkeit" aufgelöst.

Nach dem Beitritt Rumäniens und Bulgariens zur EU am 1. Januar 2007 und dem damit verbundenen Einzug rechtsextremer Parteien aus beiden Ländern konnte die FN die Fraktion Identität, Tradition, Souveränität (ITS) mit gründen. Fraktionsvorsitzender wurde der FN-Politiker Bruno Gollnisch. Gemeinsame politische Grundlage der neu gegründeten Fraktion war die sogenannte "Wiener Erklärung der europäischen patriotischen und nationalen Parteien und Bewegungen", die eine politische Plattform rechter EU-kritischer Parteien in Europa darstellte. Nach internen Streitereien und dem Austritt der rumänischen Abgeordneten der PRM wurde die Fraktion am 14. November 2007 aufgelöst, da sie weniger als 20 Mitglieder hatte.[51]

Erneut verblieben die Abgeordneten der FN fraktionslos. 2009 gründeten Le Pen, Gollnisch und weitere Mitglieder der ehemaligen ITS-Faktion die die Europapartei Allianz der Europäischen nationalen Bewegungen.

Mit dem Wechsel des Parteivorsitzes von Jean Marie zu Marine Le Pen suchte sich die FN neue Partner in Europa. Marine Le Pen wurde 2012 stellvertretende Vorsitzende der Europapartei Europäische Allianz für Freiheit (EAF), der unter anderem Abgeordnete der FPÖ und der Vlaams Belang (VB) angehörten.

Zur Europawahl 2014 schmiedete Marine Le Pen ein „Bündnis der Souveränisten“, dem neben den EAF-Mitgliedern die niederländische PVV von Geert Wilders und die Lega Nord angehörten. Andere Parteien wie die UK Independence Party (UKIP) oder die Alternative für Deutschland lehnten dagegen eine Zusammenarbeit mit der FN ab.[52] Die als mögliche Partner gehandelten Schwedendemokraten hielten sich zurück. Die rechtsextreme ungarische Jobbik-Partei und die neonazistische Goldene Morgenröte aus Griechenland waren von der FN nicht in der Fraktion gewollt.[53] Die geplante Gründung einer Fraktion nach der Wahl kam trotz Sitzzugewinnen der Bündnispartner nicht zustande, da sich nicht aus mindestens sieben Ländern Abgeordnete für die Fraktion fanden.

In der Folge initiierten die FN und ihre Vorsitzende Marine Le Pen die Gründung der Europapartei Bewegung für ein Europa der Nationen und der Freiheit (MENL), die am 3. Oktober 2014 erfolgte[54] und mittelfristig die EAF ablöst.[55] Im Dezember 2014 wurde die MENL vom Europäischen Parlament anerkannt und eine Parteienfinanzierung von 1,17 Millionen Euro zugesprochen.[56]

Am 15. Juni 2015 konnte mit einer UKIP-Überläuferin der UKIP die Fraktion Europa der Nationen und der Freiheit (ENF) gegründet werden. Sie ist in der laufenden Wahlperiode die kleinste Fraktion des Europaparlaments. Gemeinsame Fraktionsvorsitzende wurden Marcel de Graaff und Marine Le Pen. Nach Le Pens Wechsel in die französische Nationalversammlung übernahm Nicolas Bay, damals noch Generalsekretär der FN.

Nach der Europawahl 2019 wurde die ENF von der Fraktion Identität und Demokratie abgelöst.

Front/Rassemblement National bei Europawahlen
Wahl Spitzenkandidat/-in Europapartei Stimmen % Sitze Fraktion
1979 nicht angetreten
1984 Jean-Marie Le Pen 000000000000002.21000000002,210,334 11,0 %
10/81
Fraktion der Europäischen Rechten
1989 Jean-Marie Le Pen 000000000000002.12900000002,129,668 11,7 %
10/81
Technische Fraktion der Europäischen Rechten
1994 Jean-Marie Le Pen 000000000000002.05000000002,050,086 10,5 %
11/87
fraktionslos
1999 Jean-Marie Le Pen Euronat 000000000000001.00500000001,005,113 05,7 %
5/87
Technische Fraktion der Unabhängigen Abgeordneten (bis Oktober 2001)
2004 Jean-Marie Le Pen Euronat 000000000000001.68400000001,684,792 09,8 %
7/78
Identität, Tradition, Souveränität (Januar bis November 2007)
2009 Jean-Marie Le Pen Euronat 000000000000001.09100000001,091,691 06,3 %
3/72
fraktionslos
2014 Marine Le Pen EAF 000000000000004.71200000004,712,461 24,9 %
24/74
Europa der Nationen und der Freiheit (ab Juni 2015)
2019 Jordan Bardella MENL 000000000000005.28600000005,286,939 23,3 %
22/74
Identität und Demokratie

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einträge in Nachschlagewerken

  • Stephen E. Atkins: Encyclopedia of Modern Worldwide Extremists and Extremist Groups. Greenwood Press, Westport 2004, ISBN 0-313-32485-9, S. 101–103. (siehe: Front National (FN) (France))
  • Jean-Yves Camus: Front National (Frankreich). In: Wolfgang Benz (Hrsg.): Handbuch des Antisemitismus. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart. Band 5: Organisationen, Institutionen, Bewegungen. Im Auftrag des Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. De Gruyter Saur, Berlin u. a. 2012, ISBN 978-3-598-24078-2, S. 264–266. (Übersetzung durch Christian Mentel)
  • Bernd Wagner (Hrsg.): Handbuch Rechtsextremismus: Netzwerke, Parteien, Organisationen, Ideologiezentren, Medien (= rororo aktuell. 13425). Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1994, ISBN 3-499-13425-X, S. 228–233. (siehe: Front National (F.N.))

Monografien / Sammelbände

  • Magali Balent: Le Front national et le monde. Le discours du FN sur les relations internationales sous la présidence de Jean-Marie Le Pen. Editions universitaires europeennes, Saarbrücken 2011, ISBN 978-613-1-58693-4.
  • Jean-Yves Camus: Front national. Eine Gefahr für die französische Demokratie? (= Schriftenreihe Extremismus & Demokratie, Bd. 11). Bouvier, Bonn 1998, ISBN 3-416-02716-7.
  • Sebastian Chwala: Der Front National. Geschichte, Programm, Politik und Wähler (= Neue kleine Bibliothek. 219). PapyRossa, Köln 2015, ISBN 978-3-89438-592-7.
  • Peter Davies: The National Front in France. Ideology, discourse and power. Routledge, London u. a. 1999, ISBN 0-415-15866-4.
  • Daniela Heimberger: Der Front National im Elsass. Rechtsextremismus in Frankreich. Eine regionale Wahlanalyse. Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-531-13700-X (zugl. Dissertation, Universität Freiburg, 2001).
  • Thomas Lampe: Der Aufstieg der „Front National“ in Frankreich. Extremismus und Populismus von rechts (= Diskussionsbeiträge des Instituts für Politische Wissenschaft (Hannover). D 16). Mit einem Vorwort von Wolfgang Kreutzberger, Materialis-Verlag, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-88535-146-3.
  • Nonna Mayer, Pascal Perrineau (Hrsg.): Le Front National à découvert. Presses de Sciences Po, Paris 1996, ISBN 2-7246-0696-5.
  • Bernhard Schmid: Die Rechten in Frankreich. Von der Französischen Revolution zum Front National (= Antifa Edition). Elefanten Press, Berlin 1998, ISBN 3-88520-642-0.
  • Harvey G. Simmons: The French National Front. The Extremist Challenge to Democracy. Westview Press, Boulder 1996, ISBN 0-8133-8979-8.
  • Anne Tristan: Von innen. Als Mitglied der Front National in der Hochburg Le Pens. Mit einem Vorwort von Günter Wallraff, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1988, ISBN 3-462-01909-0.

Beiträge in Sammelbänden

  • Magali Balent: The French National Front from Jean-Marie to Marine Le Pen: Between Change and Continuity. In: Karsten Grabow, Florian Hartleb (Hrsg.): Exposing the Demagogues. Right-wing and National Populist Parties in Europe. Konrad-Adenauer-Stiftung / Centre for European Studies, Berlin 2013, ISBN 978-2-930632-26-1, S. 161–186.
  • Brigitte Beauzamy: Explaining the Rise of the Front National to Electoral Prominence: multi-faceted or contradictory models?. In: Ruth Wodak, Majid KhosraviNik, Brigitte Mral (Hrsg.): Right-Wing Populism in Europe: Politics and Discourse. Bloomsbury, London u. a. 2013, ISBN 978-1-78093-343-6, S. 177 ff.
  • Jean-Yves Camus: The Front National in International Perspective. In: Caroline Y. Robertson-von Trotha (Hrsg.): Rechtsextremismus in Deutschland und Europa. Rechts außen – rechts "Mitte"? (= Reihe Kulturwissenschaft interdisziplinär. Bd. 7). Nomos, Baden-Baden 2011, ISBN 978-3-8329-5817-6, S. 103 ff.
  • Jocelyn Evans: ‘La politique du dehors avec les raisons du dedans’. Foreign and Defence Policy of the French Front National. In: Christina Schiori Lang (Hrsg.): Europe for the Europeans: The Foreign and Security Policy of the Populist Radical Right. Ashgate Publishing, Burlington u. a. 2007, ISBN 978-0-7546-4851-2, S. 125 ff.
  • Christopher Flood: Organizing Fear and Indigination. The Front National in France. In: Richard J. Golsan (Hrsg.): Facism’s Return. Scandal, Revision, and Ideology since 1980. University of Nebraska Press, Lincoln 1998, ISBN 0-8032-2159-2, S. 19 ff.
  • Gilles Ivaldi, Marc Swyngedouw: Rechtsextremismus in populistischer Gestalt. Front National und Vlaams Belang. In: Frank Decker (Hrsg.): Populismus: Gefahr für die Demokratie oder nützliches Korrektiv?. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-14537-1, S. 121–143.
  • Nonna Mayer, Mariette Sineau: France: The Front National. In: Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr (Hrsg.): Rechtsextreme Parteien – eine mögliche Heimat für Frauen?. Leske und Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3366-9, S. 61 ff.
  • Subrata K. Mitra: The National Front in France – a Single-Issue Movement?. In: Klaus von Beyme (Hrsg.): Right-Wing Extremism in Western Europe. Routledge, New York 2013, ISBN 978-0-7146-3345-9, S. 47 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bundeszentrale für politische Bildung

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]; abgerufen 11. Juni 2020
  2. Pourquoi le FN reste résolument un parti d'extrême droite. In: Le Monde, 23. März 2016, abgerufen am 24. April 2017.
  3. Gilles Ivaldi, Marc Swyngedouw: Rechtsextremismus in populistischer Gestalt. Front National und Vlaams Blok. In: halshs.archives-ouvertes.fr, Januar 2006.
  4. Par Ségolène Gros de Larquier: Marine Le Pen, la présidentielle et le brin de muguet. In: lepoint.fr. 1. Februar 2011, abgerufen am 7. Januar 2017 (französisch).
  5. Buchtitel
  6. Der Spiegel 27/2011, Papierausgabe Seite 96, 97.
  7. Stopper l'immigration, renforcer l'identité française. In: frontnational.com. Abgerufen am 7. Januar 2017 (französisch).
  8. Marine Le Pen présente son projet pour « l’Europe des Nations ». In: frontnational.com. Abgerufen am 7. Januar 2017 (französisch).
  9. Le Pen fordert Rückkehr der Todesstrafe. In: Spiegel Online. 20. Mai 2006, abgerufen am 9. Juni 2014.
  10. Frankreichs Rechte lässt sich feiern. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Rheinische Post. 23. April 2012, archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 9. Juni 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rp-online.de
  11. Daphne Halikiopoulou, Sofia Vasilopoulou: Support for the Far Right in the 2014 European Parliament Elections. A Comparative Perspective. In: The Political Quarterly, Band 85, 2014, S. 285–288.
  12. Marcus Stadelmann: The Marinisation of France. Marine Le Pen and the French National Front. In: International Journal of Humanities and Social Science, Band 4, Nr. 10(1), August 2014.
  13. Jean-Yves Camus: Der Front National (FN) – eine rechtsradikale Partei? Friedrich-Ebert-Stiftung, April 2014, S. 2.
  14. Gilles Ivaldi, Joël Gombin: The Front National and the new politics of the rural in France. In: Dirk Strijker u. a.: Rural protest groups and populist political parties. Wageningen Academic Publishing, Wageningen, S. 243–264.
  15. Sebastian Chwala: Der Front national – Einblicke in eine „rechtspopulistische“ Partei. In: sopos, Nr. 12/2015.
  16. Tanja Wolf: Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Europa. Typologisierung und Vergleich. Springer VS, Wiesbaden 2019, S. 253, 436–439.
  17. Pressemitteilung der Front National vom 6. Mai 2014 (Memento des Originals vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.frontnational.com
  18. Marc de Boni: Jean-François Jalkh, un compagnon de route de Jean-Marie Le Pen aux manettes du FN. In: Le Figaro. 25. April 2017, ISSN 0182-5852 (lefigaro.fr [abgerufen am 25. April 2017]).
  19. Propos négationnistes : Jean-François Jalkh remplacé par Steeve Briois à la tête du FN. In: Le Figaro, 28. April 2017, abgerufen am 28. April 2017
  20. Europe 1: Le Front national ou Le Pen & Co., entreprise familiale, 30. November 2014 (franz.)
  21. C-News: ["https://www.cnews.fr/politique/2012-06-18/le-front-national-une-affaire-de-famille-21154 LE FRONT NATIONAL : UNE AFFAIRE DE FAMILLE], 18. Juni 2012 (aktualisiert im April 2015)(fraz.)
  22. Marion Maréchal: Die rechte Kaderschmiede der Le-Pen-Nichte. Abgerufen am 6. Juni 2019.
  23. David Art: Inside the Radical Right: The Development of Anti-Immigrant-Parties in Western Europe. Cambridge University Press, Cambridge 2011 ISBN 978-0-521-89624-5 S. 122
  24. Hamid Bousselham: Torturés par Le Pen (Gefoltert von Le Pen) éditions Rahma
  25. Lilith Volkert: Wie der Front National eine "normale" Partei wurde. In: sueddeutsche.de. 7. Februar 2017, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 29. Juli 2017]).
  26. Katharina Peters: Frankreich: Rechtsextreme wählen Le Pen zur Chefin. In: Spiegel Online. 16. Januar 2011, abgerufen am 7. Januar 2017.
  27. Strache-Treffen mit Le Pen: Kritik und Aufregung. In: ORF. 8. Juni 2011.
  28. K. Biswas: Rechts und rechts. In: Le Monde diplomatique, 14. Oktober 2011.
  29. Cantonales: le PS en tête, le FN obtient deux élus. In: Le Figaro. 28. März 2011.
  30. Erste Wahlrunde in Frankreich: Hollande siegt, Le Pen schockiert viele Franzosen. In: Spiegel Online. 23. April 2012, abgerufen am 7. Januar 2017.
  31. Abel Mestre: Avec au moins dix villes, Marine Le Pen a réussi son pari. In: Le Monde, 30. März 2014 (französisch).
  32. Financement du FN : des hackers russes dévoilent des échanges au Kremlin. In: Le Monde. 2. April 2015, abgerufen am 4. April 2015 (französisch).
  33. Russlands neue Freunde – Europas Ultra-Rechte im Schulterschluss mit Moskau. In: Deutschlandfunk. Abgerufen am 30. Januar 2017.
  34. Putin-Vertrauter finanziert Front National. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. November 2014.
    Luke Harding: We should beware Russia’s links with Europe’s right. In: The Guardian, 8. Dezember 2014.
  35. Le Front national mis en examen dans l’enquête sur le financement du parti. Le Monde.fr, 9. September 2015, abgerufen am 11. September 2015 (französisch).
  36. a b France National Front: Jean-Marie Le Pen 'ashamed' his daughter has his name. BBC News, 5. Mai 2015, abgerufen am 5. Mai 2015 (englisch).
  37. Michaela Wiegel: Le Pen verstößt seine Tochter. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 5. Mai 2015, abgerufen am 5. Mai 2015.
  38. Stefan Ulrich: Frankreich – Jean-Marie Le Pen aus dem Front National ausgeschlossen. In: sueddeutsche.de. 20. August 2015, abgerufen am 7. Januar 2017.
  39. Elections régionales et des assemblées de Corse, Guyane et Martinique 2015. France Entière – Résultats au 1er tour. Innenministerium der Französischen Republik, abgerufen am 7. Dezember 2015.
  40. Stefan Simons: Front National: Nur auf den ersten Blick ein Rückschlag. In: Spiegel Online. 14. Dezember 2015, abgerufen am 7. Januar 2017.
  41. Débat présidentiel : Marine Le Pen déçoit aussi ses fans. In: lepoint.fr, 5. Mai 2017, abgerufen am 19. Juni 2017 (französisch).
  42. Au Front national, la, eingesehen am vient. In: Les Echos, 14. Juni 2017, abgerufen am 19. Juni 2017 (französisch)
  43. Deutsche Welle: Front National benennt sich um, 1. Juni 2018, abgerufen am 1. Juni 2018
  44. Front National benennt sich um
  45. Offizielles Wahlergebnis auf elections.interieur.gouv.fr. Aufgerufen am 5. Juni 2017
  46. Rudolf Walther: Rechter Bürgermeister in Südfrankreich – Umkämpfte Erinnerung. In: taz, 3. Juli 2020.
  47. Louis Aliot installé maire de Perpignan, plus grosse prise RN des municipales. In: La Croix, 3. Juli 2020.
  48. Michael Minkenberg: Die Front national (FN). In: Sabine Ruß u. a.: Parteien in Frankreich. Kontinuität und Wandel in der V. Republik. Leske+Budrich, Opladen 2000, S. 267–288, hier S. 278.
  49. Michel Wieviorka: Le Front national. Entre extrémisme, populisme et démocratie. Éditions de la Maison des sciences de l’homme, Paris 2013, S. 44.
  50. http://home.alphalink.com.au/~radnat/theories-right/theory3.html
  51. Fraktion „Identität, Tradition und Souveränität“ (ITS) existiert nicht mehr. (Nicht mehr online verfügbar.) Europaparlament, 14. November 2007, archiviert vom Original am 24. Dezember 2007; abgerufen am 20. Juni 2008.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.europarl.europa.eu
  52. Christian Grimm, Hans Bentzien: AfD will nicht mit Front National flirten. (Memento vom 4. April 2014 im Internet Archive) In: The Wall Street Journal, 31. März 2014.
  53. Fabian Leber: Die neue Fraktion der Rechten. In: tagesspiegel.de. 29. Mai 2014, abgerufen am 7. Januar 2017.
  54. Marie-Madeleine Courtial: FN: Aymeric Chauprade veut se réconcilier avec Marine Le Pen. In: la-nouvelle-gazette.fr. Abgerufen am 7. Januar 2017 (französisch).
  55. Cas Mudde: The EAF is dead! Long live the MENL! In: opendemocracy.net. 12. Oktober 2014, abgerufen am 7. Januar 2017 (englisch).
  56. Grants from the European Parliament to political parties at European level per party and per year Stand März 2015